Hallo , Ihr Lieben,
seit ich mich in diesem Forum angemeldet habe, lese ich regelmäßig die Beiträge. Vorallem der Themenbereich Trennung, Scheidung und Neuanfang beschäftigen mich viel. Was mir dabei auffällt ist, dass eigentlich viel zu oft nach der"Schuld", die der eine oder andere Elternteil auf sich zu nehmen hat,gefragt wird.
Wenn ich an meine persönliche Situation denke, dann ist die "Schuld" eigentlich nur darin zu suchen, dass ich mich wieder meines Bauchgefühls auf diese Beziuehung eingelassen habe. Ich habe 13 Jahre versucht, eine Familie zusammen mit meinem Exmann aufzubauen- wir haben es beide nicht geschafft. Und da liegt für mich die Betonung drauf-BEIDE.
Klar, es gibt (private) Einzelheiten, die manches erklären. Nur die viel diskutierte Frage, wie viel Vater und Mutter ein Kind braucht, die finde ich sehr schwer zu beantworten. Ein Kind will Geborgenheit und Liebe erleben. Und wenn das nicht in einem Haushalt geht, muss man nach anderen Lösungen suchen. Bei uns ist es auch die "neue"Frau, die Unruhe reinbringt. Durch eine aktuelle Situation ist mir klar geworden, dass sie schlicht und ergreifend eifersüchtig auf mich ist, und Angst hat, ich könne zurück wollen. Will ich aber nicht- nur ist es eben geboten, dass alle Beteiligten respektvoll miteinander umgehen. Sobald Manipulation durch einen der Erwachsenen geschiet, ist für mich Schluß. Dann sollte man Grenzen ziehen.
Und noch was: wir, die wir die Kinder alleine erziehen(egal ob Vater oder Mutter), wir schaffen unglaublich viel. Nur fehlt es uns immer wieder an Selbstbewußtsein, dass auch zu zeigen. Und dann kommt es zu Machtspielchen. Und ich glaube nicht, dass auch nur ein Einziger von uns, nicht schon der Versuchung erlegen ist, da im Hintergrund die Fäden zu ziehen.
Wie gesagt, es ist sehr schwer, und eine Patentlösung gibt es einfach nicht. Ich hoffe, das alles klingt nicht zu durcheinander.
Birgit