RE: Ich sehe keinen Ausweg!
Hallo Gaby!
Vielen Dank für Deine Antwort.
Ja, ich habe auch schon darüber nachgedacht, mit ihm zusammenzubleiben um irgendwie über die Schwangerschaft zu überstehen. So gross ist meine Angst, es alleine nicht zu schaffen. Einfach meine Schnauze halten und klein beigeben, damit es läuft.
Ein paar Tage hab ich versucht, dass klappte einfach nicht. Wenn der Schalter sich umlegt, legt er sich um.
Ich kenne das, die Dauerstreitigkeiten. Heute frage ich mich, wie haben wir da bloss geschafft, ein Kind zu zeugen.
Freunde hab ich wenig, aber für die Betreuung des Kindes kann ich sicher gut auf meine Mutter und Schwester zurückgreifen. Obwohl ich die Beiden lieber auf Distanz ertrage, aber irgendwas muss ich tun.
Beruflich bin ich selbständig, kann mir keine Pause oder lange Arbeitsausfälle leisten. Mit einer grossen Tochter ist es ja gut zu organisieren, aber mit einem Säugling?
Im Moment bin ich sehr mit mir beschäftigt, so wütend auf das Scheitern der Beziehung, wütend auf mich. Hin- und hergerissen, mich dafür oder dagen zu entscheiden. Ich sitze den ganzen Tag rum und heule und heule.
Hinzu kommt ich hab massive Probleme mit der Übelkeit, ich trau mich kaum in die Öffentlichkeit, weil ich die Gefahr latent da ist, überall hinzukotzen, bzw so Würgeanfälle zu bekommen.
Ich meide im Moment die Menschen um mich herum, bin nicht offen, "draussen" in der Welt auf Menschen zuzugehen und Kontakte aufzubauen, so sehr bin ich mit meiner Situation beschäftigt.
Ich bin einfach der Meinung, keine besonders gute Mutter zu sein. Ich erfülle nicht meine eigenen Erwartungen. Und das soll ich noch einem weiteren Kind zumuten?
Und trotzdem spüre ich, wie es in mir sich entwickelt, seh mir das Ultraschallbild an, wie süss und knuffig der Kleine da liegt.
Schön, dass Du für Dich und Deine Kleine Lösungen gefunden hast, dass es Euch besser geht.
Wie schafft man das bloss, mental sich wieder zu stärken?
Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und viel Kraft. Du bist auf einen guten Weg!
Liebe Grüsse
Clara[addsig]