Hier kommt der Widerstand!
Mir geht es nicht um die Richtigkeit der Aussage, dass Kinder Väter brauchen, sondern um den unreflektierten Gebrauch der 70% als Keule gegen Mütter, und der damit einhergehenden Aussage, der fehlende Vater fehlt auf jeden Fall durch die Schuld der Mutter und die alleinige Erziehung (durch die Mutter ) sei ursächlich für Kriminalität. Z.B. trennen sich einige ja auch erst, wenn das Kind schon 15 oder 16 ist, da hatte der Vater doch lange genug Zeit grenzsetzend, vorbildhaft und erzieherisch tätig zu sein (nur als
ein Beispiel ).
Ich halte nicht die Aussage für falsch, aber die Argumentation.
Zudem stellst du ja selbst voran, das du „leider mit Bestürzung feststellen musst, dass
vielen Frauen die Wichtigkeit und Bedeutung der Beziehung des Kindes zum Vater
offensichtlich nicht bekannt ist bzw. einfach ignoriert wird.“, danach dann gleich - klatsch- 70% ... -das ist für mich eine eindeutige, einseitige Schuldzuweisung an die Mütter und das lese ich so nicht zum ersten Mal.
Bin zwar selbst nicht betroffen, aber ich kenne da auch einige Väter, denen nich bewusst ist, wie wichtig sie für ihr Kind sind ( aber auch sehr viele Väter, denen ihre Wichtigkeit fürs Kind bewusst ist und keine einzige Mutter, die den Umgang behindert ). Welche Frauen meinst du denn damit? Und wie viele sind das im Vergleich zu denen, die um Umgang bemüht sind oder ihn zumindest nicht behindern?
Hier ein
Link zu einem Zeitungsbericht über die Schweizer Studie. Mich würde jetzt mal die Quelle der 70% interssieren, wie hat man das festgestellt? Ich finde im Internet keine Quellen..
Dann gibt es z.B. eine englische Studie über Hooligans, die zu dem Ergebnis kommt, dass bei dem größten Teil der Hooligans die Väter ein schlechtes Vorbild waren ( weil selbst gewalttätig usw.. )..
Kann natürlich sein, dass hier einige Hooligans aus getrennten Familien kommen, trotzdem wurde eben etwas anderes befragt, mit einem ebenfalls eindeutigen Ergebnis.
( ich such mal, ob es das auch im Internet gibt )
Ich bin gar kein Statistikfanatiker, aber die Macht der Statistik ist groß und das zustandekommen der Zahlen wird selten gründlich hinterfragt.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »yuli« (4. Februar 2011, 10:17)
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