hallo,
ich finde diese nachricht ganz furchtbar schlimm und es tut auch mir im herzen so weh, zu lesen, dass in diesem fall wieder ein kind umgekommen ist und ein zweites daneben verwahrlost fast das gleiche schicksal erlitten hätte.
trotzdem kann ich der mutter dieser kinder nach-fühlen, denn es kann sich niemand vorstellen, wie schwer es wirklich ist, so jung mit 2 kindern, arbeitslos und alleine, völlig überfordert, wahrscheinlich ohne elterlichen, familiären rückhalt dieses leben zu meistern. ich kann es nachfühlen, weil ich viel älter, schon mit einem kind völlig alleine zeitweise, ohne rückhalt und unterstützung, zudem mit dem emotinalen Trennungsschmerz kämpfend, der fast alle energie raubt, auch immer wieder phasen habe, wo ich am liebsten fliehen möchte, aus einem leben, dass ich so niemals leben wollte, ein verhasstes leben, aus dem man sich ohnmächtig und hilflos überfordert fühlt und das einem keine perspektive auf hoffnung bietet und das einem auch immer wieder an selbstmord denken lässt!
wie ergeht es da einem jungen menschen mit 20 mit 2 kindern?? das ist elend pur. wer kann sich vorstellen, wie schwierig es ist, alleinerziehend kinder grosszuziehen in der heutigen zeit? ja, alle alleinerziehenden hier! Und jede/r weiss, wie schwer es ist! Auch MIT Eltern, MIT vielleicht funktionierender nachbarschaftshilfe oder -kontakten, oder MIT arbeit...gott, wie schwierig ist es auch MIT hilfe, auch MIT prof. hilfe, die trennung zu verwinden und durchzustehen und stark zu sein und kindern alls zu geben, was man hat!!!
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ich schreibe das hier, weil ich niemanden entschuldigen will, auch nicht diese mutter, aber weil ich elend auch immer wieder nach-fühlen kann und leider auch immer wieder erlebe..
..also werfe der/diejenige den ersten stein (des hasses) de/dier einfühlungsvermögen hat!!!
ich möchte mich von diesem teil des postings absolut distanzieren.
es ist nicht schwer, es ist anders allein erziehend zu sein !
sicherlich auch manchmal kompliziert. sicherlich auch manchmal mit dem täglichen kampf ums geld. eventuell ist es umständlicher.
aber es ist nie negativ - wie denn auch ? man lebt mit einem menschen zusammen, den man liebt, und der diese liebe erwiedert. was will man mehr ? dafür lohnt doch jeder umstand, jeder tick mehr, den man macht.
und ich verstehe nicht, wie es so viele schaffen, ihrem trennungsschmerz lange hinterher zu hängen. ich hatte dafür keine zeit, ich hatte verantwortung zu tragen. ich hatte zwei leben zu planen, und das im bestmöglichen rahmen. tut mir leid, das soll kein angriff sein, aber meine fixierung lag (und liegt) bestimmt nicht auf dem, was ich nicht habe, sondern auf dem, was ich habe. in der vergangenheit lässt es sich nicht besonders gut leben. vielleicht sollte der ein oder andere mal seine sichtweise ändern, und nicht immer neidisch schauen, was der andere hat (oder was man denkt, was er hat), sondern aus und mit seinen mitteln das beste machen.
irgendwie etwas off-topic, aber das kam mir gerade so hoch *sichentschuldigt*
eine entschuldigung finde ich für die mutter nicht, und nachfühlen kann ich es erst recht nicht.
ach ja, noch was - immer wieder wird so gerne "die gesellschaft" dafür verantwortlich gemacht. also, ich trage für mein handeln noch immer selbst die konsequenzen.
grummelnde grüsse, andrea