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Umfrage

6%

manchmal

92%

nein

2%

ja

Insgesamt 65 Stimmen
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von mona84

Moni42

Senior Mitglied

Beiträge: 2 177

Danksagungen: 2017

1

Montag, 26. September 2011, 17:50

schreien lassen ja - nein oder wann ja und wann nein?

Schreien ist nicht gleich schreien............

Einen Säugling schreien lassen, dass sollte man eher nicht tun....denn es ist die einzige Art mitzuteilen, dass etwas nicht in Ordnung ist, dass er sich nicht wohl fühlt, schmerzen hat, Angst, alleine fühlt......

Aber ein größer werdendes Kind schreit auch schon mal aus anderen Gründen und hier muss man als Eltern ganz genau hinschauen, hinhören.....denn sonst zieht man sich einen Prinzen oder eine Prinzessin heran.

manchmal schreit ein Kind auch aus Trotz, will seinen Willen durchbekommen, oder die Unruhe der Eltern überträgt sich auf das Kind, sie haben feine Antennen.......
besonders unangenehm ist es da, wo andere Menschen die Situation mitbekommen und diese meinen beurteilen zu können.

Wir haben viel mit Ablenkung gearbeitet, manchmal aber auch ausgehalten, wenn es nicht half. Und wir hatten eine Trommel und haben gezeigt wie man Ärger auch abarbeiten kann.

chrissi81

unregistriert

2

Montag, 26. September 2011, 19:02

Dem kann ich mich voll und ganz anschließen.
Ich denke auch, dass es bei den ganz Kleinen fatal ist, sie schreien zu lassen, hier muss ja erst das Vertrauen gelernt werden, da kommt jemand und hilft wenn ich mich unwohl fühle. Laut meiner Hebamme kann man ein Kind bis 6 Monate nicht verwöhnen, ab da merken sie dann zumindest, wie sie bekommen was sie wollen...nun ja, bis dahin habe ich ja noch zwei Monate Zeit... :whistling: Stelle mir hier auch die Frage, ob man als AE Elternteil vielleicht ein wenig mehr zum Verwöhnen neigt, aber das ist wieder ein anderes Thema...
Was wirklich nervt ist die Einmischung von Außenstehenden. Höre ganz oft Sätze wie "Du verwöhnst ihn" oder "Schreien stärkt die Lungen"...und von der anderen Seite dann beim kleinsten Wimmern "hat bestimmt Hunger" (und das finde ich auch daneben, bei jedem Quengeln gleich Brust/Flasche/Essen anbieten, da bekommt Nahrungsaufnahme irgendwie eine ganz blöde Bedeutung) ...aber für solche Stuationen hat man ja zwei Ohren - direkt auf der anderen Seite wieder raus!
Ich finde aber auch, dass man mit wachsendem Verständnis des Kindes aufpassen muss, dass man sich nicht "versklaven" lässt, hier gilt es dann, genau hinzuschauen und zu -hören, was das für ein Schreien, Trotzen oder Meckern ist. Finde es auch ganz wichtig, dass Kinder lernen, sich selber zu regulieren, von daher:
Danke Moni für den Tipp mit der Trommel, den werde ich mir abschauen! :thumbup:

LG
Chrissi

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Danksagungen: 609

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3

Montag, 26. September 2011, 21:37

Ich lasse eigentlich nie ein Kind schreien, erstrecht kein Baby. Bücher wie "JEdes Kind kann schlafen lernen" sollte in meinen Augen verboten werden. Das einzigste was das Kind lernt ist das es keinen Zweck hat zu schreien weil eh niemand kommt, es resigniert.

Ab nem gewissen Alter sieht das anders aus, da kann es unter Umständen mal notwendig sein. Aber generell gibts das bei mir nicht.

Allerdings habe ich es da auch recht einfach, weil meine Kinder alle 3 immer gut gescahlfen haben. Die Kleine ist jetzt 14 Monate und die habe ich noch nie schreien lassen und bin damit auch gut gefahren.

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Benutzer die sich bedankten:

supermuddi (26.09.2011)

chrissi81

unregistriert

4

Montag, 26. September 2011, 21:47

Bücher wie "JEdes Kind kann schlafen lernen" sollte in meinen Augen verboten werden.
Volle Zustimmung!!! Habe das auch gelesen und fand es echt daneben! :cursing:

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supermuddi (26.09.2011)

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5

Montag, 26. September 2011, 21:55

Die Kleine ist jetzt 14 Monate und die habe ich noch nie schreien lassen und bin damit auch gut gefahren.
Find ich prima, auch dass es bei 3 kindern so gut klappt!

ich lasse meinen sohn (20 monate) auch nicht schreien und er schreit auch (noch) nicht einfach so. wutausbrüche hat er so gesehen keine, natürlich ist er mal sauer wenn er was nicht bekommt aber im allgemeinen kann ich gut mit ihm reden und wenn es eine alternative gibt ist er meistens auch zufrieden.

also nicht einfach "nein" sagen, sondern kompromisse schließen vermeidet schreien nicht nur bei kindern :)

sie sollten als volle person akzeptiert und respektiert und nicht "nur als kind" behandelt werden, dann hat man schon viel gewonnen!
man selber will ja auch nicht "nur als mutter/vater" abgehandelt werden.....

Erst wer aufhört sich um sich selbst zu drehen, ist in der Lage wahre Liebe zu schenken!


Cristl

Profi

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Danksagungen: 232

6

Montag, 26. September 2011, 22:09

Also bei Babys ist das ganz klar... Schreien lassen ist ein absolutes NO-GO ! Und jeder der dumme Sprüche bringt wie "Lugen stärken" oder "nicht verwöhnen" ist von vorgestern und muss nicht ernst genommen werden.
Man merkt den Entwicklungsschritt übrigens meist ganz gut, wenn die kleinen Zwerge den Ursache - Wirkungs Zusammenhang merken und testen --> ich schreie, Mama kommt...
Man nennt das den "intentional cry" sie schreien kurz und halten dann kurz inne, um zu hören was sich tut 8)
Allerdings dürfen sie ja auch das bewusst wahrnehmen, dass Mama kommt... sie sollen doch Geborgenheit und Sicherheit fühlen!
Schreien lassen in diesem Sinne, habe ich auch nie eines meiner Kinder. Auch meine Große hatte zwischendurch mal ihre Schwierigkeiten... ich habe es immer mit dem "sanften Rückzug" gehandelt.
Beide meine Mädels hatte ich die ersten Monate bei mir im Bett, schon allein wegen dem Stillen.
Als ich sie abgestillt hatte mit ca. 9 Monaten habe ich sie dann sanft an ihr eigenes Bett gewöhnt. Zunächst in meinem Zimmer, dann im eigenen... Wenn sie krank sind liegen sie immer bei mir. Ansonsten gilt die Regel: einschlafen im eigenen Bett, Wanderungen des nächtens sind gerne gesehen ;) .

Nun zum schreien und schreien: Ich denke als aufmerksame Mutter UND AUCH VATER ;) hört man den Unterschied zwischen schreien und schreien.
Denn ein Trotzschreien darf tatsächlich nicht genauso nachgegeben werden wie einem Bedürfnisschreien.
Aber auch beim Trotzschreien muss man behutsam sein finde ich, denn ganz schnell "glauben sie sich selbst" und es wird ein echtes Bedürfnisschreien daraus... bzw. sie finden keinen Ausweg aus ihrem Trotz und benötigen dabei Hilfe.
Wir hatten neulich so eine Situation:
Die kleine wacht morgens auf, normal tappst sie zu mir rüber.... an dem Tag rief sie fordernd "Mama!!!", also antwortete ich freundlich mit "Guten Morgen meine Süße, komm doch rüber zu mir..." (oder so ähnlich).... aber nein sie forderte von mir (ausgedrückt durch entsprechenden Tonfall nur mit dem Wort Mama), dass ich zu ihr rüber gehe und sie von Bett zu Bett begleite... Danach stand mr nicht der Sinn und nachdem sie momentan in einer starken Trotzphase ist... gab ich nicht nach. Sie steigerte sich jedoch so stark hinein, dass ich merkte hier gehts nicht weiter. Ich stand also auf, ging in ihre Zimmertüre und breitete meine Arme aus, um sie in meine Arme zu locken und so eine "Brücke" zu bauen... half nix... sie versuchte immer wieder auf mich zuzugehen und schaffte es nicht, bei jedem Versuch vorwärts schüttelt sie ein "Bockschrei" zurück... Nun dem wollte ich aber auch nicht nachgeben, gleichzeitig benötigte sie Hilfe. Da lenkte ich sie ab und überraschte sie mit der Geschichte, dass da ein Krokodil hinter ihr steht, dass sie festhält und nicht zu mir lassen will... So ein böses Krokodil... Sie wurde still, drehte sich um, und dann lief sie in meine Arme und wir hatten noch einen Heidenspaß über das Krokodil herzuziehen :D .
In der Öffentlichkeit ist das zwar etwas schwerer... aber letztlich sage ich mir immer: Entweder die vorbeilaufenden Leute haben/ hatten selber Kinder und wissen was Sache ist, oder sie werden welche haben und das gleiche erleben, oder sie können mir egal sein, weil sie`s halt nicht verstehen 8)
In dem Sinne: Es gibt keine einfache Antwort auf diese Frage, kein Patentrezept (zumal jedes Kind anders reagiert), wenn man aber sein Kind kennt und liebt, sich auf Bauch und gesunden Menschenverstand verlässt, kanns so falsch nicht sein
: iwn
LG Cristl

Zitat

Auch aus Steinen,
die einem in den Weg gelegt werden,
kann man Schönes bauen.

(Johann Wolfgang von Goethe)
Man gebe mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann!!! 8|

Cristl

Profi

Beiträge: 232

Danksagungen: 232

7

Montag, 26. September 2011, 22:11

@ supermuddi: War bei meiner Großen auch so :)
Die Kleine hat allerdings nen ganz anderen Dickschädel und ganz andere Bockanfälle (kannte ich vorher nicht 8| )
LG Cristl

Zitat

Auch aus Steinen,
die einem in den Weg gelegt werden,
kann man Schönes bauen.

(Johann Wolfgang von Goethe)
Man gebe mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann!!! 8|

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