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von mona84

Gast

unregistriert

1

Dienstag, 8. Januar 2008, 19:24

Frage zur Ergo

Ich weiß, das einige hier sind, die ihre Kinder in Ergotherapie haben, und wollte mal eine Frage in eigener Sache stellen.

Heute sprach mich die Kindergärtnerin an, das die Motopädin(oder Heilpädagogin?), die einmal in der Woche dort mit den Kindern turnt, der Meinung sei, meine kleine bräuchte Ergotherapie, da sie sehr vorsichtig sei, beim klettern etc.

Die Kindergärtnerin bestätigte meine Meinung, das sie einfach nur etwas ängstlicher/vorsichtiger sei.

Nun heute dann beim Arzt, meinte die Ärztin sofort: Die braucht doch keine Ergo. So ein aufgewecktes, aufgeschlossenes zufriedenes Kind (die Ärztin knausert nicht mit Rezepten, man bekommt von ihr, was man möchte). Die Motorik stimmt und alles andere auch. Und wenn sie nicht hoch klettern will, warum soll man sie dann zwingen?

Ist eigentlich mein Gedankengang...Aber am grübeln bleib ich nun doch.

Gibt es irgendwas, worauf ich viell in Zukunft mal speziell achten könnte?

Sie war schon als Baby etwas später mit dem krabbeln und laufen, was sich allerdings zurückführen lies, das der Schädel hart verkantet gegeneinander saß, was aber damals durch entsprechende Therapie erfolgreich beseitig wurde.

Wäre mal über Tipps dankbar. Denn verunsichert hat mich das alles doch etwas.[addsig]

Mariechen

Anfänger

Beiträge: 1

Beruf: Erzieherin&Motopädin

2

Dienstag, 8. Januar 2008, 19:37

RE: Frage zur Ergo

Hallo aninjah!
wenn der kinderarzt, die erzieherin und du da gleicher Meinung seit, dass deine Maus halt nur ein bisschen vorsichtiger ist würde ich die grübeleien einstellen. Gehst du mit ihr zum mutter-Kind-Turnen oder so?
Auch schein mir ergotehrapie da nicht so geeignet. Als angehende motopädin kann ich das so sagen. Schwer wird es nur von hier aus eine ferndiagnose zu stellen. guck doch einfach mal in welchen situatinen sie vorsichtig reagiert. Z.B. wenn sie auf nen Baum klettet, ermutige sie, zeig ihr wie man sich am besten festhält und unterstütze sie dabei indem du ihr sicherheit vermittelst.
Ansonsten ist "vorsichtig sein"(nicht zu verwecheln mit unsicherheit) immer auch ein zeichen das sie sich selbst gut einschätzen kann. Ich würd mir da jetzt keine Gedanken mehr drum machen, es villeicht im Blick behalten aber erstmal nichts unternehmen!
Liebe Grüsse, Mariechen[addsig]

marie.2006

Anfänger

Beiträge:

3

Dienstag, 8. Januar 2008, 20:38

RE: Frage zur Ergo

Hallo Aninjha,

ich vermute, deine Tochter war in osteopathischer bzw. cranio-sacraler Therapie??
Evtl. kannst du mit deiner Kinderärztin besprechen, ob du eine(n) Kindertherapeutin(en)
suchst, die könnten dann durch spezielle Therapien klären, bzw. herausfinden, ob es tatsächlich "Vorsicht" oder Unsicherheit oder wie auch immer ist....(Physiotherapeutische Praxis,speziell mit Kindertherapeuten)

Übrigens finde ich auch, dass Vorsicht nichts falsches ist, der eine ist mutiger, der andere weniger und lieber überschätzt sich deine Tochter nicht, als dass es Tränen und dann noch mehr Verunsicherung oder gar Angst gibt.
Meine Große war vorsichtiger als ihre Schwester, sie hatte dadurch wesentlich weniger Blessuren!!!

Gruß Marie
[addsig]

Gast

unregistriert

4

Mittwoch, 9. Januar 2008, 09:55

RE: Frage zur Ergo

Vielen Dank für Eure Antworten....


Zitat von »Mariechen«


Gehst du mit ihr zum mutter-Kind-Turnen oder so?

Liebe Grüsse, Mariechen


Nein, ist mir aus beruflich/zeitlichen Gründen nicht möglich. Habe aber nun mit einer Nachbarin abgekaspert, das sie die kleine 1 mal wöchentlich zum turnen bringt (ohne Eltern, ab 4 Jahre). Denke, das ist schon mal eine erste Lösung, sie etwas zu fördern.


Zitat von »marie.2006«


ich vermute, deine Tochter war in osteopathischer bzw. cranio-sacraler Therapie??


Richtig. Und auch schon nach der 2. Sitzung war ein Erfolg zu sehen, und danach erfolgten ein paar KG Stunden.


Ich sehe das Problem auch ein bisschen an mir 8-) . Ich bin zu ängstlich, darf immer nie hin sehen etc. ;-)

Den Ausgleich kann Papa an 2 Sonntagen im Monat nicht wirklich schaffen.

[addsig]

bsmaster

Senior Mitglied

Beiträge: 18

Danksagungen: 60

Wohnort: Braunschweig

5

Mittwoch, 9. Januar 2008, 12:34

RE: Frage zur Ergo

<b>Allgemein:</b>
Mich macht diese Therapieflut inzwischen mehr als skeptisch.
Es wird der Eindruck vermittelt, dass nur noch therapiebedürftige Kinder geboren werden, und das Kind sich ohne Therapie nicht normal entwickeln kann.
Auf die Eltern wird entsprechend Druck ausgeübt, so dass man tatsächlich ins Grübeln kommen kann.

<b>Meine Erfahrungen:</b>
Bei meinem ersten Kind war ich als "junger" unbedarfter Vater auch übervorsichtig und ängstlich.
Konsequenzen: Das Mädchen war eine Spätentwicklerin und natürlich in Sprach- und Bewegungsthearpie.
Heute ist sie fast volljährig und völlig normal entwickelt.

Beim vierten Kind (wieder Mädchen) habe ich alles weitesgehend laufen lassen. Sie traute sich etwas zu und versetzte die ängstlichen Mamas
auf dem Spielplatz mit ihren Kunststücken in Angst und Schrecken.
Momentan deutet alles darauf hin, dass sie sich völlig normal entwickelt.

<b>Fazit:</b>
Natürlich ist jedes Kind anders.
Es wird immer Abweichungen geben, es gibt keine Norm.
Man sollte sein Kind nicht ständig mit anderen Kinder vergleichen (mein Kind - dein Kind - typisches Mamaverhalten)
Das Kind sollte genügend Bewegungsmöglichkeiten und -anreize haben und auch ausprobieren können/dürfen (kein Zwang).

Und ...
Jetzt Sprechstunde beendet - Mittagspause :-)

Viele Grüße
Thomas




[addsig]

angiemaus208

Anfänger

Beiträge:

6

Mittwoch, 9. Januar 2008, 15:23

RE: Frage zur Ergo

Hallo Aninjha,
kann es vielleicht sein, das es nicht an deinem Kind liegt, sondern das die Ergotherapeutin in eurem Kiga nicht ausgelastet ist ??? Auch das soll schon so vorgekommen sein, dass dann einfach völlig normal entwickelte zu therapiebedürftigen Kindern "gemacht" werden. Ich kenne natürlich den Kiga nicht und will nichts unterstellen !!
Würde mir an deiner Stelle nicht allzu große Sorgen machen !!

LG
angiemaus

Gast

unregistriert

7

Mittwoch, 9. Januar 2008, 19:47

RE: Frage zur Ergo

Zitat von »bsmaster«

<b>Allgemein:</b>
Mich macht diese Therapieflut inzwischen mehr als skeptisch.
Es wird der Eindruck vermittelt, dass nur noch therapiebedürftige Kinder geboren werden, und das Kind sich ohne Therapie nicht normal entwickeln kann.
Auf die Eltern wird entsprechend Druck ausgeübt, so dass man tatsächlich ins Grübeln kommen kann.


Viele Grüße
Thomas






Ehrlich? Genau das gleiche denke ich auch.
Und ins grübeln bringen einen solche Vermutungen :roll:


Zitat von »angiemaus208«


kann es vielleicht sein, das es nicht an deinem Kind liegt, sondern das die Ergotherapeutin in eurem Kiga nicht ausgelastet ist ???


Auch das war ehrlich gesagt einer meiner ersten Gedanken.
Der Kiga hat 3 Gruppen, 2 Gruppen 2 Erzieher (20 Kinder), eine integrativgruppe mit 16 Kindern und 3 Erziehern+ Heilpädagogin und KiGa Leitung.

Letztes Jahr sollte schon eine Gruppe geschlossen weerden, aber irgendwie konnte das abgewand werden.

Aber mal komisch.....das man sich echt so leicht zum nachdenken bringen lassen kann. Weil ich habe bisher nicht eine Minute daran gezweifelt, sie sei net "normal" entwickelt, bzw. Förderungsbedürftig


[addsig]

Gast

unregistriert

8

Dienstag, 22. Januar 2008, 22:59

RE: Frage zur Ergo

Update heute:

Mich nahm wieder die Erzieherin bei der Seite, und meinte, die Motopädin habe gestern nochmal geturnt mit ihr (war so vereinbart), und fragte mich, was ich mit dem Kind gemacht habe? Ich dreimal :-? :-? :-?

Na....sie habe gestern alles gemacht, keine Anzeichen mehr auf Therapiebedürftigkeit.

Schön zu hören für mich (war mir ja eigentlich fast selber sicher), aber an Wunderheilung glaube ich bis heute nicht ;-)

Also bleibt für mich die Frage: Haben sie evtl, ein neues Opfer gefunden, welches zu therapieren bedarf?

Und dann wundert man sich über KK und Ärzte die knauserig mit Rezepten werden.

Andererseits.....Kindergärten sollen auch erhalten bleiben, und auch gefördert werden,.

Aber doch nicht auf auf die Art, oder? :-?

Das es ein echter Kampf wird, und (in meinen Augen) auf Kosten der Kinder geht(egal ob nun notwendige Therapien nicht verordnet werden, oder KiGa sagt: Notwendigkeit besteht, um Arbeitsplätze zu erhalten)

:roll: :roll: :roll: [addsig]

Gast

unregistriert

9

Mittwoch, 23. Januar 2008, 09:00

RE: Frage zur Ergo

Hallo Aninjha.
Schön zu hören, dass es deiner Kleinen gut geht.
Wir müssen halt mehr auf unser Mutterherz hören, dann sind wir auch nicht so zu verunsichern. Wir kennen unsere Kleinen doch.
Glückspilz[addsig]

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