Dienstag, 22. Mai 2012, 20:54 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren
Gruppen

Gruppen und soziale Netzwerke nach Regionen und Themen
Regionale Gruppen

Urlaub Single mit Kind

Silvester 2011
30.12. bis 2.1.2012

Chat für Alleinerziehende

Du suchst Erfahrungsaustausch, oder willst gerne nette Leute kennenlernen? - Hier gehts zu unserem Chatroom.

Wer macht was?

jea
22.05.2012
um 11:01 Uhr
och @robeki die haben einen extrem vorteil........................ kannste glauben
 
Was machen Andere?

Kontrollzentrum
Neue Benutzer

Tina77 (Heute, 17:10)

cupcake. (Heute, 01:06)

lijoa (Gestern, 21:50)

Heidelbeere12 (Gestern, 13:33)

Launi (Gestern, 13:08)

Umfrage

6%

manchmal

92%

nein

2%

ja

Insgesamt 65 Stimmen
Neu in der Galerie
von mona84

Luca

Anfänger

Beiträge: 20

Danksagungen: 27

Wohnort: im Lippischen

1

Montag, 11. Juli 2011, 20:25

Immer Ärger nach Umgang

Guten Abend
Menno, jedesmal, wenn der Vater den Sohn gesehen hat, egal, ob nur hier oder ob er ihn mitnimmt und wie das PRogramm war, gibt es anschließend abends Terror. Der Zwerg will partout nicht schlafen "Ich WILL aber noch das Buch xyz", Ich WILL in Deinem Bett schlafen", "*einfachnurheulen*"
Ich versteh nicht, warum. Es nervt und ist anstrengend. Da hatte ich gerade durchgeboxt, dass Zwerg zu einer bestimmten Zeit in SEINEM Bett einschzuschlafen hat, nach dem Abendritual in seinem Zimmer bleibt und nun fange ich von vorne an und das Drama ist heftiger als zuvor.
Ich glaube nicht, dass der Vater (bewußt) irgendwas verbockt, das ist die Reaktion des Kindes. Aber worauf? Er kennt es gar nicht anders. Gut, vor der Trennung, wäre sein Vater natürlich hier, aber der war eh neun von zwölf Monaten unterwegs. Ich merke, dass der Zwerg beginnt zu registrieren, dass da etwas anders ist, als bei anderen, dass er Verlustängste hat und sehr klammert. Aber ich kann deswegen doch nicht den Kontakt einschränken. Darf ich ja auch gar nicht. Nur, wie federe ich so eine Reaktion ab? Die beruht ja auf Ängsten? Was läuft da?
Gruß, Luca

Es haben sich bereits 4 Gäste bedankt.

Cristl

Profi

Beiträge: 232

Danksagungen: 232

2

Montag, 11. Juli 2011, 20:50

Huhu,
also ich kenne das auch. Die Mädels sind anders nach jedem Umgang:
die Große: zunächst überangepasst und fröhlich dann zerstreut, aufgewühlt, kennt ihre Grenzen nicht mehr, triezt die Kleine hintenrum (mehr als sonst ;-), hört nicht auf mich...
die Kleine: bekommt wieder heftige Wutanfälle wegen unerklärlichen Kleinigkeiten..., schläft nur ein wenn ich neben dem Bett sitze (ziehe mich dann Tag für Tag ein Stück mehr zurück), will ständig getragen werden, klammert...

Gerade heute hatte ich ein Gespräch bei der EB und kam am Schluss auch noch kurz darauf.
Sie meinte das wäre ganz normal und muss nicht damit zusammenhängen das die Papa-Zeit sie irgendwie belastet hätte. Die Kinder merken einfach, dass es dort und daheim einfach anders ist. Die Umstellung fällt ihnen nicht einfach und sie müssen es lernen, damit umzugehen. Das tun Kinder je nach Alter und (kognitiven) Fähigkeiten anders. Die Kleine kann es mit dem Verstand noch nicht erfassen und lebt es über weinen und klammern aus. Sie müssten sich auch rückversichern, dass zuhause noch alles beim Alten ist, das man da ist und sie "hält". Sie brauchen dann das mehr an Zuwendung und Halt einerseits aber die gleichen Regeln andererseits...
(Hätte ich jemand anders wohl auch so sagen können, bei den eigenen Kindern macht man sich aber ja immer mehr Sorgen und sieht nicht so klar...).
Es tat mir gut das heute aus fachkundigem Mund so klar zu hören. Gibt mir mehr Ruhe und Gelassenheit...

Jetzt hab ich das Zitieren vergessen und machs mit C&P:

Zitat: Ich merke, dass der Zwerg beginnt zu registrieren, dass da etwas anders
ist, als bei anderen, dass er Verlustängste hat und sehr klammert.

Gib ihm den Halt den er braucht. Wie lange dauerts denn, bis er sich wieder umgestellt hat?

Zitat: Aber ich kann deswegen doch nicht den Kontakt einschränken.

Nee, er wird mit zunehmendem Alter lernen, mit dem wechsel flexibler umzugehen.

Zitat: Nur, wie federe ich so eine Reaktion ab? Die beruht ja auf Ängsten? Was läuft da?

Gib ihm Sicherheit durch deine Nähe und Liebe, bewahre Ruhe (geht leichter, wenn du dir sagst, dass es die Umstellung ist ganz wertfrei...), fordere aber auch weiter die Regeln die immer gelten ein, genauso konsequent...

Gruß Cristl
LG Cristl

Zitat

Auch aus Steinen,
die einem in den Weg gelegt werden,
kann man Schönes bauen.

(Johann Wolfgang von Goethe)
Man gebe mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen die ich nicht ändern kann!!! 8|

Es haben sich bereits 4 Gäste bedankt.

airam

*AE.net -Wetterfee*

Beiträge: 1 552

Danksagungen: 918

3

Montag, 11. Juli 2011, 20:54

Hallo luca :)

Ich denke dies ist ein ganz normaler Entwicklungsprozess bei Deinem Sohnemann :) Das Alter ist 3 Jahre ... oho da entwickeln die kleinen Herren und Damen gerne mal eine Eigendynamik, testen aus, wie weit sie gehen können -- entdecken und erfahren ihre Grenzen neu ... es wird evtl sogar verstärkt, dadurch, daß jetzt der Umgang anders stattfindet, als zuvor (unter Umständen regelmäßiger - wenn Ex vorher nicht so häufig da war). Wie auch immer, wie läuft es denn in der Regel ab wenn er wiederkehrt oder die Umgangszeit beendet ist ? -- Vll. sucht Dein Sohn ja auch nur einen festen Punkt ... Bleibe konsequent bei den Sachen die Du mit ihm bereit erarbeitet hast (ist ja ein Riesenlernprozess für den Kleinen), führe ein, okay 1 Geschichte wenn Du vom anderen Elternteil wiederkehrst (nicht mehr und nicht weniger) aber dann wird geschlafen ... Kinder testen wie gesagt gerne aus, wie weit sie gehen können :) ...
Wenn Du konsequent bleibst (mehrere Tage) wird er die Grenzen lernen, es bedeutet nicht, daß Du jetzt immer nachgeben sollst, nur weil er versucht Grenzen zu erweitern, weil Du vll. gerade dann etwas weicher gestimmt bist, und Dir evtl. Sorgen gemacht hast, wie´s ihm wohl beim anderen Elternteil ergangen ist. Die Grenzen die Du somit setzt, sind Haltepunkte fürs Kind "Es ist alles beim alten ... hier ist alles okay usw."

Kopf hoch und viel Kraft
Gruß airam
:rot "Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." (Laotse)
... : iwn ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »airam« (11. Juli 2011, 21:03)


Es haben sich bereits 4 Gäste bedankt.

lenopa

Anfänger

Beiträge: 22

Danksagungen: 26

Wohnort: Bad Segeberg

4

Montag, 11. Juli 2011, 21:21

Hallo Luca,
die ersten Besuche meines Kleinen bei seinem Vater waren entspannt (da war der Kleine erst 14 Monate alt). Ab dem 2 Geburtstag, als die 2-wöchigen Wocheneden mit Übernachtung statt gefunden hatten, war es reinster Terror und das volle Programm. Nicht schlafen wollen, Fernseh gucken wollen, hauen, beißen, schreien, nonstop Süßigkeiten essen wollen, in der Kita andere Kinder schubsen oder beißen, nur in meinem Bett schlafen, schreiend in der Nacht aufwachen oder der Spruch "bei Papa darf ich das"... usw. .heulw Sonntag Abend, Montag und Dienstag, ab Mittwoch ging es dann wieder.
Ich war am verzweifeln, wurde von der Kita auf das Benehmen des Kleinen angesprochen :cursing:, es war eine schwierige Zeit. Da mein Ex-Partner auch noch sämtliche Regeln, die hier gelten, bei sich ausser Kraft gesetzt hat, wusste ich nicht weiter. Klar er möchte ihn verwöhnen, der liebe Vater sein. Irgendwo kann ich es verstehen...
Ich hatte das Gefühl, meinen Sohn gut erzogen zu seinem Vater zu geben und ab Sonntag Abend war es, als ob ich von vorne anfangen müsste, bis zum kommenden Besuchswochenende... So war es knapp 9 Monate. Im Nachhinein kann ich nur raten, ruhig bleiben, nicht schimpfen, dem Kind erklären das es zu hause anders ist als bei Papa und vor allem zeigen, dass man da ist und es sehr lieb hat. Ganz wichtig: nicht vor dem Kind den Vater die Schuld geben. Tür vom Kinderzimmer auflassen, evtl. ein kleines Licht brennen lassen und sagen: Du schläfst in deinem Bett, Mami ist da, Du brauchst nur zu rufen. Das hat bei uns funktioniert.
Im Ganzen braucht man (auch wenn es manchmal schwer fällt) Gelassenheit, Ruhe und viel Geduld.
Mit fast 4 Jahren ist alles überstanden und es gibt keinerlei Probleme nach den Besuchswochenenden mehr. Er weiß, bei Papa darf er dies oder jenes, hier ist es halt anders.
Lg
lenopa

Es haben sich bereits 1 registrierter Benutzer und 4 Gäste bedankt.

Benutzer die sich bedankten:

Cristl (12.07.2011)

Zur Zeit sind neben Ihnen 629 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

15 Mitglieder und 614 Besucher

airam, aufdemland, feels, Georg1211, Hannafee, hoppala_iez, jea, Karli, Lijana, lijoa, Moni42, robeki, sonnenkinder62, Steffen40, thomas0123