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och @robeki die haben einen extrem vorteil........................ kannste glauben
 
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von mona84

FrMüllerSchulz

unregistriert

1

Samstag, 18. Juni 2011, 21:40

Kindergerechter Umgang mit Fernsehen...

Hallo alle miteinander!

Beim Durchlesen der letzten Beiträge ist mir dieses Thema besonders ins Auge gesprungen... daher möchte ich es hier einmal gezielt thematisieren.

Fernsehen, Computer und Co. sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Jedoch zeigen Studien, dass der sinnvolle Umgang mit den verschiedensten Medien erlernt werden muss und keine Selbstverständlichkeit ist. Zuviel unkontrolliertes Fernsehen - das belegen zahlreiche Studien - macht dick und den Geist träge. Doch wie kann der sinnvolle Umgang mit dem Fernseher aussehen?

Meine Meinung dazu:

1) Jede Fernseher hat einen sehr wichtigen Knopf... nämlich den Knopf zum Ausschalten! Je jünger das Kind, desto öfter sollte dieser Knopf zum Einsatz kommen.

2) Mit gutem Beispiel voran gehen: den Fernseher oder auch das Radio nicht als Dauerberieselung eingeschaltet lassen.

3) Kinder unter drei Jahren sollten gar kein Fernsehen schauen !! Die Bilderflut überfordert jedes Kleinkind - auch wenn es "nur" 10 Minuten Kinderprogramm ist. Kinder in dem Alter können diese Bilder nicht verarbeiten.

4) Mit etwa drei Jahren kann man langsam anfangen. Hörspiel- oder Musik-Kassetten/CDs sind jetzt der Renner. Geschichten sollten gradlinig und kurz sein. Ein Kinderkassettenrekorder kann selbst bedient werden und bestimmte Abschnitte werden gern und oft wiederholt... :) Diese Wiederholen erleichtern das Verstehen. Neue Kassetten/CDs immer erst gemeinsam anhören und darauf achten, ob das Kind gefühlsmäßig damit klar kommt bzw. Fragen beantwortet werden können.
So langsam beginnt auch die Lust auf Fernsehen. Ein striktes Verbot macht es nur noch attraktiver. Bitte dem Kind noch nicht zu viel zumuten, denn die Aufmerksamkeitsspanne und das Verständnis sind noch begrenzt. Fernsehen und DVDs möglichst gemeinsam anschauen, damit auch hier Fragen beantwortet werden können und bei etwaig auftretenden Ängsten beruhigend reagieren zu können. Falls ältere Geschwister Sendungen anschauen, die für die Kleinen noch nicht geeignet sind, am besten eine alternative Beschäftigung anbieten.

Als Richtwert empfohlen wird für Kinder zwischen drei und fünf Jahren bis zu 30 Minuten am Tag Kinderprogramm im Fernsehen oder PC (wobei ich das immer noch zuviel finde...) Aber: Fernsehen muss nicht jeden Tag sein. Wichtiger sind gemeinsame Beschäftigungen in der Familie und Alternativen zu den Medien.

Eine gute Seite bzgl. des Umgangs mit Fernsehen und Co. - finde ich - ist die Seite: www.schau-hin.info
Hier findet man auchTV-Empfehlungen für Vorschulkinder und hilfreiche Tipp für das bewusste fernsehen.

Ich habe mich hier auf Kleinkinder beschränkt.
Was mich interessiert: wie geht Ihr mit dieser Thematik um?

Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion... :D

Lieben Gruß

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Der Beitrag von »Mila79« (Samstag, 18. Juni 2011, 22:17) wurde vom Autor selbst gelöscht (Donnerstag, 10. Mai 2012, 15:43).

Moni42

Senior Mitglied

Beiträge: 2 177

Danksagungen: 2017

3

Samstag, 18. Juni 2011, 23:13

Unsere großen Kinder bis ca. 15 und 11 Jahren ohne TV aufgewachsen, es gab kein Nintendo o. ä. und auch sehr wenig PC-Zeit nachdem wir Eltern einen hatten.
Unsere Kinder hatten all die Dinge, die du oben beschreibst, viele Spielzeuge für draußen teilweise aus Naturmaterialien.....
Sie spielten, bastelten, hörten Cassetten und lasen Bücher oder hörten mit uns Radio. Sie haben ihre Freizeit immer gut ausgefüllt, gemeinsam oder auch alleine.
Kein TV: Freunde der Kinder fanden das sogar klasse, da sie bewunderten, dass es Eltern gab, die abends nicht vor dem TV saßen.

Dann nach einem Jahr der Trennung zog der Fernsehen bei mir und den Kindern ein - im Wohnzimmer. Es gab eine allgemeine Zeitbeschränkung für TV und PC, die eingehalten wurde.
Wir hatten "nur" drei Programme, es wurde in die Zeitung geschaut bzw. ich holte mir regelmäßig auch das FLIMMO, ein kostenlos ausliegendes Heft über fernsehgerechtes Sehen. Das Gerät hatte eine Kindersicherung und ich legte die Fernbedienung außer Reichweite. Das heißt keine Dauerberieselung durch PC, gemeinsames Gucken war genauso möglich wie Spiele spielen oder gemeinsam lesen. Als Babysitter habe ich den höchsten für mich eingesetzt anfangs in der Zeit ohne Kinder :-(
Am PC gab es anfangs Internetzeit zum Informieren für die Schule, sondern harmlose Kinderspiele oder Lernspiele.
Dann gab es eigene PC's (ausrangierte Geräte von Verwandten) es gab Internet, aber mit Kinderbeschränkungen, die Spiele oder die Seiten blieben in meiner Obacht, ja auch bei dem Großen! Rigeros zog ich auch den Stecker und PUNKT.

Und beide Großen sagen, dass es sicher nicht immer schön aus ihrer damaligen Sicht, aber heute sagt der Große beispielsweise:
ich bin froh, ich kann meine Zeit durchaus sinnvoll gestalten ohne TV und ich brauche keine zweite Person wie beispielweise ........
ich würde es bei meinen Kindern ähnlich machen, mit Zeitbeschränkungen und genauem Hingucken.

Umgekehrt haben wir hier nun Kinder, die mit Kabel und Dauerberieselung groß geworden sind, die alles mögliche kennen. Einem Jgl. der in seinem Zimmer TV, Radio, Handy und zeitgleich noch Nintendo benutzt hat. Seitdem sie hier leben ist es so, dass bewusst TV geschaut wird. In den Zimmern kein TV steht. Hingeschaut wird wie lange sie Zeit am PC verbringen und was sie da machen. Das es nun altersgerechte Beschränkungen gibt, Seiten gesperrt sind, die Filme schauen zulassen........
Mittlerweile schaffen sie es zu erkennen, dass es ihnen gut tut. Der Jgl. ist nicht mehr so nervös und rastlos. Er entdeckt, dass miteinander reden und echte Zeit verbringen auch reizvoll ist.
Sie akzeptieren es auch deshalb, da sie sehen das Fernsehen auch für uns nicht im Vordergrund steht. Und wir auch nicht während des Essens Nachrichten anschauen, obwohl der Papa eher noch keine Zeit dafür hatte.
Aussuchen darf jeder mal, bzw. es wird altersgerecht auch mal zugestimmt, dass der ältere im Gästezimmer etwas anderes anschaut.

Sie erkennen, dass die schulischen Leistungen deutlich besser werden, da sie sich in Ruhe mit mit einem Zeitaufwand mit dem Stoff beschäftigen. Anfangs mussten sie das, mittlerweile läuft es von alleine. Sicher mal schlechter, aber meistens besser.

Alles in allem haben wir als Eltern die Pflicht unsere Kinder vor den Überflüssen unserer heutigen Gesellschaft zu schützen und ihnen sinnvollen Umgang mit den Medien beibringen und die wirklich wichtigen Dinge des Lebens auch nahebringen......den Umgang miteinander, die kostbare Zeit auch sinnvoll zu nutzen.

Der Spruch der Grundschullehrerin unseres großen Sohnes hat einmal gesagt:

Der Junge hat ohne Fernsehen ein sehr großes Allgemeinwissen. Wie machen sie das?
Das habe ich nicht wirklich nachvollziehen können. Wer viel TV sieht, hat eine große Allgemeinbildung.......na ja.

yuli

Schüler

Beiträge: 50

Danksagungen: 64

4

Samstag, 18. Juni 2011, 23:47

Eine Zeitlang durfte mein Sohn mal seine tägliche 1/2 Stunde Kika sehen, ich war allerdings irgendwann sehr genervt von diesem täglichen Zwang, da haben wir eingeführt, das nur am Wochenende der Fernseher angemacht wird, dann darf er aber auch mal länger schauen oder wir sehen eine DVD an. Jetzt vergisst er den Fernseher oft ganz, sodass wir im Moment keine Regel mehr brauchen und er zwischendurch auch mal unter der Woche fernsieht. Ich finde den KiKa auch überhaupt nicht so toll, dass die schon beim Abspann ständig auf die nächste Sendung und wie's morgen weitergeht oder auf ihre Internetangebote hinweisen hat mich immer sehr geärgert., und qualitativ ist das ja auch nichts.
Sein Freund in der Nachbarschaft wird viel vorm Fernseher geparkt, als Kleinkind hat der sich wie ein Teletubbie benommen und meiner fands toll und hat mitgemacht, das war wirklich schrecklich.. Im übrigen ist das aber ein enorm intelligentes Kind das tatsächlich eine sehr gute Allgemeinbildung hat :-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »yuli« (18. Juni 2011, 23:58)


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Steffi83

Fortgeschrittener

Beiträge: 170

Danksagungen: 177

Wohnort: Dortmund

Beruf: Kranke Schwester :-)

5

Sonntag, 19. Juni 2011, 10:59

Guten Morgen!

Sophia darf 10 Minuten Caillou gucken. Meistens Mittags, wenn ich in der Küche herumfuhrwerke. Ich finde das nicht schlimm, da sie am Tage genug andere auslastung hat.

Was ich aber dazusteuern mag:

Wir haben hier einen tollen, von sicheren Büschen umrahmten, Straßenfernen Spielplatz. Übersichtlich von allen Bänken aus... einfach toll.

Ich gehe dort mit Sophia jeden Tag hin, wir sind gern dort. Auch bei Regenwetter. Und ungelogen... IMMER allein. Egal wann. Wo sind die Kinder alle? Wahrscheinlich vor dem TV.

Wir haben neulich einen Kinderbastelkurs besucht. Da waren mit meiner zusammen ganze vier Kinder. Dann gehen wir einmal im Monat zum Bücherfrühstück in die Stadtbibliothek... maximal sind dort 5 Kinder...

TV ist bequem. Und leider befürchte ich das "ein Teil (!)" der jungen heranwachsenden Muttergenerationen es sich auch gerne bequem macht... Gläschen aus der Mikrowelle statt frisch kochen, Milchpulver statt stillen, weil man ja weiter rauchen will und TV statt Spielplatz.

Was ich sagen will... ich finde es toll, dass meine Motte ihren Caillou als Helden hat, gern Kassetten von ihm hört und Bilderbücher anschaut. Sie nennt ihn liebevoll Hahu. Sie darf ihn dann auch im TV genießen. Nicht jeden Tag... am WE unternehmen wir viel gemeinsam, da gucken wir gar nicht.

Ich schaue immer mit, wir reden über das was sie dort sieht... und danach malt sie in ihrem Malbuch oder rennt mit ihrer Stoffkatze rum, so wie Hahu eben mit seiner Katze spielt.

Meine Heldin damals hieß Heidi... und sie zaubert mir heute noch ein Lächeln ins Gesicht... wenn ich an die Abende denke, wo sie auf kassette lief, die langweiligen Herbsttage wo sie ausgemalt wurde und die Sendung jeden Abend um 18:30.... und diese Erinnerung finde ich schön :-)
Zuerst ignorieren sie Dich, dann lachen sie über Dich, dann bekämpfen sie Dich und dann gewinnst Du.

- Mahatma Gandhi -


Deutscher Meister 2011.... Borussia Dortmund

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airam

*AE.net -Wetterfee*

Beiträge: 1 552

Danksagungen: 918

6

Montag, 20. Juni 2011, 12:18

Ich habe gerade mal nachgerechnet ... so 17 muss ich gewesen sein, wo meine Eltern sich endlich einen TV zulegten (naja zugegeben zulegten ist verkehrt ausgedrückt: Meine Geschwister und ich haben unseren Vater völlig uneigennützig den TV zu einem Geburtstag mit einer 0-endung geschenkt) ... Klar haben wir TV gesehen, wenn wir bei Verwandten, Freunden, Bekannten waren ... Wobei ich mich oftmals fragte, was ist jetzt so faszinierend daran wie diese Sendung weitergehen mag ... Wir haben stattdessen viel draußen unternommen, Blödsinn gemacht, und in der Regel hatten wir viele andere Kinder um uns herum, da die es spannender fanden auf Bäumen zu klettern, Streiche auszuhecken (das harmloseste war mit Sicherheit: bei der Nachbarin im Vorgarten Blumen zu pflücken und bei ihr zu klingeln, um ihr Blumen zu schenken ;) ), und bei Regenwetter uns auf irgend eine Art anderweitig zu beschäftigen, als zu Hause TV zu schauen. Wenn wir über Tagesgeschehen informiert sein wollten, "mußten" wir halt die Tageszeitung lesen ... und siehe da wir hatten keine Nachrichten geschaut, kein Lokalradio gehört, und waren trotzdem informierter über das Tagesgeschehen als Schulkameraden.

Ich für meinen Teil lese immer noch gerne (Tageszeitung, Wochenblätter ect), und nutze das TV (es gehört ja zum Standart) äußerst selten. ... Unsere Tochter L. dagegen kennt beide Varianten ... sie kennt das Leben ohne TV (und vermißt es dann auch nicht) und mit ... Wenn sie vom WE wiederkommt verlangt sie oftmals "Ich will aber Kinderstunde gucken" - inzwischen habe ich die Regelung das sie gucken darf, aber der Zeitraum wird immer mehr eingekürzt, bis wir wieder da sind wo wir waren ... nämlich 3x10 Minuten ... Vergangene Woche waren 3 Kinder zum spielen hier, ich arbeitete am PC und den dreien fiel nichts mehr ein ... sie wollten einen Film gucken, ich habe einen angemacht ... 5 Minuten schauten sie ... dann fingen sie an Streiche auszuhecken und ihnen fiel gar nicht auf, daß der TV ausgeschaltet wurde ...

Es ist oftmals so, daß den Kindern schlichtweg die Beschäftigung fehlt, das der Konsum ihnen das eigenständig Sachen ausdenken zur Beschäftigung ein wenig ausbremst, oder anderweitige Anreize fehlen.

Klar erlaube ich Tochter zwischendurch etwas zu gucken, aber ich schau halt das ich im Anschluss daran Zeit für das Kind habe, um Ruhe einkehren zu lassen, darüber zu reden oder aber auch einfach nur ein "effes altes Gesellschaftsspiel" zu spielen ...

LG airam
:rot "Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." (Laotse)
... : iwn ...

FrMüllerSchulz

unregistriert

7

Samstag, 25. Juni 2011, 10:10

TV Tipp für Kinder zum Thema Trennung (ab 6 Jahre)

Hallo alle zusammen!

Hier ein TV-Tipp für Kinder ab 6 Jahre:

Der Kleine und das Biest
heute, 25.06.2011, 16:15 Uhr | KI.KA

Seit Haros Papa nicht mehr zu Hause wohnt, ist seine Mutter ganz anders
geworden. Sie kann nicht mehr richtig mit Haro spielen, brütet über
alten Fotos, lacht nicht mehr und verbreitet üble Laune. Sie ist ein
richtiges Biest geworden! Um vieles muss sich Haro ganz allein kümmern.
Das ist mal ganz schön, mal aber auch richtig anstrengend. Info: Aus der
Sicht eines kleinen Jungen erzählt diese Geschichte vom schwierigen
Leben einer Familie kurz nach der Trennung der Eltern. Sie gibt dennoch
Hoffnung, dass Scheidungsbiester auch wieder zu dem werden können, was
sie mal waren...Auszeichnungen und Festivalteilnahmen: Robert
Geisendörfer Preis 2010 - Kinderfernsehpreis
Der Kleine und das Biest, D, 2009, Zeichentrickkurzfilm

Lieben Gruß

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