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Umfrage

6%

manchmal

92%

nein

2%

ja

Insgesamt 65 Stimmen
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von mona84

Ghostwriter

Anfänger

Beiträge: 5

Danksagungen: 3

Wohnort: Baden-Württemberg

1

Samstag, 24. September 2011, 22:54

Was ist normal?

Hallo!
Wenn mein Sohn eingeschlafen ist und ich zur Ruhe komme, denke ich immer an meine 5 jährige Tochter.
Meine Tochter liebt ihren Vater sehr. Würde man sie fragen, würde sie wahrscheinlich bei ihm bleiben wollen. Wenn ich wüsste, es geht ihr dort wirklich gut, wäre es auch für mich in Ordnung.
Nur sind da manchmal Situationen die mir merkwürdig vorkamen und ich weiß nicht, ob ich einfach grad Spinne oder wirklich Besorgnis haben muss. Nächsten Monat habe ich da auch ein Termin bei der Erziehungsberatungsstelle. Davor habe ich den Anwaltstermin, wo wir einige Anträge durchgehen und ich weiß nicht, ob ich da schon was sagen sollte oder doch erstmal den Termin zur Erziehungsberatungsstelle abwarten sollte.
Meine Tochter ist 5 und mein Sohn ist gerade 3 geworden. Er kauft ihr 2 Geox Schuhe und bei meinem Sohn muss ich betteln, dass er ein Paar beim Lidl bekommt. Er kauft ihr für über 60 Euro ein Prinzessinenkleid, wobei wir gerade nicht viel Geld haben, da wir unsere Selbstständigkeit aufgeben mussten. Er kauft ihr alles. Zu Weihnachten ein Puky Fahrrad und dem Sohn wollte er gar nichts kaufen.
Mein Sohn sollte von Anfang an, im Nebenzimmer im Gitterbett schlafen. Selbst das stillen im Bett störrte ihm. Meine Tochter soll mit 5 noch im Bett in seinem Arm schlafen und er plant gar nicht ein Bett für sie zu kaufen. Er massiert ihr Abends länger die Füße etc. Seinen Sohn findet er ekelig und sagt es zu genüge in seinem Beisein.
Mein Sohn ist normalgewichtig, eher zu wenig wie zu viel. Er meckert immer, er sei dick, will ihn nur noch Brühe geben. Meine Tochter kriegt das mit und sagt mit 5 schon, sie hört lieber auf zu Essen, sonst wird der Bauch dick und wird vom Vater natürlich gelobt.
Meine Tochter darf alles, der Sohn wurde immer angemeckert.
Meine Tochter schließt sich über 30 Minuten vor dem zu Bett gehen im Badezimmer ein und macht sich gründlich mit viel Seife sauber. (Es ist so ein Schloß, dass man mit einem Geldstück wieder aufkriegt.) Sie möchte dabei auf gar keinen Fall gestörrt werden.
Die Ungleichbehandlung liegt wohl am Geschlecht. Irgendwie macht mir seine körperliche Zuneigung Sorgen. Wenn ich das mitbekomme und er es immer mehr steigert, dann lag es mir irgendwie quer im Bauch. Ich find es manchmal zu extrem und so Sachen wie, sie soll kein eigenes Bett bekommen und nachts eine Windel tragen, weil sie ja nicht neben ihm ins Bett machen kann etc. ist nicht normal. Zum einen wäre sie Entwicklungsmäßig soweit, in der Nacht keine Windel haben zu müssen, sie macht in der Regel nur, wenn sie aufwacht und zum anderen der Körperkontakt halte ich nicht für so, dass er zwischen Vater und Tochter da sein sollte und nicht in der Form und auch die Art wie er es rüber bringt.
Aber ich stelle mir die Frage, woher weiß ich, dass da Grenzen überschritten werden? Vielleicht sehe ich es auch zu eng?
Mein Mann wohnt mit ihr auf einem Berg in einem sehr kleinen Ort, wo sie auch sehr isoliert ist. Mit viel Mühe (vom JA und mir aus) bringt er sie wenigstens täglich in den Kiga der 15km entfernt ist. Der Kindergarten berichtete, dass da keine Auffälligkeiten sind. Inzwischen darf der Kiga nur noch sagen, ob sie regelmäßig hin kommt. Einerseits sind es Fachkräfte, aber dennoch denke ich dann, ist es wirklich normal, dass sie mit Anfang 4 Jahren Probleme hatte die Hose aufzubekommen und daher nicht alleine auf das Klo konnte und auch niemand mitgehen durfte. Sie bekam dann immer Kleid und Strumpfhose in den Kiga an, somit konnte sie es alleine machen, aber der Kiga erzählte schon wie extrem sie sich wehrte, nur weil eine Mitarbeiterin mit ihr zum Klo wollte.
Im anderen Kiga, wo sie mit 3 war, hatte mir eine Mitarbeiterin erzählt, dass sie einen richtigen Tobsuchtanfall hatte, nur weil das Gartenhaus abgeschlossen werden sollte und das was sich wohl abspielte, war wohl extrem, sie tritt gegen die Türe schrie und heulte etc. über einen längeren Zeitraum.
Manchmal hat sie so ein Verhalten, da weiß ich nicht, ob es wirlklich normal ist.
Als wir noch alle zusammen wohnten, wollte ich mit meiner Tochter zum Sprachheiltherapeuten, weil sie mit 4 noch nicht sprach und der damalige Kiga und JA beführworteten es. Mein Mann war dagegen.
Ich wollte zur Erziehungsberatungsstelle gehen um eben, über Probleme die es in der Erziehung gab zu reden, mein Mann ist dagegen.
Mein Mann ist immer sofort dagegen, wenn ich mit jemand anderen über etwas reden möchte. Aber jeder hat doch Probleme in der Erziehung und dann ist es doch besser darüber zu reden und eventuelle Kritik einzustecken, damit es dann besser läuft.

airam

*AE.net -Wetterfee*

Beiträge: 1 552

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2

Sonntag, 25. September 2011, 02:05

Hallo Ghostwriter :)

So jetzt melde ich mich doch zu Wort : Ich habe die Postings ja mitgelesen, und habe zunächst abgewartet ...
Für mich hat Deine hier gewählte Überschrift ein wenig Symbolcharakter gerade ...

Was ist normal?

Für mich auffällig :
-Ihr seid getrennt, Tochter (5) wohnt beim Vater, Sohn (3) mit Dir gemeinsam im Frauenhaus
-Bei Krankenhausaufenthalt Deinerseits wurden beide Kinder badenderweise mittels Polizeit aus dem Haus des Vaters geholt, und nur mit Windelhose bekleidet mitgenommen
-Am Anfang berichtest Du nur von Erziehungsproblemen mit dem Kleineren ... über die Tochter wird nichts gesagt,
- Jetzt geht es um Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht ... Das Jugendamt äußert Bedenken das Du auch die Tochter bekommst, Deine Anwältin versucht, zumindest das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu erreichen, damit Tochter in eine Pflegefamilie kommt ... Du meinst aber mit beiden Kindern zurecht zu kommen

Was spricht gegen eine Pflegefamilie für Dich, wenn die Situation wie jetzt hier zusätzlich oben beschrieben ist ? -- Du machst Dir nun Gedanken, ob das alles normal ist ...

Eine sehr gute Frage : Kinder sind unterschiedlich entwickelt ... das sollte man nicht vergessen, ggfs. auch durch eine Trennung selber in der Entwicklung durcheinandergebracht.

-Es gibt durchaus Kinder die von der Motorik noch nicht so ausgereift sind, daß sie Schwierigkeiten haben Jeansknöpfe zu betägigen, falls sie noch nicht ganz trocken sein sollten, ist es eine Bombensache dem Kind (das geht wohl im Regelfall nur ohne viel Gelächter wenns ein Mädel ist) zu ermöglichen diese, motorische Unfähigkeit mittels Rock/Kleid und Strumpfhose zu kaschieren, denn Kinder können grausam sein, wenn sie sehen es ging woanders in die Hose, weil die Knöpfe nicht aufgingen ... Dafür gibt es aber Therapieformen wie Erogtherapie (welche der Motorik dienlich sind) ...

-Nächtliches Inkotinenzmaterial tragen kann durchaus sinnvoll sein, es gibt sehr viele Kinder die lange Zeit nachts noch inkontinent sind (so etwas wird aber auch ggfs. durch den Kinderarzt abgecheckt und bescheinigt) - dieses ist aber nicht unbedingt altersabhängig ...

-Sprachheiltherapie wird im Regelfall ebenfalls über den Kinderarzt verordnet , vor allem wenn die U´s regelmäßig durchgeführt wurden, sind die Sprachprobleme einer 4-jährigen auch bekannt, und es wird gegengesteuert werden (mittels Verordnungen)

Für mich stellen sich viele Fragen sobeben: Aus der Ferne ist so etwas alles immer schwer zu beurteilen ...

-Wie weit ist Deine Tochter vom Entwicklungsstand her ? ... Sind Wahrnehmungstörungen diagnostiziert?
Sind Entwicklungsverzögerungen vorliegend ? ... Liegt eine Grunderkrankung vor ?
-Wie lange seit ihr denn nun wirklich getrennt ? -- Das wird mir nicht so ganz klar: Im Posting mit dem Sorgerecht stand etwas von: "Bevor ich ging, habe ich ihn monatelang angebettelt mit mir über die Trennung zu reden "...
Warum hast Du dann nur den Sohn mit ins Frauenhaus genommen (dort werden auch Mütter mit 2 Kindern aufgenommen)...

Du bist im Frauenhaus, hast Erziehungsberatungstermin gemacht (für Dich und Sohn denke ich jetzt mal zunächst) ... Das Jugendamt ist seit längerem involviert ... Du hast Stellen bereits vor Ort, ich denke aufgrund Deiner eigenen Erkrankung wirst Du auch von dort in irgend einer Form Unterstützung haben (wäre zumindest sinnvoll, denn sonst wären ja viele Sachen worüber Du Dir nun Gedanken machst unter Umständen hinfällig ) ... Das Frauenhaus hat Dir zu einer Beratung bei Wildwasser oder so geraten ... Für mich ehrlich gesagt : Sie werden wohl zu einer Beratung angeraten haben, aber ich denke doch eher nah vor Ort oder ? Weil "oder so" gibt es eigentlich nirgends ... Ich würde Dir eher zu einer Beratung vor Ort raten ... und zwar dringend :)

Neutrale Beratungsstellen gibt es so gut wie überall und das sogar in recht zahlreicher Form ... einfach mal bei google zum Beispiel den Begriff Beratungsstelle eingeben mit Deinem Ort, wo Du derzeit steckst, und dann werden Dir mit Sicherheit einige Stellen angezeigt ... Ggfs. helfen Dir dort aber auch gerne die zuständigen Leute weiter, mit denen Du ja bereits zusammenarbeitest !

Bezüglich Deines letzten Satzes hier ... ja es hilft darüber zu reden, und ggfs. auch Kritik einzustecken, es muss aber auch eine Bereitschaft da sein ... bei getrennten Paaren ist es oftmals sehr schwierig, zu erkennen: Ist dies eine berechtigte Erziehungsanzweiflung, oder aber werden eigene Stärken hervorgehoben um die Schwächen des anderen umso deutlicher zu machen ... In sehr vielen Fällen wird aber auch das was ein/e Ex/e sagt oder meint bezügl. der Erziehungsmethode des/der anderen Ex-en nicht unbedigt als tatsächliche Sorge um´s Kind empfunden, sondern als Einmischung und somit Angriff auf einen selber ...
Für Außenstehende, nicht involvierte ein oftmals nicht durchschaubarer Schauplatz mit vielen Nebenschauplätzen ...

Ganz viel Kraft und wie gesagt ... Suche Dir Profihilfe vor Ort !
lg airam : iwn
:rot "Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." (Laotse)
... : iwn ...

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airam

*AE.net -Wetterfee*

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3

Sonntag, 25. September 2011, 08:31

Nachsatz:

Bezüglich der Frage Was ist normal ? ... Die Frage ist insofern berechtige, da es eine Frage ist, die sich viele Exen im Verhalten bei den Kindern und/oder Ex/en stellen. ... Eine Trennung ist stets belastend ... belastend sowohl für die Erwachsenen, da sie ja durch die Kinder im Grunde genommen auf lange Zeit aneinandergekettet sind .E ine Art der Kommunikation gefunden werden muss, die unabhängig von der Grundsituation, der eigenen Befindlichkeit und Gefühlslage in irgend einer Form dem Kind/den Kindern gerecht werden sollte. Normalität herrscht somit auch für die Kinder nicht, sie werden aus dem Familiengefüge (was sie trotz allem als das ihre ansehen) hinausgezogen, ggfs. in Streitereien der Eltern mit hinein gezogen, und sind zerrissen, da sie im Regelfall sowohl ihre Mama als auch ihren Papa über alles lieben ... Die örtlichen Gegebeneheiten sind auch oftmals ausschlaggebend, wer in der Örtlichkeit eines ruhigen und abgeschiedenen Örtlichkeit aufwächst, wird unter Umständen sich an anderen Orten nicht unbedingt wohler fühlen.
Die Entscheidung, was gut oder schlecht für ein Kind ist, ist von sovielen Faktoren abhängig und benötigt von allen Beteiligten eine immense Kooperationsbereitschaft.
Man kann sich viel als normal interpretieren, oder eben nicht, kann sich viele Gedanken machen, sollte versuchen somit die örtlichen Hilfen auszuschöpfen ... ggfs. auch anderweitig mal nachfragen ... Darf aber nie vergessen, in der Situation steckt man nur selber, und von außen ist vieles einfach abhängig davon wie man selber Sachen rüberbringt ... und abhängig von der Situation der anderen ...
Es gibt viele Dinge wo ich perönlich sagen würde: Dies und das ist nicht normal ... allerdings, ist mir durchaus bewußt, daß es unter Umständen für die andere Person "normal" ist oder war ... Mir steht da keinerlei Urteil über Normal oder nicht normal zu ... Was ich wohl machen kann, ist ggfs. das was wo steht als solches versuchen auch von einer anderen Seite zu beleuchten ...
Ich selber stecke weder in genau jener Sitiuation, noch bin ich so nah dran, um so etwas zu beurteilen ...

lg airam : iwn
:rot "Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." (Laotse)
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feels

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Wohnort: Leipzig

Beruf: Ingenieur für Technische Gebäudeausrüstung

4

Sonntag, 25. September 2011, 13:18

Hallo Ghostwriter!
Ich kann dem, was Airam geschrieben hat nur zustimmen! Lass mich ein paar Sätze noch hinzufügen! Es ist zweifelsohne eine schwierige Situation für Euch alle! Man kann unterschwellig aus Deinen Sätzen eine sehr ernsthafte Verdachtsäußerung erkennen! Ich kann Deine Ängste und Befürchtungen sehr gut verstehen, jedoch solltest Du mit diesem speziellen Thema sensibel umgehen! Sollten sich nämlich Deine Verdachtsmomente als unbegründet herausstellen, kann es bereits zu spät sein! Zum einen was Deine Glaubwürdigkeit betrifft und zum anderen kann es dem KV erheblichen Schaden zu fügen! Ich denke, nach dem was Du so geschrieben hast, wird es noch den einen oder anderen Termin beim JA bzw. bei Gericht geben, was eure Tochter betrifft. Bei Gerichtsverfahren könnte Eurer Tochter eine Verfahrenspflegerin beigestellt werden? Ich habe 2008 eine sehr gute Verfahrenspflegerin meiner Tochter beigestellt bekommen. Man hatte wirklich bei dieser Frau den Eindruck, dass sie in der Lage ist, auch zwischen den Zeilen bei den Unter-Vier-Augen-Gesprächen (Kind und Verfahrenspflegerin) eventuell zu erkennen, ob etwas nicht stimmt? Die Problematik eigenes Bett, wird dem Vater ganz schnell auf die Füße fallen! Das geht gar nicht! Meine Tochter ist mittlerweile 13 Jahre und hat bis vor zwei Jahren des öffteren bei mir geschlafen! Ein Zeichen, dass sie Nähe und Wärme sucht! Ich habe versucht, es auf einen bestimmten Level zu halten! Das heißt, in der Woche in Ihrem Zimmer und am WE die Ausnahme, wo sie bei Papa schlafen kann! Ich habe das auch damals bewußt genossen, weil ich mir im klaren war, die Zeit ist irgendwann vorbei! Sie ist vorbei! :D Im übrigen steht meine Tochter in der Woche als Erste (5:30Uhr) auf und braucht eine Stunde im Bad, ohne sich einzuschließen, weil sie genau weiß, dass ich da nicht einfach reinplatze! Ich darf dann nur, nach dem sie aus dem Bad raus ist, mir Bürste und Fön zusammen suchen, weil sie entweder im Flur oder in ihrem Zimmer liegen! Zum Glück brauche ich keine Schminke! :D
Jetzt genieße ich es, wenn mein Sohn (8Jahre) bei mir ist, denn der kuschelt noch mit mir! Aber auch bei ihm weiß ich, die Zeit wird kommen, dann mag er nicht mehr kuscheln!
Ich schreibe Dir das nur, damit Du wirklich mit den Verdachtsmomenten vorsichtig umgehst! Sei achtsam, aber betrachte das Ganze mit einem gewissen emotionalen Abstand! Ich wünsche Euch, dass alles gut wird!
LG der Feels
LG der Feels ;)

"...Es gibt nur einen Grund, warum Menschen nicht haben, was sie wollen: weil sie mehr an das denken, was sie nicht wollen. Achte auf Deine Gedanken, und achte auf die Worte, die Du aussprichst. Die meisten Menschen denken an das, was sie nicht wollen, und wundern sich, warum es ihnen wieder und wieder begegnet."(The Secret-Das Geheimnis)

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Benutzer die sich bedankten:

Cristl (26.09.2011)

Ghostwriter

Anfänger

Beiträge: 5

Danksagungen: 3

Wohnort: Baden-Württemberg

5

Sonntag, 25. September 2011, 19:27

Hallo airam und feels!
Danke für eure Antwort.
Airam ich habe mich wohl teilweise missverständlich ausgedrückt, das tut mir leid.
Bei dem Toilettengang dachte ich nicht an die Motorik, sondern ihr Verhalten, dass sie gleich so rumtobt, wenn man ihr auf dem Klo behilflich sein wollte.
Bei der nächtlichen Inkontinenz sehe ich das Problem, dass sie gar nicht erlaubt bekommt, trocken zu werden, da mein Mann sie ja bei sich schlafen lässt und sein Bett nicht versaut werden soll. Das ist jetzt auch eines von vielen Beispielen, wo er aus meiner Sicht sie nicht altersentsprechend entwickeln lässt.
Inzwischen ist sie im großen und ganzen Altergerecht entwickelt, wenn man es auf Motorik und Sprache bezieht, wo Mitte letztes Jahr noch ein großer Rückstand war.
Ich bin jetzt 3 Monate von ihm getrennt. Da mein Sohn seit einer Woche den Kindergarten besucht, mache ich Termine wie bei der Erziehungsberatungsstelle aus, da ich davor schlecht in seinem Beisein über Probleme reden konnte und nur selten eine Betreuung für ihn hatte. Als ich im Frauenhaus meinte, ich habe jetzt dort einen Termin, wollten sie wissen wieso und dann habe ich neben den "banalen" Erziehungsprobleme die ich zwischen Sohn und mir sehe auch das mit meiner Tochter angesprochen. Und die Frauenhausmitarbeiterin hat mir dann eben zu Wildwasser und noch eher einer Beratungsstelle Vorort empfohlen, die ich jetzt nicht hier nennen will, da die Mitarbeiterin dort eben auch arbeitet. Bisher habe ich nur mit meiner Psychologin über meinem Mann und meiner Tochter geredet und sie hat das Gespräch recht neutral gehalten. Also, schon etwas Bedenken geäußert, aber auch gesagt, dass man halt nicht so genau weiß was wirklich ist etc. Und die Frauenhausmitarbeiterin hat mich auf manche Sachen hingewiesen, die nicht normal seien, vorallem, weil er nur die körperliche Nähe meiner Tochter sucht und den Sohn total ekelig findet. Ich würde mir keine Gedanken machen, wenn er zu beiden Kindern gleich wäre. Aber irgendwie ist da schon einiges merkwürdig.
Meine Tochter konnte ich nicht mit ins Frauenhaus nehmen, da mein Mann mich mit ihr nie alleine irgendwo hingehen lässt. Er bewacht sie wie Onkel Dagobert seinen Geldspeicher. Aber zu dem Zeitpunkt hatte ich auch noch nicht so viele Bedenken und ich dachte, wenn dann soll sie in eine stabile Situation wechseln. Immerhin hat sie dort ihren besten Kigafreund und insgesamt sah ich es zu dem Zeitpunkt besser an, meinen Sohn unterm Arm zu klemmen und nur mit ihm weg zu gehen. Ich wusste ja auch nur, in den Zug und einfach weg und nicht wohin.
Feels ich weiß, dass ich mit dem Thema vorsichtig sein muss. Und eigentlich will ich keine Beratungsstelle aufsuchen, die sich auf das Thema speziallisiert hat, weil ich da manchmal denke, dass sie da schneller was sehen, wo vielleicht nichts ist. Ich denke so eine neutrale Stelle wie die Erziehungsberatungsstelle, ist da schon besser vorallem habe ich da doch irgendwie Hoffnung, dass mein Mann da doch mal zum gemeinsamen Gespräch erscheint.
Wir hatten letztes Jahr auch schonmal einen guten Verfahrenspfleger, wobei auch da mein Mann mit ihm nicht reden wollte. Da hatte ich ja zeitweise das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht, weil das JA es ihm entziehen musste.
Für mich ist es da ganz schwierig, zu trennen, welcher Körperkontakt noch als ok zu bezeichnen ist und welcher nun nicht mehr. Ich hatte da auch vor einigen Monaten mal eine Zeitschrift gelesen, dass es bei Männern zu Kindern manchmal schwierig ist, weil andere es dann schnell als zu intim bezeichnen. Deshalb will ich mich auch allgemein beraten lassen. Diese Verunsicherung die ich nun habe, wird von anderen gemacht. In der Psychiatrie hatte ich "Paargespräche" und dort wurde mir auch gesagt, dass es aus unterschiedlichen Gründen gut ist meine Tochter baldmöglichst da weg zu holen. Meine Psychologin hat mir gesagt, wenn ich das dem JA erzähle, würden sie meine Tochter untersuchen lassen und dann meinte ich, aber ich glaube nicht, dass da bisher was passierte und das will ich nicht. Naja und die Frauenhausmitarbeiterin hat mir letzte Woche eher Angst gemacht.
Schlief denn deine Tochter auch noch mit Windel bei dir im Bett? Es ist ein Unterschied, ob das Kind sich wirllich entscheidet, wo es schläft oder die Wahlmöglichkeit gar nicht bekommt. Und dann immer diese Frage wieso mein Mann Tochter und Sohn so unterschiedlich behandelt. Naja, die Badezimmer verhalten einer 13 Jährigen und einer 5 Jährigen ist wohl nicht so vergleichbar. Aber hat sie sich mit 5 auch übermäßig gewaschen? Bei meiner Tochter ist es auffällig, dass es in den Zeiten wo ich im Krankenhaus war immer schlimmer war, nach einer Zeit wo ich wieder zu Hause war, war es dann nicht mehr so extrem.
Die Betrachtung mit einem emotionalen Abstand ist schon schwierig. Also, eigentlich hatte ich ihn bis mir vorgeworfen wurde, ich würde alles zu nüchtern betrachten.
Es ist verdammt schwierig. Freizeitaktivitätenmäßig ist mein Mann ein super Vater und kann es im Vergleich zu mir auch besser. Haushaltsführung ist durchschnittlich, aber er hat auch seine chaotische Seite, die das JA auch schon heftig bemägelte. Allerdings hat er ein Alkoholproblem und seine x Versprechen damit aufzuhören blieben auch nur bei Versprechungen. Seine Weltanschuung ist nicht gerade für Kinder gut. Seit 2 Jahren denkt er, dass alle Leute schlecht sind und macht sie heftig fertig und lässt niemand mehr an sich heran. Entsprechen hat er meine Tochter auch schon gegen alles aufgehetzt. Pflegefamilie würde sie gar nicht annehmen. Hoffentlich hat sie noch ihren besten Freund aus dem Kiga, da hat mein Mann sich auch schon oft negativ geäußert. Meine Tochter liebt ihren Vater und macht ihm alles recht und auf dauer geht sie da unter.
Es ist echt schwierig. Das JA weißt zu mindest, dass wenn ich es sage, dass ich meinen Mann da nichts auswischen will etc. Ich habe letztes Jahr dem JA gesagt, nur weil ich mich mit meinem Mann nicht mehr verstehe, werde ich ihn nicht schlecht dastehen lassen. Inzwischen weißt das JA schon um einige Probleme, die es zu Hause gab. Und bisher habe ich solche Bemerkungen vom JA wo es um den Körperkontakt ging abgewunken, dass ich denke, da ist nichts. Nur stelle ich mir halt inzwischen die Frage, ob da wirklich nichts ist...

pimboli

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6

Sonntag, 25. September 2011, 19:54

... ohne etwas verharmlosen zu wollen ... körperliche Nähe ist nix, was einen schuldig macht ... ein gesundes Kind lernt auch mit Windeln bis zu dem Alter seine Körperfunktionen/Harnwegsfunktionen zu steuern ... wenn die Polizei, wie Du schreibst, beide Kinder auf einem Weg über den Balkon herausholen musste ... bekommt man die Kinder ohne Familienhilfe und regelmäßige Kontrollen garantiert nicht einfach zurück ... Verhaltensauffälligkeiten, Sprachschwierigkeiten, etc... werden von den Kindergärten direkt weitergeleitet ... also muss da die letzten Jahre schon etwas unternommen worden sein ... NRW z.b. hat da das Kinderbildungsgesetz (kibiz) ... wo Kids regelmäßig in Kigas gerade auf Sprache und Motorik untersucht werden ... hab grad mal gegooglet ... BaWü hat was ähnliches ... wieso hat der Kiga da nix gemeldet??? ... denn wenn Eltern da nicht reagieren, fragt das Jugendamt nach ... wieso wartest Du 3 Monate ... wenn Du meinst, Du hast begründete Verdachtsmomente?? auf Missbrauch, ich sprechs nun mal deutlich aus ... bei mir tun sich bei Deinen Texten viele Fragen auf, viele Baustellen ... ich hoffe, im Interesse eurer Kinder bekommt ihr diese gelöst ... ohne dass ihr euch gegenseitig *ruiniert* und eure Kinder mit ... und erhaltet die Hilfe und Unterstützung, die ihr benötigt ...
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

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airam

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7

Sonntag, 25. September 2011, 20:03

Nein mißverständlich wurde sich nicht ausgedrückt ... das habe ich auch niemals angedeutet ... ich habe lediglich die Möglichkeit eingeräumt, auf einige Fragen die sich dem Leser auftun eine Antwort zu geben ... Bevor unterschwellig angedeutete Sachen ausgesprochen oder verschriftlicht werden.
So etwas kann nämlich, sowohl für Dich als auch für Deinen Mann unter Umständen nach hinten los gehen ... ggfs. gerade dadurch eine Pflegefamilie für Tochter in Betracht gezogen werden ...
Zudem ist ist es schwierig aus der Distanz etwas zu beurteilen oder ?? ... Für mich stellt sich gerade noch eine Frage: Warum wird ein Hilfsangebot von einer Mtarbeiterin einer Beratungsstelle von Dir abgelehnt ? ... Was besseres vor allem ggfs. mit einer verkürzten Wartezeit würden sich viele wünschen !
Für mich ist die vertane Zeit nicht nachvollziehbar, und nicht nachvollziehbar warum ein Kind dort gelassen wird, wenn bereits beide mind. 1x mittels Polizei aus dem Haus geholt wurden ...
Sehr viele Nebenbaustellen ... die umgehend geklärt werden müßten !


gruß airam
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Moni42

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8

Montag, 26. September 2011, 07:26

Das ist ein schwieriges Thema.....
es gibt durchaus diese Möglichkeit, aber es ist schwierig in emotional belasteter Situation neutral zu schauen.

Dafür sind Profis da, und ohne eigene Beurteilungen anzustellen, kann durch neutralen Umgang mit dem Profi, dieser duchaus erkennen, was da abgeht.
Ich kenne einen Fall, dass ein Profi durchaus erkennt, dass ein Elternteil mit einem Kind merkwürdigen umgeht. Es fand kein direkter Missbrauch statt, aber eben keine "normale" Eltern-Kind-Beziehung.
Hier war das Kind aber schon größer und er arbeitete mit ihm um es zu stützen und zu schützen.

Lass dir / euch helfen.

Auch mir tun sich einige Fragen auf und ich kann die Situation nicht einschätzen.

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