Hallo Ghostwriter
So jetzt melde ich mich doch zu Wort : Ich habe die Postings ja mitgelesen, und habe zunächst abgewartet ...
Für mich hat Deine hier gewählte Überschrift ein wenig Symbolcharakter gerade ...
Was ist normal?
Für mich auffällig :
-Ihr seid getrennt, Tochter (5) wohnt beim Vater, Sohn (3) mit Dir gemeinsam im Frauenhaus
-Bei Krankenhausaufenthalt Deinerseits wurden beide Kinder badenderweise mittels Polizeit aus dem Haus des Vaters geholt, und nur mit Windelhose bekleidet mitgenommen
-Am Anfang berichtest Du nur von Erziehungsproblemen mit dem Kleineren ... über die Tochter wird nichts gesagt,
- Jetzt geht es um Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht ... Das Jugendamt äußert Bedenken das Du auch die Tochter bekommst, Deine Anwältin versucht, zumindest das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu erreichen, damit Tochter in eine Pflegefamilie kommt ... Du meinst aber mit beiden Kindern zurecht zu kommen
Was spricht gegen eine Pflegefamilie für Dich, wenn die Situation wie jetzt hier zusätzlich oben beschrieben ist ? -- Du machst Dir nun Gedanken, ob das alles normal ist ...
Eine sehr gute Frage : Kinder sind unterschiedlich entwickelt ... das sollte man nicht vergessen, ggfs. auch durch eine Trennung selber in der Entwicklung durcheinandergebracht.
-Es gibt durchaus Kinder die von der Motorik noch nicht so ausgereift sind, daß sie Schwierigkeiten haben Jeansknöpfe zu betägigen, falls sie noch nicht ganz trocken sein sollten, ist es eine Bombensache dem Kind (das geht wohl im Regelfall nur ohne viel Gelächter wenns ein Mädel ist) zu ermöglichen diese, motorische Unfähigkeit mittels Rock/Kleid und Strumpfhose zu kaschieren, denn Kinder können grausam sein, wenn sie sehen es ging woanders in die Hose, weil die Knöpfe nicht aufgingen ... Dafür gibt es aber Therapieformen wie Erogtherapie (welche der Motorik dienlich sind) ...
-Nächtliches Inkotinenzmaterial tragen kann durchaus sinnvoll sein, es gibt sehr viele Kinder die lange Zeit nachts noch inkontinent sind (so etwas wird aber auch ggfs. durch den Kinderarzt abgecheckt und bescheinigt) - dieses ist aber nicht unbedingt altersabhängig ...
-Sprachheiltherapie wird im Regelfall ebenfalls über den Kinderarzt verordnet , vor allem wenn die U´s regelmäßig durchgeführt wurden, sind die Sprachprobleme einer 4-jährigen auch bekannt, und es wird gegengesteuert werden (mittels Verordnungen)
Für mich stellen sich viele Fragen sobeben: Aus der Ferne ist so etwas alles immer schwer zu beurteilen ...
-Wie weit ist Deine Tochter vom Entwicklungsstand her ? ... Sind Wahrnehmungstörungen diagnostiziert?
Sind Entwicklungsverzögerungen vorliegend ? ... Liegt eine Grunderkrankung vor ?
-Wie lange seit ihr denn nun wirklich getrennt ? -- Das wird mir nicht so ganz klar: Im Posting mit dem Sorgerecht stand etwas von: "Bevor ich ging, habe ich ihn monatelang angebettelt mit mir über die Trennung zu reden "...
Warum hast Du dann nur den Sohn mit ins Frauenhaus genommen (dort werden auch Mütter mit 2 Kindern aufgenommen)...
Du bist im Frauenhaus, hast Erziehungsberatungstermin gemacht (für Dich und Sohn denke ich jetzt mal zunächst) ... Das Jugendamt ist seit längerem involviert ... Du hast Stellen bereits vor Ort, ich denke aufgrund Deiner eigenen Erkrankung wirst Du auch von dort in irgend einer Form Unterstützung haben (wäre zumindest sinnvoll, denn sonst wären ja viele Sachen worüber Du Dir nun Gedanken machst unter Umständen hinfällig ) ... Das Frauenhaus hat Dir zu einer Beratung bei Wildwasser oder so geraten ... Für mich ehrlich gesagt : Sie werden wohl zu einer Beratung angeraten haben, aber ich denke doch eher nah vor Ort oder ? Weil "oder so" gibt es eigentlich nirgends ... Ich würde Dir eher zu einer Beratung vor Ort raten ... und zwar dringend
Neutrale Beratungsstellen gibt es so gut wie überall und das sogar in recht zahlreicher Form ... einfach mal bei google zum Beispiel den Begriff Beratungsstelle eingeben mit Deinem Ort, wo Du derzeit steckst, und dann werden Dir mit Sicherheit einige Stellen angezeigt ... Ggfs. helfen Dir dort aber auch gerne die zuständigen Leute weiter, mit denen Du ja bereits zusammenarbeitest !
Bezüglich Deines letzten Satzes hier ... ja es hilft darüber zu reden, und ggfs. auch Kritik einzustecken, es muss aber auch eine Bereitschaft da sein ... bei getrennten Paaren ist es oftmals sehr schwierig, zu erkennen: Ist dies eine berechtigte Erziehungsanzweiflung, oder aber werden eigene Stärken hervorgehoben um die Schwächen des anderen umso deutlicher zu machen ... In sehr vielen Fällen wird aber auch das was ein/e Ex/e sagt oder meint bezügl. der Erziehungsmethode des/der anderen Ex-en nicht unbedigt als tatsächliche Sorge um´s Kind empfunden, sondern als Einmischung und somit Angriff auf einen selber ...
Für Außenstehende, nicht involvierte ein oftmals nicht durchschaubarer Schauplatz mit vielen Nebenschauplätzen ...
Ganz viel Kraft und wie gesagt ... Suche Dir Profihilfe vor Ort !
lg airam
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »airam« (25. September 2011, 08:35)
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