Also bei Babys ist das ganz klar... Schreien lassen ist ein absolutes NO-GO ! Und jeder der dumme Sprüche bringt wie "Lugen stärken" oder "nicht verwöhnen" ist von vorgestern und muss nicht ernst genommen werden.
Man merkt den Entwicklungsschritt übrigens meist ganz gut, wenn die kleinen Zwerge den Ursache - Wirkungs Zusammenhang merken und testen --> ich schreie, Mama kommt...
Man nennt das den "intentional cry" sie schreien kurz und halten dann kurz inne, um zu hören was sich tut
Allerdings dürfen sie ja auch das bewusst wahrnehmen, dass Mama kommt... sie sollen doch Geborgenheit und Sicherheit fühlen!
Schreien lassen in diesem Sinne, habe ich auch nie eines meiner Kinder. Auch meine Große hatte zwischendurch mal ihre Schwierigkeiten... ich habe es immer mit dem "sanften Rückzug" gehandelt.
Beide meine Mädels hatte ich die ersten Monate bei mir im Bett, schon allein wegen dem Stillen.
Als ich sie abgestillt hatte mit ca. 9 Monaten habe ich sie dann sanft an ihr eigenes Bett gewöhnt. Zunächst in meinem Zimmer, dann im eigenen... Wenn sie krank sind liegen sie immer bei mir. Ansonsten gilt die Regel: einschlafen im eigenen Bett, Wanderungen des nächtens sind gerne gesehen

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Nun zum schreien und schreien: Ich denke als aufmerksame Mutter UND AUCH VATER

hört man den Unterschied zwischen schreien und schreien.
Denn ein Trotzschreien darf tatsächlich nicht genauso nachgegeben werden wie einem Bedürfnisschreien.
Aber auch beim Trotzschreien muss man behutsam sein finde ich, denn ganz schnell "glauben sie sich selbst" und es wird ein echtes Bedürfnisschreien daraus... bzw. sie finden keinen Ausweg aus ihrem Trotz und benötigen dabei Hilfe.
Wir hatten neulich so eine Situation:
Die kleine wacht morgens auf, normal tappst sie zu mir rüber.... an dem Tag rief sie fordernd "Mama!!!", also antwortete ich freundlich mit "Guten Morgen meine Süße, komm doch rüber zu mir..." (oder so ähnlich).... aber nein sie forderte von mir (ausgedrückt durch entsprechenden Tonfall nur mit dem Wort Mama), dass ich zu ihr rüber gehe und sie von Bett zu Bett begleite... Danach stand mr nicht der Sinn und nachdem sie momentan in einer starken Trotzphase ist... gab ich nicht nach. Sie steigerte sich jedoch so stark hinein, dass ich merkte hier gehts nicht weiter. Ich stand also auf, ging in ihre Zimmertüre und breitete meine Arme aus, um sie in meine Arme zu locken und so eine "Brücke" zu bauen... half nix... sie versuchte immer wieder auf mich zuzugehen und schaffte es nicht, bei jedem Versuch vorwärts schüttelt sie ein "Bockschrei" zurück... Nun dem wollte ich aber auch nicht nachgeben, gleichzeitig benötigte sie Hilfe. Da lenkte ich sie ab und überraschte sie mit der Geschichte, dass da ein Krokodil hinter ihr steht, dass sie festhält und nicht zu mir lassen will... So ein böses Krokodil... Sie wurde still, drehte sich um, und dann lief sie in meine Arme und wir hatten noch einen Heidenspaß über das Krokodil herzuziehen

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In der Öffentlichkeit ist das zwar etwas schwerer... aber letztlich sage ich mir immer: Entweder die vorbeilaufenden Leute haben/ hatten selber Kinder und wissen was Sache ist, oder sie werden welche haben und das gleiche erleben, oder sie können mir egal sein, weil sie`s halt nicht verstehen
In dem Sinne: Es gibt keine einfache Antwort auf diese Frage, kein Patentrezept (zumal jedes Kind anders reagiert), wenn man aber sein Kind kennt und liebt, sich auf Bauch und gesunden Menschenverstand verlässt, kanns so falsch nicht sein