HILFE (lang)
Hallo.
Ich habe gerade ein akutes Problem mit meinem Ex-Mann.
Unsere Tochter ist gerade bei ihm in den Ferien. Das ist nichts unnormales. Sie ist ja öfter bei ihm.
Nicht normal ist, dass er sich wie ein pubertierender Junge aufführt. Und unsere Tochter (10J.) sehr darunter leidet, sie ist verängstigt; leidet, dass Papa sie immer abschiebt oder ihren Wunsch nicht beachtet.
Also: Er hat vor 9 Wochen im Chat eine Frau kennengelernt. Nach 1 1/2 Wochen haben sie sich zum 1. Mal getroffen. Nun benimmt er sich nicht wie ein 40-Jähriger, sondern wie ein 13-Jähriger. Alle Zeit, die er hat, verbringt er mit dieser Frau. Er läßt sich krank schreiben, um sie zu sehen. Er ist schon praktisch bei ihr eingezogen. Alles schön und gut, soll er, solange er alleine ist. Doch wenn er unsere Tochter zu Besuch hat, möchte unsere Tochter bei ihm zuhause schlafen, weil sie diese Frau nicht kennt. Bisher hat er sie an seinen Wochenenden (2mal) abgeschoben, weil er lieber mit seiner Freundin zusammen sein wollte. Das andere Mal hat er sie mit zu seiner Freundin genommen und das Wochenende dort verbracht. Was unserer Tochter überhaupt nicht gut getan hat. Als sie wieder bei mir war, hat sie gesagt, der Papa muß wieder zurückkommen. Und sie wollte die restliche Zeit nicht mehr allein in ihrem Bett schlafen, hat nur noch geweint.
Jetzt zu unserem Problem:
Unsere Tochter ist aufgrund psychischer Probleme und Ängste in therapeutischer Behandlung. Jede Veränderung in ihrem Leben ist lt. Therapeutin zu vermeiden, wenn es irgendwie geht bzw. langsam heranzuführen.
Nach dem Wochenende bei dieser für sie fremden Frau wollte unsere Tochter nun nicht beim Papa Ferien machen. Es ist das erste Mal, dass sie das geäußert hat, denn bisher hat sie sich immer auf der Ferien bei Papa gefreut. Wir haben darüber geredet, wie schön es bisher immer in den Ferien bei ihm war. Sie hat sich dann auch auf die Ferien gefreut und da habe ich erleichtert aufgeatmet. Doch dann der nächste Hammer: Papa hat er unserer Tochter 3 Tage, bevor sie zu ihm ging, gesagt, dass er sie nicht schon am Freitag abholen könne, weil er nicht mit ihr zu ihrer Patentante auf den Geburtstag fährt, sondern mit seiner Freundin. Er würde sie erst am Montag abholen. PENG. Ich hatte an diesem Wochenende meine liebe Not, unsere Tochter aufzubauen. Am Montag ist sie dann zum Papa in die Ferien gegangen, nicht sehr glücklich! Und dann kam abends dieser veflixte Anruf unserer Tochter. Sie sagte mir, dass sie nach Hause möchte. Sie hatte schon den ganzen Abend geweint und es ging ihr auch schlecht, sie habe sich schon mehrfach übergeben. Da ich von der Therapeutin weiß, dass das keine Masche ist, sondern dass es unserer Tochter dann wirklich schlecht geht, habe ich unserer Tochter gut zugeredet und beruhigt, sie solle sich auf den anderen Tag freuen, wo sie mit Papa bestimmt was unternehmen wird. Am nächsten Tag der 2. Anruf: Sie muß heute bei der Freundin schlafen, die sie nicht kennt. Sie möchte entweder bei Papa zuhause schlafen oder bei mir. Ich habe danach mit ihrem Papa gesprochen. Das heißt, ich habe es versucht. Aber es war kein Herankommen. Es ist sein Leben und seine Tochter hätte sich zu fügen. Auf den Kompromiss, seine Feundin könnte ja bei ihm schlafen, ist er gar nicht eingegangen.
Warum läßt er unsere Tochter seine Freundin nicht mal erst kennenlernen?
Die Therapeutin hat auch schon versucht, den Papa zu erreichen, weil sie mit ihm reden möchte, damit er unserer Tochter wegen zu Vernunft kommt. Nichts, er geht nicht ans Telefon noch ans Handy.
Ende 2006 hatte wir schon mal ein ähnliches Problem. Da hatte er sich einen Termin beim JA geholt, wo ihm allerdings der Kopf gewaschen wurde. Und ich dachte bisher, dass er einsichtig war. Doch nun fängt wieder alles von vorne an.
Was kann ich jetzt für mich tun, damit ich nicht umkomme vor Sorge? Es sind noch 9 Tage, die sie beim Papa ist.
Was kann ich tun, wenn sie mir wieder völlig verkorkst bei mir zurück ist?
Wird sie mir verzeihen, dass ich sie gezwungen habe, zu ihrem Papa zu gehen?
Hilfe, ich mache mir so viele Gedanken. Vielleicht unnötig, aber sie sind da.
Früher habe ich völlig entspannt die tochterfreie Zeit genossen, aber das ist mir jetzt unmöglich.
Glückspilz[addsig]