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von mona84

Gast

unregistriert

1

Sonntag, 19. November 2006, 20:02

Streit um Weihnachten

Ich bin seit 2 Jahren von meinem Mann getrennt lebend - mitlerweile geschieden - letztes Jahr waren die Kinder an Heilig Abend bei mir. Da ich engen Kontakt zu meinen Eltern und Geschwistern pflege, ist Weihnachten bei uns ein Familienfest.
Dieses Jahr besteht mein Ex-Mann darauf auch am 24.12. die Kinder bei sich zu haben - obwohl er sonst auch nicht mehr als die 14-Tages-Regelung einhält - noch nicht mal in den Ferien.... Ich weigere mich wehement dagegen, weil ich der Meinung bin, das die Kinder am 24.12. mit mir und meiner Familie feiern sollten. Jetzt möchte er deswegen unsere Anwältin einschalten. Meine Frage jetzt: muß ich die Kinder an Weihnachten abgeben oder nicht??? Ich habe ihm auch angeboten den Heilig Abend mit uns zu verbringen obwohl es mir schwer fällt einen ganzen Abend mit ihm zusammen zu sein...[EMAIL]null[/EMAIL]

Gast

unregistriert

2

Sonntag, 19. November 2006, 20:15

RE: Streit um Weihnachten

Hallo Gast,

verständlich, das er Weihnachten nicht mitfeiern will, sage ich mal so.

Also die normale Regelung besagt, der 1. Feiertag steht dem zu, wo die Kinder ihren Lebensmittelpunkt haben, der 2. dem anderen Elternteil.

Wobei: Heiligabend ist kein Feiertag.

Also ich gehöre zu denen, die es von Anfang an so praktizierten, das Heiligabend und 1. Weihnachtstag immer im Wechsel gefeiert werden, der andere hat sie dann halt am 2. Weihnachtstag.

Silvester halten wir es ebenso. :-D

Dieses Jahr haben meine Eltern nun einmal das Pech, das sie ihre Enkelkinder Weihnachten gar nicht sehen, da sie selber am 2. Weihnachtstag(wo die Kinder bei mir sind) keine Zeit haben. Okay, deren Pech. Wichtig sind für die Kinder die Eltern. Meine Meinung.

Persönlich kann ich auch nicht verstehen, das man da so einen Kleinkrieg draus schaffen muß.

Wieso nicht einfach auch mal etwas zurückstecken? Es sind nun mal nicht nur Deine Kinder, sondern Eure.

Ist bestimmt nicht das, was Du nun lesen wolltest, aber meine ganz persönliche Meinung.[addsig]

Gast

unregistriert

3

Sonntag, 19. November 2006, 20:31

RE: Streit um Weihnachten

Ich muss Aninjha insofern widersprechen, als dass ich die Auskunft vom Jugendamt bekam, dass als Weihnachts-Hauptfeiertag, den das Kind an seinem Lebensmittelpunkt verbringen sollte, der Heiligabend zählt.

Wichtig ist aber auch, was die Kinder wollen. Meine Kinder (15 und 9) wollen auch auch auf jeden Fall hier und mit Oma und Opa feiern. Wie alt sind deine Kinder und was sagen sie dazu?

Gruß

Nathalie

silberfischchen

Anfänger

Beiträge:

4

Sonntag, 19. November 2006, 20:31

RE: Streit um Weihnachten

grmpf, war wieder nicht eingeloggt[addsig]

Gast

unregistriert

5

Sonntag, 19. November 2006, 20:44

RE: Streit um Weihnachten

Hi, meine Kiddies sind 4 und 9 und da sie sowieso am 25 zu ihrem Vater gehen und mit ihm am 26 zu ihren anderen Großeltern ist es denen egal. Jedenfalls haben sie sich noch nicht anders geäußert... ich finds nur so unfair, weil ihr Vater sich ja sonst auch nicht drum stört ob Ostern ist oder nicht... Ich komme ihm so schon mehr als genug entgegen und was bekomme ich dafür??? Nothing! Da stell ich mich stur - wollt ja auch eigentlich nur wissen ob es da irgendeine gesetzliche Regelung gibt....
lg
ich

Gast

unregistriert

6

Sonntag, 19. November 2006, 21:45

RE: Streit um Weihnachten

Ob es eine gesetzliche Regelung gibt weiß ich nicht. Bei uns wird es jedenfalls so gehandhabt, dass mein Sohn (5) am 24.12. und 25.12 bei mir und meiner Familie feiert und am 26.12. immer bei seinem Papa. Ich denke, dass das eine vernünftige Lösung ist. Da gibt es keinen Streit und alle können sich längerfristig auf "ihre" Feiertage einstellen.

Bei uns gibt es da jedenfalls keine Probleme, sondern alle sind mit der Regelung einverstanden. Kenne sehr viele Ex-Familien, die es so praktizieren ... und ich denke, dass ist eine gängige Regelung.

LG N.

igelfrau

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: oberhausen

Beruf: kirchl. Angestellte

7

Sonntag, 19. November 2006, 22:10

RE: Streit um Weihnachten

Zitat von »Anonymous«

Ich muss Aninjha insofern widersprechen, als dass ich die Auskunft vom Jugendamt bekam, dass als Weihnachts-Hauptfeiertag, den das Kind an seinem Lebensmittelpunkt verbringen sollte, der Heiligabend zählt.

Wichtig ist aber auch, was die Kinder wollen. Meine Kinder (15 und 9) wollen auch auch auf jeden Fall hier und mit Oma und Opa feiern. Wie alt sind deine Kinder und was sagen sie dazu?

Gruß

Nathalie



hallo,

das finde ich eine komische aussage, denn aninjha hat recht: Hl. Abend ist kein Feiertag.
Nein - Hl. Abend ist noch nicht mal Weihnachten. Es ist der Abend vor der Hl. Nacht. Weihnacht fängt am 25.12. an - und nicht eher. Insofern gilt die Regelung: Der zweite Feiertag ist bei dem, wo die Kinder nicht ihren Lebensmittelpunkt haben.

Aber - jetzt kommt glaub ich mein alljährliches Statement. Weihnachten ist ein religiöses Fest. Nicht mehr - und nicht weniger. Genau wie Ostern.

Gefeiert wird die "Ankunft des Herrn". Es ist ein Fest, in dem in erster Linie der Frieden und die Völkerverständigung deutlich gemacht werden soll.

Wer also mit dem Ursprung des Festes (Kirche) etwas anfangen kann, sollte es nicht in der eigenen Familie zerstören.

Nachdenkliche Grüße

ute[addsig]

Gast

unregistriert

8

Sonntag, 19. November 2006, 22:58

RE: Streit um Weihnachten

Zitat von »Anonymous«

und was bekomme ich dafür??? Nothing! Da stell ich mich stur -
lg
ich


Hatte mich grad mal so richtig ellenlang darüber ausgelassen, und schon schwuppte die Seite nicht mehr :-x

Denke, Igelfrau hat in ihren nachdenklichen Grüßen so ziemlich alles gesagt.

Ich würde es schroffer, mal ganz knapp ausdrücken: Wieso hat ein Elternteil mehr Rechte, als der andere (oder glaubt zumindest, sie zu haben?)

Im Alter von 4 und 9 denke ich sind auch Kinder noch absolut überfordert, eine eigene Entscheidung zu treffen (Loyalitätskonflikt)

Sorry Igelfrau, wären ja nicht meine Worte, ich übernehme sie mal von Dir (sinngemäß):

Dem Fest der Liebe und Familie....Familie zählen Mama und Papa.........dann halt im Wechsel, denn keiner hat mehr Rechte an Kindern wie der andere Elternteil.

Und nicht wenige auf dieser Seite hier, würden sowas gerne praktizieren, können es aber nicht, weil der andere Elternteil sich vollends verzogen hat.
Nathalie´s Kinder sind schon wieder eine Ecke weiter, das ich denke, zumindest der große, kann klar und deutlich wirklich für sich abstecken was er will...., und das sollte man dann als verantwortungsvolle Eltern auch akzeptieren.

Aber mal ehrlich.....muß man Kinder in solche Konflikte bringen?

Wenn man als Elternteil, einig klare Regelung trifft............ein Jahr so, nächstes Jahr so.......ist zumindest für die Kinder eine klare Linie geboten (sofern von eltern möglich)und gibt ihenen gewisses Maß an Sicherheit, somit Geborgenheit, Vertauen, und Liebe, in beide Elternteile

Ich kann doch als Mutter nicht sagen: Ne.......seit zig Jahren läuft es Weihnachten so ,it meinem Elterm und Geschwistern.

Die sind da zweitrangig, nach einer Trennung. Nach einer Trennung muß halt auch das neu aufgerollt werden..........zu ungunsten der Großeltern u.U......erstlinieg zählen da Vater und Mutter.[addsig]

Allgäupower

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Bayern/Allgäu

Beruf: Vater

9

Montag, 20. November 2006, 07:02

RE: Streit um Weihnachten

Hallo, mir fällt in allen Beiträgen hier immer wieder auf, das in Reglungen und Umsetzungen von Umgangsrecht und Besuchsrecht ect. immer wieder Wut und gekränkte Eitelkeit eines Elternteiles eine große Rolle spielt. Man sieht etwas nicht ein, ist enttäuscht von dem Ex, weil er sich sonst auch net kümmert, weil er nicht zahlt, weil er eine Neue hat...und und und, da gibt es tausend Gründe warum das Kind nicht da und dort zu dem Zeitpunkt nicht " dahin sollte ". Wie mag sich ein Kind altersentsprechend dabei fühlen? Ich denke die Kids bekommen das genau mit, dafür haben sie einen feinen Draht. Es wäre sicher für die Kids um ein vielfaches erträglicher wenn man das eigene Ego besser zügeln könnte. Das fiel mir nur mal so auf, und das ist wohl sehr verbreitet. Kinder brauchen beide Elternteile, ich denke das sollte über allem stehen...
liebe Grüße Peter[addsig]

Gast

unregistriert

10

Montag, 20. November 2006, 07:46

RE: Streit um Weihnachten

Hallo,

es gibt mittlerweile auch sehr viele die sich abwechseln mit weihnachten und Silvester sprich die Ferien teilen.. Und am anfang haben wir es sogar noch so gemacht, dass wir am zweiten Feiertag die Kinder zum anderen Elternteil haben gehen lassen. Ich habe für meinen Teil auf den Besuch verzichtet und war unterwegs, da es aus der Erfahrung heraus keine angenehme Nachmittage waren. Die Kinder sind mit dem hin und her nicht klar gekommen.

Großeltern müssen sich anpassen, denke ich, da man es nicht schaft allen gerecht zu werden und Kinder mit Eltern in "kleinen" Kindern im Vordergrund stehen sollten. Es kann nicht wichtiger sein den Opa und die Oma zu besuchen anstatt Mama oder Papa zu sehen.

Und ein Bestrafen des anderen Elternteils für Versäumnisse über das Jahr........macht die Situation nur unerfreulicher.

Der Mediator hat damals gesagt: gesetzlich wo der Lebensmittelpunkt ist Heiligabend und 1ten, zweiten Feiertag beim Umgangselternteil.
Empfehlen würde er sich zu arrangieren und Weihnachten/Silvester in die geteilte Ferienregelung zu übernehmen.

Und Kinder sagen bei Mama oft: ich will nicht zu Papa -
und bei Papa: ich möchte so gern bei dir sein

und verloren haben die Kinder, wo auch nur ein elternteil sich dieser Tatsache nicht bewußt ist.

Ich wünsche allen, dass ihr den geeigneten Weg für eure Kinder findet und die Kraft verletzte Eitelkeit oder Wut hintenanzustellen. Der andere ist und vor allem bleibt auch Eltern eurer Kinder.

herzlichen Gruß
Moni

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