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von mona84

Benghee

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1

Freitag, 5. Februar 2010, 10:58

Elterngespräch

Hallo erstmal,

um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Es liegt mir sowat von fern hier irgendjemandem auf den Schlips oder ähnliches zu treten.

Zur Erklärung, ich schreibe als Mutter d. h. Emotional ;) .

Folgende Situation: Junior verweigert sich in der Schule.

Ein gut gemeinter Tipp am Rande. Bevor (ich hoffe doch nur) (Grundschul) Lehrer anfangen pädagogisch zu arbeiten klärt eure Kinder erstmal von Kopf bis Fuß medizinisch ab. Es gibt Dinge die gibt es garnicht.
Es reicht den lieben Lehrern nicht eure Meinung als Mutter zu hören, weil Mütter sind ja eh nicht zurechnungsfähig ;) die haben alle eine an der Klatsche :huh: .

Erschwerend kommt bei Junior hinzu der arme Kerl hat ja nicht nur in der Schule die lieben Lehrer die ihn "krank" machen wollen nnnnneeeiiiinnn zu allem Überfluss ist die Lebensgefährtin seines Papas auch noch so eine vortreffliche Grundschullehrerin die Junior "krank" machen will. Das war nicht immer so 8| zuerst hat sie einen Hochbegabten aus ihm machen wollen, das hat nicht geklappt dann war es ADHS da hab ich mich dann quer gestellt.

Kinder die nicht ins Schema F passen müssen ja irgendwie krank sein anders ist ihr Fehlverhalten :huh: bzw. ihre Verweigerung ja nicht zu erklären.

Das es Kinder gibt die sich unter Druck verweigern ist bestimmt kein einmaliges Phänomen und das Kinder unterschiedlich lernen und Dinge zu begreifen ist sicherlich auch nicht erst seit gestern so.

Bei allem Ernst: Junior hat Sehtests hinter sich und bestanden. Junior hat Hörtests hinter sich und bestanden. Junior hat alle U-Untersuchungen hinter sich und bestanden. Junior hat eine Mototherapie hinter sich und bestanden. Junior wird nochmals Augenärztlich auf den Kopf gestellt und vielleicht, so er sie verschrieben bekommt, bringt ja eine Ergotherapie Erfolg und wenn es auch nur für sein angeknackstes Selbstvertrauen ist :S .

Was muss ich noch tun bevor die Schule anfängt pädagogisch zu arbeiten?
Naiv wie ich bin dachte ich immer das ist ihre Aufgabe.
Ist das nicht einer dieser Berufe zu denen man sich berufen fühlen sollte um ihn mit ganzem Herz ausüben zu können?
Vielleicht ist meine Erwartungshaltung zu überzogen aber es geht hier doch schließlich um mein Kind!!
" Die Realität ist nur eine Illusion,
wenn auch eine sehr hatnäckige."
Albert Einstein


Annemie

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2

Freitag, 5. Februar 2010, 14:10

Hallo Benghee,

wenn ich es richtig verstanden habe,soll der Kleine "etwas an den Augen" haben?
Soll mit diesem Argument eine VerhaltensauffälligkeitVerweigern) erklärt werden?oder "nur" eine Leistungsminderung?
Es ist in der Tat so,dass es hochbegabte Kinder gibt,die gar nichts mehr machen wollen,weil es sie langweilt.
In der Regel merken Eltern schnell,wenn das Kind überdurchschnittlich begabt ist.Also gehe ich davon aus,dass Du sicher etwas bemerkt hättest ;)
ADHS wird ja auch gerne mal der Bequemlichkeitwegen aus dem Hut gezaubert.....Kind "funktioniert" nicht richtig-ADHS...
Es kann ja nun wirklich hunderte Ursachen für seine Verweigerung geben.
Ist es in allen Fächern gleich?Weißt Du,ob er möglicherweise gemobbt wird?Möglicherweise LRS?
Das ist nicht einfach.Erst recht nicht,wenn man allein da steht.
Zumal sich der Kleine ja sicher nicht besonders wohl in seiner Haut fühlt.
Habt Ihr einen Schulpsychologen?
Grüße

Annemie

Mycket ska man höra,innan öronen faller av

(Man muß viel hören,eher einem die Ohren abfallen-schwed. Weisheit)

Benghee

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3

Freitag, 5. Februar 2010, 17:07

LRS ist getestet, er hat bestanden.
Junior ist sehr gutgläubig und naiv für sein Alter, was seine Klassenkameraden auch gerne mal ausnutzen.
Er lässt sich sehr schnell ablenken, ein Stift fällt zu Boden, jemand hustet, es wird geblättert.
Dann braucht er wieder eine Weile bis er sich konzentrieren kann. Er ist ein bisschen ein Tagträumer und Bummler, hat kein Gefühl für Minuten und Stunden. Es gibt Tage da muss ich ihn morgens gefühlte 1000x daran erinnern das er jetzt im Moment zur Schule gehen muss um nicht zu spät zu kommen.
Sein Schreibtisch während den Hausaufgaben, ein Chaos. Wenn ich ihm nicht sage er soll nur die Hefte aus dem Ranzen nehmen die er braucht, fliegt alles auf seinem Schreibtisch rum. Er macht konzentriert seine Hausaufgaben, plötzlich steht er unvermittelt auf und baut an seinem Fantasiefahrzeug weiter weil ihm eingefallen ist das es noch eine Antenne braucht. Oder völlig zusammenhanglos während den Aufgaben will er über etwas diskutieren dass er in einer Sendung gesehen hat.

Seine Leistungen sind sehr schwankend. Auf der Richterskala, von 2 bis 8 würde ich sagen. Mathe klappt ganz gut, er versteht den Rechenweg. Seine krakeligen Zahlen sind noch ein tick besser zu erkennen wie sein Schriftbild. Wenn es darum geht Textaufgaben zu lösen liest er nicht, er rät und liegt eben auch öfter mal daneben. Das macht ihm aber auch nicht wirklich was aus. Lesen kann er mal sehr flüssig und gut dann wieder ziemlich stockend. Den Inhalt kann er wiederum immer sehr gut erfassen und auch wiedergeben. Deutsch: sein Schriftbild eine Chaos, gerade wenn er unter Druck steht, kaum zu erkennen. Dann wieder kann er für seine Verhältnisse :huh: relativ ordentlich schreiben und sogar fast fehlerfrei.

Natürlich ist es da nicht einfach für einen Lehrer die tatsächlichen Leistungen eines Kindes zu erfassen -- das ist ja genau das was mich als Mutter und auch seine Lehrer so ratlos macht.
" Die Realität ist nur eine Illusion,
wenn auch eine sehr hatnäckige."
Albert Einstein


Annemie

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4

Freitag, 5. Februar 2010, 19:05

Was Du da beschreibst,passt leider auch auf ADHS.Ich habe ein Kind in meiner Förderklasse dem es genauso geht.

Er ist aber negativ getestet worden.

Eine Möglichkeit wäre noch,das er zu früh eingeschult worden ist.Mitunter führt das zu einer ständigen Überforderung.Es wird noch immer gerne gemacht,diese Kinder "durchzuziehen"...Sie dann ggf. die vierte Klasse noch einmal machen lassen.Dafür habe ich kein Verständnis!Denn sie haben die Jahre zuvor ständig das Gefühl gehabt,nicht genügen zu können.Sich über JAhre hinweg frustrieren zu lassen,ist ja auch für uns Erwachsene nicht förderlich.
Ich bin weder Psychologe noch Pädagoge,arbeite aber seit Jahren mit ihnen zusammen(leider nur stundenweise).
Es gibt einige Anlaufstellen in Deutschland,die sich mit solch ungeklärter Problematik
beschäftigen.
Man selber zweifelt ja schon an sich,wenn es keinen rationalen Grund gibt.
Den kleinen Kerl komplett auf links drehen kann ja niemand.Da hilft dann wohl leider nur alles in Betracht zu ziehen.
Grüße

Annemie

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il sole

unregistriert

5

Freitag, 5. Februar 2010, 21:13

Hi Benghee,

Das was Du an Deinem Jungen beschreibst,kommt mir auch sehr bekannt vor.Natürlich wird um das Thema ADS/ADHS viel Tarar gemacht.Und es muss ja nicht sein,dass Dein Sohn ADS/ADHS hat.
Aber ich kann Dir von dem Jungen einer Bekannten berichten der sich sehr ähnlich verhält bei dem aber auch ADHS festgestellt wurde.
Er ist ein Tagträumer,trödelt gern herum,kann sich allerdings nicht lang auf die Hausaufgaben konzentrieren,nach kurzer Zeit steht er auf und macht etwas anderes.Er lässt sich von jeder Kleinigkeit ablenken und kann sich eben nicht sehr lang mit einer Sache beschäftigen.Wobei es immer mal schwankt,mal ist es besser mal schlechter.Es hört sich schon nach ADHSan wie du das Verhalten Deines Sohnes beschreibst und trotzalledem muss es net so sein!Lass ihn doch einfach mal darauf testen.Mich würde interessieren,wie Junior als Kleinkind war.Ich hege bei meinem zweieinhalb jährigen Sohn auch den Verdacht auf ADHS weil er meines erachtens nach aufällige Verhaltensweisen aufzeigt.Aber es muss auch bei meinem Sohn net so sein nur es ist ja auch eben so,dass man sich über die Verhaltensweisen bei ADHS informiert und wenn dann fast alles auf Dein Kind zutrifft,ist man da schon etwas nachdänklich.Dazu gibt es auch immer wieder Menschen,welche einen auf dieses Thema ansprechen,die Dein Kind selbst beobachten bzw.das Verhalten von Deinem Kind.Ich habe vor mit Tim zu einem Psychologen zu gehen denn wie ich immer wieder hörte,kann ADHS in diesem Alter noch net festgestellt werden.Naja gut,aber wie gesagt vielleicht ist dem nicht so. In Juniors Alter wird auf ADHS getestet.

lg Jenny

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Resa

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6

Samstag, 6. Februar 2010, 17:14

Das individuelle Kind...

Hallo Benghee,

dass ich dir schreibe, ist berufsbedingt, beim Wort Elterngespräch werde ich hellhörig. Also ich schreibe dir hier nicht nur als Mutter, sondern als Lehrerin der Schulform, die dein Kind gerade durchleidet. (Ich hoffe, ich krieg jetzt keinen Stempel aufgesetzt.) Mein kurzer und unkomplizierter Rat an dich ist: arbeite mit der Schule zusammen, egal, was für'ne blöde Kuh die Lehrerin ist (ich weiß, dass es in meiner Gattung viele blöde Kühe gibt, ich hab mit denen studiert und kenne einige...)Denn worin besteht die pädagogische Arbeit der Lehrerin? Auch und hauptsächlich darin mit dem Elternhaus zum Wohl des Kindes zu agieren. Die erste pädagogische Arbeiterin an deinem Kind bist nämlich erstmal du als Mutter. Sollten alle pädagogischen Arbeiten an deinem Kind aber nicht fruchten, ist es durchaus sinnvoll, es durchchecken zu lassen, sowohl organisch und dann, wenn gar nichts mehr hilft, auch psychisch. Ich kann mir vorstellen, dass der Gedanke, mein Kind ist krank, fürchterich ist für dich als Mutter. Aber wenn dem so wäre, so kann deinem Kind dann aber auch geholfen werden. Es ist für Lehrer immer schwer zu sagen, was bei einem Kind nicht stimmt. Jedes Kind ist ein Individuum, wie du ja auch schon gesagt hast. Jedes Kind ist etwas besonderes und wenn dann bei einem Kind etwas nicht so funktioniert, wie man es von anderen Kindern gewöhnt ist, so fängt man erstmal an zu analysieren und aber auch, durch pädagigische Arbeit, dagegen zu wirken. Dabei muss man aber ganz vorsichtig sein, denn vielleicht tut man dem Kind auch unrecht, weil es doch krank ist. Einfacher Fall, Beispiel aus meiner Schule: Ein Kind weigert sich beim Unterricht mitzumachen, ist ständig müde, sitzt unterm Tisch und macht komische Geräusche, weigert sich mit anderen Kindern zusammenzuarbeiten usw... dabei ist es aber superschlau und schreibt nur Einsen! Nach langem Hin und Her wird festgestellt, dass es krank ist. Da waren jegliche pädagogische Arbeiten umsonst.
Ich kann dir nicht sagen, was dein Kind hat, will auch keine Vermutungen äußern. Ich wollte dir nur sagen, versuche herauszufinden, was mit deinem Kind los ist. Nur so kann ihm geholfen werden.

Ich wünsche dir viel Geduld und ganz besonders auch Erfolg dabei

Resa

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bantam

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7

Samstag, 6. Februar 2010, 18:10

Wenn ich bedenke wie oft wir beim Ohrenarzt waren,
weil Sohn könnte ja was mit den Ohren haben...
Nur Sohn war ewig krank, grade was Erkältungen betrifft und eh man einen Termin beim Ohrenarzt hatte war Sohn wieder erkrankt usw.
Er bekam dann auch Röhrchen gesetzt, was zwar half aber wenn er vorher etwas richtig verstanden hatte, fragte er auch nach bzw. sah man es ihm an, das er einen gar nicht beachtet hatte.
Mein Sohn hat auch nachgewiesenes ADHS und bekommt Medikamente.
Der Kindergarten und die Vorschullehrein waren gegen Medikamente - ihm fehle rein Displizin und Konsequenz -
Seit der 1. Klasse bekommt er nun Medikamente.
Nun war es so das ich ihm Ende der Woche mal kein Medikament gegen gab ( Verduselt wegen Streß am Morgen ) und Montag dder folgenden Woche ebenso.
Ich holte ihn Montag von der Schule ab mit der Lehrerin im Gepäck - lach.
Sie fragte ob ich ihm letzte Woche und heute kein Medikament gab...da mein Sohn die 2 Tage zu sehr auffällig war, die Klasse störte, die Kinder puffte und kein normaler Unterricht durch ihn stattfinden konnte und sowas für eine Schule nicht tragbar sei !!
Ich bete meine Hände vor ihr, dankte ihr und sie guckte mich fragend an.
Nun hatte ich die Gewißheit das richtige zu tun, indem er Medikamente bekommt.

Dann kam auch weiteres...Sohn arbeitet einfach im Deutschunterricht VOR obwohl er das nicht solle und wenn er arbeiten SOLL, entsteht nur Buchstabengewirr und nix gescheites.Sein Zeugnis würde nicht gut ausfallen bla bla.
Im Rechnenunterricht gibt es keine Beschwerden ( Sohn mag Zahlen ).
Ich hab mehrfach verschiedene Kinder aus seiner Klasse bei mir, die erst Essen müssen, dann Hausaufgaben machen und dann spielen können.
Bei den Hausaufgaben in Deutsch und Rechnen ist mein Sohn immer als erster fertig
( fast immer alles korrekt )
während die anderen Kinder oft die Aufgabe nicht verstehen, was mein Sohn ihnen dann erklärenmuss.

In meinen Augen und meinem Verständnis als Mutter hätte mein Sohn keine Probleme mit dem Schulstoff.
Doch in der Schule verweigert er teilweise Aufgaben oder schludert sie nur schlecht und verkehrt auf die Zettel.
Auch wenn die 2 Lehrerinnen um seine Problematik kennen und wissen, verkennen sie oft das Wesentliche in meinen Augen...er langweilt sich im Unterricht, DARF keine Aufgaben Im Vorraus erledigen und wenn er welche erledigen MUSS ist seine Energie verpufft und er macht nur Unsinn.

Ich bin noch am Erarbeiten eines genügsamen Konzepts...
LG bantam