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jea
24.05.2012
um 15:36 Uhr
so fg nun absichtlich noch mal in die küche flitz um eine extra grosse kanne kaffe zu holen dasvanilleeis und die erdbeeren lasse ich schon mal da
 
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von mona84

valerie

Anfänger

Beiträge:

1

Dienstag, 24. April 2007, 23:07

Brauche DRINGEND Rat...

Hallo!
Ich habe folgendes Problem:
Ich lebe seit fast einem Jahr mit meinen Kindern (Tochter 2 und Sohn 4 Jahre) alleine. Mein Mann lebt mit seiner Freundin zusammen, die Kindern sind jedes zweite Wochenende bei ihrem ihm, seiner Freundin und dem Sohn der Freundin.
Leider habe ich die neue Lebensgefährtin nie kennengelernt; mein Mann läßt in dieser Hinsicht leider nicht mit sich reden. Ich finde den Wunsch, sie kennenzulernen nicht allzu abwegig, schließlich ist sie die (mit)betreuende Person. Im letzten Sommer waren die Kinder mit der neuen Familie ihres Vaters im Urlaub.Naja, das nur der Vollständigkeit halber.
Nach Ostern waren die Kinder wieder für eine Woche bei ihrem Vater. Als sie wiederkamen, waren sie (speziell meine Tochter) seltsam verändert. Ich wurde in ihrem Spielkreis (findet 2x wöchentlich statt) von den Erziehern angesprochen, sie würde unter massivsten Verlust- und Trennungsängsten leiden. Sie mag plötzlich nur noch einschlafen, wenn sie entweder in meinem Bett schläft oder ich an ihrem Bett sitze, wobei sie meine Hand hält und fast "hineinkriecht".
Sie wollte ihren Vater plötzlich nicht mehr besuchen; ihr Bruder solle alleine zu Papa. Die Weigerung sprach sie 3 Tage vor dem Abholen zum ersten Mal aus. Mein Sohn sagte sofort, alleine wolle er auch nicht fahren. Ich habe - nachdem die Kleine das Ganze mehrfach wiederholte - meinen Mann angerufen und ihm die Situation geschildert. Ich fand es wichtig, daß er Bescheid weiß und bei der "Übergabe" nicht kalt erwischt wird. Als sie ihn dann gesehen hat, ist sie - meinen Erwartungen entsprechend - doch mitgefahren.
Nun sind die Kinder wieder bei mir, und sie sagt wieder (ungefragt!), sie wolle nicht zu Papa, dort sei es nicht schön. Weitere Erklärungen kamen nicht, aber sie ist ja auch erst 2.
Dann habe ich mit meinem Sohn darüber geredet. Er druckste lange herum, bis er mir erzählte, daß sie im Schwimmbad waren und die Kleine Papa aus dem Arm geflutscht und auf die Fliesen geknallt sei.
Ich bin der Meinung, daß so etwas, so grauenvoll schlimm es auch ist, jedem von uns passieren kann. Unfälle kommen vor, und der Betreffende macht sich eine Menge Vorwürfe.
ABER: Mein Sohn sagte mir, daß Papa ihm gesagt habe, er dürfe diesen Vorfall auf keinen Fall Mami erzählen. Nun ist mein Sohn ein sehr unsicheres Kind, sehr schüchtern. Er befindet sich in einem schlimmen Loyalitätskonflikt, schließlich glaubt er, Papa verraten zu haben. Andererseits litt er sehr darunter, mir etwas verschweigen zu müssen.
Ich bin sehr unsicher, wie ich meinem Mann gegenüber reagieren soll. Am liebsten würde ich ihn sofort anrufen, klar. Aber ich habe Angst, daß er unserem Sohn Vorwürfe macht. Ich renne mir seit Oktober die Hacken ab, um eine psychomotorische Therapie für ihn zu bekommen, er nimmt an einem Selbstbehauptungskurs teil, und der eigene Vater bringt ihn in eine solche Situation - das ist doch nicht zu glauben! Ich meine, wie kann man die eigene Angst davor, die Wahrheit zu erzählen, auf einen 4-jährigen schieben? Der sowieso schon unter Unsicherheiten zu leiden hat? In meinen Augen wäre es der richtige Weg, daß mein Mann sich bei dem Kleinen entschuldigt und einen Fehler zugibt, aber da werde ich wohl auf taube Ohren stoßen.
Wie würdet Ihr reagieren?
Und im Falle meiner Tochter? Wenn sie partout nicht will werde ich sie bestimmt nicht zwingen, mit ihm zu gehen. (Nur der Vollständigkeit halber: Ich bin sehr froh, daß die Kinder einen guten Kontakt zum Vater haben und möchte auf keinen Fall dazwischenfunken!)
Ich habe diese Wochenendaufteilung für eine gute und faire Lösung gehalten, aber was sagen Eure Erfahrungen? Ist eine 2-jährige zu jung für so ein Hin-und Her (wenn man es böse formuliert)?
Ach ja, ich kann mir übrigens nicht vorstellen, daß ein böser Sturz im Schwimmbad der Grund für die Weigerung meiner Tochter ist. Ihr Vater erzählte mir übrigens, sie wäre ausgerutscht.
An alle, die bis hierhin durchgehalten haben ein herzliches Dankeschön!
Valerie (die in Zukunft versuchen wird, sich kürzer zu fassen!!!)[addsig]

Gast

unregistriert

2

Dienstag, 24. April 2007, 23:35

RE: Brauche DRINGEND Rat...

Hallo Valerie,
ich bin auch Alleinerziehende.
Und ich finde, dass Du sehr differenziert schreibst und versuchst die Dinge von allen Seiten zu betrachten.
Was mir aufgefallen ist, dass der Wunsch nach dem Wissen, wie denn die Freundin des Vaters Deiner Kinder so sei und dass Du sie gerne kennenlernen möchtest, ein bisschen untergegangen ist und für mich im Zusammenhang mit der Schwimmbad - geschichte steht und dem Unmut Deiner Tochter. Denn wenn Du die Freundin kennenlernen würdest und die Stimmung \"dort\" , dann hättest Du vielleicht ein besseres Gefühl.
Auf jeden Fall stimme ich dir voll zu, dass diese unausgesprochenen Dinge mal eben ausgesprochen werden sollten.
Hängt natürlich auch davon ab, wie lange die Trennung schon her ist. Weil aus meiner Erfahrung sich die Dinge etwas entschärfen, wenn ein bisschen Zeit vergeht.
Ich wünsch Dir viel Kraft und Klarheit,
alles Liebe,
Ingrid

Moni42

Senior Mitglied

Beiträge: 2 183

Danksagungen: 2019

3

Mittwoch, 25. April 2007, 07:14

RE: Brauche DRINGEND Rat...

Guten Morgen,

dringend rate ich dir eine Beratungsstelle z. B. Diakonie aufzusuchen. Dort Rat und Hilfe suchen und für deine Kinder eine Trennungsgruppe.

Bei manchen wird es nicht besser je mehr Zeit vergeht und wenn ich gewusst hätte was ich heute weiß, wäre ich auch diesen Weg gegangen. Und deine Kinder sind noch so klein.......

Hier bei uns arbeitet die Diakonie immer aus der Sicht der Kinder und das ist genau der Weg, der ihnen helfen kann. Und damit auch dir/euch als Eltern.

nette Grüße
Moni[addsig]

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