RE: Einladung zum JA (lang)
Hallo.
Heute Nachmittag war ich beim JA. Es ist für meine Begriffe sehr gut gelaufen. Wie von einigen Leuten, u.a meine Anwältin und Therapeutin, und einige aus dem Chat hier, habe ich versucht, sachlich zu bleiben und nur das Thema "unsere Tochter" anzusprechen, ohne Vorwürfe und ohne mich provozieren zu lassen. Es war schwer, aber es hat funktioniert. Ich bin selbstsicher aufgetreten und habe mit Ex direkt gesprochen. Er wiederum hat nur mit der Sachbearbeiterin gesprochen, kam mit Beschuldigungen. Wenn er vom Thema abwich, habe ich ihn gebeten, doch beim Thema "unsere Tochter" zu bleiben. Er war sehr emotional, beleidigend und provozierend. Seine Wortwahl war nicht gerade die Beste. "Verarschen lasse ich mich nicht" kam öfter vor, sehr im Ton vergriffen.
Das Ende vom Lied: Ex muß mir unsere Tochter Heiligabend um 18 Uhr nach Hause bringen. Ich habe ihm angeboten, dass er unsere Tochter 2. Weihnachten plus 2 Tage bekommt. Natürlich wollte er das nicht. Er bestand auf Heiligabend, was er aber nicht bekam. Dann habe ich direkt alles geregelt: wie die Kommunikation vonstatten geht - brieflich, damit er mich nicht mehr provozieren kann, Übergabe über Dritte, Ferien sind nun klar geregelt. Es werden keine Ausnahmen gemacht, da Ex nicht mit sich reden ließ. Auch nicht zum Wohle des Kindes, wie Sachbearbeiterin es ausdrückte. Sie vermerkte es.
Ich denke, es ist für uns ganz gut gelaufen.
Doch eine Drohung bleibt noch. Diese hat Ex auch ganz deutlich vor der Sacharbeiterin gesagt. Das wird nicht nicht das sein, was sein Anwalt durchsetzen wird. Die Sachbearbeiterin hat es sich notiert.
Ich glaube, er wußte nicht, dass unsere Sachbearbeiterin auch die Sachverständigerin des Gerichts unseres Bezirks ist. UPS, sage ich da nur.
Jetzt kann ich ein ruhiges Weihnachten verleben, es richtig genießen. Und unsere Tochter auch. Sie hat sich so gefreut.
Glückspilz