Hallo zusammen, eigentlich wollte ich in diesem Thread ja nur mal so hören wie ihr den Übergang für eure Liebsten gestalten und mal nicht über meine Situation schreiben

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Aber gerne beantworte ich die Fragen:
Kannst/Magst Du beschreiben, wie sich die Kinder konkret verhalten, wenn sie wiederkommen?
Was genau bringt Dich dazu, die Situation als angespannt zu empfinden? Oder sind es tatsächlich "nur" die anstehenden Termine, die DICH angespannt sein lassen und sich Deine Angespanntheit auf die Kinder überträgt?
Also, es ist sicher eine Mischung. Selbstverständlich bin ich die letzte Zeit etwas angespannter und nicht so gelassen und mir ist bewusst dass sich das auf die Kinder auch überträgt. Allerdings versuche ich auch dieses zu bearbeiten und schließlich bin auch ich noch "Lernende"

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Ich merke, dass seit dem Scheidungstermin am vergangenen Montag sich unglaublich viel verändert hat. Das hätte ich gar nicht so stark erwartet. Ich dachte, dass wär ja nur ne Sache auf dem Papier... tatsächlich bin ich einfach nur froh und viel gelassener, da er nun tatsächlich auch auf dem Papier nicht mehr zu mir gehört. Er gehört jetzt "Nur" (liebe Männer nicht falsch verstehen- ist jetzt aus meiner Perspektive) noch zu den Kindern. Er ist jetzt das was er sein Leben lang bleiben wird. Der Vater meiner Kinder, aber kein Teil meines eigenen Lebens mehr. Und das ist gut so.
Tja, zur eigentlichen Frage. Richtig problematsich ist die Situation bei uns nicht mehr seitdem ich ihn gebeten habe, dass er die Kinder auf dem Rückweg im Auto nicht mehr einschlafen lässt und bei der Kleinen trotz der kürze der Zeit darauf achtet, dass sie ihren Mittagschlaf Mittags im Bett (ist ja eh ne Frage der Zeit wie lang sie ihn noch braucht) hält und nicht um 16 Uhr im Auto.... Bei beiden meine Mädels sind nämlich wahnsinnig knatschig wenn sie aus dem Auto raus aufwachen und dann (wie wohl viele) wesentlich dünnheutiger. Sie haben dann immer schrecklich geheult, waren bockig, durcheinander... Is aber jetzt schon passe.
Tja, in der Regel kommen sie heim und stürzen sich auf ihre Spielsachen, unseren Hund... wenn sie schlechter drauf sind (vielleicht doch geschlafen haben)... lenke ich sie oft ab, indem wir noch kurz um die Ecke einkaufen gehen... Die einzige Frage die ich stelle ist die gleiche wie wenn ich sie vom Kiga abhole "Na, und hattest du/ihr einen schönen Tag?". Entweder sie erzählen oder eben nicht. Beim Abendessen reden wie dann über dies und das, wie an anderen Tagen auch. Manchmal erzählen sie dann auch was von sich aus. Da hab ich aber nen anderen Thread aufgemacht... ---> und sicher einiges noch an meiner Gesprächsführung und Reaktion zu verbessern.
Tja, ich freu mich drauf heut Abend einen Satz den ich mir von airam abgelesen habe einzubauen:
"Ihr hattet sicher einen tollen Tag! Wollt ihr was erzählen?"
und ansonsten einfach Normalität zuhause. So wie sonst halt auch.
Dachte nur vielleicht macht ja jemand irgendwie was tolles, dass ich mir abgucken könnte (so wie der Satz von airam

)
bei so kleinen kindern ist sehr sehr wichtig, dass sie - entschuldige bitte - den bockmist, der von erwachsenen produziert wird, nicht über gebühr mitbekommen. in diesem alter neigen kinder dazu, die schuld bei sich selbst zu suchen und geraten somit in einen unsäglichen loyalitätskonflikt, indem sie es u.a. beiden elternteilen recht machen wollen, wiel sie beide lieben
Du sprichst mir aus dem Herzen Rick!
All das, weiß ich, ist mir bewusst und unter der Prämisse handele ich. Auch ich bin nur ein Mensch und auch mir passieren Fehler, das ist klar. Aber ich bekomme täglich auf meiner Arbeit mit, wie es den Kindern in solchen Situationen geht, was es mit ihnen anstellt...
Ich bin Sonderpädagogin und arbeite mit Kindern mit Lernstörungen und Verhaltensauffälligkeiten...
Manchmal denke ich, ich mach mir viel zu viel Gedanken und Sorgen, um meine eigenen....
Jedenfalls ist mir die erziehungswissenschaftliche Theorie und eben auch genügend traurige Beispiele in der Praxis bekannt....
Tja, und dann kommt da eben dazu, dass ich dies versuche mit meinem ExMann auf Elternebene vorbildlich hinzubekommen und er sich strikt weigert und die Kinder beeinflusst.... Aus der Theorie weißt du auch, dass sich die Kinder immer mehr dem "vermeintlich" Schwächeren gegenüber zu solidarisieren, ihn zu stützen... Diese Rolle nimmt er bei ihnen ein und beeinflusst sie sehr unterschwellig. Ich glaube noch nicht mal dass er das absichtlich tut! Ich denke er macht es aus bestem Wissen und Gewissen heraus und auch aus einer (meines Erachtens absolut unbegründeten) Angst heraus, die Liebe und Zuneigung seiner Kinder zu verlieren...
Ich versuche mit ihm zu sprechen, bitte um Gesprächszeit außerhalb der Hol- und Bringzeit.... am Besten gemeinsame Termin bei der EB... Es schlägt mir nur Hass und Verweigerungshaltung entgegen.
es gibt dinge, die gehen nur erwachsene was an. haltet die kinder da am besten raus. sicher merken sie die aktuelle anspannung, aber versucht beide mit viel respekt und liebe euren kindern gegenüber diese krise unter euch zu klären.
Das versuche ich auch immer zu betonen! Klappt leider nur von meiner Seite aus. Aber ich werde es weiter so halten. Jetzt ja auch mit mehr Gelassenheit und nach dem Montag Gerichtsmarathon (erst Kindesunterhalt - den ich nach fast 2 Jahren abwarten nun doch einklagen musste - und dann Umgang - er will Standartregelungen die meines Erachtens derzeit nicht auf die Bedürfnisse der Kinder passen - ich wollte Vermittlung durch JA oder besser EB, ging er nicht drauf ein) wird sicher auch wieder einiges geklärt sein und ich hoffe auf ruhigere Zeiten...
egal wie es ausgeht mit eurem "kram", kinder sind keine "pakete" die man/frau bei der übergabe hergibt, seht zu dass ihr ihnen nicht schadet. mitunter schluckt man/frau dabei die eine oder andere kröte, weil der andere elternteil sich nicht daran hält, aber für eigenes verhalten ist jede(r) selbst verantwortlich.
Unterschreibe ich, auch wenn es verdammt schwer ist zu akzeptieren, dass der andere wohl eben nicht über seinen Schatten springen kann. Ich wünschte es mir so dringend er könnte das auch seinen Kindern zuliebe...
Aber ich merke schon, die Woche war ich recht ruhig und gelassen, konnte auch innerlich gelassener Kröten schlucken... und ich meine doch zu bemerken, wie gut das meinen Mädels tut.
Grüße
Cristl
P.S. Ich habe auch immer mal wieder einen Gedanken.... Und wenn er auch hier ist und das liest was ich so von mir gebe.... Man liest ja immer wieder von dieser Situation.... Aber ich komme immer wieder auf die Antwort: Ich schreibe nix, was ich ihm nicht schon gesagt habe bzw. ihm gerne in Ruhe sagen würde... Ich hab nix zu verstecken. Das find ich beruhigend. Im Gegenteil, ich glaub ich fänds sogar gut wenn ers lesen würde, eure Reaktionen drauf... er würde sich dann ja auch damit beschäftigen und es könnte den Kindern was bringen???