Alleinerziehenden sind besonders häufig auf Hartz IV angewiesen
Hallo Forum,
die Fakten sind ja bekannt, je mehr Kinder man als Alleinerziehender hat und je schlechter die persönliche Qualifikation ist, um so weniger lohnt sich das Arbeiten. Nach einer Studie der Uni in Kiel bekommt eine Alleinerziehende im Osten Deutschlands ca. 8 % mehr Arbeitslosengeld II, als wenn sie einer Vollzeitstelle im Dienstleistungssektor nachgehen würde. Wir dürfen bei all den Diskussionen um die Höhe der Hartz IV Sätze keinesfalls vergessen, dass die Arbeitsmarktlage in Deutschland nicht all zu rosig ist und wir eine hohe Arbeitslosigkeit haben. Auch eine geänderte Sozialpolitik schafft keine neuen Arbeitsplätze. Aber warum macht man Arbeit nicht durch andere familienpolitische und steuerrechtliche Anreize für Alleinerziehende attraktiver. Fehlende Kinderbetreuung, das ist das größte Vermittlungshemmnis, mit dem Alleinerziehende zu kämpfen haben, wenn sie arbeiten möchten. Warum können hier nur zwei Drittel der berufsbedingten Kosten für Kinderbetreuung abgesetzt werden? Und warum nur maximal 6000 Euro jährlich? Und warum geizt unser Staat mit dem viel gelobten Kinderzuschlag. Für Alleinerziehende ist es fast unmöglich diesen zu beantragen!
LG Frank