
Guten Abend an alle!
Möchte mich noch einmal als Nachzügler hierzu melden. Also, ich habe Tochter (fast 16) und Sohn (13) und mein Verhältnis zu meiner Tochter ist doch merklich anders als zu meinem Sohn. Das liegt aber auch an den sehr unterschiedlichen Charakteren der beiden. Meine Tochter war von klein auf sehr neugierig, selbständig, wissbegierig und ich habe sie mehr "in die Pflicht genommen". Mein Sohn erkrankte mit 4 Wochen lebensgefährlich und meine Tochter und ich haben ihn sehr begluckt.

Er kommt zwar in die Pubertät, ist aber im Gegensatz zu seinen anderen Kumpels irgendwie hinten an.
Mit meiner Tochter spreche ich ganz offen über meine Probleme im Büro, Geld und sogar Herzensangelegenheiten. Sie mit mir auch. Mein Sohn geht mit seinen "Problemen" (Stimmbruch etc.) zu meiner Tochter, kommt nicht zu mir. Das hat mich am Anfang etwas gewurmt, kann aber heute damit umgehen und finde es gut, dass er sich wenigstens überhaupt jemandem anvertraut. Er ist im Gegensatz zu meiner Tochter sehr still und in sich gekehrt. Meine Tochter ist der Stühle-Werfer (hat sie noch nicht gemacht), laut und diskutiert immens gerne

Da muss ich dann schon einmal auf die Bremse treten.
Der Vater der beiden wohnt in Bayern, wir ja in NRW. Die Kinder wünschen sich mehr Kontakt, aber er ist in einer neuen Partnerschaft mit großer Kinderschar und schafft es gerade mal einmal in der Woche anzurufen. Und das muss er sich noch als Erinnerung ins Handy einspeichern

Also bleibe nur ich als Ansprechpartner. Wobei ich es nicht schlimm finden würde, wenn sie (wenn er es zulassen würde) auch mit ihren Sorgen zu ihm gehen würden.
Ich weiß nicht, ob man Hilfe in Büchern finden kann. Jedes Kind ist anders. Man selber hat nicht immer die gleiche Tagesform. Was ich heute "durchgehen" lasse, könnte ich morgen verbieten, weil z. B. mein Chef mal wieder seine schlechte Laune an mir ausgelassen hat und ich dann entsprechend auch angespannt bin.
Uih... langer Roman und ich muss mich jetzt bremsen
Schönen Abend noch
Sabine