@Moni: dass man den fehlenden Freibetrag auch über die Steuererklärung wiederbekommt, wusste ich nicht. Ich hatte den neuen Brief vom Finanzamt so verstanden, dass Anträge auf Steuerermäigung bis Ende November des jeweiligen Jahres gestellt werden müssen, irgendwie kann ich dir zustimmen, vielleicht sehe ich es zu genau...einen Betrag X, den er mir zumindest im Moment zahlt, gibt es ja schon, nur mit dem was er für meine Tochter zahlen muss (er liegt ziemlich weit unten in der Tabelle), komme ich nicht hin und ich denke, wenn er durch den Freibetrag etwas mehr bekommt, kann er es ja für seine Tochter mehr zahlen. Das sollte doch auch ihm wichtig sein? Beim Anwalt waren wir bisher noch nicht bzw. haben es abgebrochen, sollte das mal kommen, wäre es in den Gehaltsabrechnungen ja ggf. schon relevant. Ich möchte, dass er freiwillig mehr zahlt als er tut, weil ja auch er nicht will, dass es unserer Tochter an irgendetwas fehlt. Ich zeige ihm Möglichkeiten auf, wie er mit wenig Aufwand mehr netto rausbekommt und er nutzt dies nicht...das macht mich total wütend, habe das Gefühl ich muss für unsere Tochter kämpfen.

Denke ich da so falsch? Dass es evt. nicht lohnt, an dieser Front zu kämpfen, weil er sich nie ändern wird, sehe ich ja ggf. noch ein...beim Einwohnermeldeamt habe ich noch nicht gefragt. Im Grunde macht er sich ja strafbar, soweit ich das weiß, aber anzeigen will ich ihn nun auch nicht...das schaltet er erst recht auf noch mehr stur. Werde mal nachfragen...Ein Anwalt würde in usnerem Fall eben mittelfristig nicht zu einer gerechten Lösung führen. er wird mietfrei in seiner Eigentumswohnung sitzen, wo seinen Eltern aber den Nießbrauch haben, daher wird ihm dies nicht als Vermögensvorteil angerechnet. Hätten seine Eltern diesen nicht, müsste er mir mehr zahlen. Ihm bleibt also so deutlich mehr. Geschickt gemacht von seinen Eltern...
@chrissi: ist nicht hart, verstehe es schon richtig und stimme auch dir zu. Mit den 80% sind wir uns schon einig, das Kind wird weniger hin- und hergerissen usw. aber ich bin eben auch nicht bereit, dies alleine auf meinen schltern auszutragen (von der verlorenen Rente mal ganz abgesehen bei jahrelanger Teilezeit, das verdränge ich schon). Er will mir da ja auch freiwillig einen Ausgelich schaffen, nur irgendwie müssten wir eben durchrechnen, ob das alles hinkommt und knapp wird es sowieso. Der Rest steht eigentlich schon oben...ich hänge wohl zu sehr an meiner Opferrolle und dem Bestreben, eine gerechte finanzielle Lösung zu finden und v.a. kein Geld dem Staat zu schenken, aber muss akzeptieren, dass es verlorene Energie ist, an dieser Front zu kämpfen. Es stimmt schon, wir haben die gleichen Konfliktthemen wie in der Beziehung...es ist eben schwer, wenn ich sehe, dass er Geld verpulvert und ich genau gucken muss, was ich unserer Tochter kaufe und was eben nicht, weil unser Geld schon wieder leer ist...