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von mona84

Rick

m-admin a.D.

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Danksagungen: 527

Wohnort: MĂŒnsterland

Beruf: AusfĂŒllend ;-)

1

Samstag, 2. Juli 2011, 21:42

Gute Eltern trotz Trennung/Scheidung

Hallo fories :) ,

in den letzten wochen finden hier im forum sehr polarisierende diskussionen statt. zum einem lebt ja unser forum einerseits davon, auch kontrovers und aus vielen blickwinkeln diesen lebensbruch zu durchleuchten. jede geschichte steht nun mal fĂŒr sich, beinhaltet natĂŒrlich mehr oder weniger tragische momente.

zum anderen frage ich mich bei einigen beitrÀgen jedoch, was eigentlich dabei im vordergrund steht :rolleyes: hier im alleinerziehenden.net .

nun will ich meine sichtweise sehr deutlich klarstellen, die mich hier antreibt, wenn ihr erlaubt.

ich will es vorwegnehmen: kindern nach möglichkeit beide elternteile zu erhalten! im interesse unserer kinder sollten wir als verantwortungsvolle eltern im sinne des wohls unserer kinder weiter gemeinsam nach lösungen zu suchen. gerade wĂ€hrend und besonders nach der trennung bzw. scheidung. gehört es m.E. dazu, sich selber und die eigenen interessen auch zurĂŒckzunehmen, trotz objektiver oder subjektiv empfundener ungerechtigkeit ;(

klar ist es leicht, so etwas zu fordern, aber wir sind die erwachsenen, und daher sollten wir uns auch so benehmen. den ganzen paar-frust kanalsieren, vorbei an unseren kindern, auch wenn es oft nicht leicht ist.

ich kann hierzu diese seite echt empfehlen: https://www.familienhandbuch.de/trennung…trennten-eltern

ahnen tu ich natĂŒrlich, was jetzt kommt: er/sie vereitelt, stell sich quer/macht das leben zur hölle/ist auf einmal völlig unfĂ€hig/zahlt nicht/was auch immer ...

tja, ... ist ja imer leichter 1000 grĂŒnde zu finden, warum etwas nicht funktionieren kann, statt nur einen grund zu suchen und zu finden, wie es gehen könnte...

aber dennoch, frei nach kennedy: frag nicht, was andere beitragen können sollen, sondern was du selbst tun kannst ... wĂŒrde aus meiner sicht weiterhelfen.

nur so als denkanstoss :rolleyes:

lg Rick

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(02.07.2011), pimboli (03.07.2011)

Cristl

Profi

BeitrÀge: 232

Danksagungen: 232

2

Samstag, 2. Juli 2011, 22:06

Hallo Rick,

im Grunde hast du natĂŒrlich Recht. Und EinzelfĂ€lle sind auch immer von der Regel auszunehmen, möchte ich hinzufĂŒgen...

Aber es ist schon auch ein steiniger Weg, da hinzukommen. Mir haben
diese Kontroversen Diskussionen der letzten Wochen sehr geholfen um auf
dem Weg ein StĂŒck weiter zu kommen.
ahnen tu ich natĂŒrlich, was jetzt kommt: er/sie vereitelt, stell sich quer/macht das leben zur hölle/ist auf einmal völlig unfĂ€hig/zahlt nicht/was auch immer ...
und das sind eben auch ganz schöne Brocken auf diesem Steinigen Weg...manche kann man aus dem Weg rĂ€umen, manche umgehen, andere nur mit viel kraft ĂŒberwinden...
tja, ... ist ja imer leichter 1000 grĂŒnde zu finden, warum etwas nicht funktionieren kann, statt nur einen grund zu suchen und zu finden, wie es gehen könnte...
Da hast du vollkommen Recht, aber auch hier benötigt man eben etwas Gelassenheit dazu. Die muss man sich erarbeiten und dieses Forum könnte dabei helfen, oder?

Interessieren wĂŒrde mich da so ein klein bisschen dein Weg!? Welche Brocken hattest du so vor und hinter dir?
Wie hast du es geschafft das Wissen um das Wie auch umzusetzen, denn auch du bist ja nur ein Mensch ;) .
Liebe GrĂŒĂŸe Cristl
LG Cristl

Zitat

Auch aus Steinen,
die einem in den Weg gelegt werden,
kann man Schönes bauen.

(Johann Wolfgang von Goethe)
Man gebe mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen die ich nicht Àndern kann!!! 8|

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Moni42

Senior Mitglied

BeitrĂ€ge: 2 185

Danksagungen: 2019

3

Samstag, 2. Juli 2011, 23:34

Der Profi benutzte fĂŒr das Problem ein Metapher: ein Partner wirft dem anderen immer BĂ€lle ins Spiel und der andere darf diese nicht aufnehmen und zurĂŒckwerfen. Deshalb nicht, weil die Kinder hĂ€ufig als BalltrĂ€ger benutzt werden.

Das habe ich mir versucht zu verinnerlichen.

Es gab ein paar Regeln, die ich anfangs aus den BroschĂŒren entnahm.

Den Kindern sollten beide Eltern erhalten werden. Und die Achtung des anderen Elternteiles sollte vor den Kindern erhalten bleiben.

Im Beisein der Kinder mit dem Expartner keine GesprĂ€che fĂŒhren, wenn die Paarebene es nicht zulĂ€ĂŸt.

Die Nicht fĂŒr Kinder geeigneten Themen: Trennung, Scheidung, alles was damit zusammenhĂ€ngt, nicht im Beiosein der Kinder zu besprechen mit niemandem (Freunde, Anwalt.......)

Auf die ErzÀhlungen der Kinder nicht beurteilend reagieren. Auf die Eigenverantwortlichkeit von ihnen in Bezug auf KlÀrung zwischen anderem Elternteil und ihnen hinweisen, sie darinnen stÀrken.

Die eigenen GefĂŒhle, den Frust, die Verzweiflung, die Fragen, die UnverstĂ€ndnis.........fĂŒr all das und Ă€hnliches sollte man sich andere GesprĂ€chspartner suchen.
Freunde, die das aushalten können und viellciht auch aufrichten. Neue Bekannte in Ă€hnlicher Situation suchen, aber nicht zum gegenseitigen Jammern, sondern zum Spaß haben, Nicht-alleine-sein mit und ohne Kinder, um zu erkennen, dass es andere gibt, denn es Ă€hnlich geht.

Kalender mit Papazeiten, auf WĂŒnsche flexibel reagieren........das WE-Tasche packen als festes Ritual einbauen. Sich mit darum kĂŒmmern, dass sie fĂŒr das WE alles wichtige mithaben.

Den Kindern ihre Angst nehmen und mit Zuversicht in die neue Situation gehen. Sie stĂŒtzen zu lernen mit dem neuen Leben zurechtzukommen.

Die VerĂ€nderungen mit ihnen besprechen ohne Schuldzuweisungen. Aber ich brauche auch keine Entschukdigungen zu finden, dafĂŒr ist der Papa selber zustĂ€ndig.
"Warum bringt er uns immer zu spĂ€t? Das mĂŒsst ihr ihn selber fragen, ich weiß es nicht."

Und wenn die Emotionen einen ĂŒberkommen, da man eiskalt erwischt wird, ehrlich sein.
Wir können je nach Alter durchaus auch sagen, dass wir uns falsch verhalten haben. Dass es aufgrund der Überraschung und der Verletzung die dadurch entstand, zu einer Vermischung der Eltern und Paarebene gekommen ist, was nicht okay ist.

Wir sind keine Liebespaar mehr, aber Eltern bleiben wir immer. Und ruhig erklÀren, dass es zurzeit schwer ist miteinander umzugehen.

Irgendwelche Verhaltensweisen auf Elternebene neutral und ruhig erklÀren.

Wir klÀren die notwendigen Dinge per Mail, weil es persönlich oder am Telefon nicht geht. Das hat uns der Profi empfohlen.

Die Kinder dĂŒrfen ihrem anderen Elternteil auch das neue Domizil zeigen, damit meine ich ihre eigenen Zimmer, sofern der Wunsch auftaucht.

Verhindern das Kinder zu Boten werden. Sollte es vorkommen, genau betrachten, ob das Kind leidet, wenn man es ablehnt. Es gibt mal die ein oder andere Situation, in der die Kinder benutzt werden und man dem Kind evt. helfen muss und somit wieder zum Partner wird. Aber sonst fĂŒhlt sich das Kind im Stich gelassen.
Hier sollte man dann auch klarstellen, dass man dies nun fĂŒr sie macht, aber eben kĂŒnftig das nicht mehr geht.

Und der Profi kann eine große Hilfe sein. Auch schaut er von außen drauf und kann beurteilen, ob die eigenen guten Ideen wirklich gut sind. So hat er mal eine Überlegung nochmals mit dem Vater zu sprechen als nicht aussichtsreich beurteilt und dies nur als neue TheaterbĂŒhne erkannt. Was ich mir dadurch erhoffte, eine bessere Kommunikation, wĂŒrde ich nicht erreichen können.

Die grĂ¶ĂŸte Schwierigkeit fĂŒr mich war der Vertrauensbruch, den ich erlitt. Es hat lange gedauert, bis ich wieder Vertrauen zu einem Mann aufbauen konnte und wollte in Form eines Partners.

Ich denke es hilft, wenn man schaut, okay, dass ist nun so und was kann ich nun draus machen. Alle positiven VerĂ€nderungen fĂŒr mich versuchte ich mir deutlich hervorzuheben (mir gegenĂŒber). Alles was mich runterzog, versuchte ich zu verĂ€ndern. Die OHNE Kinder Zeiten lernte ich angenehm zu gestalten.

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airam (03.07.2011), Cristl (03.07.2011)

pandora

unregistriert

4

Sonntag, 3. Juli 2011, 07:05

@rick, @Moni42,

"ich will es vorwegnehmen: kindern nach möglichkeit beide elternteile zu
erhalten! im interesse unserer kinder sollten wir als
verantwortungsvolle eltern im sinne des wohls unserer kinder weiter
gemeinsam nach lösungen zu suchen. gerade wÀhrend und besonders nach der
trennung bzw. scheidung. gehört es m.E. dazu, sich selber und die
eigenen interessen auch zurĂŒckzunehmen, trotz objektiver oder subjektiv
empfundener ungerechtigkeit ;( "

Dieses Zitat von dir, rick, finde ich total wichtig. Ich habe von Anfang der Trennung an versucht, dies so zu handhaben. Am Anfang hat das auch gut geklappt. Was wir zu besprechen hatten lief generell ohne die Kinder. Sie durften und dĂŒrfen bis heute zu ihrem Vater. Die Probleme fingen dann allerdings an, als er eine neue Partnerin hatte. Diese Frau hat von Anfang an gegen mich gearbeitet, so daß inzwischen der Kontakt zwischen den Dreien sehr eingeschrĂ€nkt lĂ€uft.
Dem KV fÀllt es sehr schwer, die beiden Ebenen auseinanderzuhalten.

"Und der Profi kann eine große Hilfe sein. Auch schaut er von außen drauf
und kann beurteilen, ob die eigenen guten Ideen wirklich gut sind. So
hat er mal eine Überlegung nochmals mit dem Vater zu sprechen als nicht
aussichtsreich beurteilt und dies nur als neue TheaterbĂŒhne erkannt. Was
ich mir dadurch erhoffte, eine bessere Kommunikation, wĂŒrde ich nicht
erreichen können."

Liebe Moni, genau an dem Punkt bin ich inzwischen auch. Der KV setzt seine Kinder immer wieder in Zugzwang. Permanent mĂŒssen sie entscheiden, wenn es nach ihm geht, wen sie "lieber" haben. Wir haben so ziemlich alles versucht. GesprĂ€che beim JA, Mediation.... Und irgendwann habe ich auch diesen Kommentar bekommen. Es hat am Anfang sehr weh getan, langsam wird es besser.
An dieser Stelle erstmal ein herzliches DANKE an euch Beide.

Ich habe viel Gewalt in meiner Ehe erlebt und ertragen. Dinge, ĂŒber die ich heute nur den Kopf schĂŒtteln kann, wie ich das ausgehalten habe. Aber das ist mir passiert. Und auch wenn der KV so ist, wie er ist: er ist und bleibt ihr Vater. Mein Sohn ist seinem Vater in vielem sehr Ă€hnlich, soll ich ihn deswegen weniger lieb haben?! Er ist ein toller junger Mann, auf den ich sehr stolz bin. Und jeder Mensch hat nun mal positive und negative Eigenschaften. Und im Endeffekt liegt es an mir, bei ihm die positiven Eigenschaften, die er eben auch von seinem Vater geerbt hat, zu unterstĂŒtzen. Meine Tochter kommt da eher nach mir ;) . Dieses Kind hat das ganz große Problem, dass der KV sie ĂŒbersieht.... Gehört aber jetzt nicht hier her.

Wie gesagt, ich finde eure Stellungnahmen sehr gut, ich kann mich darin wiederfinden. Nur der Weg zu dieser Gelassenheit, der ist halt nicht einfach- und immer individuell zu gehen. Jeder hat eben seine Geschichte im Hintergrund.

Allen noch einen schönen Sonntag,
Birgit

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Vio

AnfÀnger

BeitrÀge: 10

Danksagungen: 5

Wohnort: MĂŒnchen

Beruf: Angestellte

5

Sonntag, 3. Juli 2011, 07:56

In der akuten Zeit der Wut, des völligen Nicht-Begreifens ob solchen Verhaltens und des Schmerzes habe ich indirekt mit ihm kommuniziert, in dem ich geschrieben habe.
Ich hatte keine Wahl, denn ich komme nicht an ihn ran, bis heute nicht.
Er hat eine Atombombe gezĂŒndet und ist dann in seinen Schutzbunker, in dem er bis heute sitzt. Er verweigert mir seine Adresse, seine Telefonnummer, ich weiß nicht wie ich ihn erreichen kann. Er hat mir klar gesagt, er kann und will sich nicht um GĂŒrkchen kĂŒmmern, weil er sich momentan selbst am NĂ€chsten steht - und er ist aus unserem Leben verschwunden, bis auf einen sporadischen Anruf im Jahr, wenn es um Unterhalt geht.
Bei unserer letzten Begegnung 2008 war er in einem akuten, manischen Schub und warf mir vor, nicht abgetrieben zu haben (sein Wunschkind, wohlgemerkt).
Ich habe ihm klar gemacht, dass meine TĂŒr offen ist - fĂŒr GĂŒrkchen.
Er lehnt es ab.
Selbst, als er die Beziehung am Tag der Notsectio beendet hat und ich ihn am liebsten fĂŒr immer aus meinem Leben verbannt hĂ€tte, habe ich an mein Kind gedacht und zugelassen, dass er zu Besuch in die Klinik kommt (damals versprach er noch, fĂŒr die Kleine da zu sein). Heute bin ich sehr froh darĂŒber, denn so entstanden die einzigen Fotos von GĂŒrkchen und ihrem Papa und die sind sehr wichtig fĂŒr sie und ihre kleinen Wurzeln.

Nun habe ich, wie oben beschrieben, indirekt meine GefĂŒhle an ihn rausgelassen - und es hat mir sehr, sehr geholfen.
Gurke hat noch nie ein böses oder ungutes Wort ĂŒber ihren Vater gehört und ich versuche, ihr so gut wie es geht zu erklĂ€ren, warum er nicht da ist ohne ihr zu signalisieren, dass er nicht will.
Inzwischen fĂ€llt es mir nicht mehr schwer, weil ich meine GefĂŒhle verarbeitet habe, mit mir selbst, in einer Therapie. Klar wĂ€re es leichter, ihn als verantwortungslosen Arsch hinzustellen, vor mir, vor meinem Kind, vor anderen. Aber dann wĂŒrde ich in meinem Bild von Verantwortung, Liebe und Respekt fĂŒr mein Kind versagen.
Das sind meine 2 Cent...
LG,
Vio
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglĂŒckliches Kind auf Erden gibt.
~-~
Niemand kann auf Dauer eine Maske tragen.

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Moni42

Senior Mitglied

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6

Sonntag, 3. Juli 2011, 09:16

Ich habe noch einen Nachtrag:

Auch psychologische Hilfe kann ein Weg sein. Dieser ist zwar nicht einfach..........lange Wartezeiten, abhÀngig davon ob es "passt", aber es ist ein Weg.
Es ist ein Weg, den viele ablehnen, der aber durchaus hilfreich sein kann und fĂŒr manche auch ist.

Versuch macht klug.

BeitrÀge: 84

Danksagungen: 98

Wohnort: Hessen

7

Sonntag, 3. Juli 2011, 11:03

Immer möglich?

Können die Verletzungen nicht so tief sein, dass eine Kanalisation in Richtung "neutral" wirklich seeehr lange dauert? Und ist es bis dahin nicht ein Schauspiel, ein Durchhalten und "Hauptsache, das Kind merkt nichts von meiner Wut und meiner EnttĂ€uschung gegenĂŒber dem anderen Elternteil"? Merkt ein Kind dieses Verstellen nicht auch? Und so klar trennen zwischen "Er ist ein guter Vater und ich bin ihm dem Kind gegenĂŒber positiv eingestellt" und der Wut / EnttĂ€uschung auf der Elternebene ... ist das so klar und authentisch möglich??? Es kommt sicher auch drauf an, wieviel Kontakt man hat bzw. wie lange (ob man sich mehrere Stunden mit dem Kind in einer Wohnung mit beiden Elternteilen aufhĂ€lt,...), wieviel das Kind vom Vater erzĂ€hlt,...Ich habe fĂŒr mich persönlich das GefĂŒhl, dass ich mir nur ein Leben vorstellen kann, wo ein anderer Partner an meine Seite tritt, der auch fĂŒr das Kind eine Vaterfigur darstellt, so dass sich der Kontakt zum leiblichen Vater und mir und irgendwann auch zum Kind automatisch ausdĂŒnnt (nicht erzwungen!!)...erst dann habe ich das GefĂŒhl, nicht mehr von seinem "Guten Willen" bzw. einer gewissen Beliebigkeit an UnterstĂŒtzung abhĂ€ngig zu sein und nicht mehr permanent mit meiner Wut und EnttĂ€uschung konfrontiert zu werden. Ich muss dazu sagen, dass ich noch in Elternzeit bin, wir uns fast tĂ€glich sehen (was eben fĂŒr mich auch hilfreich ist, da ich dann mal zum Haushalt komme, mal durchatmen kann usw....aber es gibt da auch die andere Seite; und Verwandte vor Ort gibt es nicht und jedes Mal weggehen mit Kind lohnt sich nicht immer).

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(03.07.2011), Cristl (03.07.2011)

Moni42

Senior Mitglied

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8

Sonntag, 3. Juli 2011, 11:15

"Hauptsache, das Kind merkt nichts von meiner Wut und meiner EnttĂ€uschung gegenĂŒber dem anderen Elternteil"? Merkt ein Kind dieses Verstellen nicht auch?


Bei so kleinen Kindern kann ich wenig zu sagen.........
bei grĂ¶ĂŸeren Kindern ist es schon möglich zu sagen, dass man als Partner enttĂ€uscht ist und eben daher Probleme hat. Aber es ist und bleibt der einzige Vater oder Mutter und es wĂ€re falsch, diesen als Vater und Mutter auch schlecht zu machen.

Man hat manchmal das halbe Leben mit dem Partner verbraucht. Diese JAhre hat man mitgestaltet, dass sich die Sichtweise als Partner Àndert, darf mit der Sichtweise als Eltern nnichts zu tun haben.

chrissi81

unregistriert

9

Sonntag, 3. Juli 2011, 12:15

@ rick und moni - Danke fĂŒr Eure BeitrĂ€ge, kann da wirklich zu 100% zustimmen, vor allem der gute alte Kennedy hat mich sehr zum Nachdenken gebracht.
Sehe es aber auch wie der MarienkĂ€fer, es ist vermutlich mit den ganz Kleinen noch einmal eine ganz andere Situation - auch wenn hier der Grundstein fĂŒr den weiteren Umgang gelegt wird. Auf der einen Seite muss man hier noch nicht erklĂ€ren, wo Papa ist, auf der anderen Seite KANN man eben auch nichts erklĂ€ren und die Zwerge bekommen die GefĂŒhle ungefiltert mit. Hatte es gerade gestern wieder, dass ich wegen dem Vater von meinem Zwerg sehr durch den Wind war - mit dem Ergebnis, dass er den ganzen Tag kaum zu beruhigen war.
Ich habe immer gesagt, dass mein Ex der Vater von dem Kleinen ist und ein Papa werden soll, habe ihm trotz aller Verletzungen gesagt, dass er ihn jederzeit besuchen kann und schon Hundertschaften von Kröten geschluckt. Öfter als einmal die Woche will er nicht kommen, die letzte zwei Mal hat er abgesagt - auf der Paarebene tut mir das gut weil es mir deutlich besser geht, wenn ich ihn nicht sehe (was dann ja auch wieder dem kleinen Knopf zugute kommt), auf der Elternebene tut mir dieses Verhalten fĂŒr den Kleinen unglaublich leid... das zu trennen ist verdammt schwer! UnterstĂŒtzung habe ich von unserem Vater leider so gar nicht, weder finanziell noch sonstwie, er erwartet, dass unser Kleiner bei seinen Besuchen wach und fröhlich ist, die Wohnung geputzt ist, ich netten smalltalk betreibe (was ich auch tue, kostet mich aber alle Kraft die ich habe),... dann setzt er sich auf die Couch und macht zwei Stunden lang Baby-watching. GesprĂ€chsbereit ist er auch nicht, also sind die Besuche fĂŒr mich einfach nur eine zusĂ€tzliche Belastung die mich fĂŒr mehrere Tage aus der Bahn wirft.
Wahrscheinlich kann da nur die Zeit helfen (und meine wunderbare Therapeutin :-)), ob ein neuer Partner die Lösung ist bezweifel ich, fĂŒr mich persönlich kann ich mir das noch gar nicht vorstellen.

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Moni42

Senior Mitglied

BeitrĂ€ge: 2 185

Danksagungen: 2019

10

Sonntag, 3. Juli 2011, 12:20

ob ein neuer Partner die Lösung ist bezweifel ich


ich auch!!!