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von mona84

Paula08

Anfänger

Beiträge: 4

Danksagungen: 5

Wohnort: OWL

Beruf: Krankenschwester

1

Dienstag, 27. Mai 2008, 11:59

Viele offene Fragen...

Hallo an alle!
Hatte gerade termin bei der Erziehungsberatung (bin dort schon mehrfach gewesen, um Verhaltensauffälligkeiten der Kids aufgrund der Trennung zu bearbeiten). Neueste Info: jede Art von Therapie mit den Kindern geht bei gemeinsamen Sorgerecht nur mit schriftlicher Einverständnis des Vaters. Stimmt das so???? Ich versuche seit Wochen Hilfe für die Kinder zu bekommen, um die Folgen des Verhaltens ihres Vaters aufzufangen und in Therapie aufarbeiten zu können. Und wenn er diese Einverständnis nicht gibt, sondern boykottiert wie alles, was bisher pro Kids in die Wege geleitet wurde, dann können die Kinder sehen, wie sie damit klarkommen?? Sowohl Kinderarzt, Erziehungsberatung, JA, Schulpsychologin... halten Therapie für dringend erforderlich, jetzt ist alles dafür in die Wege geleitet, selbst Termine stehen z.T. schon. Werde Einverständniserklärung zur Unterschrift an EX schicken, habe aber wenig Hoffnung. Hat jemand ähnliches durch und evtl noch andere Tips?(außer eine gerichtliche Klärung)

Muß man eigentlich verspätete und z.T. gesplittete Unterhaltszahlungen hinnehmen? Bin seit 5 Mon endgültig getrennt, Unterhalt kam erst zu spät, dafür einmal für 3 Mon auf einmal, dann wieder verspätet+nur zur Hälfte, andere Hälfte war ungedeckter Scheck (1/2 in bar nachgezahlt, 1/2 steht noch aus). Unterhaltsvorschußkasse will noch nicht aktiv werden, er sei ja zahlungswillig, Unterhaltstitel hat er abgegeben.

Umgangsrecht ist z.Z. so geregelt: Besuchs-WE alle 14 Tage Fr-So. Läuft aber völlig chaotisch, mal holt er die Kinder, mal warten sie auf gepackten Taschen vergeblich, dann will er sie erst Samstag, 13.00 Uhr abholen,verschiebt die Zeit dann noch 2x(die jeweilige Info kam 1/2 Std vor der verabredeten Zeit per sms), dann ist wieder wochenlang Funkstille, d.h. die Kids hören und sehen nichts von ihm...

Habe nä Woche Termin beim Anwalt, er hat schon gesagt, das wir etliche Sachen nur auf dem Klageweg lösen können. Finde ich nicht soooo toll, vielleicht hat ja jemand noch Ideen, wie es auch anders geht. Mir geht es um die Kids und um einen guten Vater-Kinder-Kontakt.
Ach ja, Einladungen zu Gesprächen von Seiten des JA und der Erziehungsberatung hat er gecancelt, ist nicht bereit, mit deren Hilfe Lösungen zu finden.

Liebe Grüße von einer momentan hilf- und ratlosen
Yvonne :-( [addsig]

Gast

unregistriert

2

Dienstag, 27. Mai 2008, 12:50

RE: Viele offene Fragen...

Hallo Yvonne.
Meine Tochter soll auch eine Therapie bekommen. 3 Therapiestunden hat sie schon hinter sich, zum Kennenlernen. Anträge sind gestellt und genehmigt worden. Weitere Termine werden folgen. Und das alles ohne Einverständnis des Vaters bei gemeinsamen Sorgerecht. Allerdings ist meine Tochter über mich versichert. Vielleicht ist das der Grund.
Was das Umgangsrecht angeht, würde ich mit den Kids nicht jedes Mal warten, bis Herr Papa sich bequemt, sie abzuholen. Entweder er holt sie pünktlich ab oder er läßt es. Wenn er nicht pünktlich ist (halbe Stunde plus / minus), dann melde dich bei ihm und sag ihm ab. Da er auch nicht gerade kooperativ beim JA ist, würde ich es dem JA melden, wenn er mal wieder Besuchstermine "verschlampt".
Einen guten Kontakt zwischen Vater und Kids herzustellen, finde ich sehr schwierig, wenn du dich immer von ihm bevormunden läßt. So kann er tun und lassen, was er will. Und die Kids merken das und bilden sich selbst ihr Urteil. Du mußt deinen Weg gehen und auch das richtige für deine Kids durchsetzen. Das heißt: Macht EUCH nicht zum Spielball seiner Launen.
Ob da ein Anwalt der richtige Weg ist, mußt du selbst entscheiden. Denn nur du kennst deinen Ex gut genug, um zu wissen, ob er nur so in die richtige Bahn gelenkt werden kann. Bei mir war es die AWO und das JA, die Ex den Kopf gewaschen haben. Und das sehr geholfen hat!!!
Ich wünsche dir Kraft,
Glückspilz[addsig]

chaotic39

Anfänger

Beiträge:

3

Mittwoch, 28. Mai 2008, 07:02

RE: Viele offene Fragen...

Hallo Yvonne,

auch ich brauchte kein Einverständnis des Vaters zur Therapie meines Sohnes, aber auch meine Kinder sind über mich versichert, dass könnte tatsächlich der Grund sein.

Gesplittete Unterzahltszahlungen etc brauchst du nicht hinzunehmen, du kannst dir grundsätzlich beim Amtsgericht deinen Anspruch titulieren lassen, damit kannst du dann sofort eine Pfändung etc veranlassen, solltest du kein Geld haben gibt es Prozesskostenhilfe. Wenn der Vater aber so uneinsichtig ist, würde ich diesen Weg gehen, auch ich habe versucht bei dem Vater der Kinder mit Reden etc, auch übers Jugendamt Regelungen zu finden, er sträubte sich gegen alles, hat den Unterhalt mal bezahlt, mal nicht, als ich dann drohte, mir diesen titulieren zu lassen, hat er von sich aus den Mindestunterhalt titulieren lassen und hielt sich für ganz schlau, da er meinte ca. 100 Euro monatlich gespart zu haben, ich würde mir die Mühe nicht machen dafür den Klageweg zu beschreiten, ich habe es aber getan und er hat ganz schon eins auf den Deckel bekommen, am Ende musste er mehr Unterhalt zahlen und auch noch seinen Anwalt, eine gewisse Schadenfreude darüber kann ich nicht verhehlen ;-)
auch mit dem Umgang ist es so eine Sache, eigentlich konnte er die Kinder alle 3 Wochen sehen, da er 2 Tage nach der Scheidung wieder geheiratet hatte, eine Frau mit ebenfalls drei Kindern kamen meine Kinder immer sehr verstört zurück, die neue Frau hat meine Kinder auch geschlagen, angeschrieben, mit Essensentzug bestraft usw., daraufhin habe ich dann Gespräche mit ihm und dem Jugendamt geführt, er war aber der Meinung, er hätte das \"Recht\" seine Kinder zu sehen, wann er will, schließlich wären diese ja in der Woche immer bei mir, da half alles reden nichts, weil ich keine Lust hatte die KInder seinen und ihren Launen ständig auszusetzen, habe ich mich dann stur gestellt, auch zum Wohle der Kinder und auf Anraten des Jugendamtes, 4 Monate gab es gar keinen Kontakt, mittlerweile gehen die Kinder alle 4 Wochen mal zum Wochenende wieder zu ihm und die letzten Male sind ohne besondere Vorkommnisse über die Bühne gegangen, ich habe die Hoffnung, dass er vielleicht was draus gelernt hat und sich auch der Kontakt bessern wird, vor allem dass es Gesetze gibt an die er sich halten muss und er sich diese nicht selber machen kann,

ich wünsch dir viel Glück
Beate :-)

Paula08

Anfänger

Beiträge: 4

Danksagungen: 5

Wohnort: OWL

Beruf: Krankenschwester

4

Mittwoch, 28. Mai 2008, 11:15

RE: Viele offene Fragen...

Hallo Glückspilz und Beate,
vielen Dank für Eure Antworten, tun gut.
Die Kinder sind seit 3J über mich krankenversichert, vielleicht ist es auch Bundesland abhaängig?Weiss mittlerweile von einer Bekannten, die auch die Einverständnis des Ex braucht. Ich werde die Therapie durchsetzen, egal auf welchem Weg.
Genau wie die Umgangsregelung, vielleicht muß ich von meiner Wunschvorstellung der guten Vater-Kindbeziehung erst mal wegkommen.Erzwingen kann ich nichts, genausowenig wie ich sein Chaos und seine Unzuverlässigkeit beeinflussen kann. Das JA hat sich übrigens erst mal ausgeklinkt, solange er Gesprächsangebote nicht wahrnehmen will, können sie nichts tun. Originalzitat der Sachbearbeiterin(und sie ist wirklich sehr kompetent+engagiert+hat mich in Gesprächen mental gut unterstützt!):" Bei manchen Vätern wäre es besser, wenn sie sich komplett ausklinken würden. Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende."
Die vorrübergehende Aussetzung des Umgangsrecht ist vielleicht wirklich notwendig!?
Wurde von der EB+ vom JA auch schon "empfohlen".
Mich macht es nur so wütend, das ein Elternteil seine Wut+seinen Hass +seine Rachegefühle so dermaßen an den Kindern ausläßt, weil der andere auf der Paarebene nicht mehr verletzbar ist. :-x
LG,Yvonne[addsig]

Laetitia

Anfänger

Beiträge:

Wohnort: Harz

5

Mittwoch, 28. Mai 2008, 16:24

RE: Viele offene Fragen...

Hallo!

Natürlich ist es rein rechtlich so, daß der vater bei gemeinsamen Sorgerecht eben auch ein Mitspracherecht in Bezug auf die gesundheitssorge hat und damit kann er rein rechltich auch gegen eine Therapie intervenieren, bzw. muss eben genaus genommen sein Einverstädnis geben..... Ich habe ein ähnliches Problem in Bezug auf Impfungen. Vater will generell nicht impfen - rein rechtlich gesehen muss ich ihn in solche Entscheidungen einbeziehen, weil wir noch verheiratet sind und gemeinsames Sorgerecht haben..... Z.B. auch bei OPs etc. Passiert was und er hat nicht sein Einverständnis gegeben könnte es dicken Ärger geben...

Wenn ihr einfach so eine Therapie mit euren Kindern machen konntet, dann fragt doch mal Spaßeshalber eure Therapeuten , ob sie bei gemeinsamen Sorgerecht ncith das Einverständnis des vaters benötigt hätten..... Niedergelassene Therapeuten müssten da eigentlich stutzig werden.... Anders könnte es bei Therapien über Beratunsstellen etc. aussehen, denn da kann man auch hingehen, wenn der Vater nicht dafür ist - war ich selber auch schon....Ist ja inden meisten Fällen auch keine direkte medizinische Behandlung des Kindes, sondern eher eine Beratung der Mutter unter Einbeziehung des Kindes...

Natürlich machen viele Mütter, bei denen das Kidn lebt, sowas ganz allein, ohne überhaupt zu fragen . Und Ärtze wissen ja eben auch nicht immer, ob Eltern zusammen sind oder nicht! Aber rein rechtlich gesehen ist es korrekt : er hat gefragt zu werden und muss sein Einverständnis geben.....

LG Laetitia<br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: Laetitia, 28.05.2008, 16:29 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]

Gast

unregistriert

6

Mittwoch, 28. Mai 2008, 19:55

RE: Viele offene Fragen...

Hallo.
Ich denke, die Psychologen handeln im Interesse des Kindes. Denn wenn sowohl der Kinderarzt als auch andere Stellen eine Therapie für dringend notwendig erachten, so tun sie es zum Schutze des Kindes. Und dann reicht ihnen wohl das Einverständnis eines Erziehungsberechtigten; und zwar dem, wo das Kind lebt.
Glückspilz[addsig]

Paula08

Anfänger

Beiträge: 4

Danksagungen: 5

Wohnort: OWL

Beruf: Krankenschwester

7

Mittwoch, 28. Mai 2008, 20:26

RE: Viele offene Fragen...

Hallo!
Die Info kam von Therapeutin der Erziehungsberatung/Caritas.
Anders sähe es aus, wenn es als Notfall über die Kinder-und Jugendpsychiatrie, d.h. sofortige stationäre Aufnahme des Kindes, laufen würde. Die Möglichkeit ist laut Schulpsychologin bei akuten+massiven Reaktionen des Kindes gegeben. Finde ich aber etwas überzogen, halte längerfristige ambulante Therapie für effektiver, da die Probleme in den nächsten Jahren wohl immer wieder auftreten werden.
Liebe Grüße, Yvonne[addsig]

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