Hallo Andrea,
das ist eine ziemlich blöde Sache, die du da beschreibst. Ich selber hatte auch mal einen Lehrer, der ausflippte, wenn ein Schüler nur ein wenig mit den Füßen wippte. Meiner Meinung nach gehören solche Choleriker nicht in den Schuldienst, aber das ist ja so'ne Sache, die lässt sich so schnell nicht ändern.
Meine Frage ist aber: Inwiefern wird er handgreiflich? Schlägt er, schmeißt er mit Sachen um sich, packt er die Kinder kräftig an? Und in welchen Situationen macht er das?
Du hast geschrieben, er stelle deinen Sohn an den Pranger,wenn er nichts macht. Was heißt das, dass dein Sohn ruhig dasitzt oder dein Sohn sich nicht am Unterricht beteiligt?? Ist ein wenig missverständlich.
Fakt ist, es geht gar nicht, wenn er völlig grundlos handgreiflich wird.
Ich finde es gut und richtig, dass du das Gespräch mit dem Lehrer gesucht hast. Aber in welchem Rahmen war das? Wenn das so ein "Tür und Angel"-Gespräch war, so kann ich dir sagen, da kommt meist nicht viel bei rum. Besser ist wirklich, sich einen Gesprächstermin einzuholen und in Ruhe darüber zu reden, aber das hast du ja auch bald vor. Wichtig ist dabei, dass du ihm klar machst, wie sehr es dir am Herzen liegt, dass dein Sohn gerne in die Schule kommt. Ich würde versuchen, ihm die Situation so zu beschreiben, ohne dass er sich direkt angegriffen fühlt. Ist nicht einfach, aber wenn man durch die Blume spricht und er Vorwürfe daraus hört, ist oftmals auch was wahres dran.
Wenn dein erstes Gespräch aber schon in Ruhe stattgefunden habe, so bitte doch die Schulleitung, an diesem zweiten Gespräch teilzunehmen. Dann spielst du mit offenen Karten und der Lehrer fühlt sich nicht hintergangen.
Versuche im Gespräch klarzumachen, dass es dir einzig um das Wohl deines Kindes geht und nicht darum, nun den Lehrer an den Pranger zu stellen. Vielleicht lässt sich ja gemeinsam eine Lösung finden. Und wenn dieses Gespräch zu dritt nichts bringt, kannst du noch ein vier Augen Gespräch mit der Schulleitung erbeten.
Ich hoffe für alle Beteiligten, vor allem für deinen Sohn und seine Klassenkameraden, dass ihr bald eine gute Lösung des Problems findet.
Teresa