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von mona84

mama_wonni

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1

Mittwoch, 27. Januar 2010, 13:19

Aus religiösen Gründen....

Ich habe es gerade gelesen und ich habe mich gefragt, was wohl andere bei dem Thema denken.

Würdet ihr diesen Weg auch gehen? Kann der Glauben echt verblenden oder zeigt er einen Weg ? Ist es der letzte Weg , den man gehen muss um verstanden zu werden? Oder denkt ihr das Schulsystem kann jedem Kind gerecht zu werden? Mich würde Eure Meinug wirklich mal interessieren.


Hier nun die Nachricht:

Deutsche Familie bekommt Asyl

Hamburg
(dpa) - Aus religiösen Gründen wollte die strenggläubige Familie
Romeike ihre Kinder nicht in eine deutsche Schule schicken, sondern zu
Hause unterrichten. Doch das wurde ihr in Deutschland untersagt.
Daraufhin beantragte die Familie aus Baden-Württemberg in den USA
politisches Asyl, das ihr nach Angaben der amerikanischen «Home School
Legal Defense Association» (HSLDA) nun gewährt wurde. Die Organisation
berichtete auf ihrer Homepage von der Entscheidung, die der Richter
Lawrence Burman nach einer Anhörung in Memphis (Tennessee) gefällt
habe. Im Jahr 2008 waren die Eltern und fünf Kinder in die USA
gegangen, die Romeikes leben in Morristown (Tennessee).

Die HSLDA zitierte den Juristen auf ihrer Internetseite mit den Worten:
«Menschen, die ihre Kinder zu Hause unterrichten wollen, sind eine
besondere soziale Gruppe, die die deutsche Regierung zu unterdrücken
versucht. Diese Familie hat eine gut begründete Furcht vor Verfolgung.
(...) Deswegen steht ihr Asyl zu, und das Gericht wird ihr Asyl
gewähren.»
Uwe Romeike hatte seine drei ältesten Kinder im
September 2006 aus der Grundschule genommen und war dabei auf
staatlichen Widerstand gestoßen. In früheren Berichten hatte der
Familienvater gesagt, er wolle seinen Kindern das «unchristliche
Treiben» an deutschen Schulen nicht mehr zumuten. Die Familie stammt
aus Bissingen an der Teck in der Nähe von Stuttgart.
"Es ist leichter einen Atomkern zu zertrümmern, als ein Vorurteil"

-Albert Einstein

Chris29

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2

Mittwoch, 27. Januar 2010, 16:33

Frauenfeindlich

Menschen, die glauben können, haben es sehr oft einfacher im Leben, da sie etwas haben, woran sie glauben.

Ich toleriere glaubende Menschen jeglicher Richtung, solange diese auch tolerant sind.

Wenn dieser Glaube dazu benutzt wird, anderen die eigene Überzeugung aufzudrücken (z.B.frauenfeindliche (Katholiken)Bibel) oder zur Verblendung/Verblödung/Hass und Bomben führt, ist es Schluss mit lustig.

Die Schule als "anti/unchristlich" zu bezeichnen und den Kids das soziale Umfeld und eigene Entscheidungen zu nehmen ist für mich ein nogo. Diese Familie kann ich nicht verstehen und über die Sache mit dem Asyl habe ich nur den Kopf geschüttelt.

Ich bin christlich getauft, gehe aber seit Jahren nicht mehr in die Kirche, weil ich angefangen habe nachzudenken und nicht nachzufolgen und mir die christliche Religion zu frauenfeindlich ist und Geschichten als Tatsachen verkauft werden. Meine Tochter nimmt trotzdem am Reliunterreicht teil und ich erziehe mein Kind ja auch nach den sogenannten "christlichen" Werten

Ob unser Schulsystem besonders toll ist, ist wieder ne andere Sache. Es kann leider keinem Kind gerecht werden finde ich, höchstens in Ansätzen oder man hat einfach Glück mit der Schule, der Klassenzusammensetzung und dem Lehrer.

Nun ja, sollen sie in Amiland glücklich werden. Und vor allem die armen Kids.

mama_wonni

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3

Mittwoch, 27. Januar 2010, 17:14

Danke Chris,

ich bin auch der Meinung, man sollte Kindern ermöglichen ihre eigene Meinung zu bilden.

Ich bin evangelisch getauft, aber lebe es nicht.Einmal im Jahr gehe ich zu Kirche, zum Krippenspiel am Heilig Abend. ;) Ich habe 10 Jahre in Bayern gelebt und meine Tochter ging in einen katholischen Kindergarten. Nicht beabsichtigt. Aber viel mehr Möglichkeiten hatte ich in dem Ort nicht. Sie ist zu Feiertagen in die Kirche gegangen und der Pfarrer war auch sehr oft im Kindergarten, sie haben Gebete gelernt und Demut zu Gott.
Weihnachten war ich mit der Kleinen hier in Essen zu einem evangelischen Gottsesdienst. Meine Tochter war begeistert. Sie hat sich jetzt entschieden, die weniger strenge Kirche zu besuchen.Sie hat selbst gewählt.
Was ich damit sagen möchte: Die Kinder der Familie Romeikes haben nie eine Chance gehabt auf eine eigene Meinung. Ich finde es verantwortunglos und ob das nun in Amerika alles anders und besser wird? Ich bezweifel es!

OK ob das Schulsystem besonders toll ist, mag ich auch bezweifeln.Aber die Kinder hätten ein Recht darauf gehabt, es ausprobieren zu dürfen.

Wonni
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-Albert Einstein

Benghee

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4

Mittwoch, 27. Januar 2010, 18:11

Interessant!

Persönlich finde ich es sehr Schade das eine Familie erst auswandern muss um ihre Kinder unterrichten zu dürfen.
Wenn die Eltern sowohl intellektuell als auch finanziell in der Lage dazu sind (dies gilt es unbedingt zu prüfen) ihre Kinder selbst zu unterrichten (mit externen Prüfungen z.B. von den Schulen vor Ort), dann soll es in Gottes Namen ;) doch so sein.

Sozialverhalten lernen die Kinder doch nicht nur in der Schule. Im Artikel konnte ich nicht lesen das die Familie sich von der Außenwelt abkapselt. Auch konnte ich dem Artikel nicht entnehmen das den Kindern Aktivitäten mit anderen Kindern ob nun im Sportverein, Musikgruppe etc. von den Eltern verwehrt worden sind.

Die Begründung "aus religiösen Gründen" finde ich allerdings auch sehr fadenscheinig und unprofessionell -- hier hätte die Familie sich unbedingt was Stichhaltigeres ausdenken müssen!

Amiland ist doch schon immer der Retter in der Not --> Image verpflichtet 8) .

Liebe Grüße
Benghee
" Die Realität ist nur eine Illusion,
wenn auch eine sehr hatnäckige."
Albert Einstein


Gluckenmama

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5

Mittwoch, 27. Januar 2010, 19:44

Hallo zusammen,

also ich kann mich da chris29 Meinung nur anschliessen. Zudem hab ich schon mal ne Doku von der Familie im TV gesehen. Da war die reden von das sie Hausunterricht erhalten aber die Kinder gehen wohl in Vereine etc. ......
Lache, wenn es nicht zum weinen reicht!

pimboli

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6

Mittwoch, 27. Januar 2010, 19:58

...wir haben eine Schulpflicht!!! ... mir passt nicht, dass die Kinder Algebra haben, mir passt nicht, dass sie Englisch lernen müssen, etc. ... das kann man beliebig fortsetzen...unser Schulgesetz ist bestimmt in vielem überholt und muss in einigem verbessert werden, aber ich finde eine gesetzliche Schulpflicht vollkommen ok...zur Teilnahme am Religionsunterricht wird keiner gezwungen und die komplette Umsetzung eines jeden Glaubens wird während einiger Schulstunden nicht möglich sein, so nu Feierabend... ;)


lg
Waltraud
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

Rick

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7

Mittwoch, 27. Januar 2010, 20:38

Hallo ihr,

@ pimbo: wir haben hierzulande das verfassungsrechtlich verbrieft, dass jede(r) frei seine religion leben darf, und das ist gut so. ein grundrecht, für algebra und englisch gilt das net unbedingt 8)

grundsätzlich halte ich religion für wichtig, und ich beneide menschen die halt im glauben finden, und sich für andere einsetzen. und das erlebe ich naturgemäss fast jeden tag.

und nun @ chris: die familie gehört einer evangelikalen Freikirche an, das sind in der regel fundamentalisten, die nichts mit toleranz am hut haben. und die meisten davon leben im sog. bible-belt in den usa, stellen im ganzen land sogar die mehrheit, siehe g.w. bush. als "guter" kathole widerspreche ich dir somit vehement. auch und weil ich nicht unbedingt im verdacht stehe, ein frauenversteher zu sein, was aber nichts mit meiner religion zu tun, ich schwör :-) bin ich absolut gegen frauenfeindlichkeit!

das aber vorgenannte familie asyl erhält, ist ein schlag ins gesicht aller, die es wirklich benötigen!

Lg Rick

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8

Mittwoch, 27. Januar 2010, 20:51

Dazu gibt es einen Artikel bei Spiegel-Online
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wisse…,674309,00.html

Meine Meinung: jedem das Seine, mir das Meiste ...

LG
Uwe
Warum muss ich jedes Jahr dem Finanzamt die Steuern erklären?

pimboli

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9

Mittwoch, 27. Januar 2010, 21:11

...sprach ich mich irgendwo gegen die Religionsfreiheit aus??? 8) lies richtig...

...mir gings vorrangig um die Schulpflicht und meine Religion zu leben, entbindet mich nun mal nicht von dieser...

lg
Waltraud ;)
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

jule68

unregistriert

10

Mittwoch, 27. Januar 2010, 21:30

Ja, ich bin gläubig und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie intolerant viele (sogenannte) Christen sind. Deshalb habe ich mich letztes Jahr von der Kirche (evangelisch) distanziert - mit ist klargeworden, dass das nicht mein Weg sein kann, mit Menschen freiwillig zusammen zu sein, die auf andere herabsehen, nur weil sie nicht so gläubig sind wie sie oder halt ihr Leben anders leben. REDEN können Menschen viel, aber was sie tun, oder wie sie sich anderen gegenüber verhalten, darauf kommt es doch an.

Diese Familie kann doch dahin auswandern, wohin sie will, aber warum müssen die daraus gleich einen "Staatsakt" machen - das macht mich total wütend. Die nehmen sich so wichtig, nur weil es ihnen hier nicht passt, müssen die öffentlich gleich unser ganzes Schulsystem an den Pranger stellen....Ihr Anwalt hat gesagt, er wolle eine öffentliche Diskussion, wie "christlich" unser Schulsystem ist...Wenn dann alle wissen, was unter "christlich" zu verstehen sein soll, und dasselbe meinen, wäre das bestimmt eine gute Idee - aber das beweifel ich ganz stark. Und wenn wir dann alle dasselbe meinen können wir gleich weiterdiskutieren, wie christlich denn die Kirche ist!

LG Julia

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