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sonnenkinder62
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von mona84

moro48

Anfänger

Beiträge:

1

Freitag, 27. Oktober 2006, 16:12

Wer kann mir einen Rat geben?

Hallo,

schon seit einiger Zeit lese ich fleißig bei euch mit. Ich merke Alleinerziehende , egal ob Papa oder Mama, die Probleme sind immer wieder und überall die Gleichen. Das gibt Trost bei der eigenen Alltagsbewältigung mit meinen beiden Rackern.
Nun aber ist in meinem Leben ein Problem aufgetaucht, das ich meine ,nicht ohne Hilfe zu meistern.

Laßt mich euch ganz kurz meine Situation schildern.

Vor sechs Jahren wurde meine Ehe geschieden und ich erhielt das Sorgerecht für meine beiden Mäuse (damals 6 und 2 Jahre alt ) Erspart mir die Story in allen Einzelheiten zu schildern. Fakt ist nur, daß meine Frau uns von heute auf morgen verließ und zu ihrem neuen Freund in den Nachbarort zog.
Anfangs besuchte sie noch ca. sechs mal die Kinder, bis auch dieser Kontakt nach ca. 2 Monaten einschlief, Eines Tages verschwand sie ganz aus unserem Leben.
Nachforschungen ergaben, daß sie wieder verheiratet war (mit einem US-Amerikaner) und mit ihm in die USA ging.
Meine 6jährige litt ganz enorm unter der Trennung von der Mutter. Auf Rat einer Kinderpsychologin , doch den Kinder ein neues Umfeld zu schaffen, (damit die Erinnerungen nicht immer da war), zog ich mit den Kindern in meine Heimatstadt zu meinen Eltern.
Wir bewohnen dort die obere Etage meines Elternhauses und die Große war glücklich bei Oma und Opa zu sein. Sie sagte mal,"Jetzt sind wir wieder eine richtige Familie"
Im Sommer wurde sie eingeschult und da ging das Dilemma los.

Alle Kinder hatten Mama und Papa. Sie machte alle Phasen durch, die ihr euch vorstellen könnt. Auffälliges Verhalten in der Schule, Trotz, Zerstörungswut, Lügen, Diebstahl, es ging sogar soweit, daß sie wochenlang im Bett lag ohne ein Wort zu sprechen.
Natürlich war sie ständig in therapeutischer Behandlung.
Sie hatte das Trauma, daß es ihre Schuld war, daß die Mama weg gegangen war.
Vier ganze Jahre dauerte es, bis meine Tochter endlich wieder ein ganz normales Leben ohne Schuldkomplexe führen konnte.

Ohne die Hilfe meiner Eltern, hätte ich diese Jahre niemals durchstehen können.
In den letzten zwei Jahre sind bei uns endlich " Friede Freude Eierkuchen" eingekehrt, Zwei Jahre ohne Psychologen. Beide Mädchen, inzwischen 12 und 8 Jahre alt, sind gesund und glücklich und alles läuft normal. Inzwischen kann die Große auch ohne Emotionen über ihre Mutter sprechen und hat gelernt mit einer für sie schmerzlichen Situation umzugehen.

Meine 8jährige hatte in dieser Hinsicht nie irgendwelche Probleme.

Nun kommt eine Situation auf mich zu, mit der ich mich völlig überfordert fühle.
Vor vier Wochen kam, nachdem wir fast sechs Jahre kein Lebenszeichen erhalten hatten,ein Brief aus den USA von meiner Geschiedenen .

Der Inhalt in Stichworten: Heimweh, scheiß USA, Fehler gemacht, vermisse Kinder; hat 2jährigen Sohn , der seine Schwestern kennen lernen soll.
Ich soll ihr Geld schicken, damit sie nach Deutschland zurückkehren kann.
????????????????.
Ihr könnt euch vorstellen, daß mein gesamtes Umfeld Eltern, Freunde, Bekannte und Nachbarn strickt dagegen sind. Noch habe ich nicht mit meiner Ältesten über das Thema gesprochen.
Pure Angst, daß alles wieder von vorn beginnt, Angst um meine Tochter.
Wie oft habe ich gedanklich in den letzten Jahren die Frau verdammt. Warum läßt eine Mutter ihre Kinder einfach zurück ? Sechs Jahre Geburtstag, 6 Jahre Weihnachten, keine Karte, kein Brief, kein Päckchen. (Natürlich auch keinen Unterhalt).
Ich brauche diese Frau nicht mehr! Aber kann ich auch einfach für meine Tochter entscheiden?
Meine Gefühle fahren Achterbahn. Was ist Richtig?????

Ich habe schon bei der Familienberatung angefragt. Habe dort aber für mich keine befriedigende Antwort erhalten. Ihr seht die Situation vielleicht mit anderen Augen und seid nicht so stark involviert , und könnt deshalb auch emotionsloser darüber denken.Vielleicht gibt es auch einige die schon mit der gleichen ( eher unwahrscheinlich) oder wenigstens mit einer ähnlichen Situation konfrontiert wurden. Wie habt ihr sie gemeistert? Wie ist eure Meinung?
Vielleicht gibt es ja ein Patentrezept? Ich allerdings weiß keines!

Manfred

[addsig]

MarionT.

Anfänger

Beiträge:

2

Freitag, 27. Oktober 2006, 18:28

RE: Wer kann mir einen Rat geben?

Hallo Manfred,

Du stehst vor einer verdammt schwierigen Entscheidung, die Dir leider niemand abnehmen kann.

Es ist auch schwer, Dir was zu raten, der einzige Rat, den ich Dir geben kann ist, Dich mit einem erfahrenen Kinderpsychologen in Verbindung zu setzen.

Ich denke, es ist schon wichtig, dass Du nicht für Dein Kind die Entscheidung fällst, sie sollte schon einbezogen werden. Sie muss wahrscheinlich entscheiden, ob sie einen Kontakt möchte oder nicht. Ich denke, ein erfahrener Therapeut kann sie darauf vorbereiten und sie bei der Entscheidung (und den daraus resultierenden Folgen) unterstützen.

Zu der Frage mit dem Geld: ich persönlich denke, wenn Deine Ex eine Rückkehr aus den USA will, dann muss sie schauen, wie sie das hinbekommt. Sie wird doch bestimmt eine eigene Familie haben, die ihr da helfen kann. Wenn sie sich sechs Jahre lang nicht bei ihren Kindern gemeldet hat, dann würde ich ihr jetzt auch kein Geld zur Verfügung stellen. Kontakt zu ihren Kindern kann sie ja auch per Telefon, Brief und E-Mail aufbauen.

Liebe Grüße,

Marion.[addsig]

moro48

Anfänger

Beiträge:

3

Freitag, 27. Oktober 2006, 19:57

RE: Wer kann mir einen Rat geben?

Hallo Marion,

danke für deine Antwort.

Ich habe Angst und es macht mich fürchterlich wütend, wenn ich daran denke , daß alles wieder vorn vorne beginnten könnte.
Wir haben wirklich sehr schlimme Zeiten hinter uns gebracht.
Haben wir nicht auch ein Recht auf Ruhe?
Ich möchte meine Tochter auch nicht anlügen, sie ist gerade so glücklich.

Meine geschiedene Frau hat hier in Deutschland keine Familie mehr.
Warum sie MICH um Geld bittet, ist mir auch ein Rätsel.

Ich grübel weiter.

Dir noch einmal Danke und ich wünsche dir einen schönen Abend.

Manfred[addsig]

l200kastor

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Felsberg 5

Beruf: Berufssoldat

4

Freitag, 27. Oktober 2006, 20:35

RE: Wer kann mir einen Rat geben?

hallo manfred,
kann mich einigermaßen in deine situation versetzen. ;-)
wie du vielleicht gelesen hast, bin ich auch seit jahren allein mit meiner anna-maus (schon fast 16).
zur KM besteht auch keinerlei kontakt, noch nicht einmal das auch von dir angesprochenen dilemma mit weihnachten, geburtstag und so blieb mir/uns erspart.
in der zeit ist die wut manchmal in mir hochgekocht und ich hätte nicht in der nähe der KM sein dürfen; ...upppps...
möchte dir einen rat aus meiner sicht gegeben:
mit dem erreichen der alleinigen sorge für die kids hast du die ganze last der erziehung bekommen (für mich scheint klar zu sein das die KM die kids nach und nach, für ein vermeindlich besseres leben, ... vergessen hat) und hast mit der zeit all deinen geschilderten sorgen suuuuper gemeistert.
denke daher, deine gesch. frau hat, ...wie soll ich es sagen, das recht auf die kids, selbst verspielt.
von daher, wenn sie wirklich bemüht ist zu den kindern wieder ein "verhältnis" aufzubauen, dann soll sie auch sehen, wie marion schrieb, woher sie das geld für z. b. ein flugticket herbekommt.
ist ihr ja auch nicht schwer gefallen keinen unterhalt zu zahlen... :-x
für die geneigte leserin / den leser scheint das hart zu klingen, sehe es aber nun mal so.
wenn du mal mit der KM kontakt haben solltest weise sie, wenn du den kontakt der kids mit der KM ermöglichen solltest auf die "sozial-founds" bei der us-army bzw. der us-air force hin. Vermute der "andere, neue ehemann" ist/war angehöriger der streitkräfte, denn die zahlen manchmal einen beitrag zu den flugtickets bzw. ermöglichen den mitflug in militärmaschinen auf den standartrouten ( USA-EU und retour...).
selbst geld zur verfügung zu stellen, ...und wenn es sich im schrank stapeln würde..., käme für mich nicht in frage.
... get well, quick!
denke dir den ein oder anderen denkanstoß gegeben zu haben, manfred!
gruß
charlie k.
:-) [addsig]

Gast

unregistriert

5

Samstag, 28. Oktober 2006, 00:42

RE: Wer kann mir einen Rat geben?

hallo manfred,

deine frage bezieht sich ja nicht nur auf das geld, oder? ich seh es diesbezüglich genauso wie charlie und marion. ne, ich würde auch kein geld schicken. deine tochter hat allerdings - vermute ich - eini "recht" darauf zu erfahren, dass ihre mutter den kontakt wieder aufnehmen möchte. marion hat das meiner meinung richtig beschrieben. deine tochter ist alt genug, ihre entscheidungen zu treffen.
warum deine ex DICH um geld bittet, lässt sich wahrscheinlich so erklären: sie kennt dich vermutlich und glaubt, dass die tatsache, dass sie die mutter eurer kinder ist, dich in eine zwickmühle bringt, da du ihr die kinder vielleicht nicht vorenthalten möchtest. wahrscheinlich kennt sie dich in diesem punkt gut. hat ja auch funktioniert.
wenn deine tochter in therapie war, dann frag doch den therapeuten, was er meint. oder ist das die familenberatung?
es muss nicht wieder von vorne anfangen. deine tochter ist um so vieles älter und die begegnung mit ihrer mutter (wenn sie es überhaupt will!!) , kann ihr auch helfen, ihr trauma noch ein weiteres stück zu verarbeiten.
dass dir davor graut (wenn sie wieder auftaucht), kann wohl jeder hier nachvollziehen. aber es hilft nichts. sie ist die mutter und die einzige, die den kontakt abblocken kann und darf ist deine tochter. es ist schon sehr schwierig, aber du bist da nicht alleine. es gibt so viele frauen, die umgekehrt dasselbe erleben. vielleicht nicht mit vätern , die sich komplett ins ausland absetzen, aber es ist genauso schlimm, wenn die väter überhaupt kein echtes interesse an den kindern zeigen und diese sich nach ihrem papa sehnen. es ist schon ein verbrechen an den kindern.
ich wünsch dir, dass du dieses dilemma für dich lösen kannst und dass deine tochter mit stärke da rauskommen kann.

lg angela

aniella44

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Mannheim

Beruf: Lehrerin

6

Samstag, 28. Oktober 2006, 00:43

RE: Wer kann mir einen Rat geben?

das war ich. sorry.
[addsig]

Gast

unregistriert

7

Samstag, 28. Oktober 2006, 08:52

RE: Wer kann mir einen Rat geben?

hallo zusammen,

ich frage mich warum die mutter auf einmal wieder nach deutschland will. und was sie hier will.
sie hat hier keine weitere familie, schreibt aber von heimweh.
also aus dem bauch heraus: usa ist schief gegangen, und nun sucht sie einen dummen, der sie auffängt. die kinder wieder zusehen sehe ich erst mal als argument, um einen fuss in die tür zu bekommen. wenn sie kein geld hat um nach deutschland zu kommen, was will sie dann hier machen ? und das noch mit einem 2-jährigen kind ? ich denke, sie hofft dann auf weitere hilfe.
von dem aspekt aus wäre ich sehr vorsichtig. denn zum schluss müssen die kinder drunter leiden.
würde ihr wirklich etwas an den kindern liegen, dann würde sie versuchen den kontakt schon aufzubauen, während sie noch in der usa ist.
wenn sie aber nach deutschland zurück möchte muss sie das selbst organisieren.

und ab diesem punkt gehe ich jetzt mit dem meisten hier nicht mehr konform:
ja, er kann für seine tochter entscheiden. nein, er muss ihr nichts sagen.
ich denke nur daran, das das kind vier jahre aus der bahn war, das es "wochenlang nicht geredet hat, therapeutisch behandelt wurde". das war nicht mal eben wut, oder missverständnis. das war nicht nur gekränktsein und trauer. und ich glaube, das die kleine mit 12 noch nicht so gefestigt ist, das man ihr das gleiche noch mal zumuten sollte.
sicherlich wird ein gespäch des vaters mit dem kinderpsychologen klarheit bringen. das würde ich auch als erstes starten, und danach meine weiteren schritte abwägen.
aber ein muss, das er der tochter das anliegen der mutter unterbreiten soll, das sehe ich so erst mal nicht. vor allen dingen, weil ich das "mir-fehlen-meine-kinder-so" als vorgeschoben sehe.
da muss noch ein bisschen mehr von der mutter folgen, das man das ernst nehmen könnte. meine meinung.

liebe grüsse, andrea

moro48

Anfänger

Beiträge:

8

Samstag, 28. Oktober 2006, 15:36

RE: Wer kann mir einen Rat geben?

@ Charly K.

Danke, für deine Antwort.
Der einzige alleinerziehende Vater in dieser Runde? Unsere Gedanken gehen schon in die gleiche Richtung. Natürlich habe auch ich Wut im Bauch. Das Schlimme ist, daß ich in den vergangenen Jahren, niemals schlecht über die Mutter meiner Kinder geredet habe .Wenn es mal der Fall war, haben meine beiden Mäuse mit Bestimmtheit nichts mitbekommen.
Nun muß ich mich nicht wundern, wenn sie evenuell ihre "Mutter" kennen lernen wollen. Für mich ein einziger Albtraum.
Vielleicht noch zum besseren Verständniss: Der Brief meiner Geschiedenen wurde an die Adresse meiner Eltern geschickt, mit der Bitte um Weiterleitung, da ja meine neue Adresse ihr nicht bekannt war. Absender: Irgendwo in Iowa (das Ende der Welt) Ob ihr Ehemann bei der Army war oder ist, entzieht sich meiner Kenntniss.

@ Angela: Ich denke auf keinen Fall wird meine Tochter "gestärkt" aus dieser Situation kommen .
auch wird es ihr NICHT helfen, ihr Trauma noch besser zu verarbeiten. Sie wird wahrscheinlich in ein tiefes Loch fallen.
Natürlich haben viele alleinerziehende Mütter als auch Väter diverse Probleme , bisher habe ich allerdings noch kein Kind kennen gelernt, die durch den Weggang ihrer Mutter eine Psychose erlitt.
Trotzdem danke für deine Antwort.

@Andrea:
Du sprichst mir aus der Seele!!!! Vielleicht kann auch nur eine Frau, die Gedankengänge einer anderen Frau nachvollziehen. Du hast zwischen den Zeilen gelesen, und genau so ist es.
Sie ist am Ende. Das ist typisch für meine Geschiedene, wenn immer es in ihrem Leben Schwierigkeiten gab, lautete ihr Motto FLUCHT. Ohne Rücksicht auf andere Menschen.
Mich beunruhigt am meisten die Tatsache, daß sie noch einen Sohn bekommen hat.
Die Kinder sind nun mal biologisch gesehen HALBGESCHWISTER!!! Da geht kein Weg dran vorbei.
Ein einziger Horrer, das wohl kaum jemand nachvollziehen kann.
In der nächsten Woche gibt es einen Termin bei der Psychologin, die meine Tochter jahrelang behandelt hat.
Allen noch ein schönes Wochenende

Manfred
[addsig]

Nico

unregistriert

9

Samstag, 28. Oktober 2006, 21:14

RE: Wer kann mir einen Rat geben?

Hallo Manfred,

auch ich bin alleinerziehenden und auch meine Frau ist aus der Ehe ausgebrochen
weil Sie angeblich ein "neues besseres" Leben anfangen wollte und auch meine große Tochter hatte darunter am meisten zu leiden bzw. hat heute damit noch Probleme.
Der einzig Unterschied ist, dass meine Kinder Ihre Mutter doch ab und zu sehen allerdings nur weil meine Kids ab und an beim Exschwager sind wo Sie dann sporadisch vorbei schaut.
(Übrigends auch meine Ex ist wieder auf dem Boden der Tatsache, steht kurz vor der Scheidung von Ehemann Nr. 2 und versuchte über die Kids wieder Familienanschluss zu bekommen. Was für mich aber durch ist nach 7 Jahren).

Also ich würde deiner Ex kein Geld geben, soll sie doch schauen wie Sie es regelt... zum Schluss sollst Du vielleicht noch für das fremde Kind aufkommen. Mein Eindruck ist der, dass Sie hier ein Neustart Versucht auf deinen Kosten.
Den Kontakt zu deinen Kindern würde ich Ihr nicht verweigern... Sie wird das Echo schon zu spüren bekommen.
Deine große Tochter würde ich schonen darauf vorbereiten und Sie einfach mal nebenläufig fragen; was Sie machen würde wenn Ihre Mutter mit Ihr in Kontakt treten würde.
Würde auch einen Psychologen hinzuziehen, wie es Dir die anderen hier vorschlagen.
Vielleicht hast ja auch Glück und deine Ex gibt auf wenn Du ihr die kalte Schulter zeigst und erst gar nicht auf Ihren Brief antwortest bzw. eine Absage erteilst hinzüglich des Geldes wg. den Tickets.
Muß mich schon wundern wie Dreist deine Ex doch ist. :-?

Wünsche Dir alles Gute.

Gruß Nico.[addsig]

aniella44

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Mannheim

Beruf: Lehrerin

10

Sonntag, 29. Oktober 2006, 01:02

RE: Wer kann mir einen Rat geben?

hallo manfred,

naja, von einer psychose hast du nicht gesprochen bzw. geschrieben. (eine therapie beim kinderpsychologen ist etwas anderes als eine psychatrische erkrankung wie eine psychose).
in dem fall würde ich alles über das jugendamt bzw. über die psychiatrische einrichtung laufen lassen und mich da im voraus absichern. denn die rechtsprechung steht eindeutig auf seiten der mutter, wenn die spezielle sachlage nicht vorab geklärt wurde. und wenn sie als mutter ein besuchsrecht haben will, dann wird sie es kriegen, wenn du nicht vorher aktiv geworden bist.

schwierig ist sicherlich, deine eigene berechtigte wut und deine sicherlich auch begründete angst, von den gefühlen deiner kinder ihrer mutter gegenüber zu trennen. da du aber doch auch in der vergangenheit schon hilfe angenommen hast, versuche weiterhin in kooperation mit familienberatung bzw. dem damals behandelnden psychiater das beste für deine tochter herauszufinden.
es sind zwei dinge: die tatsache, dass deine exfrau die mutter eurer töchter ist und die tatsache, dass du wirklich keinerlei verantwortung ihr gegenüber auf der paarebene hast. aber bei dieser trennung kann dir sicherlich auch jemand helfen.

"ch habe schon bei der Familienberatung angefragt. Habe dort aber für mich keine befriedigende Antwort erhalten"
Welche antwort hast du denn bei der familienberatung erhalten?


ich versuche mich in deine tochter hineinzuversetzen.
für mich (aber das ist natürlich subjektiv) wäre es ein enormer vertrauensbruch, wenn mein vater mir nicht gesagt hätte, dass meine mutter mich sehen will.

naja, wirklich raten können wir dir nicht. nur unterschiedliche positionen darlegen. wenn du dann natürlich nur die nimmst, die du sowieso schon favorisiert hast , also nur die bestätigung brauchst, dann weiß ich nicht, ob wir dir hier wirklich helfen können.

das problem ist doch: wenn sie erst mal in deutschland ist, dann wird sie euch früher oder später finden. dann wird sie ein besuchsrecht einklagen und bekommen. und dann?? deshalb musst du im vorfeld aktiv werden, wie ich oben beschrieben habe.

viel kraft, alles gute
angela<br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: aniella44, 28.10.2006, 13:03 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]

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