Das was Moni42 geschrieben hat ist eine einleuchtende Sache. Wir Menschen, und ich meine damit wir alle, lassen uns beeinflussen von unserer Umgebung. Als Paar hat man das gleiche Umfeld oder zumindest zum Teil und man sieht sich jeden Tag, bekommt jeden Tag die „kleinen“ Veränderungen des Partners mit und „wächst“ damit weiter.
Bei einer Trennung ist das soziale Umfeld oft nicht mehr das gleiche und die „neuen“ Partner beeinflussen uns und bestimmen auch unser Handeln mit.
Somit ist der Expartner nicht mehr die Person die man kennen gelernt hat, in die man sich verliebt hat, die man Lieben gelernt hat, zu der man Vertrauen gehabt hat, mit der man auf der Paarebene kommuniziert hat, mit der man auf der Elternebene kommuniziert hat, die Person die einen so gut kennt, mit der man sich gestritten hat, die Person die einen
zu gut kennt, die Person die einem sein eigenes Verhalten widerspiegelt, die Person die mit genau dem gleichen Misstrauen das gemeinsame Kind abholt/bringt, die Person die das gemeinsame Kind genauso innig liebt, die Person die das gemeinsame Kind vielleicht so sehr vermisst das sie nicht damit umgehen kann und sich deshalb zurückzieht, die Person die einen verletzt hat, die Person die das gemeinsame Kind nicht aufwachsen sieht, die Person die den Alltag nicht miterleben kann/darf, die Person die keine Ahnung hat wie der Alltag mit dem eigenen Kind ist, die Person mit einem ganz anderen Erziehungsstil, die andere Hälfte des gemeinsamen Kindes, ect..
Welches dieser Personen hat man nun vor Augen bei einer Begegnung?
Welche dieser Personen findet man bei seinem gemeinsamen Kind wieder?
Habe ich mich nicht auch verändert?
Bin ich nicht genauso fremd für ihn, wie er für mich?
Sei es durch mein neues Umfeld, durch den ganz
normalen alltäglichen Wahnsinn, durch die Erfahrungen die ich ohne diesen Expartner gemacht habe?
Was hindert uns daran ganz offen und ehrlich auf einander zuzugehen?
Sollten/Müssen die Eltern sich wenn die Verletzungen vernarbt sind vielleicht einfach noch mal neu kennen lernen damit sie eine neue Vertrauens- und Kommunikationsebene schaffen können?