Jugendamt - Totalversager
Mutter soll hinter Gitter
Zweieinhalb Jahre Haft für Frau, die ihr Baby zum Pflegefall schüttelte - Revision angekündigt
jz Lüneburg. Nicole A. will nicht büßen. Die 25-Jährige ist gestern vom Landgericht Lüneburg zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Sie soll ihren Sohn Collin so stark misshandelt und gequält haben, dass der Säugling schwer behindert ist. Noch im Gerichtssaal kündigte der Verteidiger der Frau an, Revision einzulegen.
Kopfschüttelnd nahm Nicola A. das Urteil entgegen. Im Prozess hatte sie geschwiegen. Vorsitzender Richter Thomas Wolter meinte: "Sie weiß sehr genau, was passiert ist, rückt aber nicht mit der Wahrheit raus." So musste ein aufwändiger Indizienprozess klären, welche Angst und Schmerzen der kleine Collin in seinen ersten Lebensmonaten erleiden musste. Rund 50 Zeugen wurden vernommen, unter ihnen 15 Ärzte.
Danach stand für die 1. Große Jugendkammer des Landgerichts fest: Nicole A. hat am 15. Juli 2003 ihren Sohn so stark geschüttelt, dass sein Hirn massiv verletzt wurde. Der ausgelöste Atemstillstand schädigte Collin so stark, dass er nicht richtig sehen, hören, sitzen oder stehen kann. Bis zu 60 epileptische Anfälle peinigen ihn pro Tag. Rund 700 Milliliter Badewasser saugten die Ärzte am Tattag aus Lunge und Magen des Säuglings. Richter Wolter: "Vielleicht wurde er gedrückt, vielleicht rutschte er aus Versehen unter Wasser, als die Mutter telefonierte."
Das Motiv vermutet die Kammer in der Hilflosigkeit der jungen Mutter, die durch das Bröckeln ihrer Beziehung zu Lars C., dem Vater des Kindes, ihren erträumten "Hort der Sicherheit" gefährdet sah. Über das Kind habe sie Macht in der Beziehung ausgeübt, befand die Kammer. Wenn es Collin schlecht ging, wurde die Paarbindung fester. So begann das Martyrium für den Säugling schon früh. Nach einem Streit über Treue und Vertrauen am 24. Februar 2003 warf Nicole A. ihren Partner aus der Wohnung. Minuten später brach die Frau ihrem vier Wochen alten Sohn den linken Oberschenkel, so Richter Wolter. Ein Gutachter hatte der Frau "aggressive Impulsdurchbrüche" attestiert. Die Kammer ging deshalb von verminderter Steuerungsfähigkeit der Angeklagten aus.
Mindestens vier Mal kam es zu Übergriffen auf den Jungen, immer nur dann, wenn die Mutter mit dem Säugling allein war. Vor der letzten, verheerenden Attacke habe die Mutter schon zweimal den Säugling so brutal geschüttelt, beziehungsweise ihm die Luft abgedrückt, dass Atemstillstände ausgelöst wurden. "Doch das hat sie nicht dazu bewegen können, sich zu beherrschen", warf Richter Wolter der Angeklagten vor. Hilfsangebote wie die vom Jugendamt, das nach dem Verdacht der Kindesmisshandlung beim Beinbruch in der Familie nach dem Rechten sah, habe sie ausgeschlagen.
Zur Bewährung habe die Freiheitsstrafe nicht ausgesetzt werden können, so der Richter, weil Nicole A. die Taten bestreitet und keine Reue zeige.
undefinedMan fragt sich wirklich ob in den Jugendämtern nur Totalversager sitzen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
frohe Weihnachten
Julia