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von jujoma

Nicole25

Anfänger

Beiträge:

1

Donnerstag, 21. Juni 2007, 20:09

Vater in den USA - was nun?

Hallo alle zusammen,
erstmal wollte ich sagen, dass ich richtig froh ueber dieses Forum bin. Ich denke hier wurde schon einigen Leuten geholfen, und ich hoffe, dass auch ich hier Hilfe finde.
Also ich bin 25 Jahre alt und bin nun im dritten Monat schwanger. Ich bin jetzt seit einigen Wochen bei meinem Freund in den USA zu Besuch. Und hier bin ich auch schwanger geworden. Ich war richtig geschockt, als ich erfahren habe, dass ich schwanger bin. Und ich kann auch leider nicht behaupten, dass ein geplatztes Kondom Schuld war, oder dass durch Antibiotika die Pille nicht gewirkt hat....ich bin mir vollkommen darueber bewusst, dass ich mit der Pille Mist gebaut habe, und fuehle mich 100 %ig fuer die Schwangerschaft verantwortlich. Ich habe lange darueber nachgedacht, ob ich das Kind nicht abtreiben soll. Aber mein Gewissen wuerde das einfach nicht ueberstehen. Ich habe mich also dazu entschlossen das Kind zu bekommen. Mein Freund ist allerdings alles andere als begeistert. Er moechte nicht, dass ich das Kind bekomme. Er sagt, dass es wegen der Entfernung keinen Sinn machen wuerde. Das Kind wuerde mit mir in Deutschland leben waehrend er hier in den USA lebt. In 3 Tagen fliege ich zurueck nach Deutschland. Habe dann erstmal keine eigene Wohung, keine Arbeit und kein Geld. Die Voraussetzungen sind also alles andere als rosig. Dennoch denke ich, dass ich es irgendwie schaffen kann. Ich weiss, dass ich von meiner Familie und Freunden unterstuetzt werde. Mein Freund ist denoch strikt dagegen und haelt mir vor, dass meine Entscheidung das Kind zu bekommen sch... ist. Er verhaelt sich jetzt sehr distanziert zu mir. Er kommt mit der Situation einfach nicht klar. Er kann mit Kindern nichts anfangen und wollte nie eigene Kinder haben. Ihm gehts richtig schlecht damit. Aber er versteht einfach nicht, dass es mir auch schlecht geht, und dass es alles andere als einfach fuer mich ist. Ich meine es spricht ja wirklich vieles dagegen das Kind zu bekommen, aber mit einer Abtreibung koennte ich einfach nicht leben. Und das versteht er nicht!
Ich weiss also, dass ich von ihm keine Unterstuetzung zu erwarten habe, und dass sobald ich am Sonntag in das Flugzeug steige unsere Beziehung zu Ende ist. Und das tut einfach nur weh! Aber ich habe mich entschieden, und werde es irgendwie schaffen.
Jetzt hab ich hier im Forum mal versucht rauszufinden, wie es mit Unerhalt und Erziehungsgeld und was auch immer aussieht.
Ich werde erstmal Harz 4 beantragen muessen, wenn ich zurueck bin. Ich werde ja bestimmt keine Arbeit finden, wenn ich schwanger bin. Und was sage ich dann zum Thema "Wer ist der Vater des Kindes"? Wenn ich die Situation der Wahrheit entsprechend schildere, wird mir dann irgendwo Geld gekuerzt? Weil ich ja weiss, wer der Vater ist, aber die deutschen Behoerden sicih ja mit Sicherheit nicht an die USA wenden, um von meinem Freund, bzw. Ex Freund Unterhalt einzuklagen. Oder waere es besser, wenn ich angebe, dass der Vater unbekannt ist? Versteht mich jetzt bitte nicht falsch...ich moechte nicht auf Kosten des Staates leben. Ich moechte so schnell wie moeglich wieder arbeiten gehen (hatte eigentlich vor im September mit dem Studium anzufangen, aber das kann ich wohl vergessen). Ich weiss nur im Moment nicht, wie es weitergehen soll. Und ich denke, dass ich erstmal auf jeden Euro angewiesen bin, bis ich arbeiten gehen kann. Was soll ich also angeben?

Ich hoffe, dass ich hier ein paar Antworten bekommen.
Wuensche euch allen alles Gute.
Danke und lieben Gruss
Nicole [addsig]

Gast

unregistriert

2

Freitag, 22. Juni 2007, 07:22

RE: Vater in den USA - was nun?

Hallo Nicole,

erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

Bevor ich näher auf Deine Fragen eingehen möchte, ersteinmal ein paar Gegenfragen.

Du schreibst, Du bist zu Besuch in den USA.
Das heiĂźt, Du bist hier doch irgendwo gemeldet, lebst hier doch irgendwo, oder?

Was hast Du vor Abflug in die USA gemacht?[addsig]

Sonja35

Anfänger

Beiträge:

3

Freitag, 22. Juni 2007, 11:00

RE: Vater in den USA - was nun?

Hallo Nicole,
mir geht es genauso wie dir. Bin auch schwanger von einem Ami, der allerdings bereits wieder zurück in seine Heimat gegangen ist und wenig davon begeister ist, Vater zu werden. Die übliche Geschichte: Zuerst total verliebt, er will mich heiraten, I love you hier I love you da, ständig um mich herumscharwenzelt, eifersüchtig und vor Liebe ganz hinüber, und dann auf einmal sehr ernüchtert und lässt mich in der Schwangerschaft sitzen. Das Kind kommt demnächst (im August) zur Welt und ich bin total verzweifelt. Erstens kämpfe ich mit der Einsamkeit, zweitens wollte ich nie Alleinerzieherin sein, aber ich muss mich wohl damit abfinden. Zudem plagen mich höllische Existenzängste. Wie komme ich zu meinen Alimenten? Wenn er sich weigert zu zahlen, habe ich wohl kaum eine Chance, jemals einen Cent zu sehen, oder? Schließlich wohnt er im Ausland, und dann nicht einmal innerhalb der EU. Kann mir irgendjemand Tipps geben, wie man hier vorgeht?

Danke.
Eure Sonja :-(

Nicole25

Anfänger

Beiträge:

4

Freitag, 22. Juni 2007, 17:18

RE: Vater in den USA - was nun?

@ Aninjha:
Ich bin zwar in Deutschland gemeldet, aber wohne erstmal bei meiner Schwester bis ich was eigenes finde. Ich war 2005 fuer ein ganzes Jahr hier in den USA und hab dann auch waehrend dessen meinen Freund kennen gelernt. Und seit ich dann wieder zurueck nach Deutschland musste, hat sich fuer mich alles nur noch darum gedreht, wie ich schnellstmoeglichst zurueck zu meinem Freund kann. Alles hat sich fuer mich nur noch darum gedreht, und alles andere hat mich nicht mehr interessiert. Bin seitdem aus meinem Beruf raus und hab nicht mehr richtig gearbeitet. Ich weiss, das hoert sich alles so an, als waere ich total bescheuert. Aber ich habe echt gedacht, ich haette eine Chance mit ihm. Aber es soll wohl nicht so sein.

@Sonja : Wow, noch jemand, der in so einer scheiss Situation ist wie ich. Hat dein Ami eine Zeit lang in Deutschlland gewohnt oder war er nur zu BEsuch da? Ist er zurueck in die USA gegangen, weil du schwanger bist?
Ich kann deine Angst total nachvollziehen. Und finanziell stecken wir da echt in der Klemme. Ich glaube auch nicht, dass wir unsere Amis dazu zwingen koennen Unterhalt zu zahlen. Ich moechte auch gerne wissen, wie man hier vorgeht. Vielleicht ist es dann wirklich besser, wenn wir angeben, dass der Vater unbekannt ist?

Danke fuer eure Antworten![addsig]

Gast

unregistriert

5

Freitag, 22. Juni 2007, 22:11

RE: Vater in den USA - was nun?

Zitat von »Nicole25«

Vielleicht ist es dann wirklich besser, wenn wir angeben, dass der Vater unbekannt ist?

Danke fuer eure Antworten!


Hallo Nicole, hallo Sonja.....

@Nicole,

Deinen letzten Gedanken solltest Du lieber mal ganz schnell ĂĽber den Haufen werfen.

Denn in Deutschland mal einfach so Vater als unbekannt anzugeben, und dann staatliche Leistungen kassieren, ist so leicht nicht. Zudem mach man sich damit genaugenommen sogar strafbar, und kann ganz schief nach hinten los gehen.

Also: Ihr geht zum Jugendamt, beantragt dort eine Beistandschaft, die helfen dann auch bei der Vaterschaftsanerkennung etc.

Die werden sich mit dem Vater auseinandersetzen.

Er wird aufgefordert werden, Unterhalt zu zahlen, und einen Titel zu unterschreiben (notfalls kann er gerichtlich dazu gezwungen werden).

Mit diesem Titel kann man pfänden, wenn der Vater mal nicht zahlt.

Staaten wie die USA, Kanada, Australien (neu), Südafrika, Österreich sind im Auslandsunterhaltgesetz oder auch in bilateralen Verbürgungen eingeschlossen, dort kann einfacher vollstreckt werden als in manchen EU Ländern. Voraussetzung bleibt aber in jedem Fall, dass die Adresse des Pflichtigen bekannt ist.

Also soooo aussichtslos ist Eure Lage gar nicht. Wobei ich nun anmerke, das mir die Infos nur bekannt sind, wenn Vater erst auswandert, wenn Titel schon besteht. Wie schwer es sein wird, den Titel zu bekommen unter Eurer Konstellation weiĂź ich nicht wirklich.

Da wird Euch auf jeden Fall das Jugendamt weiter beraten können.


Und wenn Vater nicht zahlt, aus welchen GrĂĽnden auch immer, erhaltet Ihr fĂĽr zumindest 72 Monate Unterhaltsvorschuss.

Aber verschweigen würde ich den Vater nie. Denkt mal etwas weiter, einige Jahre später. Euer Kind könnte krank werden, ein Organ benötigen z.b. und dann auf einmal fällt Euch der Vater wieder ein?

Ganz zu schweigen von der LebenslĂĽge, mit der Ihr Euer Kind groĂź zieht.

Und wie gesagt: BewuĂźt falsche Angaben zu machen, ist strafbar.

Von daher legt die zu machenden Schritte ruhig erstmal dem Jugendamt zu :-)


[addsig]

Sonja35

Anfänger

Beiträge:

6

Samstag, 23. Juni 2007, 11:44

RE: Vater in den USA - was nun?

@Nicole
Er hat in Innsbruck für ein Jahr gearbeitet, für eine österreichische Firma, und nachdem er von der Schwangerschaft erfahren hat, wollte er plötzlich seinen Vertrag nicht mehr verlängern. Komisch! Dabei hätte er alle Chancen gehabt, hier zu bleiben, Visum, Aufenthaltsbewilligung für die EU, Job, alles geregelt.... Naja. Jetzt ist es eh zu spät. Seine Adresse in den USA hab ich aber zum Glück, vielleicht lassen sich somit die Alimente von hier aus doch einklagen, obwohl er selbst die Vaterschaft nicht persönlich anerkennen kann, weil er ja nicht mehr im Lande ist. Ich bin echt am Verzweifeln.

Nicole25

Anfänger

Beiträge:

7

Samstag, 23. Juni 2007, 16:06

RE: Vater in den USA - was nun?

@Sonja
Das ist allerdings der Oberhammer! Der haut einfach ab? Wahnsinn!
Bist du denn jetzt noch mit ihm zusammen, oder hast du die Beziehung beendet?
Wie das mit dem Einklagen der Alimente ist, kann ich mir gar nicht so vorstellen. Das ist wahrscheinlich ein riesen Aufwand und dauert eine Ewigkeit.
Lebst du denn momentan von Hartz4? [addsig]

Magie2010

Anfänger

Beiträge: 9

Danksagungen: 16

Wohnort: Karlsruhe

8

Mittwoch, 20. Oktober 2010, 12:11

Schade dass der Beitrag schon so ewig alt ist, aber ich versuchs doch mal, was kam damals bei euch raus?



Dieses Abkommen mit den Laendern kenne ich, aber mein Anwalt meinte dazu, dass zb in meinem Fall der Vater in Australien angeschrieben wird und wenn er angibt er hat nichts, obwohl das eine Luege ist, wird da nciht weiter nachgehakt, weil einfach zu kostenaufwendig. stimmt das?

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