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Umfrage

82%

ja

18%

nein

Insgesamt 114 Stimmen
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von Sunriel

Gast

unregistriert

1

Sonntag, 28. November 2004, 19:41

Umfrage zur Einstellung über gemeinsame Obsorge

Guten Tag!

Ich führe gerade, gemeinsam mit vier weiteren Studentinnen der Psychologie eine Untersuchung in Form eines Online-Fragebogens zum Thema <b>"Einstellung zur gemeinsamen Obsorge"</b> durch.

Die Beantwortung des Fragebogens dauert in<b> etwa 10 Minuten</b>. Sie würden uns sehr helfen, wenn Sie sich diese Zeit nehmen, und den Fragebogen ausfüllen.

Zur Teilnahme einfach folgenden Link anklicken. (Es werden keine persönlichen Daten, wie Name, Adresse,.. erhoben.)
http://gerda.univie.ac.at/lvo/2004LVO/0007885/scheidung/Startseite.php

Wir bedanken uns herzlich für Ihre Mitarbeit!

mit freundlichen Grüßen
Barbara Strassnig (barbara.strassnig@univie.ac.at)
i.V. Doris Artner, Felicitas Kabusch, Monika Müller, Patricia Pöller

Beiträge:

2

Sonntag, 28. November 2004, 19:44

RE: Umfrage zur Einstellung über gemeinsame Obsorge

Der obige Beitrag stammt ebenfalls von mir (Barbara Strassnig)
Ich habe es verabsmäumt, mich anzumelden.

mfg Barbara Strassnig
(barbara.strassnig@univie.ac.at)<br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: Barbara.Strassnig, 28.11.2004, 07:45 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]

frank

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3

Montag, 29. November 2004, 00:37

RE: Umfrage zur Einstellung über gemeinsame Obsorge

Hallo Barbara,

habe die Umfrage als Block rechts oben auf die Startseite gelegt und fordere gleichzeitig alle Besucher auf an diesem wissenschaftlichen Projekt der Uni Wien teilzunehmen. (Hoffe doch, dass die Angabe der Uni jetzt richtig war ???)

Grüße aus Herborn

Frank[addsig]

frank

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4

Montag, 29. November 2004, 00:46

RE: Umfrage zur Einstellung über gemeinsame Obsorge

... und noch ein Hinweis an alle Studenten / Studentinnen: wir unterstützen wissenschaftliche Umfragen zu Themen der Familienforschung, bzw. ähnliche Themen nicht nur, sondern können Ihnen auch bei der Programmierung entsprechender Umfragen unentgeltlich behilflich sein und promoten Ihre Umfrage auf diversen Websites, die vorrangig von Alleinerziehenden besucht werden! Die Daten unserer flexiblen, und für mehrere Untersuchungen bereits verwendeten Software werden im CSV Format abgespeichert, können also mit SPSS, EXEL, aber auch mit anderen gängigen Statistikprogrammen sofort ausgewertet werden.

Grüße aus Herborn

Frank[addsig]

Beiträge:

5

Montag, 29. November 2004, 23:54

RE: Umfrage zur Einstellung über gemeinsame Obsorge

Hallo Frank
Wow!!
Danke für die superfreundliche Unterstützung.

Uni Wien stimmt, (Fakultät Psychologie)

Schön, dass es so hilfsbereite Menschen gibt.

Lg Barbara
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frank

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6

Dienstag, 30. November 2004, 01:10

RE: Umfrage zur Einstellung über gemeinsame Obsorge

Hallo Barbara,
habe die URL mit dem Hinweis diese einzubinden bereits an andere Websites weitergeleitet und wünsche Euch viel Erfolg und eine hohe Rücklaufquote bei Eurer Umfrage. Habe ein sehr interessantes Buch zur wissenschaftliche Auswertung von Onlineumfragen, das ich Euch gerne überlasse, aber auf die Zurückgabe (weil sehr teuer) hoffe. Bei Interesse meldet Euch bitte. Ach so... bitte teilt mir mit, wann die Umfrage endet! Wichtig !

Grüsse

Frank[addsig]

refa

unregistriert

7

Dienstag, 30. November 2004, 08:53

RE: Umfrage zur Einstellung über gemeinsame Obsorge

Hallo,
online umfragen sind schon sehr bedenklich, ich wuerde dem nicht so hohen stellen wert beimessen. Insbesondere wenn die befragungen auf speziellen interressen seiten gemacht werden, kann es kein reales ergebnis geben.
Fuer ein stimmungsbild oder anregung zu einem thema um es dann zu vertiefen mag es ja aus studentischer sicht interessant sein.
Ich will ja kein spielverderber sein, aber im aktuellen spiegel stehen die ergebnisse ja schon drinn Nr. 49/29.11.04.
Der Regelfall ist die gemeinsame Sorge. dafuer haben sich im Jahr 2003 bei 83.230 Ehescheidungen die Eltern einvernehmlich geeinigt. Lediglich bei 15.7999 weiteren Faellen musste ein AG entscheiden.
Die zahlen fuer die sog. unehelichen kindern duerften aehnlich sein, weilhier ja nur die streitfaelle bekannt werden, die nachweislich in der minderheit sind.

gruss refa<br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: refa, 30.11.2004, 08:58 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]

Beiträge:

8

Dienstag, 30. November 2004, 10:33

RE: Umfrage zur Einstellung über gemeinsame Obsorge

Hallo Refa
Den Spiegel hab ich nicht zur Hand, aber steht im Spiegel nur die "Auflistung" der Obsorgeentscheidungen oder auch die Einstellung darüber? (aus der Internetseite geht leider auch nix genaueres hervor)

Ich hab mich schon seit längerem mit Online-Fragebögen beschäftigt und die Unterschiede zu "normalen Papier"-Fragebögen sind nicht sonderlich groß. Die Befragung nur auf "speziellen Interessens-seiten" bekannt zu machen, hat sicher mehr Einfluß, aber wir haben auch per Email, Verwandte & Bekannte um die Teilnahme gebeten. Ich kann deine Einwände schon verstehen, aber eine Zufallsstichprobe mit den beschränkten (Zeit & Geld) Mitteln eines/r Studenen/In zu bekommen ist eh unmöglich, aber wir versuchen ein möglichst breites Feld abzudecken.

@Frank: Von wem ist das Buch? Vielleicht kann ich es mir auch über eine Bibliothek besorgen. In Wien bekommt an sich jedeR PsychologieStudentIn ein gutes Statistisches Rüstzeug, aber etwas Internet-spezifisches ist mir leider noch nicht unter gekommen.

Morgen, also Mittwoch weiß ich dann genau bis wie lange die Untersuchung online ist, dann meld ich mich wieder.

Danke für alle Infos und Meinungen!!
lg Barbara Strassnig[addsig]

frank

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9

Dienstag, 30. November 2004, 11:14

RE: Umfrage zur Einstellung über gemeinsame Obsorge

Hallo Barbara,

Zunächst mal der Buchtitel: BATINIC, B. / WERNER, A. / GRÄF, L. / BADILLA, W.: Online research: Methoden, Anwendungen und Ergebnisse. Göttingen / Bern / Toronto / Seattle: Hogrefe 1999

Der folgende Text ist zwar schon etwas älter, aber vielleicht als Hinweis für Euch doch recht interessant. Alle Quellenangaben beziehen sich auf das obengenannte Buch. Ist ein Ausschnitt aus einer Diplomarbeit, in der ebenfalls eine Internetumfrage durchgeführt wurde.

<b>Repräsentativität und das Problem der (Selbst-)Selektivität</b>
In der konventionellen Umfrageforschung hat sich der Begriff der „Repräsentativität“ als das entscheidende Gütekriterium zur Beurteilung von empirischen Studien etabliert (Hauptmanns, 1999 S 26 ). Grundlagen von Bevölkerungsumfragen sind in der Regel Zufallsstichproben. Derartige Stichproben sind dadurch gekennzeichnet, dass jedes Mitglied einer Untersuchungsgrundgesamtheit mit einer bekannten Wahrscheinlichkeit größer Null die Chance hat, in einer Befragung vorzukommen bzw. an ihr teilzunehmen (BANDILLA 1999, S.10).
Eine Online-Befragung kann zur Zeit aus folgenden Gründen nicht als repräsentativ gelten:
„Die Grundgesamtheit der Internetnutzer ist undefiniert.
Die Stichprobe ist in aller Regel selbstselektierend, eine aktive Stichpro-benziehung findet nicht statt. Systematische Ausfallmechanismen müssen unterstellt werden. Über Nonrespondents liegen keine Informationen vor.
Die Ziehung einer echten Zufallsstichprobe (d.h. die Verallgemeinerungen auf eine Grundgesamtheit zulässt und somit als „repräsentativ“ bezeichnet wird) ist nicht möglich“ (HAUPTMANNS, 1999 S 22 ).
Das Problem der Selbstselektion ist durch die Besonderheiten des Internet und den Ablauf solcher Befragungen gekennzeichnet.
„Die wesentlichen Unterschiede zu anderen Erhebungsarten bestehen darin, dass erstens Hinweise auf eine laufende Umfrage erst einmal gefunden werden müssen, zweitens die Befragten aktiv über ihre Teilnahme entscheiden und drittens die Teilnahme Kosten (z.B. Telefon- und Providergebühren) verursacht. Aufgrund dieser Besonderheiten muss angenommen werden, dass nur bestimmte Gruppen von Internet-Nutzern an WWW-Umfragen teilnehmen“ (BANDILLA 1999, S. 12).

Noch verfügt lange nicht jeder private Haushalt in Deutschland über einen Internetzugang, der Voraussetzung für eine repräsentative Umfrage wäre. Verschiedene mit Hilfe des Internet durchgeführte Erhebungen zum Profil deutschsprachiger Internet-Nutzer schwanken sehr stark, sowohl in Bezug auf die demographischen Daten als auch im Bezug auf das Nutzerverhalten.
Nach Angaben der Fittkau und Maß GmbH, die vom 4. Oktober bis zum 8. November 2000 die 11. w3b-Umfrage zum Nutzerprofil von Internet-Nutzern durchführte (http://www.w3b.org/ergebnisse/ergebnisse.html), konnte unter den 69.655 Befragten nur ein Frauenanteil von 31,1% ermittelt werden. Nach dieser Untersuchung sind nur 13,9% der Internetnutzer älter als 50 Jahre, während der Anteil der Nutzer im Alter von 20 bis 29 Jahren 28,1%, der Anteil der Nutzer im Alter von 30 bis 39 Jahren sogar 31,9% beträgt. Auch im Hinblick auf den Bildungsgrad überwiegen die Abiturienten mit 52,7%. HAUPTMANNS verweist zusätzlich darauf, dass das geschlechtsspezifisch unterschiedliche Nutzerverhalten zwangsläufig einen geringeren Anteil an Frauen in Bezug auf deren tatsächlichen Anteil an Internet-Nutzern hat (HAUPTMANNS, 1999 S. 33).
Die im Rahmen dieser Arbeit durchgeführte Befragung im Internet kann deshalb nicht als repräsentativ gelten, sondern jeweils nur einen Trend darstellen.


Grüße

Frank
[addsig]

Beiträge:

10

Dienstag, 30. November 2004, 20:34

RE: Umfrage zur Einstellung über gemeinsame Obsorge

Hallo Frank

Das Buch kommt mir sehr bekannt vor. Das ist in unserer Bibliothek zum Glück vorhanden und man kann sich sich ganze Semster ausborgen *g*.

@Repräsentativität: ist klar, dass man das Online nicht zusammenbekommt.
Aber ich bezweifle auch die Repräsentativität herkömmlicher Untersuchungen, die oft mittels Telefon durchgeführt werden. Haben heutzutage noch alle angemeldete Tel.Nr. oder doch Handys?
Wer ist zu der Zeit erreichbar, wenn angerufen wird?
Wer nimmt sich überhaupt die Zeit, Fragen zu beantwortet?....
Alles Punkte, die mich an der Repräsentativität zweifeln lassen.

So lange niemand mit großem Aufwand (Zeit & Geld) sich zuerst die Statistischen Grunddaten besorgt und dann eine Klumpenstichprobe daraus zieht, bzw. die Unmöglichkeit macht, ALLE zu befragen, glaube ich nicht, dass es so ein großer Unterschied ist. (natürlich auch Thema-abhängig: z.B. Fragen für Pensionisten, sozial sehr schwache Menschen,... sollte man nicht über das Internet lösen)

Ein größeres Problem dürfte der "Freiwilligen-Fehler" sein, dass ich nicht weiß wie viele den Link zwar gesehen haben, aber NICHT teilgenommen haben und ob sich diese von den TeilnehmerInnen unterscheiden. Ich kann annehmen, dass Menschen, die sich in Foren informieren engagierter/offener sind. Andererseits gibt es eine Untersuchung von Spiel (1988) die keinen Unterschied zw. TeilnehmerInnen und Nicht-TeilnehmerInnen (nicht speziell auf Online ausgelegt).
Brenner (2002) "spekuliert", hat also auch nix eindeutiges festgestellt, dass Freiwillige im Internet mehr Freizeit, bzw. altruistischer motiviert sind.
Ach ja und dass mehr Frauen unter den Freiwilligen sind, was wieder das Ungleichgewicht bei den Internet-Nutzern ausgleichen könnte.

Man sieht also, es gibt leider noch viel zu wenig an Daten, um hier etwas fixes sagen zu können :-(

Mir sind die Einschränkungen des Internets durchaus bewußt, nur wird gerne vergessen, dass auch andere Methoden (Telefon, persönl. Interview,..) genauso Einschränkungen unterliegen.

lg Barbara Strassnig[addsig]