Liebe unaloba!
Ich denke, bei Euch kommt einiges zusammen, was dazu führt, dass es so ist, wie es im Moment ist... Die Trennung ist frisch, schreibst Du. Sie ist nicht nur für Dich frisch, sondern auch für die Kinder. Ihr alle seid in einer Ausnahmesituation, es braucht Zeit und Geduld, um einen eigenen Rhythmus, eigene (neue) Regeln und Wege zu finden, die zu Euch in dieser neuen Konstellation lassen.
Viele Kinder sind nach der Trennung verwirrt, viele haben (unbewusste) Schuldgefühle und sehr viele haben schlicht und ergreifend Angst, dass auch der andere Elternteil sie verlassen könnte.
gibt mir das Gefühl, sie im Stich zu lassen, wenn ich nicht bei ihr bleibe oder sie zu mir kommen lasse....
Für mich hört sich das nach Trennungsangst an, die oftmals mit großer Trauer und der starken Sehnsucht nach Wiedervereinigung der Eltern einhergeht. Vielleicht hat sie Angst vor dem Einschlafen, weil sie sich davor fürchtet, dass Du dann auch weg bist, wenn sie wieder aufwacht.
Mein Rat:
Sag nicht: Du brauchst keine Angst haben oder schlimmer noch: Stell Dich nicht so an! Sondern nimm die Ängste Deiner Tochter ernst, rede viel mit ihr, erkläre ihr altersgerecht, was gerade passiert, dass Mama und Papa nicht mehr zusammen leben wollen, aber ihr beide ihre Eltern bleibt. Gib ihr die Sicherheit, die sie braucht. Frag sie, was sie braucht, um beruhigt schlafen zu können.
Die Kleine ist drei und damit im berühmt berüchtigten Autonomiealter... Ich weiß nicht, ob es Dir ein Trost ist, aber es ist völlig normal, dass sie Grenzen testet. Ich denke, es ist wichtig hier zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder zu unterscheiden. Deine Kleine braucht ebenfalls Sicherheit von Dir, allerdings in anderer Form...

Ich denke, hier ist es sehr wichtig, dass Du dieses Verhalten als entwicklungsbedingt erkennst und es nicht persönlich nimmst. Sie fordert Dich heraus, ja... Und das wird sie auch noch eine ganze Weile tun... Hier kann ich immer wieder nur sagen: sei konsequent !!! Sei liebevoll, aber konsequent !!
Hier habe ich mal ausführlich dazu geschrieben (bis nach unten scrollen), vielleicht hilft es Dir...
Ich denke, am Wichtigsten ist, dass Du Deinen eigenen Weg findest. Das dauert etwas, setze Dich da nicht zu sehr selbst unter Druck. Immer schön einen Schritt nach dem nächsten...
Du schaffst das schon!
Lieben Gruß und viel Kraft!
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