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Umfrage

82%

ja

18%

nein

Insgesamt 114 Stimmen
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von Elune

matanai

Anfänger

Beiträge: 4

Danksagungen: 6

Wohnort: leipzig

1

Mittwoch, 27. Januar 2010, 10:04

schwanger und verlassen worden-was nun?

hallo, ich bin neu hier und habe schon einen text in der vorstellungsrunde geschrieben. ich habe schon eine fünfjährige tochter mit down-syndrom.
mein freund at mich letzte woche vor die tür gesetzt. er wußte das ich schwanger bin.nun will er mit mir und dem baby nichts mehr zu tun haben. er ist engländer. also unerhalt wirds keinen geben und ich werde wohl in den nächsten jahren im arbeitsamt hängen, weil ich noch keine abgeschlossene ausbildung habe.
alle in meinem umfeld raten zu einer abtreibung.
ich soll kein andenken behalten, meine ausbildung machen, auf eigenen füßen stehen.
bevor er mich hinausgeschmissen hat, wollte ich das baby.
nun habe ich aber große angst. wie schaffe ich das allein (meine eltern wohnen 100km weit weg und wollen nicht wirklich helfen, freundinnen haben alle ein eigenes leben oder denken darüber nach vielleicht nocheinmal weg zu gehen)? wie gehe ich mit der belastung um?
ich schwanke stark. ich weiß einfach überhaupt nicht was ich machen soll.
einerseits will ich keine abtreibung, habe angst und merke das da sehr großer schmerz wäre. andererseits will ich keine schlechte mutter sein, habe angst vor isolierung, dass ich nie wieder einen partner finde, finanzielle schwierigkeiten und überlastung.
ich habe nur noch ein paar tage mich zu entscheiden.
hat jemand erfahrung mit so einer situation?

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pimboli

Administrator

Beiträge: 2 390

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Wohnort: Münsterland

Beruf: It-Systemkauffrau

2

Mittwoch, 27. Januar 2010, 10:41

Hallo und ein herzliches Willkommen...

hab jetzt leider nicht viel Zeit, heut Abend vielleicht mehr :) ...

...Du hast da ziemliche "Baustellen" ...raten, was Du tun sollst und wie Dich entscheiden, das wird keiner können, denn die Entscheidung wirst Du selbst treffen müssen. Du hast ein Kind, wäge ab, Du hast bisher schon einiges geschafft, wie Du Dich auch entscheiden wirst, bedenke, dass Du mit b]jeder [/b] Entscheidung Dein Leben weiterleben musst...

...meine Meinung, jedes Kind hat ein Recht auf Leben, keine Frage - die Definition wann dieses Leben beginnt, überlass ich anderen...aber das ist unterbewusst schon ne Art Beeinflussung, deshalb hab ich lange überlegt, ob ichs hier überhaupt rein schreibe, denke aber, dass Du noch einige Meinungen dazu bekommen wirst und auch erwartest...

..aber nur Du hast das Recht zu tun, was Du für richtig hältst...lass Dir da von niemandem reinreden...egal wie Du Dich entscheiden wirst...

lg
waltraud ;)
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

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mama_wonni

Senior Mitglied

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Wohnort: Essen

Beruf: Altenpflegerin

3

Mittwoch, 27. Januar 2010, 10:50

Hallo Manatai,
ich habe Dir eben schon geantwortet. Wen man Probleme hat, ist man manchmal ein wenig gelähmt was die Lösung betrifft. ;) Geht mir auch so.
Da Du ja beschreibst es müsse schnell gehen, hier die Kontaktdaten der Caritas in Leipzig. Wenn du natürlich andere Hilfsorganisationen aufsuchen möchtest oder hast, ist das natürlich in Deinem ermessen.



Sprechzeit
Montag - Donnerstag 9.00 - 12.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag 14.00 - 18.00 Uhr
Freitag nach Vereinbarung


Anschrift
Caritasverbandes Leipzig e. V.
Schwangerschaftsberatung
Elsterstraße 15
04109 Leipzig
Telefon: (0341) 9 63 61 38
Fax: (0341) 9 63 61 55

eMail: schwangerschaftsberatung@caritas-leipzig.de

Online-Beratung: http://www.beratung-caritas.de/schwangerschaftsberatung.html

Ich wünsch Euch was !!
Wonni :thumbsup:
"Es ist leichter einen Atomkern zu zertrümmern, als ein Vorurteil"

-Albert Einstein

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il sole

unregistriert

4

Mittwoch, 27. Januar 2010, 17:48

Hallo Manatai,

Auch ich schliesse mich Waltraud an,die Entscheidung musst Du wirklich selbst treffen!Es kann dir niemand dafür oder dagegen raten.
Aber ich fände es auch sehr Wichtig wenn du zu einer Schwangerschaftsberatung gehen würdest!
Ich wünsche Dir,dass Du für Dich die beste Entscheidung treffen kannst!

lg Jenny

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Resa

Schüler

Beiträge: 49

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Wohnort: Neuss

5

Mittwoch, 27. Januar 2010, 20:08

Hallo Manatai,

ich kann mich den Vorschreiberinnen nur anschließen: Geh zu einer Schwangerschaftsberatungsstelle!!!

Ich war auch alleine schwanger, und wusste nicht wie's weitergehen soll, gerade finanziell. Nun gut, meine Lebenssituation war schon etwas anders, ich stand am Ende meiner Ausbildung, wusste aber dann, dass ich danach erstmal nix verdienen werde (und ich hatte da noch keine Tochter...). Bei der Schwangerschaftsberatung haben sie mir aber Mittel und Wege aufgezeigt, wie es weitergehen wird! In der Schwangerschaft haben sie finanzielle Unterstützung für mich beantragt, und dann haben sie mich beraten, wie's mit der Kinderbetreuung aussieht nach der Schwangerschaft. Ich dachte auch, dass ich zunächst mal jahrelang von der Stütze abhängig sein werde, aber dem war nicht so...

Ja, du musst selber wissen, wie du mit deiner Situation umgehen sollst, aber das hilft dir gerade wahrscheinlich nicht weiter. Deshalb hol dir die beratende Unterstützung!

Also, die Stelle, bei der ich war, heißt donum vitae. Du findest Informationen im Internet und, ich hab auch schon geguckt, es gibt sie auch im Leipzig. Klicke: [url]http://www.leipzig.donumvitae.org/[/url]

Ich wünsche dir (ja, es klingt vielleicht total banal) alles Gute und zwar ehrlich...

Teresa

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matanai

Anfänger

Beiträge: 4

Danksagungen: 6

Wohnort: leipzig

6

Donnerstag, 28. Januar 2010, 08:43

ich danke euch für eure antworten,
ich war schon bei der schwangerschaftsberatung.

ich wollte eher wissen, ob jemand erfahrung mit zwei kindern allein hat. vor allem mit einem baby und einem kleinen/großen geschwisterkind. wie man den alltag managed. wie man irgendwie doch noch zeit für sich findet. eher solchen kram.

das ich die entscheidung allein treffen muß weiß ich. schließlich muß ich ja auch allein damit leben.

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mama_wonni

Senior Mitglied

Beiträge: 1 230

Danksagungen: 1160

Wohnort: Essen

Beruf: Altenpflegerin

7

Donnerstag, 28. Januar 2010, 11:59

Hallo Mantai,
dann habe ich Dich wohl falsch verstanden. Es las sich so, als wenn du noch nicht mit der Gesamtsituation Schwangerschaft/ Finanzen / Betreuung klar kommst.
Zu Deiner dann wohl eigendlichen Frage kann ich Dir nicht viel antworten. Meine großen Kinder waren als ich mich von meinem Ex- Mann getrennt habe,schon 12 und 13. Und eine Behinderung lag bei keinem der Kinder vor.

Nun hoffe ich, das es noch jemand liest, der Dir weiter helfen kann.

Viel Glück
Wonni
"Es ist leichter einen Atomkern zu zertrümmern, als ein Vorurteil"

-Albert Einstein

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paulchen33

Fortgeschrittener

Beiträge: 94

Danksagungen: 129

Wohnort: bei Mainz

Beruf: Angestellte

8

Donnerstag, 28. Januar 2010, 18:34

Hallo Matanai,
du bist wirklich in keiner beneidenswerten Situation.
Mir selbst ging es damals ähnlich. Mein Ältester war knapp 14 Monate als ich wieder schwanger wurde, der Vater der Beiden bekam kalte Füße (wir waren auch noch ziemlich jung, ich war damals 20) und hat sich einfach aus dem Staub gemacht. Also stand ich erstmal während der Schwangerschaft alleine mit einem Zwerg da (meine Eltern wohnen 50km weg und wir hatten zu dieser zeit fast gar keinen kontakt).
Trotzdem hätte ich mich niemals gegen das kind entscheiden können, denn das Kind kann ja nun gar nix für meine Situation.
Als der zweite Sohnemann dann da war meldete sich der Vater dann doch wieder, wir versuchten es noch ein halbes jahr bevor wir uns komplett trennten...
Ganz ehrlich ?? Die Zeit danach, mit meinen beiden kurzen war die schönste meines Lebens, auch wenn wir damals vom Sozialamt leben mussten. Wir haben viel zusammen unternommen, keiner konnte mir reinreden... es war wunderschön !!
Nun ist es bei dir natürlich etwas anderes, zumal ja dein erstes kind schon das down-syndrom hat. Aber es gibt ja auch viel Hilfe. Bei unserem zuständigen Jugendamt werden z.B. Familienpatenschaften angeboten. Diese Paten (ich selbst mache das auch seit anbeginn dieser Aktion) kümmern sich ehrenamtlich um junge Eltern, alleinerziehende, Problemfamilien, etc. d.h. z.b. Babysitten, hilfe im haushalt, Hilfe beim alltag, einkaufen etc, was halt grad individuell so anfällt. Vielleicht wird bei euch ja sowas auch angeboten.
Ich drücke dir alle Daumen die ich habe, dass du eine Entscheidung findest mit der du wirklich auch den rest deines Lebens umgehen kannst !
P.S. mittlerweile habe ich 3 Jungs (14, 12 und 2 Jahre), bin wieder alleine mit ihnen und genieße es unendlich :-))
Wenn du nichts hast, für das es sich zu sterben lohnt, lebst du nicht wirklich.

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Benutzer die sich bedankten:

matanai (30.01.2010)

soistes

unregistriert

9

Freitag, 29. Januar 2010, 07:37

Hallo Matanai,

Ich denke du wirst den richtigen Weg finden wenn du dich auf dich und dein Kind/Kinder konzentrierst.
Ich bin mal wieder (immer wenn ich so was lese oder höre) auf 180zig.
Alle in deinem Umfeld raten dir zu Abtreibung? Du sollst keine Andenken behalten? Was für ein Menschenverachtender Rat!
Es ist so als ob man dich aufvordern würde aus deiner Biographie einfach einen Teil zu Eliminieren!
Was sind das für Menschen?
Könnte man ja glatt von dir verlangen eines deiner zwei Beine Abzusäbeln und zu sagen du hast ja noch eines.
Sorry aber für mich ist das mit verlaub Pervers.

Höre bitte niemals auf derartige Leute.
Nein Leicht wird es nicht. Aber es geht! Du wirst dich von diesen Reden Disstanzieren müssen und dich alleine zu einer Entscheidung finden müssen. Und nur du allein kannst diese treffen. Aber dich glaube ganz Fest das du deine zukunft bestimmt Meistern wirst. Denn jede Entscheidung die du aus Liebe mit deinem Herzen treffen wirst wir dich für alle Zeit begleiten. Nur diese Entscheidung bahnt dir DEINEN Weg.

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Beiträge: 65

Danksagungen: 92

Wohnort: Görlitz

Beruf: Kauffrau Bürokommunikation im Heimurlaub ;)

10

Dienstag, 9. Februar 2010, 14:15

Hallo Matanai,

ich kann gut verstehen was in Dir vorgeht. Noch vor einem Jahr war ich in einer ähnlichen und doch vollkommen anderen Situation.
Meine "große" Tochter war knapp 2 und ich hatte mich grad von Ihrem Vater getrennt, als ich von einer "Trostbekanntschaft" schwanger wurde.
Ich war am Boden zerstört. Tage und Nächte habe ich mir den Kopf zerbrochen, welches wohl die richtige Entscheidung wäre. Bis hin zum Termin für einen Abbruch habe ich alles durchlaufen und sämtliche Berg und Talfahrten der Gefühle mitgemacht.
Ich habe den Satz "Egal wie Du Dich entscheidest, ich steh voll hinter Dir" vom Kindsvater gehört und erfahren, wie hohl manche solche Phrasen dreschen (ist aber anderes Thema) und habe mich am Ende trotz der Trennung von dem KV für das Kind entschieden.

Viele,.... sehr sehr viele aus meinem Umfeld konnten die Entscheidung nicht verstehen. Ich glaube, manche tun es heut noch nicht, wenn Sie von dem Ärger hören, den ich mit dem KV habe. :D

Ich war also alleine Schwanger. Meine kleine Lotte, mein dicker Bauch und ich.
Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde ich war die glücklichste schwangere der Welt. Ich hatte oft Angst vor der Zukunft. Allein der Gedanke daran, dieses Kind auf die Welt zu bringen, ohne das der Vater dabei wäre, wie bei der ersten machte mir schwer zu schaffen. Ich hatte Angst davor, den Alltag mit den 2 kleinen Mäusen auf keinen Fall bewältigen zu können. Ich habe mich mit fettigen Haaren und Nachthemd den Müll runterbringen gesehen. :)
Aber, ich habe die Schwangerschaft allein zufrieden durchgestanden, mein Bauch gestreichelt und trotz aller Zukunftsangst sehnsüchtig auf die Ankunft von meinem Baby gewartet. Und glaub mir, die größeren Geschwister ob nun mit oder ohne Down Syndrom, spüren, wie wertvoll das Leben in Dir ist.

Heut ist der kleine Sonnenschein inzwischen reichlich 5 Monate alt und ich glaube, ich habe nun schon ein wenig Erfahrung, was allein mit 2 Kindern heißt. :rolleyes:
Es gab sicherlich Momente, in denen ich mir die helfende Hand gewünscht habe. Grade, wenn die Große an ihrem Abendessen herumgenörgelt hat und die Kleine mit voller Windel in der Wippe auf dem Küchentisch stand. Wenn die Kleine sich die Seele aus dem Leib schreien wollte, während ich der großen erklärt habe, wie sie sich die Klettverschlüsse an den Schuhen zumachen soll. Und von solchen Situationen gibt es etliche.... glaub mir. Aber, und das kann ich mit ruhigem Gewissen sagen, ich habe es NIEMALS bereut, die Kleine bekommen zu haben und... egal wie schwer die Tage manchmal sind....
WENN DU ABENDS IN DIE GLÜCKLICHEN AUGEN DEINER KINDER SCHAUST, IST ALLER ÄRGER BEDEUTUNGSLOS!

Du bist stark... auch Du kannst das schaffen.
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein

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Frank (09.02.2010)

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