Hallo Ulli,
da hast Du ja auch gerade eine Menge Probleme.....
Ich werde mal versuchen, Dir in dem einen oder anderen Punkt weiter zu helfen, oder halt hier oder da einfach nur meine ganz persönliche Meinung zu schreiben, ich hoffe, es ist okay für Dich.
Sachlich, mit Abstand, ohne mehr zu wissen, sieht man Situationen ja oft anders. Aber auch dafür sind ja Foren da. Um verschieden Meinungen und Blickwinkel auch zu erfahren.
Nun zu meinem Problemen: 1. Mein Mann hat unsere Tochter von Dienstags auf Mittwoch und läßt sie teilweise bis 22.00 Uhr abends wach, welches dann für mich am Mittwoch eine Katastrophe ist, die Maus abends ins Bett zu bekommen. Zudem hat er sie jedes 2.Wochenende. Ich habe dann hier regelmäßig den Kampf, sie an den regelmäßigen Rythmus wieder zu gewöhnen.
Für Kinder, sind solche Tage, wie für Kinder, die in intakten Familien leben, wie Oma Tage. Dort werden sie öfter mal verwöhnt, sie dürfen etwas mehr, und sind anschliessend etwas aufgekratzt (kenne das selber von meiner kleinen, die schläft 3 Nächte nicht mehr durch, nach ihrem Papa WE).
Das ist in gewissen Maße aber doch auch okay.....finde ich. Und glaube mir, selbst ältere Kinder, sind nach den Papa Besuchs WE aufgekratzt, und "völlig neben sich stehend".....denn es gibt so viele Eindrücke für die Kinder, die sie erleben.
Also ein gewisses Maß sollte Papa da schon einhalten, aber ich sage mal, selbst wenn Papa sie um 20 Uhr ins Bett bringen würde, würde die kleine die Eindrücke etc. verarbeiten müssen, und, so doof es ist......das vergeht auch oft mit 6 oder 7 Jahren noch nicht.
Kinder freuen sich auf diese WE, die kurze Zeit mit Papi......und brauchen etwas, um das zu verarbeiten, was sie halt am WE erlebt haben.
Am liebsten würde ich meinem Mann das Sorgerecht entziehen, da ich mit dieser Regelung absolut den kürzenen ziehe.
Wie kommst Du denn darauf? Umgangsrecht hätte Papa weiterin (und das Kind auch), und egal ob mit oder ohne Sorgerecht.....was den Umgang angeht, hat es gar nichts mit zu tun. Das bleibt eh.[/quote]
2. Mein Mann ist Selbstständig und setzt mich (wie meine Vorgängerin schon beschrieben hat) mit seinen angeblich großzügigen monatlichen Unterhaltszahlungen unter Druck, wenn ich weitere Schritte gehe. Offiziel verdient er weniger als ich, ich bin wohlbemerkt teilzeit. Das heißt, wenn ich weitere Schritte gehe, oder unsere Vereinbarung rückgängig machen möchte, wird er die Zahlungen einstellen. Gibt es Unterstützungen für alleinerziehende, sich einen Rechtsanwalt zu nehmen?
Welche Vereinbarung?
Auf regelmäßigen Umgang? Das Recht hat er, und Euer Kind sowieso.
Willst Du Dir einen Anwalt nehmen, was vielleicht wirklich ratsam wäre, um wenigstens auf Gebiet Unterhalt klare Linien zu stecken, kannst Du bei dem Dir zustehenden Gericht einen Beratungsschein holen.
Da werden Deine Einkünfte etc. überprüft, und verdienst Du zu wenig, und bekommst den Schein, hast Du schon mal die Beratung beim Anwalt kostenlos (der Anwalt darf Dir bis zu 10€ in Rechnung stellen, die Du selbst zu tragen hättest).
Der Anwalt wird tätig, und wenn es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, kannst Du Prozesskostenbeihilfe beantragen (das wird der Anwalt Dir aber näher erläutern dann).
[qoute=anonymous]
3.:
Auch mein Mann droht damit mir das Sorgerecht zu entziehen.
[/quote]
Wie oben beschrieben, hatte der Vater kein hälftiges SR, und somit überhaupt keine Chancen, es zu bekommen.
Dein Ex hat hälftiges, da wäre es schon leichter........aber trotzdem immer noch fast unmöglich.
Das SR zu entziehen, bedarf richtig Hammermäßige Begründungen.
Also ich denke, Du solltest zwecks Unterhalt, einen Anwalt aufsuchen, somit ist dieses Thema zwischen Euch geklärt.
Alleiniges SR für Dich zu beantragen, ist genauso aussichtslos, wie für ihn, und schürt nur das Feuer.
Was den Umgang angeht, und das Kinder aufgedreht sind, denke, da wird Dir fast jeder hier bestätigen, das es bei fast jedem Kind so ist, und das ist kein Grund, das Umgangsrecht einzuschränken, oder gar vereiteln zu wollen.
Im Gegenteil, sollte man, sofern der Vater bereit wäre, vielleicht mal einen Kompromiss suchen, das er das Kind noch öfter sieht, damit es für die kleine nicht eine so große Ausnahmesituation bei Papa wird.[addsig]