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von Karina86

yuli

Schüler

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1

Freitag, 6. Juli 2012, 23:30

der Konsumterror beschäftigt mich ja immer wieder..

Hallo,
habe ja schon manchmal in die Richtung geschrieben und es lässt mich einfach nicht los - wenn man den ganzen Konsumterror nicht so mitmachen möchte, hat man es - und das Kind! - ja doch ganz schön schwer. Ich poste hier mal einen Link zu einem Artikel, der eigentlich sehr meinem Empfinden entspricht:
http://www.zeit.de/2011/37/Kindheit/seite-1

Also, ich bin keine Antroposophin oder so, ich mag Technik und Internet und auch mal einfach Unterhaltung, aber in der Kinderumgebung meines Sohnes wird, finde ich, nur noch Fantasy, Elektronik usw. konsumiert. Wirklich, die Kinder kennen, bzw. mögen fast nur solche Sachen wie Star Wars, Harry Potter, Warrior Cats ( also Fantasy, wo es einfach nur um Heldentum und Gut gegen Böse geht ), es ging schon früh um Markenklamotten und Prestigespielzeug...
Und wie in diesem Zitat aus dem Artikel, erlebe ich viele Kinder, und dass schon lange lange vor der Pubertät:

"Coolness bedeutet: sich anderen überlegen fühlen, weil man die richtigen
Sachen besitzt; sich älter benehmen, als man ist (länger aufbleiben,
als man eigentlich darf; härtere Filme sehen, als man sollte, und so
weiter). Gleichzeitig, und paradoxerweise, bedeutet Coolness auch,
Ältere zu verachten und zu "rebellieren" – meistens durch Tabubruch im
Bereich des guten Geschmacks ("Rülps!")."

Das mit dem Rülpsen war übrigens im 2. Schuljahr tatsächlich mal große Mode...
Es handelt sich hier übrigens hauptsächlich um Akademikerkinder, nur um keine Vorurteile aufkommen zu lassen.

Das hat mich alles oft ganz schön traurig gemacht, und die Suche nach Alternativen war anstrengend.

Ich frage mich, wohin das führt - das prägt doch auch das Weltbild, wenn man nur diese Mainstreamkultur konsumiert? Letztens z.B. war mein Kind sehr traurig und wollte dann noch gerne eine Film sehen, hat sich dann einen sehr schönen etwas ernsthafteren schwedischen Kinderfilm ausgesucht, der seine Seelenlage gespiegelt hat - hat man aber nur Star Wars The Clone Wars oder so etwas zu Hause ist es nur Ablenkung.

Es hat mich immer erstaunt, wie unkritisch viele Eltern diesen Konsum mitmachen oder zulassen ( manche freuen sich sogar schon bei 10-jährigen Jungs, " er wird jetzt 'cool', und bezeichnen das dann schon als Pubertät :S ) Immer muss alles ein furchtbarer Spass sein und superunterhaltsam sein... uff, könnte noch viel schreiben..

Ich finde, den Kindern fehlt absolut etwas Poetisches und Ernsthaftes ( Werte?). Und gerade als alleinerziehender Mensch ist es so schwierig, sich dem entgegen zu stellen...

So, ich hör erstmal auf, würde gerne mal hören, wie es anderen damit geht.

Viele Grüße , yulie


Achso, ich weiss, dass auch Antroposophen Technik und Unterhaltung mögen- sollte nur der Illustration dienen..

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »yuli« (6. Juli 2012, 23:42)


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robeki (07.07.2012), Singlepapabonn (12.07.2012)

jea

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2

Freitag, 13. Juli 2012, 17:45

hmm nö..... ich kenn das so überhaupt nicht.

ich glaub das ist viel mehr die art udn weise wie man kindern lernt damit umzugehen.

-markenklamotten? nö haben meine keinen drang nach und deswegen auch keine großen probleme in der schule.
-tv und co im kz? nö is nicht, bzw erst ab bestimmten alter. meine große war glaub ich ende 14 als sie ihren bekommen hat und das auch nur weil mein bruder sich ein neuen gekauft hat und der alte sonst rumgestanden hätte. sfg sender hat sie bis heute nur zdf ard udn das dritte. tja nun isse 20 und mama hat ihr zig mal angeboten das zu ändern. antwort nö wozu? reicht doch.
-pc hat die große zwar oben aber der tuts nimmer, also haben wir noch einen für drei zicken reicht völlig udn klappt. meistnutzer ist mama sfg
-facebook und co kennt zwerg aber nach erklärungen von mir und schwester wodrauf man ahcten muss und co wars kein thema mehr.
-länger aufbleiben? ich denke mal mein zwerg geht mit ihren 12 relativ früh ins bett.sonntag bis donnerstag ist hier allerspätestens halb 9 zapfenstreich. freitag samstag eigendlich bis sie ins bett will gg oder ich. sie geht von sich aus meist schon nach 22 uhr halb 11 ins bett wenn sie nicht bereits aufen sofa eingepennt ist gg.
taschengeld? großkind wollte gar keins, da sie der meinung war so kommt sie besser bei weg udn zwergi fragt nicht mal ansatzweise nach mehr.
-handy haben beide...... allerdinsg keine das neuste udn co auch kein thema hier.
- immer nur der tollste spass und unterhaltung? hmm auch da hab ich die erfahrung gemacht das einfachste macht den am meisten spass. allerdinsg wenn schon das erwachsene umfeld prahlt mit wo fahrt ihr in urlaub was habt ihr am we gemacht? wie nur zu hause? muss man sich nicht über die dazugehörigen kids wundern. sie spiegeln halt nur .

ich hab das gefühl ich kenne irgendwie nur falsche kinder?????? denn auch wenn ich so ins umfeld gucke nöö ich kan das beim besten willen nicht bestätigen.
ich finds ehr traurig was für ein schlechtes bild gezeichnet wird, wos doch eigendlich die großen sind die den kids das *unbewust* vorleben und sich dann wundern, wie ihr kidn nur dazu kommt.


wobei mir gerade doch noch was einfällt beim schreiben...............was auch meinen eindruck verstärkt gerade das es doch mehr an den erwachsenen liegt........zwerg wurde dadraufhin vom eigenen vater und lg als etwas zurück betitelt.......ihm paste es nicht das sie nicht mal eine eigene mail addy, facebook und co hatte.
das schlimme das hat sie leider mitbekommen.



zum thema ernsthaft neeeeee bitte nicht das leben ist ernst genug.

so ich geh jetzt ganz langweilig katzenspielzeug aus pappkartons basteln mit zwerg und dann drückt mir mal die daumen das ich die rohen spagethies durch die würstchen bekomme. mit solchen einfahcen sachen kannste kids auch heute noch begeistern wenn du den weist wie udn es erst mal versuchst gg.

Moni42

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3

Freitag, 13. Juli 2012, 19:40

Da dachte ich, dass ich mal geantwortet habe......scheinbar nicht oder dem Ausfall zu verdanken?

Das ist ein Thema, welches ich gut nachvollziehen kann. Ich kann deinen Beitrag, Yuli gut nachvollziehen. Mich beschäftigt dies auch immer wieder.
Unsere Großen sind, manche würden sagen, etwas alternativ aufgewachsen. Es hat ihnen nicht geschadet, im Gegenteil, sie empfinde es immer wieder fast als Privileg.

Unsere Kleinen kennen eine andere Art von Erziehung und sind heute oftmals emört, dass dies seit zwei Jahren nicht mehr so ist.
Übermäßiger ungezügelter unachtsamer Konsum muss weichen und das ist sehr schwer.

Und im Umfeld der Kleinen gibt es viele übermäßig bedachte Kinder, die gab es früher bei uns gemischt mit normalos.

Ja, es liegt mit Sicherheit an den Erwachsenen, warum sich diese so verhalten? Da gibt es sicherlich ganz unterschiedliche Motive.

Nur auch in der Erziehung ist weniger manchmal mehr!

yuli

Schüler

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4

Freitag, 13. Juli 2012, 21:52

Naja, ich kann da leider nicht unberührt von leben - einerseits ist ein gemeinsamer Konsum für die Kinder ja auch wichtig, aber das nimmt Ausmaße an, und zwar auch finanzielle...
Da wird dann nicht einfach mit Spielzeugautos gespielt, sondern es müssen die um ein vielfaches teureren Cars-Autos sein, und ohne diese steht Kind etwas abseits. Es gibt schon früh viel Geltungskonsum, den Unterschied zwischen 'original' oder nicht kannten die schon im ersten Schuljahr. Nach Nintendo usw. haben viele schon mit 10 Jahren ipod und/oder Smartphones, mit Lego wird zwar auch noch gespielt, dass muss aber Star Wars sein. Der Film,- und Literaturkonsum beschränkt sich weitgehend auf Fantasy oder Figuren wie aus Greg's Tagebuch ( ja, es ist lustig, aber wenn dann nur noch sowas gelesen wird)

Und dann freuen sich Eltern wirklich, wenn die 10-jährigen 'cool' werden..

Ich kann und will mein Kind da nicht so mitmachen lassen, aber ich merke auch, dass das für uns beide anstrengend ist.

Mit Ernsthaftigkeit meine ich einfach, dass Kinder in dem Alter eigentlich schon anfangen, über die Welt nach zu denken, und in der Lage sind, sich an 'ernstere Themen' an zu nähern. Wir haben früher ja z.B. Cowboy- und Indianer gespielt und wussten, wenn auch durch Winnetou-Romane, aber auch durch weiteres Nachfragen, das den Indianern in Amerika Unrecht geschehen war. Und wer Cowboy oder Indianer sein wollte, war auch so etwas wie ein persönliches Statement. In dem Alter kannte ich z.B. auch den Roman Onkel Toms Hütte, als Comic.

Sprich, wir konnten uns noch über das Spiel der Realität nähern - das ist in der Schulumgebung meines Kindes kaum noch möglich. Auch Berufs- oder Geschlechterrollenspiele konnte ich nie oder nur marginal beobachten.

Ich finde, dass doch in enormen Ausmaß nur in so einer Lifestyle-Fantasy-Blase gelebt wird und fühle mich sehr unbehaglich..

Moni42

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5

Freitag, 13. Juli 2012, 22:46

Ich finde es wichtig, dass Eltern ihren Weg gehen und diesen auch sicher vermitteln. Das Vorleben ist das a und o, und vor allem eigene Wertigkeiten hochhalten.
Warum haben den Kinder heut so früh vieles?
Da gibt es sicher viele Gründe, und wie häufig ist es der Ersatz für persönliche Zuwendung....
Wenn Kinder erkennen, dass das Anderssein auch Vorteile hat können sie das auch vermitteln.

Vor zwei Jahren hieß es "ich muss dsds oder was auch immer für Sendungen sehen" sonst bin ich Außenseiter. .... Wir schauen es nicht, ich habe Gespräche über in-sein geführt und wann oder ob das von tvsendungen abhängig ist.
Das handy wird im Wz deponiert und sie kommunizieren nicht ausschließlich mit Handys , iPod oder so. Sie gehen für andere früh ins Bett und haben geregelte Tagesabläufe, wir wollen wissen wo sie hingehen und was los ist.
Heute ist es selbstverständlich und sie akzeptieren den Rahmen.
Mittlerweile wissen sie das es Zuwendung und Interesse ist.
Es ist anstrengend, ja, aber es ist es wert.

robeki

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6

Sonntag, 15. Juli 2012, 15:53

Ich denke auch , das man authentisch sein sollte. Aber zur Liebe (zum Kind) gehört auch unbedingt die Freiheit diesem Wesen seinen eigenen Weg zu erlauben. Es ist nicht die Aufgabe von Kindern unsere Wünsche oder Vorstellungen zu erfüllen (dafür haben wir ja ein eigenes Leben bekommen) ,Wahlfreiheit finde ich gut. Ich denke es ist die "Aufgabe" eines Menschen heraus zu finden was man braucht um glücklich und zufrieden zu sein, was immer auch das für die betreffende Person bedeudet .Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit,(dem Alter entsprechendens) "Loslassen" finde ich wichtig.
Aber zentraler Punkt ist die Liebe ! Was immer man für eine Einstellung , Lebensstil etc hat , ein Kind darf NIE im Zweifel sein, geliebt zu werden !
Ansonsten kann ich deine Gedanken oder Zweifel zum Teil gut nachvollziehen , ich rate dir aber zu viel mehr Gelassenheit und Entspanntheit ggg. Wenn ich dran denke was ich als Kind alles toll fand und welche Einstellung ich heute habe , hab einfach mehr Vertrauen - alles wird gut .
Bernd

Moni42

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7

Sonntag, 15. Juli 2012, 20:12

.Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit,(dem Alter entsprechendens) "Loslassen" finde ich wichtig.




dem Alter entsprechend - ja genau, da gibt es heute aber vermehrt eigenartige Ansichten, was altersgerecht ist.

Moni42

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8

Montag, 16. Juli 2012, 10:57

Konsumteror unterstützen viele auch unbewusst..........

Durch das Vorleben unseren Wegwerfgesellschaft lernen Kinder heute häufig gar nicht mehr die materiellen Werte zu schätzen.

Verloren, defekt durch Unachtsamkeit, oder neues Modell, immer die neusten Dinge........

Es kommt bei vielen immer direkt etwas nach, es gibt keinerlei Entbehrungen mehr......

robeki

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9

Donnerstag, 19. Juli 2012, 12:56

Vorsicht vor Pauschalisierungen und "Allgemeinplätzen", es gibt in diesem Land (und in diesem Forum auch) genügend Familien (häufig Ae-Familien), die mit vielen Entbehrungen leben müssen und die sehr genau überlegen müssen was sie kaufen können und was nicht . Nicht umsonst werden Kinder in Armutsberichten als großes "Armutsrisiko" gewertet.
Liebe Grüße bernd

Moni42

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10

Donnerstag, 19. Juli 2012, 14:52

Vorsicht vor Pauschalisierungen und "Allgemeinplätzen", es gibt in diesem Land (und in diesem Forum auch) genügend Familien (häufig Ae-Familien), die mit vielen Entbehrungen leben müssen und die sehr genau überlegen müssen was sie kaufen können und was nicht . Nicht umsonst werden Kinder in Armutsberichten als großes "Armutsrisiko" gewertet.
Liebe Grüße bernd


Ja, dass ist sicher so.

Ich schrieb auch bei vielen..........das Armutsrisiko gibtes sicher.
Ich beziehe mich ausschließlich auf den Teil der genug hat.