Hallo :ger :ger
Ich möchte auch kurz noch was dazu schreiben.
Als ich nach Essen gezogen bin, habe ich nach einer Schule für unsere Tochter (1.Klasse- also Grundschule) gesucht und bin dann direkt auch an die Schule gelangt, die für unser Einzugsgebiet ist...In unserem Stadteil ist ein sehr hoher Ausländeranteil..Der Direktor hat mit mir sehr offen darüber gesprochen und ich fand , es ist eine super Möglichkeit für das Mädchen Toleranz zu lernen. Nun muss man als Mutter auch tolerant genug sein, es zu akzeptieren das an dieser Schule über 70 % der Kinder einen Migrationshintergrund haben.Die Kinder kommen aus unterschiedlichen Ländern, ein Großteil kommt aus dem arabischen Sprachraum, meist aus dem Libanon, viele Kinder kommen aus dem türkischen Sprachraum. Hinzu kommen Kinder aus ganz unterschiedlichen Ländern wie Sri Lanka, Indien, Ghana, Togo, Marokko, Tunesien, Polen, Serbien, Albanien, Portugal, Bosnien, Syrien, Irak, Iran etc. Ich glaube es gibt keine Nation die an der Schule nicht vetreten ist.....
Aber....der Schulleiter, die Lehrer und die Pädagogen aus dem Ganztag haben alles im Griff...Zum Beispiel mit verschiedenen schulischen und außerschulischen Angeboten..Der MSU ist ein besonderes Angebot für Schülerinnen und Schüler, die zweisprachig in Deutsch und in einer anderen Sprache aufwachsen und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Grundschule sowie der Sekundarstufe I.
Der muttersprachliche Unterricht wird zusätzlich zum Pflichtunterricht erteilt.
Leitziel des Unterrichts ist es, die Fähigkeiten der Schüler, sich in der Muttersprache mündlich und schriftlich zu verständigen, zu fördern. Weiterhin vermittelt der MSU Kenntnisse, die für das Verständnis von Gesellschaft und Kultur des Herkunftslandes erforderlich sind.
Das Schulleben sollte so gestaltet werden, das es eine entsprechende Atmosphäre geschaffen wird. Feste sind Multi- Kulti z-B. mit essen aus aller Herren Länder ( wie man so schön sagt)..Die Lehrer untereinader haben ein gutes Auskommen, leben es den Kindern vor..Denn nicht alle Lehrer sind Deutsche bzw deutschsprachig.....
Und all das, bin ich der Meinung , führt dazu das man bedenkenlos sagen kann...Ich würde es immer wieder tun....ich würde es jeden raten. Auch für mich sind solche Zusammentreffen mit den Eltern immer wieder interessant...
Und zum Thema Sprachentwicklung: mein Gott, dann lernen die Kinder nebenbei und spielerisch eben noch die 2. oder 3. Fremdsprache.. Na und? Ich bin der Meinung das kann nicht schaden.. Unsere Tochter hat in deutsch eine 1....Die Klassenkameraden haben ihr da sicher nicht geschadet.

..Hätte ich wieder die Wahl: Ich würde wieder so entscheiden....
LG Wonni :ger :ger