Hallo Luca,
die ersten Besuche meines Kleinen bei seinem Vater waren entspannt (da war der Kleine erst 14 Monate alt). Ab dem 2 Geburtstag, als die 2-wöchigen Wocheneden mit Übernachtung statt gefunden hatten, war es reinster Terror und das volle Programm. Nicht schlafen wollen, Fernseh gucken wollen, hauen, beißen, schreien, nonstop Süßigkeiten essen wollen, in der Kita andere Kinder schubsen oder beißen, nur in meinem Bett schlafen, schreiend in der Nacht aufwachen oder der Spruch "bei Papa darf ich das"... usw.

Sonntag Abend, Montag und Dienstag, ab Mittwoch ging es dann wieder.
Ich war am verzweifeln, wurde von der Kita auf das Benehmen des Kleinen angesprochen

, es war eine schwierige Zeit. Da mein Ex-Partner auch noch sämtliche Regeln, die hier gelten, bei sich ausser Kraft gesetzt hat, wusste ich nicht weiter. Klar er möchte ihn verwöhnen, der liebe Vater sein. Irgendwo kann ich es verstehen...
Ich hatte das Gefühl, meinen Sohn gut erzogen zu seinem Vater zu geben und ab Sonntag Abend war es, als ob ich von vorne anfangen müsste, bis zum kommenden Besuchswochenende... So war es knapp 9 Monate. Im Nachhinein kann ich nur raten, ruhig bleiben, nicht schimpfen, dem Kind erklären das es zu hause anders ist als bei Papa und vor allem zeigen, dass man da ist und es sehr lieb hat. Ganz wichtig: nicht vor dem Kind den Vater die Schuld geben. Tür vom Kinderzimmer auflassen, evtl. ein kleines Licht brennen lassen und sagen: Du schläfst in deinem Bett, Mami ist da, Du brauchst nur zu rufen. Das hat bei uns funktioniert.
Im Ganzen braucht man (auch wenn es manchmal schwer fällt) Gelassenheit, Ruhe und viel Geduld.
Mit fast 4 Jahren ist alles überstanden und es gibt keinerlei Probleme nach den Besuchswochenenden mehr. Er weiß, bei Papa darf er dies oder jenes, hier ist es halt anders.
Lg
lenopa