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von mona84

Silbersterne

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1

Freitag, 5. November 2010, 07:40

Welche Konsequenzen?

Guten Morgen!

Bei mir herrscht leider etwas länger das absolute Chaos. Die Kids hören tlw. gar nicht was ich sage, ignorieren es einfach oder bocken total dagegen.

Ich weiß, dass ich meinen Kids klare Grenzen setzten muß, doch häufig frag ich mich wie, bzw. was für Konsequenzen ich geben soll,, da diese doch im unmittelbaren zudammenhang stehen sollten mit dem was halt nicht klappt.

Zum besseren Verständnis ein Beispiel

Beim Essen wird nicht gespielt. Wer sich nicht dran hält ist fertig mit Essen.
Okay, das bekommen wir hin...

Doch was, wenn die Zähne nicht geputzt werden wollen?
Wenn, der Tisch nicht gedeckt werden will?
Wenn die Jacke/Schuhe nicht angezogen werden wollen?
Wenn nicht aufgestanden wird?
Wenn nicht ins Bett gegangen wird?

Wenn gar nicht gehört wird?

;( ;( ;( ;( ;( .heulw

Könnt grad nur noch heulen und schreiend im Kreis rennen .heulw

Weiß einer Rat?

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paulchen33

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2

Freitag, 5. November 2010, 08:25

auch dir trotz allem einen guten Morgen :-)



Nach dem was du schreibst denke ich, dass da einige Faktoren zusammenkommen die für das Chaos verantwortlich sind.

Zum einen das Alter der Kinder, mit 4 und 6 Jahren stecken sie sich Gegenseitig an mit Unfugmachen, ich weiß das aus Erfahrung. Sie sind altersmäßig sehr nah zusammen und wenn einer Mist baut macht der andre mit, das ist ganz normal.

Zweitens hast du noch einen Kurzen der einen Großteil deiner Aufmerksamkeit bekommt, das ist ganz natürlich, aber deine Großen merken das und fordern auf laute Art und Weise ihre Rechte an dir ein.

Als drittes vielleicht noch der Allgemeinzustand... wenn erst einmal Chaos herrscht ist es schwierig das in den Griff zu bekommen, es schaukelt sich immer weiter hoch durch eine gereizte, überforderte Mutter, durch Kinder die immer weniger Wissen was Recht und Ordnung ist. Soll nicht heißen, dass es bei euch so ist...aber im Schlimmsten Fall endet es halt so :-)

Ich würde an Deiner Stelle noch gar nicht über Konsequenzen nachdenken wenn irgendwas nicht klappt, sondern versuchen an dem Allgemeinzustand etwas zu ändern. Ruhe reinbringen, den Großen Aufmerksamkeit schenken wenn es denn mal klappt. Vielleicht kannst du ja den ganz Kleinen mal zu den Großeltern bringen und was Schönes mit den Großen unternehmen. Und wenn es nur ein schöner ausgedehnter Spaziergang oder Spielplatzbesuch ist, zeig ihnen dass sie mehr für dich sind als Störenfriede. Wichtig ist halt, sich für die Zwerge Zeit zu nehmen..und selbst die Ruhe und Gelassenheit zu bewahren, das färbt so auf die Kleinen ab !

Liebe Grüße

Pauli
Wenn du nichts hast, für das es sich zu sterben lohnt, lebst du nicht wirklich.

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Silbersterne (05.11.2010)

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3

Freitag, 5. November 2010, 08:29

wer keine zähne putzt kann nichts süßes mehr essen ....
wer keinen tisch deckt kann nichts essen, weil ohne teller eben kein essen ....
wer nicht schläft kann den nächsten tag halt nichts machen weil er nicht ausgeschlafen ist ....
wer keine schuhe und jacke anzieht, ja der geht eben ohne! meine tochter wollte sich morgens auch nie anziehen, ich habe dann einfach gesagt, kein thema, ICH bin angezogen und ich habe kein problem damit dich im schlafanzug im kindergarten abzuliefern, ich werde doch nicht von anderen kindern ausgelacht....
wer morgens nicht aufsteht weil er müde ist, der ist offenbar nciht ausgeschlafen und geht abends früher ins bett ...

da findet sich schon was - habe cih gelernt :-)

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Silbersterne (05.11.2010)

Silbersterne

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4

Freitag, 5. November 2010, 08:50

Pauline du hast es auf den Punkt getroffen!

Klar versuche ich mit jedem Kind etwas allein zu machen, das geht halt nur nicht jeden Tag. Oder ich mach was mit den Großen, der Kleine läuft ja noch viel nebenher.

Gestern waren wir Laterne basteln und es hat auch allen Spaß gemacht. Es war eine sehr spontane Akiton, ich hab dafür alles stehen und liegen lassen. Das muß doch dann noch gemacht werden, doch ich hab das Gefühl meine Kids bekommen nie genug und wollen dann dies noch und das noch und Mama hier und Mama da. Und dann wollen sie noch nicht mal den Tisch deckenhelfen und machen einen Aufstand, schreien aber Hunger Hunger. Manschmal denke ich ich bin für die kids nur noch ne Maschiene und diese Funktioniert jetzt noch nicht mal mehr gut...

@chaosnudel
Danke auch für deine Antwort.

Okay die Konsequenzen sind logisch und passen, doch wie setzt du das um?
Wenn ich den Kids sage,Kein Zähne Putzen = nix Süßes, das interessiert die abends oder morgens reichlich wenig und die Zähne werden dann in dem Moment trotzdem nicht geputzt...

Wer keine Schuhe an hat geht ebend ohne ... da freun sich meine Kinder drüber, die hassen Schuhe und Jacken, laufen ständig ohne drausen rum... ja auch jetzt bei diesem Wetter

Und das mit dem Früher ins Bett gehen hatte ich mir auch schon überlegt, doch damit setzt ich mich ja selbst auch noch unter druck, ich muß dann ja auch alles früher fertig haben (essen, erledigungen usw.), damit es überhaupt möglich ist die Kids früher ins Bett zu bringen...

Ich findes es einfach unheimlich schwer das alles umzusetzten. Wie schafft ihr das nur?

PS sorry für Rechtschreibchaos

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paulchen33

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5

Freitag, 5. November 2010, 09:09

Ich glaube als Maschine fühlt sich jede Mutter hin und wieder, man muss einfach immer funktionieren, eagl wie es einem geht.

Du solltest vielleicht versuchen, Strukturen in den Tag reinzubringen. Wenn eure Tage so ablaufen wie du grade schreibst (es liest sich als wärst du schon beim Schreiben total außer Puste) dann kann das alles nicht klappen. Leg einen Plan an von wann bis wann alles zu laufen hat..lass genug Zeit mit drin für Ruhepausen bzw. Puffer falls mal was länger dauert (kann immer vorkommen).

Und lass auch mal was liegen...nobody is perfect und wenn eben heut mal nicht allles blitzt und blinkt, aber deine Kinder glücklich ins Bett fallen war es das doch wert ?!

Arbeitest du ? Ich denke nicht, wg dem Kleinen. Dann hättest du doch wirklich die Vormittage um ein wenig Karft zu tanken, bzw. den Haushalt soweit abzuarbeiten, dass du mittags Zeit für die Zwerge hast.

Und gönn dir auch selbst mal Auszeiten, leg dich in die Badewanne wenn die Kinder schlafen oder geh aus wenn du einen Babysitter hast.

Vielleicht solltest du eine Mischung aus Konsequenzen wie sie Chaosnudel vorschlug und eine Änderung am Allgemeinzustand anstreben um das ganze in den Griff zu bekommen.

Bei Konsequenzen musst du dir nur im Klaren sein, dass sie so sein sollten wie sie heissen : Konsequent !! Ich kenne einige Eltern die denken sie wären Konseuqent wenn sie Strafen androhen...doch wenn diese dann nicht eingehalten werden geht der Schuss nach hinten los ! Deshalb ganz wichtig : Immer nur mit Konsequenzen drohen die auch wirklich eingehalten werden, sonst nehmen dich die Kinder gar nicht mehr ernst.

Liebe Grüße

Pauli
Wenn du nichts hast, für das es sich zu sterben lohnt, lebst du nicht wirklich.

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Silbersterne (05.11.2010)

feels

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6

Freitag, 5. November 2010, 11:26

Hallo! Ups, das klingt nach Chaos? Aber beruhige Dich, das ist normal, besonders in dem Alter wie Deine Kids sind!

Vorschlag! Wenn die Mäuse Abends im Bett liegen, such Dir etwas zum runterfahren! Lege Dir mal gedanklich oder auch auf einem Stück Papier alles einmal hin, was gerade gut läuft und was Du ändern möchtest bzw. Probleme siehst! Vielleicht eine Spalte "+" und die Andere Spalte "-"?



Versuche dann in aller Ruhe Punkt für Punkt in der Minusspalte abzuarbeiten! Wenn für einen Punkt einen ganzen Abend brauchst, macht nix! Dann mach die übrigen am nächsten oder übernachsten Tag! Bitte merke Dir, Du kannst nicht perfekt sein! Daran gehst Du kaputt! Zum Beispiel: Wenn die Bügelwäsche 1 Woche da steht, steht sie halt eine Woche da, na und! Setze Dich nicht unter Druck!

Tip Nummer Eins! Zeige nicht, dass Du Dich darüber ärgerst! Wenn die Mäuse Deinen wunden Punkt herausgefunden haben, bohren sie immer wieder in diese Wunde. Warum? Weil sie dadurch Deine ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen!

Tip Nummer Zwei: Verbote helfen nur bedingt und wirken nur einen bestimmten Zeitraum! Die Kids brechen irgendwann aus! Ich habe gelernt oder bin auch noch dabei, eine Art Frage-Antwort-Kommunikation aufzubauen. Sicher ist das bei einer faßt 13jährigen eine andere Ebene, als bei 6-9jährigen! Ich musste umdenken von der Kindebene auf die Teenieebene! Dennoch kannst Du ein 6jähriges Kind frage: Was passiert, wenn Du Dir Abends nicht die Zähne putzt? Im Web gibt es Bilder, welche Folgen der Zahnteufel haben kann! Auch Kindgerechte, aber wirkende Fotos! Zeig Deinem Kind sowas! ----- Frage auch deine Kids, was sie nicht okay finden und was sie stört? Vermittele Ihnen, dass Du auch nicht alles richtig machst, jedoch Dir ganz viel Mühe gibst etwas zu ändern! Schließt kleine Abmachungen, die logischerweise bei Nichteinhaltung auch kleine Konsequenzen haben! Wie gesagt, ich habe diese Altersebene bei Kindern verlassen müssen! Bei meiner zieht es mehr, wenn sie am WE bei einer Freundin übernachten möchte und hat aber nix für die Schule getan! Dann muss sie eben am frühen Abend wieder zu Hause sein! Und jetzt Supertalentzeit, was ja viel mehr Spaß macht, mit einer Freundin zu schauen, als mit dem Papa! Das funktioniert recht gut, jedoch gibt es immer wieder Neues an Reaktionen eines pubertierenden Mädchens!

Tip Nummer Drei: Ich vermute, Dein kleinstes Mäusel wird bei den Großen Ängste hervorrufen, eventuell zu kurz zu kommen! Versuche die Großen bei Kleinigkeiten mit einzubeziehen! Ich kann mich gut daran erinnern, als meine Tochter (damals 6) ihren kleinen Bruder füttern oder die Flasche geben durfte! Versuchs mal!

Ich kann das nachvollziehen, was bei Dir los ist! Gib mal bescheid wie es läuft, okay?



Lg der Feels
LG der Feels ;)

"...Es gibt nur einen Grund, warum Menschen nicht haben, was sie wollen: weil sie mehr an das denken, was sie nicht wollen. Achte auf Deine Gedanken, und achte auf die Worte, die Du aussprichst. Die meisten Menschen denken an das, was sie nicht wollen, und wundern sich, warum es ihnen wieder und wieder begegnet."(The Secret-Das Geheimnis)

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Silbersterne (05.11.2010)

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7

Freitag, 5. November 2010, 12:56

Vielleicht zum Trost für Dich!
Mein Großer, mittlerweile 20, war auch kein Zähneputzfanatiker. Ewiges Erinnern, Danebenstehen, Eieruhr hinstellen, Dabeibleiben....Du kennst das. Trotzdem hat er noch keinen kaputten Zahn.

Und weißt Du was, irgendwann begrüßen sich Mädels und Jungs in der Schule mit Küsschen(zu meiner Zeit undenkbar!) und da wird plötzlich drei mal am Tag Zähne geputzt, geduscht, Haare gewaschen, Socken regelmäßig gewechselt! Du wirst Dich wundern, wenn die Kids plötzlich mehr Kosmetika im Schrank stehen haben als Du und sich in den Drogerien so gut auskennen wie mit ihren Computern und Deine Wasserrechnung schlagartig in die Höhe schnellt.

Der Kleine macht jetzt das gleiche Spielchen. Nach dem abendlichen Spielen oder CD-Ansehen ist er schlagartig so müde, dass er nicht mehr putzen kann. Also fangen wir erst an zu spielen, wenn er "bettfertig" ist. Wenn er bummelt, muss das Spielen ausfallen. Das sage ich ihm, wenn ich merke, dass die Zeit so langsam wegtröpfelt und dann kommt er plötzlich in die Gänge.

Lass sie doch mal am WE ohne Jacke und Schuhe raus, fahr mit ihnen irgendwohin, macht einen Waldspaziergang. Die merken dann, dass Ihnen kalt wird und die Füße nass sind. Wähle ein Ziel aus, wo Du Dich nicht vor anderen Leuten rechtfertigen musst (die wissen nicht, worum es geht) und Du aber schnell nach Hause kommst, denn krank sollen die Mäuse ja bei der Aktion nicht werden. Sammelt Blätter, um die Wohnung zu dekorieren oder so.
Könnte mir vorstellen, dass das hilft.

Und für Dich: das , was feels schreibt.
Lass Dich nicht provozieren, bleib ruhig den Kids gegenüber und nimm Dir ein bissel Zeit für Dich.

Ich habe mir angewöhnt, mir bewusst zu machen, dass es so viele schöne Momente gibt.
Einfach mal auf eine Bank setzten, den Wolken nachschauen, in der Wanne ein Buch zu lesen oder Musik hören, den Kids beim Schlafen oder Toben zuzusehen.

Vielleicht kannst Du was vorlesen, wenn sie im Bett sind, aber nur, wenn die Zähne...

Noch eine Idee: Familienkonferenz. Jeder hat Redezeit und die anderen müssen zuhören. Man sagt, woran man Freude hat und was einen nervt. Und man kann Beschlüsse fassen, an die man sich hält.

Oder macht einen Plan: heute decken Mama und Kind 1 den Tisch, morgen Kind 1 ind Kind 2, übermorgen Mama und Kind 2....

Viel Gelassenheit wünsche ich Dir und viele Gelegenheiten, neben dem Stress auch die Schönen Dinge mit Deinen Kindern zu genießen!

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Silbersterne (05.11.2010)

Silbersterne

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8

Freitag, 5. November 2010, 21:20

Danke schön für die lieben Worte und Tips.

Ja im Moment habe ich das Gefühl, die Woche hat zu wenig Tage und der Tag zu wenig Stunden.... Zur Zeit sind so viele Extra-Termine. Laternelaufen gleich 2x, Zirkusvorführung in der Schule, Scheidung am Montag, Geburtstage und, und, und.

Wenn wirklich nur Alltag läuft bekomme ich alles einigermaßen hin, dann läßt sich auch eine Struktur erkennen ;)
Ich werd das mal mit dem Plan versuchen, dann behalte ich auch besser den Überblick

Arbeiten gehe ich noch nicht, mag noch gar nicht dran denken, doch im nächsten Jahr wirds wieder Zeit :wacko:

@feels: ich bügel schon seit dem Ersten Kind gar nicht mehr :D

Ich lass auch mal was an Hausarbeit liegen , gern auch die Wäsche, doch mir kommt es dann so vor, wenn man einen Tag mal nix gemacht hat, braucht man 3 Tage es wieder auf zu holen. Wahnsinn!

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Silbersterne

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9

Freitag, 5. November 2010, 21:43

Tip Nummer Eins! Zeige nicht, dass Du Dich darüber ärgerst! Wenn die Mäuse Deinen wunden Punkt herausgefunden haben, bohren sie immer wieder in diese Wunde. Warum? Weil sie dadurch Deine ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen!
Diese Erfahrung mußte ich leider schon machen.
Tip Nummer Zwei: Verbote helfen nur bedingt und wirken nur einen bestimmten Zeitraum! Die Kids brechen irgendwann aus! Ich habe gelernt oder bin auch noch dabei, eine Art Frage-Antwort-Kommunikation aufzubauen. Sicher ist das bei einer faßt 13jährigen eine andere Ebene, als bei 6-9jährigen! Ich musste umdenken von der Kindebene auf die Teenieebene! Dennoch kannst Du ein 6jähriges Kind frage: Was passiert, wenn Du Dir Abends nicht die Zähne putzt? Im Web gibt es Bilder, welche Folgen der Zahnteufel haben kann! Auch Kindgerechte, aber wirkende Fotos! Zeig Deinem Kind sowas! ----- Frage auch deine Kids, was sie nicht okay finden und was sie stört? Vermittele Ihnen, dass Du auch nicht alles richtig machst, jedoch Dir ganz viel Mühe gibst etwas zu ändern! Schließt kleine Abmachungen, die logischerweise bei Nichteinhaltung auch kleine Konsequenzen haben
Das mit den Fotos werd ich mal versuchen. Zumindest beim Großen.
Ja ich muß einfach wieder mehr mit den Kids reden...
Tip Nummer Drei: Ich vermute, Dein kleinstes Mäusel wird bei den Großen Ängste hervorrufen, eventuell zu kurz zu kommen! Versuche die Großen bei Kleinigkeiten mit einzubeziehen! Ich kann mich gut daran erinnern, als meine Tochter (damals 6) ihren kleinen Bruder füttern oder die Flasche geben durfte! Versuchs mal!
Ja auch das hatte ich mir fest vorgenommen und ist in meinem Chaos untergegangen.
Lass sie doch mal am WE ohne Jacke und Schuhe raus, fahr mit ihnen irgendwohin, macht einen Waldspaziergang. Die merken dann, dass Ihnen kalt wird und die Füße nass sind. Wähle ein Ziel aus, wo Du Dich nicht vor anderen Leuten rechtfertigen musst (die wissen nicht, worum es geht) und Du aber schnell nach Hause kommst, denn krank sollen die Mäuse ja bei der Aktion nicht werden. Sammelt Blätter, um die Wohnung zu dekorieren oder so.
Könnte mir vorstellen, dass das hilft.
Das werd ich ausprobieren, wollt eh mit den Kids in den Wald und mit dieser Idee geh ich auch bei miesem Wetter :D
Einfach mal auf eine Bank setzten, den Wolken nachschauen, in der Wanne ein Buch zu lesen oder Musik hören, den Kids beim Schlafen oder Toben zuzusehen.
Ja so war ich auch mal und ich wünsche mir so sehr dort wieder hin zu kommen. Meine Güte, es geht so schnell, dass man sich in seinem Alltag verliert ;( Danke, dass du mich wieder an diese Schönen Dinge erinnerst. Ich werde es beherzigen!
Noch eine Idee: Familienkonferenz. Jeder hat Redezeit und die anderen müssen zuhören. Man sagt, woran man Freude hat und was einen nervt. Und man kann Beschlüsse fassen, an die man sich hält.
Kenn ich, hab ich praktisch leider noch nicht hinbekommen.
Oder macht einen Plan: heute decken Mama und Kind 1 den Tisch, morgen Kind 1 ind Kind 2, übermorgen Mama und Kind 2....
Das hab ich grad heut mit den Kids besprochen :D
Viel Gelassenheit wünsche ich Dir und viele Gelegenheiten, neben dem Stress auch die Schönen Dinge mit Deinen Kindern zu genießen!
DANKE SCHÖN :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Silbersterne« (5. November 2010, 23:05)


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FrMüllerSchulz

unregistriert

10

Dienstag, 9. November 2010, 21:39

Grenzen setzen - aber wie?

Hallo!

Aus Mangel an Zeit konzentriere mich auf Deinen Ursprungsbeitrag, und lasse die darauf folgenden Beiträge außer Acht.
Ich möchte Dir – und allen anderen Interessierten - hier ein paar Tipps bzgl. „Grenzen setzen – aber wie?“ geben, die vielleicht helfen.

Keine Frage: es ist sehr wichtig, (liebevoll!) konsequent zu sein. Eine Konsequenz anzudrohen, sie dann aber nicht umzusetzen, ist auf Dauer eher schädlich als hilfreich. Daher - wenn möglich - zuvor immer erst überlegen: kann ich diese Konsequenz auch wirklich einhalten?


Sehr viele Eltern drohen dem Kind mit negativen Konsequenzen (Beispiel: nicht Zähneputzen, keine Süßigkeiten), die für das Kind eine reale Bestrafung bedeuten. Und nicht nur das. Das kindliche Gehirn kann ein „nicht“ nicht richtig verstehen. Wir alle kennen das berühmte Beispiel mit dem Elefanten: „Denke nicht an einen rosa Elefanten!“ - und schon denkt man doch an ihn. Daher sollte man versuchen, immer positive Formulierungen zu verwenden (z.B..: statt „Du sollst das Spielzeug nicht werfen!“ lieber „Ich möchte, dass Du das Spielzeug in die Kiste legst!“).

Somit ist es auch beim Grenzen setzen besser, positive Reize /Anregungen statt Strafe anzubieten, z.B. in Form von „Wenn... dann“ Beispiel:
Wenn Du es schaffst, Dich in Zeit xy (hier kann z.B. eine Sanduhr eingesetzt werden, gibt es in verschiedenen Größen) bettfertig zu machen - bitte bei Bedarf dabei unterstützen! - dann haben wir noch genügend Zeit für ... (z.B. zwei Geschichten statt eine vorlesen).

Statt einer Bestrafung erhält das Kind somit eine Belohnung für erwünschtes Verhalten. Anfangs dafür sorgen, dass das Kind es in jedem Fall schafft. Nach und nach wird der "Schwierigkeitsgrad" altersgerecht erhöht.
Kennt das Kind diese belohnende Situation, und schafft es nicht, sich in der vorgegeben Zeit bettfertig zu machen, bleibt die Belohnung konsequent aus, mit dem Hinweis: Leider haben wir jetzt keine Zeit mehr für... Morgen versuchen wir es noch einmal.

Und so kann man sich alle möglichen Belohnungssysteme ausdenken (das kann auch ein „Gut gemacht!“ sein.) Wichtig dabei ist, dass die Kinder diese auch wirklich als Belohnung wahrnehmen (bitte keine Süßigkeiten). Durch große Aufmerksamkeit für gutes Benehmen erhält man noch mehr gutes Benehmen. Sehr einfach, aber treffend.

Hier noch ein paar konkrete Tipps zum Grenzen setzen:
  1. Mit dem Kind auf Augenhöhe – also z.B. in die Hocke – gehen.
  2. Wenn möglich, das Kind anfassen (z.B. am Arm). So wird der Kontakt intensiviert und das Kind ist aufmerksamer. Darauf achten, dass das Kind einen ansieht.
  3. Mit ruhiger, aber bestimmter Stimme die Grenze benennen: „Emma, ich möchte, dass Du jetzt Deine Jacke anziehst!“ Meistens ist das schon ausreichend.
  4. Wenn nicht, dann die Grenze wie oben wiederholen und die Konsequenz bei Nichteinhaltung benennen: „Emma, zieh jetzt bitte Deine Jacke an! Oder möchtest Du lieber im Schlafanzug zum Kindergarten gehen?“
  5. Wenn das Kind sich dann immer noch nicht anzieht, geht’s im Schlafanzug (Klamotten mitnehmen) zum Kiga...
  6. Zieht sich das Kind an, nicht vergessen, es zu loben!
Oberstes Gebot ist: Gelassenheit bewahren!
Ich weiß, dass ist einfacher gesagt als getan. Schont aber die Nerven. Nobody is perfect.

Zu den konkreten Situationen, die Du nennst, fällt mir spontan ein:

Wenn, der Tisch nicht gedeckt werden will?
Einmal Tischdecken (oder andere Tätigkeit) ergibt ein Sternchen oder anderes (z.B. als Sticker) auf einem schönen Plan. Kann man kaufen oder viel schöner: mit den Kindern gemeinsam gestalten. Wer xy Sticker (nicht zu viele, die Belohnung sollte zeitlich nicht zu fern erscheinen) gesammelt hat, darf sich z.B. ein kleines (!) Geschenk aussuchen (das muss nichts Materielles sein, vorstellbar ist z.B. auch, dass das Kind seine Lieblingssendung gucken darf oder so etwas).


Wenn nicht aufgestanden wird?
Ist das Kind schlicht und ergreifend zu müde? Bekommt es ausreichend Schlaf? Wird es liebevoll geweckt?
Hier kann ein schönes Ritual helfen. Ihr könntet z.B. vereinbaren, dass sie zuerst - noch eingekuschelt - eine kurze Geschichte vorgelesen bekommen, dann aber aufgestanden werden muss. Oder halt einfach nur kuscheln und erzählen (z.B. Habt Ihr gut geschlafen? Was habt ihr geträumt? Worauf freut ihr euch heute besonders? etc).
Danach wird aufgestanden.

Wenn nicht ins Bett gegangen wird?
Hier kenne ich persönlich kein Pardon. Es wird ins Bett gegangen, wenn ich es sage, weil ich ausreichend Schlaf extrem wichtig finde.
Auch hier hilft ein schönes Ritual, dass jeden Abend (anfangs ohne Ausnahme) zur gleichen Zeit identisch abläuft (z.B. gemeinsam gemütlich und mit ausreichend Zeit zu Abend essen (vielleicht mit einer Kerze auf dem Tisch?), bettfertig machen, danach Geschichte vorlesen, Buch gucken, etc. Immer liebevoll in den Schlaf verabschieden). Nach einer gewissen Zeit, wenn der Ablauf absolut sitzt, kann man auch ab und an Ausnahmen machen (z.B. am WE). Aber Ausnahmen sollten auch solche bleiben.

Wenn gar nicht gehört wird?
Hier sind wir nun an einem Punkt angelangt, der sich leider pauschal nicht beantworten lässt. Mein erster Impuls ist: Wenn das Kind gar nicht hört, läuft irgendetwas nicht rund. Hierzu müsste man sich Deine spezielle Situation genauer ansehen.


Vielleicht helfen Dir ein paar Fragen weiter:
  1. Bekommen Deine Kinder genügend positive Aufmerksamkeit?
  2. Lässt Du Dich immer wieder auf Machtkämpfe ein?
  3. Grenzt Du Deine Kinder zu sehr ein?
    Bei eher unwichtigen Entscheidungen dürfen die Kinder auch ruhig mal selbst entscheiden (z.B. zwischen zwei Alternativen wählen). Damit haben sie das Gefühl, beachtet und ernst genommen zu werden.
  4. Bist Du konsequent und stringent in Deinem Verhalten?
  5. Lebst Du Deinen Kindern Verlässlichkeit vor?
  6. Habt Ihr einen klaren Tagesablauf?

  7. Besonders wichtig: Tankst Du zwischendurch genügend Kraft auf?
So, ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen. Bitte verstehe diesen Beitrag als Anregung. Jede/r muss seinen ganz eigenen Weg und Erziehungsstil finden.

Viel Kraft wünsche ich Dir!! Und denke daran: Nobody is perfect! Weder unsere Kinder noch wir selbst müssen päpstlicher sein als der Papst... :)

Lieben Gruß

P.S.: Eigentlich halte ich nicht besonders viel von Erziehungsratgebern. Aber es gibt ein Buch, von dem ich finde, das es bei jeder Familie mit kleinen Kindern im Regal stehen sollte: „Die neue Elternschule. Kinder richtig verstehen – ein praktischer Erziehungsratgeber.“ von Margot Sunderland. Wirklich sehr empfehlenswert.

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