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von mona84

Gast

unregistriert

1

Samstag, 2. September 2006, 22:31

Fix und fertig


Merle

Anfänger

Beiträge:

2

Samstag, 2. September 2006, 23:13

RE: Fix und fertig

Hallo Marina!!

Ich kann Deine Situation verstehen.
Versuch doch Dir Deine Freiräume zu schaffen. Z.B. Wenn das Kind im Bett ist nimmst Kerzen mit ins Bad und nimmst ein Vollbad. Oder Du gehst her und nimmst ein Buch mit ins Bett und machst es Dir abends dort gemütlich.
Eine Freundin einladen und einen Frauenabend zu Hause machen wenn Dein Kind schläft.
Zum anderen denke ich wäre ein Gespräch bei der Caritas oder Diakonie nicht schlecht wo Du einfach mal nur reden kannst und Du im Vordergrund stehst und Deine emotionale Seite einfach mal beachtet wird.
Wie schaut das denn sonst aus? Gäbe es die Möglichkeit das Deine Tochter nach der Kita mal mit woanders spielen geht? Somit bräuchtest Du Dich nicht abhetzen und könntest mal in Ruhe einen Kaffee trinken gehen und Kraft tanken.

Ich weiß es hört sich leicht an und es ist im Moment für Dich auch vielleicht nicht sichtbar aber Du kannst Dir mit Kleinigkeiten ungeheuer gut tun. Und mal durchatmen.


Viele grüße und Kopf hoch Du schaffst das

Merle[addsig]

silberfischchen

Anfänger

Beiträge:

3

Sonntag, 3. September 2006, 07:41

RE: Fix und fertig

Hallo Marina,

ich kann nachvollziehen, wie voll dein Tagesplan ist, ich habe selbst als wieder angefangen Vollzeit zu arbeiten, als mein Sohn 4 war und meine Tochter 10.

Bei dir sehe ich allerdings einen Kreislauf. Deine Unruhe überträgt sich auf deine Tochter. Du bist hypernervös, schreist und deine Tochter reagiert darauf mit Getobe, um dir zu zeigen, *Hey, hier bin ich, schenk mir Zeit*.

So lange du nicht ruhiger wirst, wird es auch deine Tochter nicht - Kinder sind da ein Spiegel. Bring Ruhe und Gelassenheit in euer Leben. Das klingt nun leichter gesagt als getan, das sehe ich ein....aber sonst schaukelt ihr euch immer weiter hoch.

Ein Patentrezept kenneichleider auch nicht - Aber deine Idee mit Ikea war doch schon super :-D .

Lieben Gruß und viel Kraft

Nathalie
[addsig]

bantam

Profi

Beiträge: 222

Danksagungen: 258

4

Sonntag, 3. September 2006, 08:51

RE: Fix und fertig

Hallo Marina

Beim Vollzeitjob und Kind bist Du Abends sicher nur KO und sehnst Dich einfach nach einem stillen Ausgleich. Einfach mal alleine sein, die Ruhe genießen auf der Couch oder ein Buch lesen.
Frauenabende usw. helfen Dir grad sicher nicht weiter, da Du erstmal zur Ruhe kommen musst, Deine Nerven liegen blank ( kein Wunder ).
Kein Woende mal entspannen nur fürs Kind da sein, Ihre Wünsche erfüllen, das schlaucht.
Das mit Ikea war schon klasse, versuch ähnliches weiter zu führen, Indoorspielplatzbesuche - wo auch eine Deiner Freundin mit kann, ihr Euch unterhaltet, während sich Tochter austoben kann -
Es gibt auch Kinderturnen ab 3 J., wo sie sich etwas auspowern kann, während Du in Ruhe mal einkaufen könntest oder Dir eine Kaffeepause gönnst.

Wenn Deine Tochter größer ist, erkundige Dich nach Woend Veranstaltungen mit Übernachtung für Deine Tochter, meist bieten THW und weitere gemeinnützige Organisationen günstig sowas an, grade auch später für die Ferien.
So erlebt sich viel mit anderen Kids und Du kannst mal alle 4re von Dir strecken.

Aktive Kids können einen oft zur Weißglut bringen, kenn ich nur zu gut.

Alles Gute bantam[addsig]

Gast

unregistriert

5

Dienstag, 5. September 2006, 13:01

RE: Fix und fertig

Liebe Marina,

mir geht es ähnlich wie Dir. Ich bin 42 Jahre alt und einen 4jährigen Sohn. Da auch meine Beziehung schon während der Schwangerschaft auseinander ging (war mit meiner Tochter auch 12 Jahre allein - sie ist mittlerweile 19 und gerade dabei ein eigenes Leben aufzubauen) und der Vater sich im wahrsten Sinne auf nimmer Wiedersehen aus dem Staub gemacht hat, stehe ich auch mit allem allein da. Seit mein Sohn 9 Monate ist, gehe ich wieder voll arbeiten und habe ebenfalls Stress pur. Morgens die Hetzerei, um pünktlich in der Firma zu sein, abends, um den Kleinen rechtzeitig wieder abzuholen. Dem Himmel sei Dank, dass ich wenigstens etwas Unterstützung von meinen Eltern bekomme, denn die passen die Woche über nachmittags auf meinen Sohn auf. Das heißt natürlich auch, dass ich die Wochenende nie Zeit zum ausruhen habe, denn da muss ja auch alles im Haushalt gemacht werden, was die Woche über liegen bleibt. Es gibt Wochenenden, die genieße ich mit meinem Kleinen und alles läuft rund. Aber dann gibt es auch ganz schlimme Wochenenden, wo ich spüre, dass ich an meine Grenzen stoße. Da bleibt mir manchmal regelrecht die Luft weg und ich weiß gar nicht mehr recht, was ich machen soll. Am liebsten würde ich weglaufen, aber ich liebe ja mein Kind und würde ihn nie im Stich lassen.

Tja, wir werden wohl mit diesem Schicksal noch eine Weile leben müssen bis unsere Kinder etwas älter werden. Ich versuche die positiven Dinge in meinem Leben zu sehen und auch die Entwicklung meiner Kinder, an denen ich ja maßgeblich beteiligt bin. Ich denke all die Mühe und Arbeit lohnt sich. Ich sehe das an meiner 19jährigen Tochter. Wir haben ein prima Verhältnis. Ich bin sehr stolz auf sie, denn sie ist mit ihren 19 jahren schon fast in der Lage auf eigenen Beinen zu stehen. Momentan sucht sie nach Abschluss ihres Fachabiturs eine Ausbildungsstelle zur Fotografin. Danach möchte sie Museologie studieren. Sie ist eine fröhliche, aufgeweckte, intelligente, junge Frau. Ihren Vater hat sie als sie klein war, kurz kennengelernt, aber nie wirklich mit ihm Kontakt gehabt. Sie sagt heute, dass ihr der Vater nicht gefehlt hat. Ich war ja immer für sie da. So soll es auch bei meinem Sohn sein. Also beiße ich die Zähne zusammen und werde immer wieder aufs Neue versuchen, den harten Alltag zu bewältigen.

Glaube mir! Irgendwann kommt auch Zeit für uns, wo wir all das tun können, wovon wir heute träumen.

Liebe Grüße
Moni :-)

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