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Chat für Alleinerziehende

Einladung zum Chat.
Zur Zeit sind folgende User im Chat, die sich gerne mit Dir unterhalten würden:
   Raum Lobby: leonies_mum2(User)

Wer macht was?

robeki
24.05.2012
um 22:26 Uhr
Ich stell mal einen großen Topf mit heißem , würzigen Käse-Fondue hierhin , dazu frische knusprige Brötchen .
 
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Umfrage

6%

manchmal

92%

nein

2%

ja

Insgesamt 65 Stimmen
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von mona84

pimboli

Administrator

Beiträge: 2 466

Danksagungen: 2168

Wohnort: Münsterland

Beruf: It-Systemkauffrau

1

Freitag, 20. November 2009, 09:20

...Interview Frau von der Leyen

Alleinerziehende
am stärksten von Armut gefährdet"



Berlin.
Über Kinderrechte sprach Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU)
mit Rasmus Buchsteiner.


20 Jahre UN-Kinderrechtskonvention: Hat Deutschland hier
seine Hausaufgaben gemacht, oder sehen Sie noch Nachholbedarf ?


Liebevolle Zuwendung, gewaltfreie Erziehung und frühe
Bildung von Anfang an sind unverzichtbar in der Kindheit. Die Eltern und der
Staat haben gegenüber dem Kind eine besondere Schutz- und Förderfunktion. In
unserer Verfassung sind Elternverantwortung und staatliches Wächteramt fest
verankert. Und: Für Kinder gelten selbstverständlich auch die Menschenrechte,
die unser Grundgesetz garantiert. Die Frage ist also: Löst die Aufnahme von
speziellen Kinderrechten in die Verfassung die Probleme, die es in manchen
Familien gibt? Ich meine nicht.


...da stimme ich ihr ausnahmsweise
mal zu. Diese Probleme löst keine Verankerung in der Verfassung, wobei sie auch nicht schaden würde
8)
...da sind die Eltern gefordert, die an sich selbst arbeiten müssen und staatliche Hilfen, genau da, wo
dies nicht passiert, nur nicht erst Wochen oder Monate später, sondern zeitnah!


Wie werden Familien in Deutschland von der schwarz-gelben
Bundesregierung profitieren?

Wir entlasten diejenigen, die am meisten leisten und sich um
andere kümmern. Wer Kinder erzieht, selbst sein Einkommen verdient und auch
noch für die Zukunft vorsorgt, hat ab 1. Januar 2010 deutlich mehr Netto in der
Tasche. Wir erhöhen die Kinderfreibeträge, damit Familien weniger vom
selbstverdienten Einkommen durch Steuern weggenommen wird. Wir erhöhen das
Kindergeld, weil das ein gerechter Ausgleich ist und Armut vermeidet. Hätten
wir das Kindergeld nicht, wäre die Armutsquote von Kindern doppelt so hoch wie
derzeit.


...hm, mehr Netto hat der, der auch genug verdient, von deutlich
kann man auch nicht reden, denn bei einem Verdienst von 20000 Brutto im Jahr sinds
rund 20 Euro monatlich mehr. Nur erzielen viele Aes auch dieses Einkommen nicht,
da sie oftmals Teilzeit arbeiten. Zur Kindergelderhöhung hab ich im anderen Thread
was gesagt.



Mit dem Kindergeld allein lässt sich gegen Kinderarmut
nichts erreichen...

Kinderarmut hat viele Ursachen, und deswegen brauchen wir
mehrere gut aufeinander abgestimmte Hilfen. Hilfe zur Arbeit für die Eltern,
Bildung für die Kinder und Gemeinschaftsangebote vom Sport bis zur
Hausaufgabenhilfe. Die Kinder von Alleinerziehenden sind am stärksten von Armut
gefährdet. Viele dieser Mütter wollen arbeiten. Ohne Kinderbetreuungsplatz sind
sie gezwungen, in Hartz IV zu bleiben. Darum ist der Ausbau der Kinderbetreuung
so wichtig. Die zweite Gruppe mit hohem Armutsrisiko sind Kinder mit
Migrationshintergrund. Förderung und Bildung am Lebensanfang sind das
Entscheidende.


...eben,
und genau für ihre angeführten Punkte wäre das Geld besser ausgegeben, als 20 Euro Erhöhung,
die nicht überall ankommt, Alibifunktion???



Hilft mehr Geld vom Staat gegen Kinderarmut?

Zielgerichtet ja! Ein gutes Beispiel ist der Kinderzuschlag.
Ihn erhalten Eltern, die es schaffen, ihr eigenes Einkommen zu erarbeiten, bei
denen es aber für die Kinder nicht mehr reicht und die deswegen in Hartz IV
sind. Diese Gruppe wollen wir stärken, denn sie sucht aktiv den Ausweg aus der
Armut. Der verbesserte Kinderzuschlag erreicht bereits 300000 Kinder. Die
Experten sagen, dass jetzt der zweite Schritt kommen muss. Wir wollen den
staatlichen Kinderzuschlag ausweiten, damit noch deutlich weniger Kinder auf
Hartz IV angewiesen sind. Ich werde dazu den Gesetzentwurf auf den Weg bringen.
Ich hoffe, dass er spätestens Anfang 2011 in Kraft treten kann.

...Frau von der Leyen vergisst hier zu erwähnen, der Kinderzuschlag
hilft nur Familien. Alleinerziehende, die Unterhalt erhalten, fallen da komplett
raus, unabhängig davon, ob sie ihr Einkommen selbst erarbeiten.

Und ich stelle immer wieder fest, ein Synonym für Alleinerziehend scheint bei der Bundesregierung Armut zu sein...
8)


Wäre nicht eine schnelle Erhöhung der Hartz IV-Sätze für
Kinder der nächste logische Schritt?


Es ist richtig, die Regelsätze für Kinder grundsätzlich auf
den Prüfstand zu stellen. Kinder haben einen eigenen Bedarf. Was sie benötigen,
lässt sich nicht einfach zu bestimmten Prozentsätzen von dem ableiten, was
Erwachsenen zusteht.

lg
Waltraud
;)

Quelle: http://www.nordkurier.de/index.php?objek…_welt&id=602687
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

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2

Donnerstag, 26. November 2009, 13:14

Kennst Du Statistiken oder Erhebungen, wie sich das neue Scheidungsrecht auf die Einkommensverhältnisse von Alleinerziehenden in Bezug auf Armutsgrenze / Kinderarmut auswirkt?
Ich habe vor ca. 1 Jahr eine Sendung gesehen, wo zwei Politikerinnen erklärten, dass es den Kindern jetzt besser ginge. Das Rechenbeispiel war so, dass die Frau nach altem Recht ca. 400,00 € Unterhalt bekam.
Nach neuem Recht bakam sie nicht's. Dafür das Kind 30,00 mehr im Monat.
Logisch, dass es dem Kind dann besser geht?
An ein Familieneinkommen hat in dieser Diskussion keiner gedacht....
Viele Grüße

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Frank (26.11.2009)

Frank

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3

Donnerstag, 26. November 2009, 13:44

Kindesunterhalt ist steuerlich nicht absetzbar

Hallo Georg,

kommt noch hinzu, daß Kindesunterhalt im Gegensatz zum Ehegattenunterhalt steuerlich nicht absetzbar ist. Die Menge des Geldes, die verteilt werden kann ist durch die Neuregelung zusätzlich auch noch geringer :( Unterstützung von Alleinerziehenden und Maßnahmen gegen Kinderarmut müssen dann wohl doch etwas anders aussehen :!:

LG Frank

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4

Donnerstag, 26. November 2009, 23:05

Hallo Frank,

ich verstehe Deinen Kommentar leider nicht.

Vielleicht ist meine Antwort auch falsch bei Dir angekommen?

Woher sollen z.B. die Arbeitsplätze für die Alleinerziehenden kommen,
die sich jahrelang um die Familie gekümmert haben, aus dem Beruf raus
sind?

Ich habe 16 Jahre lang nicht in meinem Beruf und verkürzt gearbeitet,
war 20 Jahre lang verheiratet und bekomme keinen Cent
Ehegattenunterhalt.

Der Richter urteilte, dass ich mir nach dem Auszug des Herren Gemahl
eine entsprechend meiner Qualifikation bezahlte Arbeit suchen muss. Ich
frage mich, wo der lebt, in welchen Sphären schwebt der?

Ich hatte Glück, mir hat mein Chef geholfen. Aber was ist mit den anderen, die nicht so viel Glück haben?

Steuern bezahlen die sowieso nicht, bekommen also auch keine zurück oder könne was absetzen....



lg

Benghee

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5

Sonntag, 29. November 2009, 14:16

......das beweist doch bei aller Liebe immer wieder das man sich als Mensch (Frau) niemals von einem anderen Menschen abhängig machen darf.
" Die Realität ist nur eine Illusion,
wenn auch eine sehr hatnäckige."
Albert Einstein


Beiträge: 278

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Wohnort: Deutschland

6

Freitag, 4. Dezember 2009, 10:06

Richtig. Und das erkläre mal denjenigen, die sich stolz Fulltime - Mama nennen.

Was ist die Konsequenz? Nicht heiraten, nie das Sorgerecht teilen?

Schade, dass das Ausleben der eigenen Wünsche so sehr im Vordergrund steht und das Familienleben mit allen seinen Höhen und Tiefen, dem Überstehen schwieriger Situationen so ins Hintertreffen gerät. Vielleicht sollte man sich wieder mehr darauf besinnen, Familien doch für einen längeren Zeitraum zu gründen....?

Moni42

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7

Freitag, 4. Dezember 2009, 14:24

Richtig. Und das erkläre mal denjenigen, die sich stolz Fulltime - Mama nennen.


Ja, heute weiß ich, dass ich mich besser nicht abhängig gemacht hätte.

Aber vor 22 Jahren (zu dem Zeitpunkt kannten wir uns schon sechs Jahre, fünf davon wohnten wir schon zusammen) als unser erstes Kind unterwegs war, gab es wenig Alternativen und jede Menge Vertrauen in den Partner. Wir sitzen mal mit weißen HAaren auf der BAnk vor unserem Haus......war ein gemeinsames Bild.
Mein damaliger Beruf ließ und läßt sich auch heute noch nicht viel besser mit Familie vereinbaren. Nicht ohne Oma und Opas Unterstützung oder einem festen Freundsverband mit kleinen Kindern oder oder oder. Nicht ohne einen Mann mit geeignetem Beruf. Und flexible Tagesmütter........
Tja, so haben wir uns entschieden einer bleibt daheim (der weniger gut verdienende) - uns war die Familie und die Familienzeit wichtig. Nach ca. 15 Jahren orientierte sich der Vater sehr überraschend und unerwartet um und die Folgen der gemeinsamen Familienplanung treffen nur mich.

Was also rät man jungen Menschen heute........
Kinder weitgehend fremd erziehen lassen - halte ich für falsch - würde ich nicht wollen

Ich würde heute Grundschullehrerin oder irgendetwas womit ich mich selbstständig machen könnte erlernen. Hier erlebe ich immer wieder, dass der Spagat zwischen Familie und Beruf gelingen kann.
Oder "halbe halbe" versuchen oder notarielle Absprachen treffen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Moni42« (6. Dezember 2009, 19:05)


Beiträge: 278

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Wohnort: Deutschland

8

Samstag, 5. Dezember 2009, 11:41

Ups, da beschreibst Du ja genau meine Lebensgeschichte. Die Anzahl der Jahre weicht minimal ab, aber ansonsten alles gleich. Schön.

Ich habe zwei Söhne. Töchtern würde ich wohl von einer Ehe abraten. Ich weiß natürlich, dass das nicht geht. Kinder wollen und müssen ihre eigenen Entscheidungen treffen. Aber zumindest darüber nachzudenken würde ich ihnen empfehlen. Aber das weiße Kleid, der Schleier, ein romatischer Tag ziehen sicher viel mehr als die Worte der Mutter. Na, ich komme ja nicht in die Verlegenheit, habe ja die Jungs.

War hart. Nach 18 Jahren, innerhalb von 2 Wochen war er weg, ohne Vorankündigung. Heute bin ich froh und sehe das alles ein bisschen anders. Ich hätte gehen sollen, schon viel eher. Aber man will den Kindern ja die Familie und das zu Hause erhalten. Jedenfalls bin ich froh über jede Minute, die ich mit den Kindern verbracht habe und verbringen werde. Ich weiß die Zeit sehr zu schätzen. (Jahrelang 4:30 Uhr angefangen zu arbeiten, damit ich um 12 Feierabend hatte und die Kinder abholen konnte und dann zu ihren Freizeitbeschäftigungen chouffieren konnte. Hatte eben Glück mit meinem Chef, kann mir bis heute die Zeit so einteilen, dass es uns gut passt und konnte auch gleich nach der Verabschiedung des Mannes voll arbeiten.)

lG :)