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von jujoma

tinka

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Hamburg

Beruf: Sozialarbeiterin

11

Dienstag, 22. März 2005, 10:31

RE: Traut sich keine?

Das ist hier zwar schon etwas älter alles, aber ich möchte doch zum Thema "Leitfaden" noch eine Frage nachschieben. Es gibt doch vom Verband alleinerziehender Väter und Mütter e.V. diese Broschüre "Tips und Informationen". Ist das nicht für eure Situtation geeignet? Oder was stellt Ihr Euch genau vor?
Liebe Grüße
tinka[addsig]

asya

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: istanbul

Beruf: journalistin, übersetzerin

12

Sonntag, 31. Juli 2005, 18:59

RE: Traut sich keine?

hallo,
ich will euch meine geschichte auch nicht vorenthalten. die schwangerschaft alleine fand ich eigentlich ganz in ordnung. allerdings habe ich damals in einer kuschel-wg mit einer frau und drei katzen gewohnt. ich glaube nicht, dass irgendwer sonst meine anflüge von möbelschleppwahn, schlaflosigkeit, agression und sonst was gut ertragen hätte...
zur geburt selber war meine mutter und der vater des kindes da. in den kreissaal durfte aber eh nur meine mutter. das ist wohl hier zulande so. der vater muss medikamente, essen und sonst was von aussern auftreiben (der service in einem normalen deutschen krankenhaus ist ein fünf-sterne hotel im gegensatz zum privatkrankenhaus in der türkei. die versicherungskrankenhäuser mag ich euch gar nicht beschreiben, da hätte ich dann auch wirklich lieber im park unterm baum "geworfen").
auch die erste zeit mit dem kind war ich versorgt und ich muss sagen, ich habe keine ahnung, was ein vater in den ersten monaten überhaupt machen kann, ausser stören.
rasend hingegen haben mich die elternführer, schwangerschaftsbegleitbücher und ähnliches gemacht. hinweise darüber, dass ich im siebten schwangerschaftsmonat unbedingt essen vorkochen und einfrieren müsse, damit der liebende gattte nicht verhungert, wärend ich im krankenhaus bin. (ja sind denn deutsche männer so hilflos???)
man liest nach, wie man den kleinen brüllengel in den schlaf bringen kann, erhält als ratschlag, der vater soll es mal probieren...ich muss gestehen, dass ich etwas empfindlich auf ratschläge dieser art reagiert habe, bis ich mich entschloss alle modernen ratgeber im schrank zu lassen und den klassiker aus den 80er jahren zu konsultieren. da war der vater wohl bei der großzucht der brut ausschliesslich aus brötchenbeschaffer eingeplant.
was sicherlich noch fehlt ist ein leitfaden, wie man mit dämlichen kommentaren von nachbarn, freunden oder anscheinend auch krankenhaus personal umgeht. ein paar tipps, wie man sich auf die schnelle einen dritten arm wachsen lassen kann wären auch nicht schlecht.
lg asya[addsig]

Gast

unregistriert

13

Montag, 29. August 2005, 12:25

RE: Traut sich keine?

hallo!

ich bin noch (kurz vor dem entbindungstermin)"allein schwanger" und bin nicht sooo glücklich darüber,obwohl ich der meinung bin das ich die zeit bisher alleine sehr gut gemeistert habe. aber ich fühle mich schon sehr allein gelassen nicht nur vom "vater" sondern auch freunden bekannten verwandten...ich glaube das mir da auch ein buch mit tips für alleinerziehende nicht sehr nützt. es ist einfach schwierig und das beginnt wohl schon mit kleinen alltagssorgen. auch kontakt mit anderen zu bekommen war mir bisher nicht möglich,dabei wären gerade gespräche für mich sehr hilfreich. beratungsstellen bieten das nur mangelhaft bzw garnicht.
trotzdem finde ich es gut wenn ihr oder einige von euch noch das positive sehen wollen und können.
aber in meiner situation könnte ich schon einen "liebevollen partner" der sich kümmert und sich mit auf das kind freut gebrauchen,bzw würde es vorziehen... liebe grüsse m.

Gast

unregistriert

14

Montag, 29. August 2005, 20:18

RE: Traut sich keine?

jaaaaa *seufz*

du siehst das positive bei anderen, und möchtest das auch - wer nicht ?

aber vielleicht kannst du auch ein klein bisschen das negative bei anderen sehen ? der mann geht arbeiten, kann mit seiner schwangeren frau eigentlich so gar nix anfangen, möchte lieber sein "normales" leben leben, und überlässt den rest der frau. die ist schwanger, und sowieso zuhause, und überhaupt. auch dieses "miteinander" ist gar nicht sooo selten. nur das sehen wir meist nicht. ich denke, das man sich in einer solchen situation noch viel mehr allein gelassen fühlt. schon allein, weil das umfeld meint, es wäre ja alles eitel sonnenschein. irgendwie hat man da skrupel, das bild nach aussen zu zerstören. ich kenne zwei mütter, denen es so ergangen ist. und ich glaube, lange nicht jede erzählt das. ist ja eine art niederlage, wenn der partner an den sorgen seiner frau kein interesse zeigt.


ich schätze mal, das deine "panik", deine angst und dein frust stärker wird, um so näher der entkugelungstermin rückt. völlig normal, denn da kommt etwas auf einen zu, das neu und unbekannt ist. zu zweit hätte man weniger angst, könnte eine andere meinung hören, oder bei überbelastung auch mal eine stunde pause nehmen. man könnte, wenn auch nur in gedanken, ein bisschen verantwortung abgeben. allein sieht man sich einfach nur vor einem riesigen berg - und das ohne plan.
alles nicht so schlimm, das gehört dazu. mehr oder weniger hatte fast jeder solche momente.

konzentriere dich nicht auf das, was hätte sein können. und nicht auf das, was mal war. in dem sinne können dir bücher schon weiter helfen - sie lenken ab, und bereiten die gedanken auf später ein bisschen vor. schmeiss dich in dein abenteuer kind. lies über entwicklung, über masern und zahnen, über erziehungsmethoden und bastelideen fürs kinderzimmer. irgendwann brauchst du das sowieso mal.
beschäftige dich nicht mit dem gedanken, was hätte anders laufen können, sonder mit dem, was du steuern kannst, was du vielleicht erleben wirst, oder was du immer schon gerne wissen wolltest. dann wird dir der gedanke baby auch nicht mehr so fremd sein.

sicherlich kann dich nichts und niemand bis aufs kleinste vorbereiten, aber die meisten sachen werden nach ein paar tagen routine. also keine angst davor.
ich hatte vorher auch kein baby gewickelt, und auch keinerlei interesse am "üben" gehabt *ggg* . ich hab im krankenhaus auch nur noch "ohgottohgott" gedacht. :-D komischer weise funzte zuhause alles wunderbar. ok, es gab pannen *ehrlichsei*. kleine ! nix weltbewegendes !
*nuschel* ... jeder kann ja mal vergessen, die windel richtig zuzuknöpfen... oder zu viel milch in sein nörgeliges und dann heftigst aufstossendes baby stopfen...*bedröppeltguck*

tja, zum thema reden mit anderen bin ich aussen vor. da kann ich dir leider nix raten, und habe auch keine tricks auf lager. ich hatte eben das glück, das in meinem freundeskreis auf einmal (und ohne absprache :-P ) alles schwanger wurde, allein vier babys in vier monaten um meinen entbindungstermin rum. bis heute bleibe ich bei der theorie mit dem trinkwasser *grins*
mein minifamilenkreis hat mich auch seelisch nicht allein gelassen.
und mein freundeskreis hat sich erst mit der zeit verflüchtigt, da es kaum noch gemeinsamkeiten mehr gab. das ist normal, auch wenn es mir manchmal leid tut. dafür habe ich andere menschen kennen gelernt.

was du machen kannst, wenn das kind da ist, ist eine der gruppen besuchen, die da krabbelgruppe, babyschwimmen, oder rückbildungsgymnastik mit baby heissen. spätestens da wirst du mit anderen müttern ins gespräch kommen (mein baby, sein kinderwagen, unsere kuscheltiere *klatschtdiefotosaufdentisch*)

das du dich allen gelassen fühlst - und auch bist - das kann viele gründe haben. als erstes solltest du einmal abchecken, ob du für deinen gegenüber nicht zu patent rüber kommst. wem ich keine probleme ansehe, um den mache ich mir keine sorgen. wenn jemand ein sicheres auftreten hat, dann traut man ihm keine unsicherheit zu. eventuell musst du mal den ersten schritt machen, und den freunden genau das erzählen, was du hier geschrieben hast - - das du dich alleingelassen fühlst. und das du nicht verlangst, das sie für dein kind sorgen sollen, sondern einfach mal ab und an für dich und deine gedanken da sind. ich glaube, so einige haben angst, das sie mit einem lächeln einen 24-stunden-vertrag unterschreiben. die angst musst du ihnen nehmen.

lass dich mal drücken [IMG]http://www.cosgan.de/images/smilie/liebe/a055.gif [/IMG]
andrea

Franziska

Anfänger

Beiträge:

Beruf: Lehrerin

15

Samstag, 5. Mai 2007, 21:31

RE: Traut sich keine?

Hallo!
Ich kann es gut verstehen, wenn man sich in solch einer Situation das Leben ganz anders wünscht und glaubt, dass dann alles besser wäre. Machen wir das nicht oft auch in anderen Bereichen??
Trotzdem muss ich sagen, dass ich mich erst so richtig auf mein baby freuen konnte, als ich mich von menem Partner getrennt hatte. Davor war immer dieser druck, dem Kind nur eine halbe Familie zu bieten und daran selbst Schuld zu sein sooo groß. Danach war erstmal alles gut und ich nur am Strahlen.
Das hörte allerdings auf als ich zwei Monatem im Krankenhaus am Tropf lag. Bei dem Notkaiserschnitt war dann meine Schwester dabei. Die war toller, als jeder Mann sein könnte.... ganz ehrlich!
Klar, wenn man so ans bett gefesselt ist, kommen einem die blödesten Gedanken, vor allem bei den besuchen der Ehemänner bei allen anderen. Aber die Schwestern und Ärzte waren sehr nett, verständnisvoll und z.T.richtig cool.
Lass Dir von anderen helfen, ist mein rat. Es ist so unheimlich schwer plötzlich auf Hilfe angewisen zu sein, aber die Freunde oder Verwandten machen es echt gerne!!!
Und meist wird man gar nich schräg oder verwundert angeschaut. Das denkt man nur, weil man selbst so doll empfindlich ist. Und das ist doch auch verständlich!!
Forder Hilfe ein und finde jeden Tag etwas zum Lachen, selbst die kleinste Kleinigkeit oder ein peinlicher Moment. Das half und hilft mir!
Liebe Grüße und Kopf hoch, Franziska[addsig]

Franziska

Anfänger

Beiträge:

Beruf: Lehrerin

16

Samstag, 5. Mai 2007, 21:35

RE: Traut sich keine?

PS: ICh beherrsche eigentlich die Groß-Klein-Schreibung, aber anscheinend tippe ich schneller als ich denke...[addsig]

sterndu

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: goslar

17

Mittwoch, 25. Juli 2007, 16:15

RE: Traut sich keine?

Hallöchen...ersteinmal ein lautes HALLO....smile habe mich gerade angemeldet....
bin alleinerz. von 3Kid´s.....11,9u.6Jahre......und alleine schwanger in der 31 woche....viell. kennt mich noch jemand..hatte im Januar hier meine Problemchen geschildert...tja..war mit dem Erzeuger zusammen gezogen....naja Ende vom lied...er ist hier wieder raus.....und jetzt mit seiner ex wieder zusammen....habe keinen Kontakt mehr zu ihm...und muß die Schwangerschaft alleine durchstehen....ja man wird von anderen frauen mit leidig angeschaut....war letzte woche im KH wegen Blutungen....blödes Gefühl wenn man die Paare sieht....
aber ich denke mir bei meinen dreien war der Papa immer dabei...und?????????trotzdem hatten wir uns getrenn`t/scheiden gelassen....ich denke einfach positiv....meine kinder freuen sich aufs schwesterchen und nur das zählt.....mir ist es mittlerw. egal was andere von mir denken...hauptsache WIR sind glücklich...
lg sabine[addsig]

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