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von mona84

Gast

unregistriert

1

Dienstag, 22. August 2006, 19:25

Krankenkasse verweigert Aufnahme meiner Tochter in die Familienversicherung !

Hallo liebe Leute !
Ich habe eine 12- jährige Tochter. Von ihrem Vater , mit dem ich nie verheiratet war und der auch kein Sorgerecht hat, bin ich seit 11 1/2 Jahren getrennt.
Lange Zeit habe ich Sozialhilfe erhalten.
Nun bin ich seit 3 Jahren verheiratet und habe noch zwei Kinder bekommen.
Zum Zeitpunkt unserer Heirat machte mein Mann gerade eine Umschulung und
die Krankenkasse konnte unsere (meine)Älteste nicht mitversichern,da zu wenig Einkommen ! Tip der KK: Über den leibl. Vater versichern.
Dieser ließ und läßt sich bis zum heutigen Tag verleugnen und irgendwie weiß niemand wo er lebt und was er macht.(Nicht einmal das Jugendamt)
Gott sei Dank hat er eine mir gut gesonnene Schwägerin die dann dafür sorgte,das die Kleine über seine KK versichert wurde.
Das lief dann auch alles ganz gut. Nun bekam ich am 28.07. ein Schreiben der KK daß mein Kind seit dem 31.02 . nicht mehr versichert sei da der Vater seine Beiträge nicht mehr geleistet habe. Nun wieder die gleiche Zeremonie. Unsere Familienkasse behelligen , Familienfragebogen ausfüllen und eine Abfuhr erhalten. Begründung ist: Mein Mann erhält zu wenig Nettolohn um den überwiegenden Unterhalt meiner Tochter zu decken. Sie wiederum erhält oh Wunder all die Jahre wenigstens noch den Kindesunterhalt vom leibl.Vater € 248,- und davon könnte sie laut KK ihren Lebensunterhalt bestreiten. Selbst wenn ich einen 400 Euro Job annehmen würde,wäre das Nettoeinkommen nicht hoch genug. Völlig verdrehtes Sozialgesetz. Da hat man schon nicht viel und soll das Kind alleine für € 120,- im Monat Krankenversichern und hat man ein hohes Einkommen darf sie in die Fam.Vers. aufgenommen werden.
Ich habe versucht Sozialhilfe für sie zu beantragen , daß wurde verweigert : ZU HOHES NETTOEINKOMMEN.
Ich drehe mittlerweile auf der Stelle und komme einfach nicht weiter.
Da mein Mann nach seiner Umschulung damals längere Zeit ALG II erhalten hat,
( nun steht er Gott sei Dank wieder in Lohn und Brot ) hat sich finanziell vieles angehäuft. Selbst wenn wir wollten, wir könnten es uns finanziell überhaupt nicht leisten eine KV abzuschließen.
Wir haben einen Anwalt aufgesucht der diese Angelegenheit vor den Bundessozialgerichtshof bringen will. Das dauert aber seine Zeit. Minimum 3 Monate wahrscheinlich länger.
Was wird in der Zeit aus meiner Tochter? Sie darf zur Zeit ihre Hobbys ,Schulsport und all die schönen Sachen die ein Kind in diesem Alter macht
nicht ausüben. Klassenfahrt ade... Kieferorthopädische Behandlung auf Eis gelegt und schon erste Forderungen vom Krankenhaus und Kinderarzt.
Sehr Kinder- und Familienfreundlicher Staat.
Wer hat von ähnlichen Fällen gehört oder gar selbst erlebt. Für Tips wäre ich unendlich dankbar.

aniella44

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Mannheim

Beruf: Lehrerin

2

Dienstag, 22. August 2006, 20:56

RE: Krankenkasse verweigert Aufnahme meiner Tochter in die Familienversicherung !

hallo,
also , ich hab das richtig verstanden: deine tochter kann bei deinem mann in der familienversicherung nicht mitversichert werden, weil sein nettoeinkommen nicht hoch genug ist. hat man dir das schriftlich gegeben? lass dir doch mal die satzung der krankenkasse zeigen, wo das drin steht. bedeutet es das nettoeinkommen, das dein mann von seinem arbeitgeber erhält oder euer nettoeinkommen nach abzug aller verpflichtungen?

kann es nicht sein, dass die versicherung deines mannes nicht aufkommen will, da eigentlich die versicherung des leiblichen vaters dafür zuständig wäre? die aber nicht mehr existiert, wie du oben beschrieben hast.
zwei dinge:
auch wenn du meinst, das geld nicht zu haben, schließ für deine tochter eine krankenversicherung ab. unser sohn war auch eine zeitlang freiwillig gesetzlich versichert (als 8-jähriges kind für 124,. euro!!!), aber was glaubst du, wer die arztrechnungen und krankenhausrechnungen bezahlt, wenn deiner tochter was passiert?
zum zweiten: geh persönlich zu den vorgesetzten der krankenkasse deines mannes. lass dich nicht abwimmeln. bleibe freundlich und hartnäckig. und lass dir deren aussagen schriftlich geben. ich habe die erfahrung gemacht, dass die sich sehr ungern festlegen wollen. sag,dass du das über einen rechtsanwalt momentan prüfen lässt, drohe nicht, sondern erkläre ihm, dass du gar nicht anders kannst, dass er da ja sicher verständis hätte...

so ganz versteh ich das nämlich auch nicht. allerdings bin ich absolut kein experte auf dem gebiet. mein damaliger mann war freiwillig gesetzlich versichert, ich privat. und im rahmen des erziehungsurlaubes unserer beiden kinder, den wir uns 50 : 50 geteilt haben, habe ich so viele falsche auskünfte bekommen, dass ich mittlerweile immer um eine schriftliche bestätigung einer auskunft bitte.
hoffe für dich, dass sich das klärt.

lg angela[addsig]

Gast

unregistriert

3

Dienstag, 22. August 2006, 21:10

RE: Krankenkasse verweigert Aufnahme meiner Tochter in die Familienversicherung !

Hallo,

schau mal

[URL=http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=45404.html]hier[/URL] nach, da findest Du alles über Krankenversicherung (auch die der Stiefkinder).[addsig]

aniella44

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Mannheim

Beruf: Lehrerin

4

Dienstag, 22. August 2006, 21:13

RE: Krankenkasse verweigert Aufnahme meiner Tochter in die Familienversicherung !

ich hab mal gegoogelt.

zu den kindern gehören auch stiefkinder, solange sie vom mitglied überwiegend unterhalten werden.
wenn aber der leibliche vater noch zahlt (und 248.- euro sind erstaunlich viel), dann fragen die sich natürlich, warum zahlt er seine krankenkassenbeiträge nicht. bzw. das ist denen egal.
warum zahlt er sie nicht?? und wie kommt es, dass du und das jugendamt seine adresse nicht kennen, du aber jahrelang unterhalt von ihm kriegst, deine tochter bei ihm mitversichert ist und die schwägerin das gemanagt hat?? wenn ein kind bei einem versicherungsnehmer mitversichert ist, dann kann man total easy die adresse rauskriegen. man muss nur die krankenkasse anrufen. schließlich muss man die auch manchmal angeben. und seine schwester wird sie ja auch wissen.
ich denke, du musst erst mal in erfahrung bringen, was mit ihrem vater los ist. der ist die erste anlaufstelle. ruf doch bei der krankenkasse an und frag die, ob sie wissen, ob er jetzt gar nicht versichert ist oder ob er vielleicht nur bei ihnen nicht mehr versichert ist?
hm, ich glaub, du solltest nochmals mit deiner dir gut gesonnenen schwägerin sprechen.
ich wünsch dir viel glück und vergiss die versicherung nicht! angela[addsig]

Gast

unregistriert

5

Mittwoch, 23. August 2006, 09:35

RE: Krankenkasse verweigert Aufnahme meiner Tochter in die Familienversicherung !

Anders betrachten!

Keine gesetzliche Krankenkass will oder darf ein Kind mitversichern wenn der besser verdienende Elternteil privat oder garnicht krankenversichert ist!

Wen der echte Vater UND der Stiefvater in einer gesetzlichen Kasse oder Ersatzkasse pflicht- oder freiwillges Mitglied sindt, dann spielt das Einkommen keine Rolle,aus praktischen Gründen dort wo es im Haushalt ist.

Die Mutter verheiratet und familienversichert bei einem Geringverdiener zählt dann eben als schlechter verdienender Elternteil.

Die Lösung:

Beistandsschaft des Jugendamtes und Neufestsetzung des Unterhaltes inkl. Krankenkassenbeitrag!

Warum solche Regelungen?

Die gesetzlichen Kassen wollen und dürfen nicht für Kinder zahlen deren Väter als Rosinenpicker sich günstig und allein privat versichern.


werner



Gast

unregistriert

6

Mittwoch, 23. August 2006, 13:42

RE: Krankenkasse verweigert Aufnahme meiner Tochter in die Familienversicherung !

"Die gesetzlichen Kassen wollen und dürfen nicht für Kinder zahlen deren Väter als Rosinenpicker sich günstig und allein privat versichern."


ach werner, informiere dich doch UMFASSEND, bevor du solche halbwahrheiten ins netz stellst.kinder müssen immer bei dem besserverdieneneden versichert sein. du kannst privat versichert sein (geringverdiener) und die kinder können trotzdem in der gesetzlichen familienversicherung drin sein.

zum rest:
ich denke auch, dass da zuerst das jugendamt gefragt ist, bevor die krankenkasse zahlt. im schlimmsten fall wird verlangt, dass vom unterhalt die krankenkasse bezahlt wird. was ich aber nicht verstehe: welcher vater zahlt keine krankenkassenbeiträge mehr , dafür aber 248,-€ unterhalt??
lg angela

Gast

unregistriert

7

Mittwoch, 23. August 2006, 13:55

RE: Krankenkasse verweigert Aufnahme meiner Tochter in die Familienversicherung !

Fast identische Information, aber wie kann man sich als Geringverdiener privat günstiger versichern als in einer gesetzlichen Krankenkasse?

Ich schrieb auch "günstig"...

werner

Gast

unregistriert

8

Mittwoch, 23. August 2006, 15:36

RE: Krankenkasse verweigert Aufnahme meiner Tochter in die Familienversicherung !

Das an dieser Stelle gestandene Posting von einem Knast über Umgang habe ich verschoben, da es nichts mit diesem Thema zu tun hat.

Zu finden nun hier[addsig]

Gast

unregistriert

9

Mittwoch, 23. August 2006, 19:54

RE: Krankenkasse verweigert Aufnahme meiner Tochter in die Familienversicherung !

zu deiner anfrage, werner,

es ist nicht günstiger. ich zahle fast 30 % meines nettoverdienstes an krankenversicherung. aber als geringverdienende beamtin (ich bin lehrerin in teilzeit) habe ich keine möglichkeit, mich gesetzlich zu versichern, weil der arbeitgeber (staat) die 50% nicht übernimmt bei der gesetzlichen. ich bekomme zwar beihilfe, aber die beihilfe übernimmt keinen anteil bei der gesetzlichen. mit der beihilfe zahle ich genau 28% meines lohnes an krankenkassenbeiträgen. wenn ich mich freiwillig gesetzlich versichern würde, wären es noch mehr. wenn ich voll arbeiten würde, müsste ich auch nicht mehr bezahlen. (kann ich aber nicht bei drei kindern).
soviel zu den privilegien der beamten, wobei ich mich nicht beschwere, ich bin froh, dass ich eine arbeit habe. und irgendwann werde ich auch wieder mehr arbeiten.

nicht jeder der privat versichert ist, hat sich die rosinen rausgepickt.
grüße angela

Gast

unregistriert

10

Donnerstag, 24. August 2006, 06:58

RE: Krankenkasse verweigert Aufnahme meiner Tochter in die Familienversicherung !

Über die problematik Beamter als Welternteil schrieb ich nciht, dürfte in dem ursprünglichen Beitrag auch nicht das problem sein. Es geht um Elternteile die sich wegen hohen einkommens aus der krankenversiherungspflicht herausfielen und sich statt als feiwilliges Mitglied zu bleiben privat versichern.

So wie am anfang geschrieben "Rosinenpicken"..

Als jüngerer Alleinstehender niedriger Beiträge zahlen, die Kinder aber bei der AOK lassen....

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