Hallo Schneckenhaus!
Also erst einmal vorweg: ich denke nicht, dass in dieser Situation bereits ein Profi wie z.B. ein/e MediatorIn nötig ist. Ich vertraue auf den gesunden Menschenverstand...
Ich hatte ähnliche Gedanken wie meine Vorrednerin buwa. Seine Partnerin hat bestimmt gute Gründe, warum sie bei einem nächsten Treffen dabei sein möchte. Immerhin hat ihr Partner ihr das erste Treffen verheimlicht - sicher nicht ohne Grund - was für mich einer Lüge gleichkommt. Für Euch alle - aber eben auch für sie - ist das eine vollkommen neue Situation. Vielleicht kannst Du Dich in Ihre Lage versetzen: sie ist - vielleicht schon seit vielen Jahren - mit Ihrem Partner zusammen und plötzlich ist da eine Tochter... Wäre das nicht auch für Dich merkwürdig?
Doch ist es nicht Deine Aufgabe, Dir anderer Leute Kopf zu zerbrechen. Im Grunde geht es nämlich gar nicht darum, was sie denkt oder fühlt. Es ist auch NICHT Deine Aufgabe, die Zwickmühle Deines Ex zu beenden - sondern seine eigene.
Viel interessanter finde ich, was diese Situation mit DIR macht. Du schreibst - ich zitiere:
"Meine einzige Chance sehe ich darin, das ich drohe das er seine Tochter dann nicht mehr sehen kann, da er sie nur noch sehen will wenn seine Freundin dabei ist...... aber damit tu ich meiner Tochter weh....."
Ich möchte Dir ein paar Fragen stellen. Vielleicht werfen Deine Antworten (und die sind nur für Dich bestimmt, nicht fürs Forum) ein neues Licht auf die Situation:
Wenn es soweit käme, dass er seine Tochter nicht mehr sehen dürfte - Welche Vorteile hättest Du dadurch? Und welche Nachteile? Wäre Dir damit geholfen?
Unter welcher Situation würde Deine Tochter mehr leiden? Dass sie ihren Vater nicht mehr sehen kann, oder dass sie einen neuen Menschen kennenlernt?
Wenn die Freundin bei dem nächsten Treffen anwesend wäre - Was könnte allerschlimmstens passieren? Versuche es Dir in Gedanken genau auszumalen. Und dann stelle Dir die Frage: Wie wahrscheinlich ist es, dass das tatsächlich passiert? Und: wie könntest Du mit den Konsequenzen daraus umgehen?
Wenn die Freundin beim nächsten Treffen anwesend wäre - Was wäre das Schönste, was passieren könnte? Versuche auch dies Dir in Gedanken genau auszumalen. Und dann stelle Dir die Frage: Wäre es nicht schade, wenn es gar nicht erst zu dieser Möglichkeit käme?
Wenn Du Dich noch weiter in die Zukunft denkst: Was macht der Gedanke mit Dir, dass eine neue Frau zeitweise an der Seite Deiner Tochter geht? Ruft er Ängste in Dir hervor? Welche Möglichkeiten fallen Dir ein, damit umzugehen?
Des Weiteren schreibst Du:
"Ich möchte die beiden persönlich treffen, ohne Kind, um zu klären wie es in Zukunft weiter gehen soll, wie die beiden sich das in Zukunft vorstellen, wo man sich treffen könnte....ach all so was halt....aber ich bekomme keine Chance...
Die Freundin kennt weder Dich noch die Tochter. Wie kann sie sich eine Zukunft vorstellen von etwas, was sie nicht kennt? Und wenn es sich für die Freundin als unmöglich darstellt, wie kann sich dann ihr Partner entscheiden?
Was macht die Vorstellung mit Dir, dass Ihr Euch alle vier (Tochter, Vater, Partnerin und Du) an einem neutralen Ort trefft (z.B. eine nette Eisdiele - da gibt es ja auch Kaffee

). Ihr könntet Euch alle ein wenig "beschnuppern", Euch unterhalten, Euch langsam kennenlernen. Danach - wenn es guttut - könnte ja Tochter mit Vater noch alleine etwas unternehmen. Und wer weiß - vielleicht verstehen sich die Frauen so gut, dass sie noch gemeinsam spazieren gehen...

Wenn nicht, dann halt nicht...
Noch ein Rat: setze Dich selbst nicht so sehr unter Erfolgsdruck. Versuche nicht alles schon im Voraus zu planen. Versuche ein wenig, auf den Lauf der Dinge zu vertrauen. Alle Mögliche kann passieren - auch Gutes!
Ich wünsche Euch alles Gute!! Ich bin mir sicher, dass Du einen für Dich guten Weg finden wirst.