RE: Unterhaltsrecht - Reform erforderlich?!
Grüß dich, Prinzessin2003,
ich bin alleinerziehender Vater, aber eben auch ein Mann und kann mich auch in die Lage der Zahlväter hineinversetzen.
Was mir am jetzigen Zustand mißfällt ist zum einen, daß auch rechtlich die Zahlungsverweigeung als Kavaliersdelikt betrachtet wird und nicht von Staats wegen verfolgt wird.
Das nächste ist, daß zwar Ehegattenunterhalt steuerlich absetzbar ist, nicht aber der Kindesuntarhalt.
Und was mir überhaupt nicht in den Kopf will, ist daß man solange verheiratet ist das Ehegattensplitting greift, und wenn sich eine Familie trennt, dann tut der Staat so, als gäbe es keine gegenseitigen Verpflichtungen mehr. Dabei entstehen doch dann erst doppelte Kosten für Wohnung usw. Vorher brauchst du nur ein Doppelbett statt nem Einzelbett als Mehraufwand.
Mein erster Ansatz wäre, daß Getrenntlebende/Geschiedene, die ihren Unterhaltsverpflichtungen nachkommen, steuerlich gleichbehandelt werden wie verheiratete Eltern. Ich meine, das würde schon weniger Anlaß für Tricksereien geben und den Staat von Unterhaltsvorschuß entlasten.
Würde mich freuen, wenn die Diskussion weitergeführt wird.
In diesem Zusammenhang vermisse ich WERNER, von dem ich hierzu gern mal wieder was gelesen hätte.
LG Wolfgang<br /><br /><!-- editby --><br /><br /><em>editiert von: watzmann, 09.08.2009, 02:21 Uhr</em><!-- end editby --> [addsig]