Zur Eingangsfrage:
Ja und nein.
Ich finde, vieles sollten Kinder aus der Erfahrung der Eltern heraus lernen. Bücher wie "wir gehen zum Kinderarzt" oder über Verkehrserziehung finde ich schon wichtig, Bücher über nein sagen eher... wie sag ichs... also ich würde es erstmal ohne versuchen.
Ah, ich sehe gerade, Cristl schrieb
ich denke wie du. Es ist wichtig Kinder zuhause aufzuklären. KiGa und
Schule sind für mich unterstützend. Aber so richtig ein Gefühl fürs
Nein-Sagen zum Beispiel... das finde ich kann nur die Familie
vermitteln.
Und so sehe ich es mit vielen Dingen... Regeln, soziales Verhalten, Umgang mit Angts, Wut,Trauer usw... das sehe ich als "meine" Aufgabe an, ihr den Umgang damit zu vermitteln.
Neulich hatte ich beim Kinderarzt einen Flyer mit dem Text "Arsch, Geil und Scheisse!" in der Hand, darum ging es um situationsbewusstes fluchen. Ich fand das sehr interessant... warum "darf" man in Gegenwart der Kinder eigentlich nicht fluchen? Was ist daran so schlimm?
Ich stelle mir die bei uns nun oft vorkommende Situiation des Fußball guckens vor... ist ein banales Beispiel, aber da fluche ich auch gelegentlich. Oder ganz einfach aus dem Alltag... wenn mir was runterfällt denke ich über meinen Fluch nicht sonderlich nach.
Ich könnte mich auch nicht erinnern, dass meine Eltern jemals unterstützend Bücher hatten... ausser zur sexuellen Aufklärung und das war mega peinlich *gesteh*
Wenn ich etwas wissen wollte, habe ich meinen "Wunschelternteil" gefragt und stets eine Antwort bekommen. Meine Mutter war stolz und froh darüber, dass sie sich auf uns verlassen konnte, dass wir, wenn wir was wissen wollten auch das Vertrauen hatten und gefragt haben. Und das ist - so denke ich - viel wichtiger als ein Buch...
lg
Steffi (die gerade schallend über die damaligen Aufklärungsversuche lacht...)
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