RE: Mein Kind will nicht in seinem Bettchen schlafen,was kann ich tun?
Hallo ! Ich habe Euren Gedankenaustausch mit Interesser verfolgt und will auch mal meinen Senf dazugeben. Meine Kinder ( 4 und 7 ) kommen jede Nacht in mein Bett gekrabbelt. Einschlafen tun sie in ihren Betten - allerdings lege ich mich daneben und kuschele, bis sie eingeschlafen sind. Erst mit der Kleinen und dann mit der Großen. Das ist für uns voll gemütlich und vor allem die Große bekommt noch mal eine Gelegenheit mit mir in Ruhe über verschiedenes zu reden. Wie gesagt, morgens wachen wir dann doch alle bei mir im großen Bett auf. Das sich solche Kinder schwer tun anderswo zu schlafen, kann ich absolut nicht bestätigen. Jesse, die Große, schlief schon öfter bei einer Freundin (beim ersten Mal wollte sie auch nach Hause, aber beim zweiten Versuch klappte es), war für zwei Nächte mit ihrer Vorschulgruppe sogar in einer weiter entfernten Stadt unterwegs und schlief auch schon im Kiga. Sogar die Kleine verbrachte - ohne Mama - eine Nacht im Kiga - ohne, daß wir einen Anruf zum Abholen bekamen. Es muß da also nicht zwangsläufig Probleme geben. Wichtig ist doch, wie Du es selber empfindest. Ich genieße diese Nähe mit den Kindern, solange sie es wollen und ich bin sicher, eines Tages hört es von selber auf. (Für mich wahrscheinlich zu früh, aber das ist eine egoistische Geschichte) Wie das mit einem neuen Partner werden könnte, kann ich nicht beurteilen - für meinen Fall interessiert es mich auch nicht. Warum sollte er das Kind im Bett nicht akzeptieren. Für die Pflege der Paarbeziehung (nennen wir es mal so) gibt es doch jede Menge andere und aufregendere Möglichkeiten als ein nächtliches Ehebett ... Aus Erzählungen meiner Eltern weiß ich zumindest, daß mein Vater eine Zeitlang schon automatisch nachts auf das Sofa wanderte, weil wir Kinder das Bett belagerten. Bis in die Schulzeit hinein und meine Mutter ist nicht unbedingt der Typ, der kuschelnde Kinder um sich haben muß. Laß Dich nicht durch die Meinungen von anderen verrückt machen - hör auf Deine Empfindungen - das ist wie mit dem Sauberwerden. Alle reden das Kind muß aus den Windeln ... Ich ließ der Sache ihren Lauf und beide wurden zuverlässig sauber. DIe eine früher, die andere später - wo ist das Problem. Ich denke, das mit dem Abnabeln (finde ich so ein blödes Wort) kann man auch nicht unbedingt am Alter festmachen (Statistiken sind nicht so toll, wie sie scheinen und Kinder nicht genormt). Da muß man auch das Kind für sich sehen und die Umstände. Gerade, wenn nur ein Elternteil ständig da ist, wird die Beziehung automatisch intensiver, denke ich und wenn das Kind auch noch anhänglich veranlagt ist ... Es gibt eben solche und solche. Mensch, ich kenne Mütter, die bedanken sich für jedes umarmen und jeden kuss ihres kindes einzeln, einfach, weil die kinder nicht so kuschelig veranlagt sind. Ich glaube nicht, daß Du Deiner Maus den Weg in die Selbständigkeit verbaust, indem DU ihr erlaubst, in Dein Bett zu krabbeln. Ich kenne jedenfalls keinen Jugendlichen, der lieber bei Mama, als beim späteren Partner pennt. Wenn Du für Dich mit diesem Zustand nicht zufrieden bist, wird Dir sicher ein Weg einfallen - Kinder merken wohl auch sehr genau, wann Erwachsene etwas ernst meinen und wann sie nicht mit dem Herzen dabei sind. Ich wünsche Dir jedenfalls einen Weg zu Euer beider Zufriedenheit Herzliche Grüße Anne