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von mona84

chrissi81

unregistriert

1

Freitag, 1. Juli 2011, 12:48

Erfahrung vs. Emotionen

Hallo ihr Lieben,

angesichts der zum Teil hitzigen Diskussionen zwischen den verschiedenen "Lagern" hier habe ich mir einige Gedanken gemacht. Im Grunde sind diese Streitereien doch vollkommen überflüssig, wir sitzen doch alle im selben Boot und wollen alle das Gleiche - das Beste für unsere Zwerge. Das Problem ist meiner Meinung nach, dass wir unterschiedlich lange in diesem Boot sitzen (oder auch unfreiwillig darin gelandet sind) un deshalb an vollkommen unterschiedlichen Punkten stehen. Da sind diejenigen, die schon sehr lange alleinerziehend sind, vielleicht schon wieder in einer neuen Beziehung leben, ältere Kinder haben (was sicherlich eine große Rolle spielt) und auf der anderen Seite die "Neulinge" (hier zähle auch ich dazu). Hier ist zum Teil die Trennung noch längst nicht verarbeitet, man ist ängstlich, verunsichert, überfordert, traurig,... und eben sehr emotional. Mir persönlich hilft es eigentlich sehr zu sehen, dass das alles machbar ist, dass man irgendwann lernt, mit der Wut auf den Vater zu leben, dass es möglich ist, einen vernünftigen Umgang zu finden, dass man nicht ewig in dieser furchtbaren Phase steckt. Vielleicht sollte man als "Frischling" da versuchen, die Emotionen ein wenig beiseite zu lassen (leichter gesagt als getan...) und den Erfahrungen der Alteingesessenen zu vertrauen. Genau so würde ich mir aber auch wünschen, dass die "Senioren" sich einmal daran erinnern, wie sie selbst sich in der Anfangszeit gefühlt haben, als man den Eindruck hatte, dass einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird und man keine Ahnung hatte, wie man das alles bewältigen soll. Ein wenig mehr Verständnis von beiden Seiten würde sicherlich viele Diskussionen entschärfen.

Oder wie seht Ihr das?

Liebe Grüße,
Chrissi

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Benutzer die sich bedankten:

Cristl (01.07.2011)

pandora

unregistriert

2

Freitag, 1. Juli 2011, 13:12

Hallo Chrissi,

ich kann dir da nur voll und ganz zustimmen. man durchlebt in einer solchen Situation wirklich eine Achterbahn der Gefühle. Und je jünger die Kinder sind, um so schwieriger ist es. Denn dann müssen wir als Elternteil ja nicht nur mit unseren konfusen Gefühlen klar kommen, sondern auch sehr mit den Gefühlen der Kleinen.

Eine Trennung ist immer schlimm, egal, aus welchem Grund sie stattgefunden hat. Aber um dies zu verarbeiten, dazu sollte man sich doch bemühen, die Emotionen zu kanalisieren.

Danke für dein Statement.

Birgit

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thomas0123

Administrator

Beiträge: 833

Danksagungen: 860

Wohnort: Neuwied

Beruf: vorhanden und wird ausgeübt

3

Freitag, 1. Juli 2011, 13:28

Das es hier verschiedene lager gibt, wäre mir neu,verschiedene meinugen sicherlich.

Wollte dich eigentlich zitiren,aber mein browser mag grad nicht,daher mal sinngemäß:

"...mit der Wut auf den Vater zu leben..."

Es sind solche feinheiten z.b. die diskusionen auslößen. Du hast wut auf deinen ex-partner oder -mann, aber was hat er als vater, umgekehrt eine frau als mutter damit zu tun?

Auch wenn es am anfang und nach mancher beziehung niemals leicht fällt, aber es hat in den meisten fällen auf der paarebene nicht geklappt, das ist kein beinbruch. Das hat aber in den meisten fällen nichts mit der elternebene zu tun. Das zu trennen ist ein lernprozess denn man machen muss.

Und wir "kennen" auch immer nur eine seite der geschichte, ein nachfragen und/oder aufzeigen von anderen wegen oder anderen sichtweisen bedeutet nicht das man nicht eure geschichte glaubt.


Lg thomas
Was keiner wagt,das sollt ihr wagen,Was keiner sagt,das sagt heraus
Was keiner denkt,das wagt zudenken,Was keiner anfängt,das führt aus
Wenn keiner ja sagt,sollt Ihrs sagen,Wenn keiner nein sagt,dann sagt doch nein
Wenn alle zweifeln,dann wagt zu glauben,Wenn alle mittun,dann steht allein
Wo alle loben,habt Bedenken,Wo alle spotten,spottet nicht
Wo alle geizen,da wagt zu schenken,Wo alles dunkel ist,da macht Licht!!!


Lothar Zenetti

pandora

unregistriert

4

Freitag, 1. Juli 2011, 13:33

Hallo Thomas,

dein Standpunkt ist bestimmt auch vernünftig. Nur- bei uns ist es eben so, dass der KV in keiner Weise trennt. Er instrumentalisiert die Kinder, spielt jeden gegen jeden aus, wenn man nicht aufpasst. Ich habe mir das für die Kinder auch anders gewünscht.....

Birgit :(

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chrissi81

unregistriert

5

Freitag, 1. Juli 2011, 15:11

Hi Thomas,

wahrscheinlich würde es vieles auch leichter machen, wenn man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt ;) Wahrscheinlich ist auch das Erlernen der richtigen Terminologie hier im Forum ein Lernprozess.
Ich verstehe Deinen Standpunkt aber mal ganz ehrlich, wir sind alle nur Menschen, und wenn der Ex Partner sich auf der Paarebene unmöglich verhalten hat und verhält ist es sehr schwer (aber sicherlich erstrebenswert), das von der Elternebene zu trennen. Bei mir kommt sicherlich erschwerend hinzu, dass ich bereits in der Schwangerschaft sitzengelassen wurde und erst seit fünf Wochen Mami bin, so dass es (noch) keine wirkliche Elternebene gibt. Ist sicherlich ein Prozess der nicht unbedingt leichter wird, wenn der Expartner nicht gesprächsbereit ist - werde aber zum Wohle meines Zwerges dranbleiben :-)

Liebe Grüße,
Christina

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Vio

Anfänger

Beiträge: 10

Danksagungen: 5

Wohnort: München

Beruf: Angestellte

6

Freitag, 1. Juli 2011, 15:47

Ich habe zwischendurch eine Mordswut auf den Vater meiner Tochter.
Nicht auf den Mann, nicht auf den Ex sondern explizit auf den Vater.
Was ist dann ? Lieber für mich behalten ?
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
~-~
Niemand kann auf Dauer eine Maske tragen.

pimboli

Administrator

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7

Freitag, 1. Juli 2011, 18:02

... same prodedure as every year ... immer wieder treffen unterschiedliche Meinungen aufeinander ... unterschiedliche Charaktere ... entstehen Missverständnisse durch Schrift ... Verständnis ... etc.

Der Versuch: Hier viele unterschiedliche Meinungen und Interessen unter einen Hut zu bekommen ... ist verbunden mit gegenseitiger Toleranz und Akzeptanz ...

Das Ziel: ein friedliches Miteinander und sachlicher THEMEN-Austausch

Ok, bis hierher kann ja wohl keiner meckern, nun wird’s aber problematisch ...

... nach Meinung einiger User scheint das nur zu gehen, wenn sie in ihren Postings uneingeschränkten Zuspruch und Zustimmung erhalten ... dies ist aber nicht so ... denn wir befinden uns in einem Diskussionsforum ... da muss ich mit *Gegenwind* rechnen ... in den letzten Wochen kann man kaum eine persönliche Meinung äußern ... ohne dass, egal in welchem Thread ... sich jemand sofort angegriffen fühlt ...

... ein geschriebenes Wort wird vielleicht häufig missverstanden, es passiert, dass man sich angegriffen fühlt und die Reaktionszeit in einem Forum ist meist zu lang, um Missverständnisse sofort aus der Welt zu schaffen ... aber auch wenn wir uns hier im www befinden ... das Schubladendenken ist überall real und man kommt extrem oft damit in Berührung :rolleyes: ... trotzdem sollte man versuchen *über* den Tellerrand zu schauen ... andere Meinungen auch akzeptieren ... sich nicht angegriffen fühlen, wenn sachliche Antworten folgen ... rechtliche Grundlagen als *Angriff* verstehen ... alles Dinge, die in den letzten Wochen vermehrt aufgetreten sind ... ich verlinke mal bewusst auf Umgangsrecht-Säugling Posting 1 ... Posting 19 und Posting 30 ... alles dazwischen sind Antworten, die teilweise so ausgeartet sind, dass ich mich als Themenstarterin fragen würde ... was soll das ... ich will Infos darüber, wie, was, etc. ich tun kann ... keineGrundsatzdiskussion über Sorgerecht ... dazu noch teilweise falsche Aussagen :rolleyes: ...

... viele Äußerungen in den Postings gingen die letzten Tage gar nicht ...aber es waren Meinungen von Usern ... die man ... wären sie sachlich vorgebracht worden ... verstanden ... vielleicht unterstützt oder auch bestätigt hätte ... doch jede andere Meinung wurde rigoros angegriffen ... Themen *zerschossen*, da man sich nicht gemüßigt sah, bei dem Thema zu bleiben ... Angriffe wegen Nachfragen ... die sachliche und rechtliche Grundlage wurde in Frage gestellt :rolleyes: ... hier ist KEINER schuld ... hier kann jeder seine Meinung schreiben, solange er sich an die Forenregeln hält ... niemand kann was für seine Emotionen und muss diese unterdrücken ... aber ... wieso muss ich eine Themenstarterin noch mehr verunsichern ... nur weil mir selbst irgendwann Leid widerfahren ist ... dieses kann ich in einem eigenen Thread ausdrücken ... hier hat ein jeder vollstes Verständnis für Emotionen ... jeder hat seine eigenen Erfahrungen ... versucht nicht euch zu rechtfertigen ... entschuldigt euch nicht für euer Leben ... denn, ich denke ... die wenigsten haben sich die Situation selbst ausgesucht ...
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

pimboli

Administrator

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Wohnort: Münsterland

Beruf: It-Systemkauffrau

8

Freitag, 1. Juli 2011, 18:09

Zitat

Ein wenig mehr Verständnis von beiden Seiten würde sicherlich viele Diskussionen entschärfen.
... @chrissi ... für mich gibt es hier keine zwei Seiten ... nur andere Meinungen ... klar siehst Du vieles situationsbedingt noch anders als ich z.b. ... trotzdem möchte Dich ja keiner angreifen mit einer Antwort ... sondern Dir nur aufzeigen, wie es sein kann/wird ... und da kommen wir dann zu der Interpretation ... die halt auch aus der persönlichen Situation entsteht ...

@vio ... Du kannst so emotional sein, wie Du möchtest ... solange keine Forenregeln verletzt werden :rolleyes:

vg
Waltraud
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes:

chrissi81

unregistriert

9

Freitag, 1. Juli 2011, 18:40

@pimboli: Da bin ich mit Dir ja sogar mal vollkommen einer Meinung ;) Auch ich war in den letzten Tagen sicherlich ein wenig überemotional und unsachlich, ist irgendwie eine ziemlich bescheidene Zeit gerade. ;( Finde es irgendwie auch immer schwierig, wenn die emotionale und die rechtliche Ebene aufeinanderprallen, beispielsweise auf ein sehr emotionales posting ein Hinweis auf die Gesetzeslage kommt - die ist sicherlich jedem weitestgehend klar oder es wird ausdrücklich danach gefragt. Manchmal will man (ich) vielleicht doch einfach mal über den Kopf gestreichelt bekommen und hören, dass es irgendwann leichter und besser wird. Damit meine ich nicht, dass jedem nach dem Mund geredet werden soll, das sicherlich nicht, aber mir persönlich hilft es mehr, wenn ich von denen, die ihren Frieden mit der Situation geschlossen haben, höre, wie und dass sie das geschafft haben als das Gefühl zu haben, mich für meine Situation rechtfertigen zu müssen. Wie Du sagst, keiner hat sich das bewusst ausgesucht und wenn man gerade mittendrin steckt und das Gefühl hat, dass kein Land in Sicht ist, ist es schön zu sehen, dass andere das rettende Ufer schon erreicht haben.
Es menschelt eben auch im www gewaltig ;)

Ps: Angegriffen fühle ich mich nicht wegen anderer Meinungen, sondern dann, wenn ich das Gefühl habe, in eine nicht-passende Schublade gesteckt zu werden. Finde leider den Thread nicht, es ging darum, dass ich die "Machtspiele" meines Ex (also, dem Vater meines Sohnes) geschildert habe und Du, pimboli, darauf geantwortet hast, dass Machtspiele ja wohl eher ein Mutter-Ding sind. Da muss vielleicht JEDER mal ein wenig über den Tellerrand schauen und dem anderen ein wenig Glauben schenken - auch wenn man hier naturgemäß immer nur die eine Seite hört.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »chrissi81« (1. Juli 2011, 18:52)
Grund: Ergänzung


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pimboli

Administrator

Beiträge: 2 466

Danksagungen: 2168

Wohnort: Münsterland

Beruf: It-Systemkauffrau

10

Freitag, 1. Juli 2011, 19:01

nur gibt es leider auch Väter die aus diesem Recht ein Machtspielchen machen und nicht bereit sind, nach einer Lösung zu suchen mit der alle drei Beteiligen leben können.


... und ne Menge Mütter, die eben dieses tun 8) :rolleyes: ... Machtspielchen sind nach meinem Erfahrungen in erster Linie ein *beliebtes Spielzeug* der Mütter ...


... ich habs gefunden ... und in keinsterweise ein Angriff auf Dich ... nur eine Anmerkung in Bezug auf Mütter, wie Du vorher in Bezug auf Väter geschrieben hast ;)
... irgendwie ... irgendwann ... irgendwo ... ;)

... nur 50% der Eltern sind Mütter ... :rolleyes: