RE: Traut sich keine?
jaaaaa *seufz*
du siehst das positive bei anderen, und möchtest das auch - wer nicht ?
aber vielleicht kannst du auch ein klein bisschen das negative bei anderen sehen ? der mann geht arbeiten, kann mit seiner schwangeren frau eigentlich so gar nix anfangen, möchte lieber sein "normales" leben leben, und überlässt den rest der frau. die ist schwanger, und sowieso zuhause, und überhaupt. auch dieses "miteinander" ist gar nicht sooo selten. nur das sehen wir meist nicht. ich denke, das man sich in einer solchen situation noch viel mehr allein gelassen fühlt. schon allein, weil das umfeld meint, es wäre ja alles eitel sonnenschein. irgendwie hat man da skrupel, das bild nach aussen zu zerstören. ich kenne zwei mütter, denen es so ergangen ist. und ich glaube, lange nicht jede erzählt das. ist ja eine art niederlage, wenn der partner an den sorgen seiner frau kein interesse zeigt.
ich schätze mal, das deine "panik", deine angst und dein frust stärker wird, um so näher der entkugelungstermin rückt. völlig normal, denn da kommt etwas auf einen zu, das neu und unbekannt ist. zu zweit hätte man weniger angst, könnte eine andere meinung hören, oder bei überbelastung auch mal eine stunde pause nehmen. man könnte, wenn auch nur in gedanken, ein bisschen verantwortung abgeben. allein sieht man sich einfach nur vor einem riesigen berg - und das ohne plan.
alles nicht so schlimm, das gehört dazu. mehr oder weniger hatte fast jeder solche momente.
konzentriere dich nicht auf das, was hätte sein können. und nicht auf das, was mal war. in dem sinne können dir bücher schon weiter helfen - sie lenken ab, und bereiten die gedanken auf später ein bisschen vor. schmeiss dich in dein abenteuer kind. lies über entwicklung, über masern und zahnen, über erziehungsmethoden und bastelideen fürs kinderzimmer. irgendwann brauchst du das sowieso mal.
beschäftige dich nicht mit dem gedanken, was hätte anders laufen können, sonder mit dem, was du steuern kannst, was du vielleicht erleben wirst, oder was du immer schon gerne wissen wolltest. dann wird dir der gedanke baby auch nicht mehr so fremd sein.
sicherlich kann dich nichts und niemand bis aufs kleinste vorbereiten, aber die meisten sachen werden nach ein paar tagen routine. also keine angst davor.
ich hatte vorher auch kein baby gewickelt, und auch keinerlei interesse am "üben" gehabt *ggg* . ich hab im krankenhaus auch nur noch "ohgottohgott" gedacht. :-D komischer weise funzte zuhause alles wunderbar. ok, es gab pannen *ehrlichsei*. kleine ! nix weltbewegendes !
*nuschel* ... jeder kann ja mal vergessen, die windel richtig zuzuknöpfen... oder zu viel milch in sein nörgeliges und dann heftigst aufstossendes baby stopfen...*bedröppeltguck*
tja, zum thema reden mit anderen bin ich aussen vor. da kann ich dir leider nix raten, und habe auch keine tricks auf lager. ich hatte eben das glück, das in meinem freundeskreis auf einmal (und ohne absprache :-P ) alles schwanger wurde, allein vier babys in vier monaten um meinen entbindungstermin rum. bis heute bleibe ich bei der theorie mit dem trinkwasser *grins*
mein minifamilenkreis hat mich auch seelisch nicht allein gelassen.
und mein freundeskreis hat sich erst mit der zeit verflüchtigt, da es kaum noch gemeinsamkeiten mehr gab. das ist normal, auch wenn es mir manchmal leid tut. dafür habe ich andere menschen kennen gelernt.
was du machen kannst, wenn das kind da ist, ist eine der gruppen besuchen, die da krabbelgruppe, babyschwimmen, oder rückbildungsgymnastik mit baby heissen. spätestens da wirst du mit anderen müttern ins gespräch kommen (mein baby, sein kinderwagen, unsere kuscheltiere *klatschtdiefotosaufdentisch*)
das du dich allen gelassen fühlst - und auch bist - das kann viele gründe haben. als erstes solltest du einmal abchecken, ob du für deinen gegenüber nicht zu patent rüber kommst. wem ich keine probleme ansehe, um den mache ich mir keine sorgen. wenn jemand ein sicheres auftreten hat, dann traut man ihm keine unsicherheit zu. eventuell musst du mal den ersten schritt machen, und den freunden genau das erzählen, was du hier geschrieben hast - - das du dich alleingelassen fühlst. und das du nicht verlangst, das sie für dein kind sorgen sollen, sondern einfach mal ab und an für dich und deine gedanken da sind. ich glaube, so einige haben angst, das sie mit einem lächeln einen 24-stunden-vertrag unterschreiben. die angst musst du ihnen nehmen.
lass dich mal drücken [IMG]http://www.cosgan.de/images/smilie/liebe/a055.gif [/IMG]
andrea