RE: Allein und isoliert...
Hallo Janine,
ich bin seit der Trennung vor zweieinhalb Jahren auch alleine mit meinem Sohn (12). Allerdings muss ich sagen, ich habe einen sehr lange bestehenden Freundeskreis (alle verheiratet, bis auf einen einzigen) und bin schon sehr lange in Vereinen aktiv. Von daher komme ich viel unter Leute, mein Sohn ist auch sportlich sehr aktiv, fast jedes Wochenende hat er Wettkampf, da bin ich immer dabei. Ist auch eine nette Abwechslung für mich.
Vielleicht würde es Dir helfen, zusammen mit Deinem Kind einen Verein zu besuchen? Gerade als begleitende Mutter kriegt man eigentlich gut Kontakt zu den anderen Eltern. Oder ein eigenes Hobby finden, nur für Dich allein, ohne Kind.
Ich muss sagen, ich war zwischen meinen Beziehungen immer eine gute Zeit allein, was ich für mich auch brauchte, von daher fällt mir das Alleinsein gar nicht schwer. Sicher, manchmal sehnt man sich auch mal danach, jemanden zum Anlehnen zu haben, aber das sind bei mir eher kurze Phasen. Im Grunde bin ich glücklich, unabhängig zu sein, selbst entscheiden zu können und nur mir und meinem Sohn Rechenschaft ablegen zu müssen. Ich habe mir allerdings auch während meiner Ehe meine Eigenständigkeit weitgehend bewahrt, mein Hobby und meinen Freundeskreis gepflegt.
Eine Partnerschaft ist meist in der Realität gar nicht soooo schön, wie man sie sich in seinen Träumen ausmalt. Versuche, dem Alleinsein die positiven Seiten abzugewinnen, denn die gibt es dabei auch. Auch bei den "glücklichen" Pärchen um Dich herum ist nicht immer alles eitel Sonnenschein, betrachte es auch einmal aus dieser Perspektive. Dann ist das Alleinsein plötzlich oft gar nicht mehr so schlimm!
Kopf hoch Janine, irgendwann findest Du bestimmt Dein Glück, wenn Du aufhörst danach zu suchen.
Liebe Grüße,
Marion.[addsig]