RE: Leseleistung/Rechtschreibung verbessern, Sohn 13Jahre
Moin Spirospero,
ja, Gorgonin ist dramatisch, so fühlte ich mich grad, als ich den Namen aussuchte ;-)
Der Zugang zur Schrift... war auf jeden Fall eine Katastrophe. Ob verbaut oder wie auch immer. Psychoanalyse haben die Psychologen schon genug betrieben, man selbst überlegt ja auch ständig was man falsch gemacht hat oder verbessern muß.
Den möglichen beruflichen Werdegang besprechen wir schon ab und zu. Mein Junior würde am liebsten Pyrotechniker werden! Dummerweise hat er nicht mal Chemie auf der Hauptschule. Und lesen und schreiben sollte er dafür auch können.
Wenn er darüber nachdenkt, was er mit seinen Fähigkeiten anfangen könnte, ist er verzweifelt, er hat auch gar keine Ideen, wie man etwas ändern könnte. Er sagt, wenn er wüßte, wie man lesen lernt und Spaß an Büchern finden kann, hätte er es doch schon längst getan.
Naja, egal was kommt, handwerkliche Dinge sind nix für ihn und er wird wohl weiter sich durchbeißen müssen. Manchmal wünsche ich mir, dass er sitzen bleibt. Er ist der Jüngste in der Klasse und gehört noch in manchen Dinge auf die Weide.
Ich versuche ihm klarzumachen, dass er sich endlich selbst aufraffen muß und selbst lesen muß. Ich kann ihn zwingen etwas zu lesen, aber nur eine Zeitlang. Irgendwann muß es doch klicken :-O
Ob vernünftig sein allein schon reicht... Wenn ich im Fernsehen die Kiddies sehe mit schlimmen Problemen, da denke ich oft, was haben wir es gut. Aber die Tatsache, dass es anderen schlechter geht, verschafft einem auch keinen Job.
Ich kämpfe mich selber durch, jeden Tag wieder. Das macht schon Angst, weil ich das Gefühl habe als Mutter die Vorraussetzung schaffen zu müssen für die Zukunft meines Kindes. Aber mit Krampf geht auch nix und da steh ich wieder am Anfang.
Demnächst soll er sich einen Praktikumsplatz suchen. Mit 13. Vielleicht steht ja jemand auf ne Bewerbung in Geheimschrift ;-) [addsig]