Hi!
Weil heute für mich ein besonderer Tag ist, erlaube ich mir hier nochmal den Frust explizit rauszulassen, den ich mal mehr, mal weniger mit herumtrage. Auf jeden Fall meistens dann, wenn es ums Thema "Kinder erziehen" geht.
Ihr müsst auch gar nicht reagieren
Getrennt habe ich mich, der KV ist einfach total unengagiert.
Es ist schade, dass er sich überhaupt nicht engagiert, nichts von den Kindern weiß, aber immer davon redet, wie anstrengend sein Leben mit den Kinder bzw. als mehrfacher Vater ist. Er sieht sie ja nur alle ein bis zwei Monate für wenige Stunden.
Habe viel versucht, aber es wird sich nicht ändern lassen.
Er weiß nichts von Schwächen oder Stärken seiner Kinder, psychisch, physisch oder anders. Ob sie viel krank sind oder wenige Freunde haben. Oder das Gegenteil.
Jedenfalls würde es mir nicht reichen, in den wenigen Stunden pro Monat, mir ein Bild von meinen Kindern zu machen. Ihm reicht es ja anscheinend.
Das Wissen um Geschlecht und Geburtsdatum reicht ja.
Ab und zu eben Sichtkontrolle, ob sie noch da sind.
Seit zehn Jahren ca. kümmert sich der KV "nach Leibeskräften darum, den Kinder eine gute Zukunft zu ermöglichen". In der Zwischenzeit habe ich alles finanziert und vollkommen alleine gestemmt.
Habe eben wenig Geduld.
In wenigen Jahren ist der KV so weit. Dann kann er sich auch besser engagieren. (Die Aussage klang vor fünf Jahren auch schon genau so...)
In der Zwischenzeit sind aus den Babies von einst tolle junge Leute geworden. Kann man nicht anders sagen.
Wie schön wäre es, wenn man sich zu zweit freuen könnte.
Er freut sich auch, wenn er mal von Bestleistungen hört. Aber ich nehme an, dass er überhaupt nicht nachvollziehen kann, was alles dahinter steckt. Dass es nicht nur einfach gut geworden ist, sondern vorbereitet war. Was bei mir die Freude noch mehr hebt, weil die Vorbereitung so gut gelaufen ist.
Ja, ich habe Angst, dass die Kinder in wenigen Jahren vll zum Papa gehen werden, weil der ihnen alles verspricht. Dass er nichts davon hält, werden sie erst viel später feststellen. Weil er ein zu kurz gekommener Spaß-Papa ist, und sie ihm helfen wollen, wieder fröhlich zu werden. Immerhin vermittelt er ihnen ja erfolgreich, dass er alles für sie tut. Und nur wir Schuld sind an seinem momentanen Unvermögen. - Die Diskrepanz wird ihnen zu spät auffallen, fürchte ich.-
Aber bis dahin möchte ich noch möglichst meine Trauer, oder wie immer ich meine Gefühle nennen soll, erfolgreich besiegen. Vll kommt der Tag auch nie.
Wir sind ein tolles Team, wir haben viel geschafft.
Es ist nicht leicht, auch aus ganz anderen Gründen nicht.
Aber besser ist es, vorne nach lohnenden Zielen zu schauen, als nach hinten zu jammern!
Auf dass es mir auch ab diesem Tag weiterhin besser gelinge!
GLG an AE Mamas und Papas, aufdemland