Hallo ...
in den letzten Tagen hat sich eine Menge getan und ich wollte euch gern auf dem Laufenden halten.
Am 17.10.2006 hat mein neuer Frauenarzt meine Schwangerschaft bestätigt.
Bis auf einen kleinen schwarzen *Punkt* hat man zwar noch nix gesehen, aber ich bin ja auch erst Anfang der 5ten Woche.
Beim nächsten Termin am 31.10.2006 kann man hoffentlich auch schon etwas mehr sehen. Da wird dann auch erst der Mutterpass ausgestellt.
Gestern war ich bei einer Schwangerschaftsberatungsstelle.
Die Dame hat sich viel Zeit genommen und hat mir erstmal das Wichtigste erklärt.
Hatte mir zwar extra vorher einen Zettel mit Stichworten gemacht, aber im Nachhinein kommen halt doch noch viele zusätzliche Fragen ...
Vielleicht kann ich die ja auch hier loswerden ;o)
Da ich ins neue Elterngeld rutsche, bin ich im ersten Jahr finanziell gut unterstützt.
Jetzt frage ich mich aber wie das ist wenn ich wieder arbeiten gehe?
Ich arbeite im öffentlichen Dienst und könnte sicher auch 6 Std. täglich arbeiten (sonst würde ich das mit der 8 Stunden Betreuung auch nicht hinbekommen), dazu dann das Kindergeld und den Unterhaltsvorschuss.
Aber das reicht doch niemals, wenn ich dann auch noch die Kinderbetreuung selbst zahlen muss

Oder habe ich da völlig falsche Vorstellung von allem?
Dem Erzeuger habe ich es übrigens auch gesagt. War ziehmlich aufgelöst und habe erstmal nur Minutenlang in seinen Armen geweint.
Er nahm es gefasster auf als ich dachte. Und sein erster Gedanke war wohl auch: *das schaffen wir* ...
Habe uns auch den ganzen Abend darüber unterhalten ...
Leider hat er keine Ahnung von Kindern und weiß somit auch nicht was auf einen zukommen würde. Teilweise sieht er alles sehr *einfach*
Zudem will er auch weiterhin sein Abi machen und dann Studieren. Finanzielle Hilfe habe ich wohl von ihm nicht zu erwarten.
Es ist komisch zu beschreiben, aber an dem Abend nahm er mich in den Arm und sagte mir er wolle auf keinen Fall das ich abtreibe .. und wir würden das schon mit dem Wurm hinbekommen ...
Und am nächsten Morgen sagte er mir wieder sein Gefühl sage ihm das er nie Kinder wollen würde.
Obwohl sein einzigster Bedenkpunkt seine Religon ist. Er ist Ex- Zeuge Jehovas (also kein aktives Mitgleid mehr) .. hält aber noch immer an den Idealen fest. Unter anderem auch das Bluttransfusionen abgelehnt werden.
Er würde auch nicht wollen das *unser Kind* dann so etwas bekommt.
Das ist für mich ein Punkt an dem ich aber nicht mit mir reden lasse.
Alles etwas wirr

In der Nacht blieb er auch bei mir ... und irgendwann wurde ich wach und spürte wie er mit der Hand meinen Bauch streichelt ...
Am liebsten wäre es ihm wenn ich die Entscheidung treffe, aber das möchte ich nicht. Entweder er sagt mir das er eine Abtreibung möchte, dann weiß ich das ich das Kind komplett alleine aufziehe oder er entscheidet sich für das Kind und hat dann auch seine Rechten und Pflichten als Vater.
Er hat gesagt er will mich erst wieder Sonntag sehen ..
Hoffe er nutzt die Zeit zum Nachdenken und vielleicht um mit Freunden zu reden.
Mir tut das alles irgendwie nur weh ...
Da wächst ein kleiner Wurm in mir und ich kann mich noch gar nicht richtig freuen
Danke fürs *Ausweinen* ...
Schnukki