@Nordlicht
In diesem Fall war ein sofortiges Unterbinden notwendig, ... ich kann Dir auch nur dringend raten, eine Beratungsstelle aufzusuchen, auch wenn Du ein Verbot aussprichst, der Junge ansonsten unauffällig ist. ... Er hat eine eindeutige Ansage Deinerseits erhalten , ... Geschwisterkinder untereinander sind im Regelfall (und da gibt es bereits einige Studien zu) aufgrund ihrer Sozialkompetenz nicht so und in dieser Art, neugierig auf das Geschwisterkind selber (die Zeit der Doktorspiele ist eigentlich viel viel früher) ...
Ganz ehrlich : Mit 10 Jahren wissen kids heutzutage, bei entsprechender Reglementierung durch die Eltern und Gesellschaft, was richtig und was falsch ist ... Sohnemann ist 12 Jahre ... Wichtig ist, daß Aufklärung selber bereits da stattgefunden haben sollte und müßte, ...die Pubertät selber beginnt früher (zeitlich gesehen) als vor einigen Jahren noch. Gerade die Jungen müssten mE eher lernen, daß es Grenzen gibt in Bezug auf andere Menschen ...also andere Menschen nicht als Objekt zu ihrem Zweck zu sehen ... Aufgrund vieler Erziehungsschemata werden Mädchen oftmals mehr Richtung eigene Wünsche usw zurückstecken, (Passivität und Duldung) und die Jungen in Richtung Dominanz und Aktivtät erzogen .... Leider endet es manchmal verhängnisvoll, aber es sind stets verhängnisvolle Ansätze frühzeitlich erkennbar .
Hier sollte explizit noch einmal auf Sohnemann eingewirkt werden in Bezug auf Moral- und Sozialverhalten selber...
Und explizit auch der Tochter klar gemacht werden, daß nur sie alleine über ihren Körper bestimmen darf. ... und auch gerade bei so etwas völlig frank und frei ablehnend zu reagieren, ggfs. auch hm ich nenn es mal aktiv sich zur Wehr zu setzen ..., wenn ein verbales NEIN überhört wird, ggfs. auch die Situation im Zimmer selber zu verlassen, ggfs. auch den Bruder wegstoßen usw. ...
Du hast es durch Zufall mitbekommen, es mag Neugier des Jungen gewesen sein, allerdings ist es nicht normal unter Geschwistern (zumindest nicht wenn Geschwister gemeinsam aufwachsen) ... Für Normalität hätte eine Einvernehmlichkeit selber vorhanden sein müssen, und die ist nicht ersichtlich anhand der Reaktionen der kinder im einzelnen...
Es laufen einige Studien ... Meist ist der Täter (bereits in dem Alter wird von Täter gesprochen) der Erstgeborene und älteste Geschwisterteil ... Über die soziologischen Hintergründe gibt es Kernaussagen ... würd aber den Rahmen hier sprengen ... In einem Therapiezentrum sind explizite Befragungen junger "Geschwistertester" also Geschwistertäter erfolgt, Die befragten Jungen erklärten einheitlich, daß sie auch mal Macht ausüben und sich stark fühlen wollten ... Es wird somit von den jüngeren in Kauf genommen, um die Beziehung zm eigentlich beschützenden Geschwisterkind nicht zu verlieren, es fällt ihnen schwer sich dagegen zu wehren, und sie geraten in eine Art Abhängigkeitsverhalten ...
Du bist informiert und hast als Elternteil die Verantwortung aktiv einzuschreiten und wirksame Maßnahmen anzugehen, ...
Wie gesagt Du hast bereits gehandelt, und Erstmaßnahmen eingeleitet, aber halte weiter die Augen offen, und suche Dir auch da die notwendige Hilfe für die Kinder selber. Eine Frage noch mal nur für Dich persönlich ... hättest Du davon erfahren, wenn Dus nicht selber aktiv mitbekommen hättest ? Wäre Tochter zu Dir gekommen und hätte es Dir gesagt ? ... Hm und die Aussage: Sie hätte so getan als würde sie ihm folgen leisten, hätte es aber nicht getan... Da fehlt mir persönlich gerade das definitve NEIN ... denn dann hätte sie nicht so getan, sondern wäre rausgekommen aus dem Zimmer und hätte lauthals sich Luft gemacht

(Nur mal so als Denkansatz) ...
Hm ... An Müttern selber z.B. wird ja auch das Verhalten gegenüber Frauen trainiert und Mütter sind im Regelfall die ersten und häufigsten Bezugspersonen an denen und mit denen Kinder ACHTUNG vor anderen Personen erlernen. ... was hat der Junge bisher an Achtung vor Frauen vorgelebt bekommen ? ... Söhne selber verhalten sich oftmals selbstbewusster, sind eigenwilliger, nehmen sich eher Freiheiten raus und in Sachen Triebbefriedigung gehen sie freier und "aggressiver" selber vor, d.h. hier brauchen sie exakte Regeln und Strukturen um sich zu orientieren. Ansonsten funktioniert's nicht und die Jungs werden unter Umständen zu "Soziopathen", die allgemeine moralische und soziale Regeln nicht anerkennen, weil sie irgendwo eine "Sonderrolle" gefunden haben ...was dann ggf. bei weiterer Austestung und Überschreitung der Grenzen anderer, auf Dauer in Kriminalität enden kann...
Inwieweit Du Dir Sorgen machen mußt, oder beruhigt sein kannst ... das solltest Du vor Ort ersehen können. Aber wie gesagt, denk mal drüber nach, was kannst Du selber auffangen, was kannst Du garantieren usw. usf... Da wäre schon eine professionelle Unterstützung der Kinder selber notwendig (ob nun viel passierte oder nicht) ... Wo willst Du selber die Grenze ziehen was wie schlimm ist, und kannst Du hunderpro die Hand dafür ins Feuer legen das es eine einmalige Sache war,ist oder bleibt ? ...
airam
Nachsatz: Es ist und bleibt ein (einmal ? ) geschehener Geschwistermißbrauch ... das sollte Dir stets bewußt sein !