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robeki
24.05.2012
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Ich stell mal einen großen Topf mit heißem , würzigen Käse-Fondue hierhin , dazu frische knusprige Brötchen .
 
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von mona84

Rick

m-admin a.D.

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Beruf: Ausfüllend ;-)

1

Mittwoch, 24. März 2010, 23:51

EX - das Phänomen des anderes Elternteils

hallo und ich lade euch zu einer kurzen frage hier ein :rolleyes:

die meisten von uns sind hier eltern :D

so unter uns, wenn ich viele beiträge hier lese, wird oft der andere elternteil nach der trennung zum "monster" stilisiert bestenfalls als erziehungsunfähig degradiert, berechtigt oder nicht, so mit allen facetten.

immerhin sind unsere kinder aus unseren beziehungen entstanden.

hier die frage: wie kann das sein, dass es so sowohl auf paar- wie auch elternebene dermaßen so häufig ausartet?

Rick

jule68

unregistriert

2

Donnerstag, 25. März 2010, 08:24

Hallo Rick,

ich weiß auch keine sichere Antwort - eine Idee wäre, dass man halt immer ein Paar bleibt, nämlich ein Elternpaar...
Somit wird man ständig mit Erinnerungen an die "nicht so guten Zeiten" konfrontiert. Selbst wenn der andere Elternteil nicht mehr im eigenen Leben anwesend ist (es gibt ja auch Eltern, die keinen Kontakt haben) wird er über die gemeinsamen Kinder immer "anwesend" sein...
Manchmal ist es die Mimik eines Kindes, das Verhalten etc. - das finde ich schwierig manchmal und ich glaube das geht vielen so. Wenn da keine Liebe (mehr) zum anderen Elternteil ist, wie geht man damit um, dass die Kinder ihm/ihr ähnlich sind und man das nicht mag?

Man kann halt nie sagen, "aus und vorbei", auch wenn man das gerne wollen würde....
Also vielleicht löst dieses "unfreiwillige-ewig-aneinandergekettet-sein-durch-die-Kinder" diese Aggressionen dem Ex/der Ex gegenüber aus, keine Ahnung.


Liebe Grüße
Jule

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »jule68« (25. März 2010, 14:57)


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Moni42

Senior Mitglied

Beiträge: 2 183

Danksagungen: 2019

3

Donnerstag, 25. März 2010, 12:13

Ich habe eine Freundin, die mir damals erklärte, dass mein Exmann sich deshalb so verändert hat, weil er nun einem anderen Einfluss (neue PArtnerin) ausgesetzt ist.
Bestimmte Wesenszüge kämen in Zusammensein mit einem Partner durch diesen nicht zum Vorschein, welche aber ein andersartiger neuer Partner ans Tageslicht bringt.

Dies ist für mich nachvollziehbar, da ich zwar äußerlich der neuen Partnerin ähnlich bin, im Wesen aber so gar nicht, laut Menschen die uns beide kennen.

Außerdem tolerieren wir evt. als Partner Dinge oder Verhalten, welche wir nach TRennung durch eigene Entwicklung nicht mehr tolerieren wollen?

Erziehungsunfähigkeit.........tja, es gibt Väter/Mütter, die nicht erziehen oder alles dem Vater/ der Mutter überlassen-----was nach der Trennung dann Zündstoff bietet.

Der Mann, mit dem ich 20 Jahre meines Lebens verbrachte, ist nicht der Mann gewesen, der heute mein Exmann ist........dies ist nicht nur meine Meinung, sondern auch das alte Umfeld sucht den ursprünglichen Menschen in ihm vergebens.

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Benutzer die sich bedankten:

klein-2009 (26.03.2010)

Beiträge: 65

Danksagungen: 97

Wohnort: Görlitz

Beruf: Kauffrau Bürokommunikation im Heimurlaub ;)

4

Donnerstag, 25. März 2010, 13:25

Hallo Rick,

Du stellst da eine wirklich gute Frage.

Ich glaube auch, es ist schwer darauf pauschal zu antworten.

Oftmals steckt hinter dem "ausarten" wahrscheinlich einfach das Unvermögen mit dem Scheitern auf der Paarebene fertig zu werden. Die meisten von uns hatten/ haben sicherlich die Vorstellung von Familie, in der man als Paar die Kinder gemeinsam großzieht. Die wenigsten planen ihre Kinder von vornherein als "Single-Kind". Sich mit der Tatsache auseinanderzusetzen, das der Plan so nicht aufgeht und sich damit konfrontiert sehen, das man nun einer von den Menschen ist, die alleine ihre Runden mit den Kindern auf dem Spielplatz ziehen, löst oftmals Gefühle aus, die man weit von sich schieben möchte und nix ist leichter, als dann den EX-Partner für das Scheitern verantwortlich zu machen. Man verlagert einfach die ureigenen Ängste und ich schätze, nicht selten entsteht daraus einfach das negative Verhältnis.

Dann wiederrum gibt es sie glaube ich wirklich. Diese "Monster" (finde auch kein besseres Wort).
Das sind zum einen Menschen, deren schauspielerische Fähigkeiten einen Oskar verdient hätten.
Es kommt tatsächlich vor, das der Mensch, den man kennen- und lieben gelernt hat plötzlich nicht mehr der gleiche ist. Und aus dem grade noch liebevollem Partner wird ein Wesen mit ungeahnten, negativen Eigenschaften, die es einem eiskalt den Rücken runterlaufen lassen.
Und zum anderen sind da diejenigen, die nach der Trennung mutieren. Die in der Partnerschaft engagierten, treusorgenden werden nun plötzlich zu ignoranten, rücksichtlosen Menschen.

Letztendlich mögen die Gründe auf der Paarebene sehr verschieden sein.
Das traurige ist, das man es auf der Elternebene genau deswegen oftmals nicht schafft einen gemeinsamen Weg zu finden.
Es gehören eben immer 2 dazu.

Wie lautet das Sprichwort so schön?
"Es ist alles nicht so einfach! Und schon gar nicht, wenn mans doppelt nimmt!"


LG Yvonne

Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein

Beiträge: 278

Danksagungen: 440

Wohnort: Deutschland

5

Donnerstag, 25. März 2010, 13:38

Hallo,
ich denke, dass das stark vom Trennungsgrund abhängt.
Wenn beide der Meinung sind, sich auseinadergelebt zu haben und nochmal neu anfangen wollen, kann (!) es sicher gut gehen. Dazu gehört dann auch, dass beide den Kindern gegenüber ihre Pflichten wahrnehmen.

Ich glaube, dass heute immer noch der Trennungsgrund Nr.1 Untreue ist. Egal wie man sie bezeichnet: sich neu verlieben, Seitensprung.

Und da kommt dann auf der anderen Seite die Enttäuschung, Verletztheit hinzu.
Derjenige, der zurückbleibt, verliert in der Regel alles: den Partner, die Familie, die gewohnte Umgebung, einen Teil der "Freunde" und weitläufige Familie, teilweise die Kinder, relative finanzielle Sicherheit.
Existenzängste bis man merkt, dass es auch so irgendwie geht.
Und dann kommt der Gehende und stellt ständig Forderungen....
Schwieriger wirds dann noch, wenn der gehende Partner mit seiner Entscheidung im nachhinein nicht zufrieden ist. Dann wird der andere terrorisiert, in der einen oder anderen Form.

Und das geht an den Kindern nicht vorbei. Sie sehen doch, dass Mama putzen geht, damit Tochter weiter reiten gehen kann, weil Papa weg ist....oder umgedreht. Ich glaube schon, dass Kinder auch wütend sind, wenn ein Elternteil geht, ihren Frieden kaputt macht, die Kinder müssen Einschränkungen hinnehmen, sowohl emotional, finanziell als auch zeitlich. Sie wollen Ihre Eltern, aber lieber gleichzeitig. Und nicht im Wechsel. Und es tut ihnen weh, wenn ohne Rücksicht auf die Kinder mit dem neuen Partner gekuschelt, geküsst wird...Zumindest eine gewisse Zeit lang.

Vielleicht sollte man sich wieder mehr an solche Dinge wie familiären Zusammenhalt erinnern und Verantwortung zeigen, Probleme lösen und nicht davor weglaufen und nicht immer nur frei nach "Simplyfi your life" nur noch das machen, was einem selber gut tut, alles Störende entsorgen?

Viele verworrene Gedanken.....

Marion67

Anfänger

Beiträge: 24

Danksagungen: 21

6

Donnerstag, 25. März 2010, 14:42

Ich glaube das größte Problem ist das fehlende Vertrauen!

Wenn ein sogenannter Trennungsgrund hinter der ganzen Geschichte steckt, hat man das Gefühl, jede Einigung oder jede Absprache mit dem jeweiligen neuen Partner abzusprechen. Diese(r/m) vertraut man natürlich nicht, diese(r) hat ja die Familie zerstört (Seitensprung angeblich wg. Probleme in der Ehe = Unfähigkeit die eigene Verantwortung zu übernehmen)! Wenn man weiß, dass der Expartner in einer sehr schwachen Position steckt wie finanzielle und psychische Abhängigkeit, glaubt man irgendwann nicht mehr, dass die eigenen Kinder geschützt werden!

Dinge geschehen, die man nur so erklären kann und dann findet (vielleicht sucht man auch danach) dementsprechend die Bestätigung für die Theorie.

Georg1211 hat recht! Eigentlich soll doch der gehende Partner zufrieden sein, er/sie hat doch diese Trennung gewollt. Im Nachhinein scheinen aber auch Affären irgendwann Alltag zu sein. Anstatt die eigene Verantwortung zu sehen, wird dann oft der/dem Verlassenen die Schuld zugewiesen und terrorisiert! Wollen die Kinder lieber mit Freunden spielen und später abgeholt werden, ist natürlich die/der Alleinerziehende Schuld - und zwar nicht nur beim Ex, sondern auch teilweise hier im Forum. Dass die Kinder zuhause auch Freunde treffen, woanders übernachten wird übersehen.

Im Bekanntenkreis kenne ich es aber auch andersherum: da wird das Kind benutzt (er will nicht mehr seinen Vater sehen/mit Trennungsgrund verheiratet + gemeinsames Kind) um den Ex zu strafen! Diese Mutter suggeriert dem Kind, dass der Vater ihn nicht mehr liebt, stellt das Kind sogar vor die Wahl UND VERLETZT SO IHR EIGENES KIND! Solche Menschen lieben nicht - noch nicht einmal das eigene Kind - diese Menschen sind nur Egoisten! (Info von der Oma mütterlichseits - sie findet soetwas richtig :thumbdown: ).

Man darf nie vergessen, dass der andere Partner ein Elternteil des Kindes ist. Und das ein Kind von beiden Eltern geliebt werden möchte. Sich ungeliebt zu fühlen - erst Recht von Vater oder Mutter - ist das Schlimmste für ein Kind. Und man sollte auch begreifen, dass man als Elter nur ein TEIL ist und man - wenn der/die Ex die Elternschaft ernst nimmt - dementsprechend auch lange Jahre noch PARTNER ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marion67« (25. März 2010, 14:53)


jule68

unregistriert

7

Donnerstag, 25. März 2010, 15:41

Zitat

Und man sollte auch begreifen, dass man als Elter nur ein TEIL ist und man - wenn der/die Ex die Elternschaft ernst nimmt - dementsprechend auch lange Jahre noch PARTNER ist.




Ja, wie wahr.
Vielleicht sollte man sich diese Elternschaft öfter bewußt machen, anstatt sich durch alte Verletzungen leiten zu lassen... Damit meine ich alle getrennten Eltern, mich eingeschlossen.
In meinem Fall sind die Kinder das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist und daran hat der Vater der Kinder ja 50% Anteil.

Sprich wenn ich ihn nicht getroffen hätte, würde es diese drei wunderbaren Menschen nicht geben - dafür müßte ich ihm eigentlich lebenslänglich einen roten Teppich ausrollen.... ;)


Liebe Grüße
Jule

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jule68« (25. März 2010, 15:47)


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Benghee

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8

Donnerstag, 25. März 2010, 17:01

Das was Moni42 geschrieben hat ist eine einleuchtende Sache. Wir Menschen, und ich meine damit wir alle, lassen uns beeinflussen von unserer Umgebung. Als Paar hat man das gleiche Umfeld oder zumindest zum Teil und man sieht sich jeden Tag, bekommt jeden Tag die „kleinen“ Veränderungen des Partners mit und „wächst“ damit weiter.

Bei einer Trennung ist das soziale Umfeld oft nicht mehr das gleiche und die „neuen“ Partner beeinflussen uns und bestimmen auch unser Handeln mit.

Somit ist der Expartner nicht mehr die Person die man kennen gelernt hat, in die man sich verliebt hat, die man Lieben gelernt hat, zu der man Vertrauen gehabt hat, mit der man auf der Paarebene kommuniziert hat, mit der man auf der Elternebene kommuniziert hat, die Person die einen so gut kennt, mit der man sich gestritten hat, die Person die einen zu gut kennt, die Person die einem sein eigenes Verhalten widerspiegelt, die Person die mit genau dem gleichen Misstrauen das gemeinsame Kind abholt/bringt, die Person die das gemeinsame Kind genauso innig liebt, die Person die das gemeinsame Kind vielleicht so sehr vermisst das sie nicht damit umgehen kann und sich deshalb zurückzieht, die Person die einen verletzt hat, die Person die das gemeinsame Kind nicht aufwachsen sieht, die Person die den Alltag nicht miterleben kann/darf, die Person die keine Ahnung hat wie der Alltag mit dem eigenen Kind ist, die Person mit einem ganz anderen Erziehungsstil, die andere Hälfte des gemeinsamen Kindes, ect..

Welches dieser Personen hat man nun vor Augen bei einer Begegnung?

Welche dieser Personen findet man bei seinem gemeinsamen Kind wieder?

Habe ich mich nicht auch verändert?
Bin ich nicht genauso fremd für ihn, wie er für mich?
Sei es durch mein neues Umfeld, durch den ganz normalen alltäglichen Wahnsinn, durch die Erfahrungen die ich ohne diesen Expartner gemacht habe?

Was hindert uns daran ganz offen und ehrlich auf einander zuzugehen?

Sollten/Müssen die Eltern sich wenn die Verletzungen vernarbt sind vielleicht einfach noch mal neu kennen lernen damit sie eine neue Vertrauens- und Kommunikationsebene schaffen können?

:huh:
" Die Realität ist nur eine Illusion,
wenn auch eine sehr hatnäckige."
Albert Einstein


pimboli

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9

Donnerstag, 25. März 2010, 19:57

...in Kürze ...ich denke, es ist eine Art Selbstschutzmechanismus, der einsetzt...dieser läßt uns den Ex so wahrnehmen, wie wir ihn "sehen" wollen...und durch die Trennung wird er/sie logischerweise nicht verklärt, sondern als das *Böse* angesehen ... und nun zum Feierabend ...

lg
Waltraud ;)
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

mama_wonni

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Beruf: Altenpflegerin

10

Donnerstag, 25. März 2010, 20:55

Hallo,
ich finde die Antworten wirklich gut. Man merkt auch, jeder hat andere Empfindungen..
Ich möchte gerne diesen Selbstschutzmechanismus von Pimbo aufgreifen.Allerdings sehe ich ihn in einem anderen Zusammenhang.Ich kann dies nicht genau beschreiben, oder auch belegen....Aber ich habe wenn ich an meinen Ex denke immer das Gefühl..er kennt mich, er weiß wie ich "ticke"..er weiß wie ich lebe...Ich fühle mich irgendwie verwundbar..Und das macht mich wütend...Vielleicht Blödsinn, aber vielleicht auch nicht....Aber die Wut läßt mich so reagieren, wie ich reagiere....Vielleicht läßt es dieser Gedanke so ausarten..


LG Wonni
"Es ist leichter einen Atomkern zu zertrümmern, als ein Vorurteil"

-Albert Einstein