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robeki
24.05.2012
um 22:26 Uhr
Ich stell mal einen großen Topf mit heißem , würzigen Käse-Fondue hierhin , dazu frische knusprige Brötchen .
 
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von mona84

schlumpf76

Anfänger

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1

Montag, 1. Februar 2010, 19:12

Schwierigkeiten wenn Tochter (6 Jahre alt) beim Vater ist ...Situation am WE "eskaliert"

Hallo zusammen!

Ich wüsste gerne eure Meinung (vielleicht habt ihr änliche Schwierigkeiten):
mein Mann und ich sind seit 2,5 Jahren getrennt. Unsere Tochter 6 Jahre lebt bei mir. In der ganzen Zeit der Trennung hat mein Mann sich nur nach Lust u. Laune um seine Tochter gekümmert. Feste Besuchstermine wollte er nicht vereinbaren, weil er sich immer lieber gaaaanz kurzfristig gemeldet hat - halt nur wenn er nix besseres vorhatte u. es ihm in den Kram gepasst hat. Für mich war das immer super schwierig, weil ich im Schichtdienst arbeite, und daher auch dementsprechend auf Betreuung meiner Tochter angewiesen bin; aber das hat ihn nie interessiert. Ich weiss nicht, wie oft, ich ihn gebeten hatte, mit mir die Betreuungstage längerfristig im voraus zu planen - es hat nix gebracht..... Ich war irgendwann echt am Ende (..ich konnte ja auch nie selbst mal was planen, weil ich nie wusste, wann meine Tochter mal bei ihrem Vater ist...) und habe ihn bei der Betreuung aussen vor gelassen, d.h. garnicht mehr eingeplant. Wenn er sich gemeldet hat, dann konnte er seine Tochter sehen (sofern wir noch nix anderes vorhatten), und wenn nicht, dann war´s auch gut..... Seit ca. 3 Monaten will er sie nun im 14 Tage-Rhythmus am Wochenende sehen. Ich habe zugestimmt, weil´s für mich natürlich eine Erleichterung bringt und ich besser planen kann. Leider klappt das mit den beiden nur bedingt.... Ich weiss nicht wie oft, ich schon eine weinende Tochter auf dem Anrufbeantworter bzw. am Telefon hatte, weil sie heim wollte bzw. weil´s Streit gab zwischen den beiden. Ich habe dann immer versucht, mich rauszuhalten u. die beiden Ihren Streit miteinander austragen zu lassen (was mir ehrlich gesagt mehr als schwer gefallen ist; ich kenne meinen Mann - der stellt sich dann nämlich genauso bockig an wie ein Kind u. eine Klärung kannste dann vergessen..). An diesem WE war dann wieder so ein Papa-Wochenende: Samstag abend um halb elf klingt das Telefon u. meine Tochter ist mal wieder völlig am heulen u. hat sich überhaupt nicht beruhigen lassen - sie wollte heim: es gab mal wieder Streit mit ihrem Papa! Weil das Gespräch plötzlich beendet war, habe ich bei meinem EX angerufen. Diesmal war er dran u. an seiner Stimme habe ich schon gehört, dass er nicht mehr nüchtern war.
X( Nach einigem hin und her hat er einfach aufgelegt. Ich war mittlerweile total sauer u. habe wieder angerufen. .wieder war meine Tochter dran , die immer noch total hysterisch geheult hat u. gebettelt hat, dass ich sie abholen komme. Ich habe ihr zugesagt, dass ich sie holen komme - wobei mein Ex dann meinte, dass er sauer wäre, wenn ich sie jetzt abholen würde; was mir aber egal war - mich hat es fast zerissen, meine Tochter so verzweifelt zu hören u. ich hätte es nicht übers Herz gebracht, sie dort zu lassen. Als ich nach ca. 15 Minuten bei meinem Ex ankam, sass meine Tochter schon hinter der Haustür an der Scheibe u. wartete auf mich - ihr Vater sass oben im Wohnzimmer u. spielte Gitarre ?( (...ich hätte platzen können...) habe jedoch versucht die Situation ruhig zu klären, was nicht möglich war...mein Mann war tatsöchlich schon angetrunken (was er natürlich abgestritten hat). Er hat unsere Tochter im Gehen noch angpflaumt, dass sie garnicht mehr zu kommen braucht, wenn sie jetzt fährt etc.. ich fand´s unmöglich und war mit den Nerven völlig am Ende. Natürlich habe ich mich gefragt, ob es richtig oder falsch war, sie abholen zu fahren... Im Nachhin bin ich froh, dass ich hingefahren bin - egal was "andere" davon halten, weil es für mich unerträglich gewesen wäre, zu meiner Tochter zu sagen " Klär das mit deinem angetrunkenen Vater mal alleine - bist ja schliesslich schon 6 Jahre alt"..... :evil:

Falls sich jemand nun die Zeit genommen hat und meinen "Roman" gelesen hat, wäre ich über eure Erfahrungen bzw. Meinungen dazu dankbar.


Gruss
schlumpf76

Gluckenmama

Schüler

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2

Montag, 1. Februar 2010, 19:30

Hallo schlumpf76,

also ich finde du hast es schon richtig gemacht, das du Deine Tochter abgeholt hast. Ich hätte es in dem Fall nicht anders gemacht.
Wenn das vermehrt vorkommt das er angetrunken ist wenn dein Kind bei ihm ist ja dann solltest du mal bei deinem Anwalt dafür sorgen das dass Umgangsrecht vorrübergehend ausgesetzt wird, da dies ja auch keine Situation ist für ein Kind ist, egal im welchen Alter.
So kann dein Kind sich auch etwas von Ihm erholen und Ihr habt dann Zeit neue Lösungen zu finden.


Liebe Grüße,
Agnes
Lache, wenn es nicht zum weinen reicht!

Tomtommeier

Anfänger

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3

Montag, 1. Februar 2010, 19:31

Was fürn Arsch, sorry was anderes fällt mir nicht ein.

schlumpf76

Anfänger

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4

Montag, 1. Februar 2010, 19:35

Was fürn Arsch, sorry was anderes fällt mir nicht ein.
....ja, was soll ich sagen - das trifft´s wohl ziemlich genau.... :P

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5

Montag, 1. Februar 2010, 19:52

Hallo schlumpf76!

Erst einmal ein herzliches Willkommen!

Zu deinem Problem: Ich habe das Gleiche durchgemacht, wie du es im Moment durchmachen musst. Mein Sohn war damals 5 Jahre alt. Immer wieder bin ich an den Papawochenenden (auch alle 14 Tage) von meinem Sohn angerufen worden, weil er nach Hause wollte. Ich hatte zu der Zeit eine ambulante Erziehungshilfe (wg. großem Sohn). Dieser "Erziehungshelfer" hat natürlich auch die Probleme mit dem Kleinen bzw. mit seinem Vater mitbekommen und hat mir geraten, sowohl meinem Sohn, wie auch seinem Vater gegenüber klare Verhältnisse zu schaffen. Ich hatte damals das Gefühl, dass der Papa nicht unglücklich darüber war, wenn es Probleme gab, dass er seinen Sohn dann wieder abgeben konnte. Mein Sohn musste lernen, dass es auch bei seinem Vater Regeln und Grenzen gibt, sein Vater musste lernen, diese durchzusetzen und auch mal einen heulenden oder wüntenden Sohn zu "ertragen". Anfänglich habe ich meinem Sohn gegenüber einen kleinen "Trick" angewand und ihm Tage vor dem Papawochenende erklärt, dass er diesmal nicht anrufen kann, weil ich arbeiten müsste und ihn deswegen auch nicht abholen kann. Weiter habe ich ihm deutlich erklärt, dass doch er und auch der Papa sich auf die Wochenenden freuen und wenn dann kleine Probleme auftauchen, er das mit seinem Vater klären muss, so wie er das hier mit mir abklärt. Seinem Vater habe ich gesagt, dass ich im äussersten Notfall übers Handy zu erreichen bin. Wenn ich dir jetzt sagen würde, dass das super geklappt hat, würde ich lügen - zumindest anfänglich war es schlimm. Tage vor dem Papa-WE jammerte der Kleine, dass er nicht "da" hin will. Es war sehr schwer immer und immer wieder zu erklären, wie sehr sich der Papa doch auf das WE freut. Trotz der Jammerei war Sohnemann immer ganz aus dem Häuschen, wenn Papa dann kam um ihn abzuholen. Der ganze Spuk war nach ca. 2 Monaten vorbei!

Was du für dich abschätzen musst, ist wie intensiv der Alkohlkonsum deines Mannes ist. Der Vater von meinem Kleinen trinkt regelmäßig abends ein paar Bier, das hat aber nur als Nebenwirkung, dass er sehr früh einschläft. Ich hatte immer Angst, er könnte vor unserem Sohn einschlafen und nicht mitbekommen, wenn dieser die Wohnung verlässt (das würde er nämlich bringen, mit der Absicht heim zu laufen). Aber ganz ehrlich, meine Befürchtungen sind nie eingetreten. Ich habe den Vater früher nachts nie wach bekommen (z.B. bei plötzlich hohem Fieber bei Sohnemann), aber er hat gelernt, dass er Verantwortung hat und wird nun nachts von alleine wach, wenn unser Sohn plötzlich wach ist. Ich muss ehrlich gestehen, dass der Vater mit seiner Aufgabe sehr gewachsen ist und kann unseren Sohn mit gutem Gewissen in seine Hände geben.

Ich hoffe Dir etwas Mut gemacht zu haben. Ich wünsche Dir, dass du die Kraft und die Konsequents aufbringst! Es lohnt sich!!!

Nachtrag: Der "Erziehunghelfer" hat mir damals übrigens auch gesagt, dass wenn mich der Alkoholkonsum bzw. dessen "Wirkung auf meinen Ex-Lebensgefährten" so sehr beunruhigt, dass ich die Wochenenden nicht genießen kann, ich dann lieber erstmal auf eine Übernachtung unseres Sohnes bei seinem Vater verzichten soll. Das kannst du in für deine Situation bestimmt besser entscheiden.

Lieben Gruß

mama_wonni

Senior Mitglied

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6

Montag, 1. Februar 2010, 19:56

Hallo,

ich kann mir vorstellen, das es für alle Beteiligten nicht einfach ist.Besonders für Deine Tochter.Es ist ja schön, das ihr versucht Euren Umgang zu planen. Aber vielleicht solltet Ihr Euch Hilfe holen. Oftmals ist es ja so, das sich der andere Eltenteil doch dann ein bischen angehalten fühlt, den Umgang sorgsamer zu führen. Denn wie es scheint, ganz lehnt er ja den Umgang nicht ab.
Natürlich ist das nicht zu entschuldigen was an dem WE passiert ist und ich würde auch wie Du wollen, das sich das nicht wiederholt. Dennoch würde ich nach einem klärenden Gespräch suchen- im nüchternen Zustand.Beratungsstelen wie die Caritas z.B.,sind da ein guter Anlaufpunkt. Holt Euch professionelle Hilfe.

Ich hätte meine Tochter auch abgeholt. Selbstverständlich ! Klärungsversuche nachts um 22.30 Uhr und im angetrunkenden Zustand hätten nichts gebracht.

LG Wonni
"Es ist leichter einen Atomkern zu zertrümmern, als ein Vorurteil"

-Albert Einstein

schlumpf76

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7

Montag, 1. Februar 2010, 20:06

Hallo Gluckenmama!!

Danke für die schnelle Rückmeldung !!
Nun ja, das mit dem angetrunkenen Zustand ist echt ein rotes Tuch für mich, weil es sich wie ein roter Faden durch unsere Beziehung zieht: es war Hauptstreitthema, weil er ja angeblich garnicht sooo viel getrunken hatte, und wenn er´s doch mal zugegeben hatte, dann kamen Versprechungen, dass er sich einschränkt etc., was er leider nie eingehalten hat. Und im Zusammenhang mit unserer Tochter ist das Thema Alkohol ein absolutes "no go", was er leider auch für völlig übertrieben hält. Als unsere Tochter noch kleiner war, und beim Fahrrad hinten auf dem Fahrradsitz sass, habe ich ihn immer wieder gebeten, keinen Alkohol zu trinken, wenn wir irgendwo eingeladen waren - ihm waren meine Worte immer Schei..egal....es blieb dann auch nicht mal nur bei einem Bier, nö , das geht als Mann ja anscheinend garnicht... :thumbdown:
Naja, ich habe keine Ahnung, wie das zu klären ist.. Er sieht ja hier keinen Handlungsbedarf, und ich habe mir diesbezüglich schon den Mund fusselig gesprochen, das geht bei ihm rechts rein u. links wieder raus.... :(

LG
schlumpf76

schlumpf76

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8

Montag, 1. Februar 2010, 20:23

Hallo singleparent!!
Danke für deinen tollen Beitrag zu meiner Frage. Bgzl deiner Aussage:
Mein Sohn musste lernen, dass es auch bei seinem Vater Regeln und Grenzen gibt, sein Vater musste lernen, diese durchzusetzen und auch mal einen heulenden oder wüntenden Sohn zu "ertragen".
....geanau aus dem Grund, habe ich mich in der Vergangenheit auch immer rausgehalten, und versucht, dass die beiden sich selbst wieder zusammenraufen. Ich kann (und will) ja auch nicht immer auf Abruf bereit stehen, wenn´s bei den beiden mal wieder Zoff gibt...aber diesmal war´s echt nicht möglich...Der Vorschlag, dass meine Tochter demnächst mal nicht beim Vater übernachtet, finde ich recht gut - vielleicht fällt ihm dann mal der Groschen ?! ?(

zum Beitrag von mama wonni:
auch dir danke für deinen Beitrag. Leider werde ich meinen Ex-Mann nicht (mehr) zu so einer Beratungsstelle bekommen.... wir hatten mal einen Termin beim Eheberater, aber das war auch das höchste der Gefühle für ihn....
Finde es so schei..se, wenn man als Erwachsene Menschen solche Dinge nicht regeln kann, ohne dass einer auf der Strecke bleibt.....aber was red´ ich : kommt ja leider mehr als genug vor.... :whistling: Ich bin in der Beziehung vielleicht zu naiv - vielleicht geht´s wirklich nur mit dem Druck einer "öffentlichen Stelle"...

Gruss
schlumpf76

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9

Montag, 1. Februar 2010, 20:33

Hallo,

ich hatte es schon vermutet, dass Ihr sicherlich im Streit auseinandergegangen seid und das nun weiter hochkocht: allerdings von beiden Seiten, denn zum Streiten bedarf es mindestens zweier Personen. Du versuchst immer noch, den Vater zu erziehen. Du bist aber nicht seine Erziehungsberechtigte. Schließlich habt Ihr Euch ja auch getrennt. Dass er trinkt, wirst Du nicht ändern können. Du benutzt aber Eure Tochter als Druckmittel ...

Will denn die Tochter jetzt überhaupt nicht mehr zum Vater?

Ich halte auch den Einsatz von professioneller Hilfe für erforderlich, um Klarheit zu schaffen und gewöhne es Dir ab, ihn noch umzuerziehen ...

LG
Uwe
Warum muss ich jedes Jahr dem Finanzamt die Steuern erklären?

schlumpf76

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10

Montag, 1. Februar 2010, 20:57

wir sind nicht im Streit auseinader - unsere Trennung war in beiderseitigem Einverständnis... es gibt Streit, wegen solchen Situationen wie am WE, und ich kann und will dazu nicht "einfach ja und amen" sagen....und dass ich meine Tochter als Druckmittel benutze sehe ich anders; hier geht´s nicht um umerziehen - das hat mit Verantwortungsbewusstsein zu tun. Dass er wegen mir, nicht aufhört seine Bierchen zu trinken, ist mir in der Zeit unserer Beziehung aufgefallen, aber wenn er für seine Tochter verantwortlich ist (und das ist er an "seinen" WE), dann kann er sich nun mal nicht wie ein Junggeselle benehmen (das kann er ja an den übrigen 320 Tagen im Jahr machen)
Ob meine Tochter noch zum Papa will, kann ich (noch) nicht sagen. Wir haben zwar über die Situation gesprochen, aber wie´s mit dem nächsten Papa-WE aussieht, war noch kein Thema.

LG
schlumpf76