nach fast zwanzig jahren ehe, schwanger verlassen!!!
Hallo,
Ich weiß eigentlich nicht so recht wie ich anfangen soll und ob ich hier überhaupt richtig. Ich hoffe es nimmt mir keiner übel das ich erst mal anonym bleiben möchte, denn ich fürchte mich schon ein bisschen vor den reaktionen von anderen.
Mir fällt es äußerst schwer anzufangen !
Also ich bin fast 40 jahre alt und dachte bis vor zwei wochen eine fast glückliche ehe zu führen. Im eigentlichen waren wir glücklich bis auf den nicht erfüllten kinderwunsch.
Vor fünf jahren begannen wir uns gedanken zu machen weil es mit der kinderplanung nicht klappte, nach vielem hin und her und etlichen arztbesuchen die zu keinem ergebnis führten das einer von uns nicht in der lage wäre ein kind zu zeugen, entschlossen wir uns zu einer hormonbehandlung. Nach sechs monaten war ich immer noch nicht schwanger und wurde erneut auf stärkere Hormone eingestellt. Dieses hatte bei mir starke stimmungsschwankungen zur folge. Doch auch diesmal blieb der erfolg gänzlich aus. Also entschlossen wir uns zu einer künstlichen befruchtung. Die ersten zwei eingriffe wurden in deutschland durchgeführt. Doch auch diese scheiterten, zu zwei weiteren versuchen sind wir dann nach belgien gereist zu einer koriefähe auf diesem gebiet. Bei der ersten wurde ich endlich schwanger doch ich verlor das kind. Ich war in der ganzen zeit immer äußerst greizt, immer zwischen hoffen und bangen und oftmals zu nichts mehr in der lage. Dann kam der vierte versuch , aber nichts die hoffnung auf einen erneuten erfolg blieb aus. Ich litt höllisch zumal uns immer noch keiner der ärzte eine erklärung für die kinderlosigkeit schenken konnte, da wir beide eigentlich alle vorraussetzungen mitbrachten und zu dem völlig gesund sind.
Mein mann war nun soweit aufzugeben, aber ich drängte ihn immer und immer wieder, ich wollte doch so gern ein baby, mein baby!!!
Ich muss ziemlich unerträglich gewesen sein, jedenfalls recherchierte er eingehest , und betrachtete dann unsere möglichkeiten. Letztes jahr im august sagte er mir dann das wir es noch mal versuchen würden, überglücklich schloss ich ihn in die arme, bis sein aber kam. Er wollte nicht mehr vater werden bzw. er meinte das er schon noch vater werden wollte, aber das er ernsthaft glaubte es läge an ihm und das er dem nur zustimmen würde wenn wir ein spendersamen für das kind nehmen würden, er hätte sich bereits erkundigt und es gäbe eine gut klinik in südafrika, die da gut erfahrung mit hätten und den letzten versuch ohne viel bürokratie mit uns durchführen würden.
Ich war geschockt denn so hatte ich mir das nicht vorgestellt, aber mein mann redete ruhig auf mich ein und versicherte mir das es ihm nichts ausmachte, er würde dieses kind auch lieben und er wolle nur das ich endlich glücklich bin.
Wir flogen im september nach südafrika, dort wurde ich untersucht und bekam erneut hormone, mein mann verbrachte diese zwei wochen zur einstellung mit ausflügen und ließ mich relativ allein in dieser privatklinik. Mit etlichen Präparaten im gepäck die mich fruchtbarer machen sollten flogen wir wieder heim um anfang November zurück zu kehren.
Es wurden erneut Gespräche geführt und alles schien klar. Nach einer Eizellenentnahme und der befruchtung durch einen uns unbekannten Sperma in der retorte wurden mir fünf Eizellen wieder eingesetzt. 10 tage später flogen wir heim.
Und nach weiteren 14 tagen hatte ich es schwarz auf weiß! Ich bin schwanger. Das neue Jahr konnte kommen.
Mein Frauenarzt daheim stellte fest das ich von zwei kindern schwanger war und ich freute mich doppelt. Nur bei meinem mann war nichts von euphorie zu spüren. Er sagte immer nur abwarten.
Ich dachte es läge an der anspannung das doch noch was schief gehen könnte und machte mir nichts weiter draus, denn mein gefühl sagte mir dieses mal hat es geklappt.
Doch ich habe mich geirrt die kritischen drei monate gingen rum, es war der Mittwoch abend vor zwei wochen ich hätte am nächsten tag einen Termin beim arzt gehabt und wollte endlich den glücklichen werdenden vater mitbringen. Ich hatte ein schönes dinner vorbeitet und hatte kerzen angezündet als er vom büro heimkam. Lachend viel ich ihm um den hals und versuchte ihn zu küssen, doch er streifte mich ab. Verwirrt fragte ich ob was wäre aber er schüttelte den kopf. Als wir dann am Tisch saßen und zu essen begannen erinnerte ich ihn an den Termin morgen und wir glücklich ich wäre das er endlich mitkäme. Er sah mich an als ob blicke töten könnten, warf sein besteck über den halben Tisch und schrie aus dem nicht heraus “Ich aber nicht” ! Ich war fassungslos und fragte vorsichtig wie er das meine. Und dann platzte es aus ihm heraus. Ich hätte doch jetzt das was ich immer wollte, er aber nicht und jetzt würde er sich das nehmen was er wolle und gehen. Ich verstand gar nicht was er mir sagen wollte. Und fragte immer wieder was denn plötzlich los sei, was er denn wolle, was denn passiert wäre??? Er nahm mich bei den armen setzte mich auf meinen stuhl wie ein kleines kind und sagte mir ohne gefühlsregung das er mich schon seit monaten nicht mehr lieben würde und das es schon lange aus wäre und er mir nur noch meinen wunsch auf ein kind erfüllen wollte und das es nun so weit wäre für ihn zu gehen. Ich verstand immer noch nicht, und schrie immer nur lüg mich nicht an und das meinst du doch nicht ernst. Doch er sah mich an und sagte ganz ruhig, das er mir das kind schließlich schuldig gewesen wäre und das es nun mal so wäre wie es ist. Dann ging er ins schlafzimmer und packte seine sachen. Nach einer stunde verließ er das haus.
Seit dem habe ich ihn nicht mehr gesehen und gesprochen. Ich erhielt lediglich einen brief in dem er meinte das er die scheidung einreichen würde und das er mir das haus überschrieb und das ich mich finanziell ja nicht sorgen müßte!!!
Das wars fast zwanzig jahre ehe futsch...
Ich sitze hier jeden tag alleine in dem großen haus und kann mich nicht mal mehr wirklich über die Kinder freuen die in mir wachsen, denn sie werden keinen vater haben. Und mein traum von Familie wird sich nicht so erfüllen wie ich es erträumt hatte. . .
Ich bin nur noch am weinen und weiß nicht weiter. . .
Und das allerschlimmste ich habe nicht einmal eine beste freundin der ich mich anvertrauen könnte. Sondern nur bekannte die ich überwiegend durch den beruf meines mannes kenne.
Wie soll ich das alles durchstehen, wie soll ich das alles aushalten?
Entschuldigung das ich soviel geschrieben habe aber ich bin wirklich verzweifelt.
R. M.