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jea
24.05.2012
um 15:36 Uhr
so fg nun absichtlich noch mal in die küche flitz um eine extra grosse kanne kaffe zu holen dasvanilleeis und die erdbeeren lasse ich schon mal da
 
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Insgesamt 65 Stimmen
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von mona84

Gast

unregistriert

1

Montag, 26. Februar 2007, 21:55

Mein Sohn will zu seinem Vater

... und zwar mit aller Gewalt! Er ist mein Erstgeborener und 14 Jahre alt. Seit der Trennung vor 5 Jahren will er zu seinem Vater, der ein Alkoholiker ist und noch nie Verantwortung für seine Kinder übernommen hat. Noch nicht mal Unterhalt hat er bezahlt, geschweige denn, dass er den Kindern sonst mal was zusteckt oder schenkt. Nun will mein Sohn unbedingt bei ihm leben und sein Vater will das auch - ich aber nicht. Denn da geht er unter, weil er überhaupt keine Führung hat. Die hat er zu Hause momentan auch nicht, weil er gleich nach der Schule das Haus verlässt und sich nicht aufhalten lässt.
Mein Ex-Mann und ich haben zwar gemeinsames Sorgerecht, aber ich habe das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Rechtlich ist also eigentlich alles klar. Aber sogar die regelmäßigen Besuche beim Vater mussten gerichtlich geregelt werden, weil eine persönliche Auseinandersetzung gar nicht geht.
Inzwischen habe ich einen neuen Partner, mit dem die beiden ein gutes bis herzliches Verhältnis hatten. Das ist inzwischen auch nicht mehr so, weil mein Sohn nur noch bockt und Forderungen stellt.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht (machen müssen)? Ich weiß mir keinen Rat mehr. Ich finde keinen Zugang mehr zu ihm. Schlimm ist auch, dass die ganze (im Grund ja negative) Aufmerksamkeit, die auf meinen großen Sohn fällt, dem kleineren fehlt.
Danke für Eure Hilfe

rotersand (habe noch kein Passwort)

Gast

unregistriert

2

Montag, 26. Februar 2007, 22:14

RE: Mein Sohn will zu seinem Vater

Hallo rotersand.....

Oftmals, gerade in dem Alter, ändern sich die Meinungen der Kinder.

Und äußern den Wunsch, zum anderen Elternteil gehen zu wollen. Denn sie sehen dort ja die Vorteile, des nicht alltagslebens ;-)

Du solltest Dich diesem Wunsch vielleicht nicht absolut gegenwehren.

Denn egal, ob Vater zahlt, oder mal nebenbei was zusteckt, hat nix mit dem eigentlichen problem zu tun.

Du schreibst, Vater sei ein Alkohliker. Ist er deshalb in Therapie? Wurde er deshalb auffällig, hat evtl. deshalb seinen Job verloren o.ä.?

Sorry, aber solche Begriffe lese ich hier ständig, das, wenn Probleme auftreten, der andere Elternteil dazu abgestempelt wird, und nach tiefgründigen nachfragen, sich rausstellt, das Vater 2 Bier am abend trinkt, und auf Feierlichkeiten mehr.

Will Dir das nun nicht unterstellen, aber mit der Anschuldigung: Alkoholiker.....sollte man nicht leichtfertig umgehen.

So...und nun noch mal zu dem pubertierenden 14 jährigen, der sich etwas in den Kopf gesetzt hat, warum auch immer (wie oben schon geschrieben, sind es viele gerade in dem Alter, die umziehen wollen).

Mein Rat.....gemeinsames Gespräch am Jugendamt, Vater und Du, mit der Vermittlung der Bereitschaft, dem Jungen eine Art "Probewohnen auf Zeit" (vielleicht bis zu den Sommerferien) zu gewähren.

Ich denke, alles andere deinerseits, einen Umzug zu boykottieren, wäre vergebene Mühe.

Denn auch wenn das ABR bei Dir liegt, sollte man Kinderwünsche nicht untergraben. Und Vater hätte immer noch die Möglichkeit, das ABR gerichtlich für sich zu erstreiten.

Sohni aber freiwillig auf Zeit gehen zu lassen, die Augen über ihn wachend, ihn den Alltag auch be Dad erleben zu lassen, wäre/ist in meinen Augen die vernünftigste Lösung.....und vielleicht kommt Sohn freiwillig früher zurück, als erwartet ;-) [addsig]

Gast

unregistriert

3

Montag, 26. Februar 2007, 23:19

RE: Mein Sohn will zu seinem Vater

Hallo aninjha,
danke für Deine Antwort. Also über den Begriff Alkoholiker habe ich im Nachhinein auch nochmal nachgedacht. Es ist so, dass ich erst sehr sehr spät erkannt habe, dass er abhängig ist. Es gibt Zeiten, da ist er nüchtern und auch halbwegs ok, und dann wieder nur betrunken. Die Kinder mussten ihn zu Ehezeiten auch oft betrunken erleben, schon Sonntag Mittag. Im Urlaub stand er mal kurz vor der Alkoholvergiftung. Kurz bevor ich mich getrennt habe, hat er mit fast 3 Promille einen Unfall gehabt, Gott sei Dank ohne Personenschaden. Sein Vater hat ihn dummerweise aus der Ausnüchterungszelle rausgeholt. Wir hatten ein Geschäft, das er buchstäblich versoffen hat. Letzten Winter mussten meine Kinder ohne Heizung bei ihm auf dem Sofa schlafen (er schlief warm und trocken bei seiner Freundin), weil sein Vater ihm das Gas abgedreht hatte. Wenn seine Mutter nichts kocht, bekommen die Kinder nichts zu essen. Den Kleineren (er wird 13) ignoriert er fast völlig. Und auch dem Großen gegenüber zeigt er überhaupt kein Verantwortungsgefühl. Wie oft hat er sie schon zum Trinken mit in die Kneipe genommen, da gingen die beiden noch in die Grundschule!
Ich denke, mein Sohn will u. a. zu ihm, weil er dort machen kann, was er will. Es findet überhaupt keine Kontrolle statt. Er kann rauchen wie er will und sich den ganzen Tag rumtreiben. In der Schule steht er zur Zeit auf der Kippe. Das wäre mit einem Umzug zum Vater beim Vater besiegelt. Das JA ist schon seit der Trennung dabei, auch eine Familienberaterin. JA und Beraterin sprechen sich gegen einen Umzug zum Vater aus, eben weil er so viel trinkt. Das ist natürlich nicht alles, die Trinkerei. Es ist der ganze Umgang, die fehlende Betreuung, die auch ein 14jähriger noch braucht. Und er will ja schon seit der Trennung zum Vater! Dabei hat sein Vater noch nie (!) irgendwelche Bemühungen in diese Richtung gestartet! Nur Lippenbekenntnisse seinem Sohn gegenüber. Während des Scheidungsverfahrens hat er nie erwähnt, dass er seinen Sohn bei sich haben will. Das will er erst jetzt, aber meines Erachtens auch nur halbherzig. Ich erkenne kein ernsthaftes Bemühen.
Für den Familienfrieden wäre es gewiss besser, wenn ich meinen Sohn ziehen ließe. Aber mein Sohn würde untergehen. Ich komme einfach nicht an ihn ran. Er stellt nur Forderungen, ist bockig und zieht alle Aufmerksamkeit auf sich.
Ich weiß mir einfach keinen Rat mehr.
Vielleicht liest ja noch jemand mit ähnlichem Erfahrungshintergrund meinen Beitrag.

Schon mal vielen Dank
rotersand

Gast

unregistriert

4

Montag, 26. Februar 2007, 23:44

RE: Mein Sohn will zu seinem Vater

Hallo roter sand....

ich nochmal, wenn auch nicht ähnlich erfahrend.....

denn meine Kinder (die großen) leben bei ihrem Dad....und viele zweifel, die Du anbringst (Vater hat lockere Hand, würd sich nicht kümmern, Kind könnte untergehen) ergeben sich bei uns auch....nur in anderer Konstellation....nämlich der Papa nimmt es lockerer (wo die Kinder leben) als ich.

Ob der Dad, also mein Ex, trinkt, oder nicht, würde ich mir kein Urteil drüber bilden. Ich weiß sicherlich, das er gerne feiern geht, genauso gut wie seine eltern.......sind halt lebenslustig etc.......ich gehe auch gerne feiern, und stehe auch nicht immer bei 0 Promille, und ich denke, das tun die wenigsten, und vernachlässigen deshalb nicht die Verantwortung. Aber Theam ist ja hier nun nicht, zu entscheiden, das ob er abhängig ist, oder nicht, sondern wie eurem gemeinsamen Sohngeholfen werden kann, in seinem derzeitigen Wunsch.

Und da bleibe ich bei meinem obigen statement....denn wenn Vater das ABR anstreben würde, würde Sohn erhöht....oder vielleicht geht Sohn selber mal los, und sagt, ich will zu Daddy.....und bevor Dir alles gezogen wird, dann doch lieber ein Kompromiss, in dem du immer noch zumindest scheinbar(offiziell) die Hand drüber hälst.

Das Du schreibst, die Kinder mußte kalt schlafen, weil sein Vater (also Opa der Kinder) die Heizun abdrehte......sorry, was denn das für ein opa? Den hätte ich mir selber mal zur Brust genommen, es sind schliesslich seine Enkel

Das Kinder in dem alter bockig sind, zicken etc. ist doch völlig normal.....und mit gegengezicke kommt man da gar nicht weiter (meine Meinung).

Vielleicht würd sohni sogar aus allen wolken fallen, wennst sagst: Hier hast die Koffer, packe sie, und gehe für 3 Monate zu Dad.

Lasst Euch nicht zum Spielball der Kinder machen.

Meine Tochter steht ständig hier vor der Tür, und will zu mir ziehen, weil ihr bei Dad was nicht passt.....(bei mir würd es ihr noch weniger passen ;-)), aber ausspielen kann man ja versuchen, sofern die Eltern spielen lassen. Und dem solltet Ihr einhalt gewähren. Meine Meinung.[addsig]

bantam

Profi

Beiträge: 222

Danksagungen: 258

5

Dienstag, 27. Februar 2007, 18:18

RE: Mein Sohn will zu seinem Vater

Hy rotersand,

Wie Aninjha schrieb :
Vielleicht würd sohni sogar aus allen wolken fallen, wennst sagst: Hier hast die Koffer, packe sie, und gehe für 3 Monate zu Dad.

so würde ich es auch machen, lass Sohnemann einfach ohne Ämter zum Vater ziehen.
Ein Kind genießt zunächst seinen "geforderten" Willen, doch merkt ein Kind auch wenn es nicht so gut klappt, oder der Vater seine Versprechen nicht einlöst.
Mach mit Deinem Sohn ein Probewohnen aus, sag ihm lieb dazu...ich bin immer für Dich da, kannst gerne wiederkommen.

Und dann abwarten...vielleicht klappt es auch und der Vater wird seiner Verantwortung bewusst und verliert viell. die Lust am Alk ?

Reisende soll man nicht aufhalten...

Viel Erfolg...bantam[addsig]

Gast

unregistriert

6

Mittwoch, 28. Februar 2007, 21:21

RE: Mein Sohn will zu seinem Vater

Hallo,
vielen Dank für Eure Tips. Irgendwie glaube ich einfach nicht, dass das so einfach ist, meinen Sohn einfach ziehen zu lassen. Er ist von jeher schwierig gewesen, verlangt absolute Aufmerksamkeit, wobei sein Bruder oft zu kurz kommt, vor allem bei seinem Vater (der im übrigen noch nie in seinem Leben für irgend etwas Verantwortung übernommen hat). Außerdem sind die Bemühungen meines Ex-Mannes, seinen großen Sohn zu sich zu holen mehr als dürftig. Auf Gespräche lässt er sich nicht ein. Ich kann meinen Sohn einfach nicht zu ihm lassen - und das war ehrlich gesagt nicht meine Frage. Ich würde einfach gerne wissen, wie andere eine ähnliche Situation gemeistert haben. Alles was mein Sohn will, ist absolute Freiheit inclusive Fahrservice zu seinen diversen Zielen. Das klingt vielleicht nicht nett, ist aber leider so.
Und zum ausprobieren ist mir die Zeit einfach zu heikel. Ich habe einfach Angst, dass mein Sohn entgleist. Sein Unrechtsbewusstsein ist eher niedrig und wird von seinem Vater auch nicht gerade gefördert - eher im Gegenteil.
Fakt ist: Ich werde meinen Sohn nicht zu seinem Vater gehen lassen. Das rät mir auch meine Anwältin.
Hat jemand noch eine andere Idee?
Danke schon mal
rotersand :-?

Gast

unregistriert

7

Mittwoch, 28. Februar 2007, 21:52

RE: Mein Sohn will zu seinem Vater

Also ich sehe mit den 14 Jahren des Sohnes (ich kenne die Situation net bei Dad, ob er morens schon um 10 betrunken ist) wirklich einfach nur das normale pubertäre gezicke, und natürlich auch das loslösen von Eltern

Was Anwälte sagen, lieber rotersand, solltest Du vielleicht auch aus 2 Blickwinkwln sehen. Anwälte leben von Mandanten, je länger und komplizierter es wird, umso mehr verdienen sie dran. Sorry, sind gewiss nicht alle Anwälte so, aber auch nicht wenige.
Für mich persönlich, aus meinem Blick, würde ich immer noch sagen: Soll er ziehen.....sonst hört euer gezerre niemals auf.

Vor gericht:

Okay, wenn Dad richtig aktenkundig als alkoholiker etc. da aufgeführt ist, wird es gewiss richtig geprüft. Ansonsten...reicht eigentlich ein Gang von Sohni zum JA, oder die Verschwörung zwischen Dad und Sohni (heinliche schnelle anordnung), und du bist ganz raus......vielleicht sagt windows dir da auch noch was zu.

Gast

unregistriert

8

Mittwoch, 28. Februar 2007, 21:54

RE: Mein Sohn will zu seinem Vater

War keine Gästin, war icke, Aninjha ;-)

Gast

unregistriert

9

Mittwoch, 28. Februar 2007, 22:33

RE: Mein Sohn will zu seinem Vater

@ Aninjha, wer ist windows?
Meine Anwältin ist auch meine gute Freundin, die mich z. B. darüber aufgeklärt hat, dass ich dann auch ganztags arbeiten muss, um Unterhalt für meinen Sohn zu zahlen. Ich wohne sehr ländlich, an einen Ganztagsjob ist gar nicht zu denken. Und wenn ich dann keinen Job finde, wird mir irgendwann ein fiktives Gehalt unterstellt, wonach der Unterhalt berechnet wird (so geschehen bei meinem Ex-Mann, der trotzdem noch nie was bezahlt hat. Außer einer Geldstrafe, die er an seine Söhne zahlen musste, weil er mich um meine Lebensversicherung bringen wollte(!!!). Außerdem hat er auf meinen Namen Alkohol bestellt und nicht bezahlt. Vollstreckungsbescheid (leider ohne vorherigen Mahnbescheid) ging natürlich an mich, ich musste mich vor Gericht begeben). Soviel zu meinem Ex, zu dem ich niemals eines meiner Kinder gehen lasse.) Das Jugendamt wird auch einen Umzug zum Vater auf keinen Fall unterstützen. Traurig für meinen Sohn, aber da hat er wohl null Chancen.
Kürzlich meinte er zu einer Bekannten, dass er zu seinem Vater will, weil er da ein leichteres Leben habe. Der Bub tritt einfach in die grausigen Fußstapfen seines Vaters. Und das muss ich doch wenigstens versuchen zu verhindern!
rotersand

Gast

unregistriert

10

Mittwoch, 28. Februar 2007, 22:43

RE: Mein Sohn will zu seinem Vater

Hm.....sorry roter sand, das ich grad schmunzeln mußte....aber:

Schon mal gut, das dich die Anwältin(deine Bekannte) aufklärte, das Du dann zahlen mußt.

Schon mal absolut fair, weil absolut richtig.

Andersrum.....wo ist das Problem? Geht es um solche Entscheidungen um das Kindeswohl, oder um das wohl dessen, der dann zahlen muß?

Ob Du Kind gehen lassen willst, oder nicht, wird letztendlich eine andere entscheidung sein, und zwar die, des Richters, wenn es zum verfahren kommt. Und sorry, wenn ich es aus meinem Bauchgefühl so sage, hast Du schlechte karten, grad auch deshalb, weil die Kinder alt genug sin, eigene entscheidungen zu treffen. (PS: Bin Mutti 2 er Kinder, die bei Dad leben)

Mit Verhinderungsversuchen in dem Alter, würde ich sagen, erreichst Du nur das gegenteil bei deinen Kindern
[addsig]

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